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	<title>Isidor Gistl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:04:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Isidor_Gistl&amp;diff=1361041&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mehlauge: /* Leben */ Link angepasst</title>
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		<updated>2022-02-15T13:00:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Link angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Gistl-Grab.JPG|thumb|250px|Das Grab auf dem Friedhof in Frauenau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isidor Gistl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Februar]] [[1868]] in [[Schweinhütt]]; † [[25. März]] [[1950]] in [[Frauenau]]) war ein deutscher [[Fabrikant]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Tafelglasmachers, Glasfuhrmanns und Wirtshauspächters besuchte die Realschulen in [[Deggendorf]] und [[Regensburg]]. In der [[Glashütte]] in [[Oberfrauenau]], die im Besitz der Familie [[Poschinger (Adelsgeschlecht)|Poschinger]] war, erlernte er das Glasgewerbe und die Betriebsleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 ging er nach [[Regenhütte]], wo er in der dortigen Glashütte Steigerwald als Direktor fungierte. 1906 kehrte er nach Frauenau zurück und pachtete die 1848 von [[Michael von Poschinger]] gegründete [[Glasmanufaktur von Poschinger|Moosauhütte]] (bis 1924). Er baute den Betrieb erfolgreich aus, die Zahl der Beschäftigten steigerte sich unter seiner Führung von 150 auf 500. Dann kaufte er Grundstücke in Frauenau und errichtete 1923 nach den Plänen des Architekten Georg Pabst seine eigene Glashütte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei nutzte er die besonderen Verhältnisse der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflationszeit]] und druckte seit dem 25. August 1923 [[Notgeld]], Geldscheine von 1,5 Millionen bis 5 Billionen Mark, mit denen er seine Arbeiter und Firmen bezahlte. Die 1925 an der [[Bahnstrecke Zwiesel–Grafenau]] fertiggestellte [[Glashütte Gistl]] galt als eine der modernsten Kristallglasfabriken Europas. Neben der Fabrik ließ [[Kommerzienrat]] Gistl auf über 2.000 Hektar 27 Wohnhäuser mit 200 [[Werkswohnung]]en bauen, dazu eine großzügige Gastwirtschaft und den &amp;#039;&amp;#039;Gistlsaal&amp;#039;&amp;#039;, den damals größten Veranstaltungsbau des Bayerischen Waldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gistl, der ein großer Mäzen der Gemeinde und der Pfarrgemeinde war, machte Frauenau zum Industriestandort. Die [[Weltwirtschaftskrise]] überstand Gistls Unternehmen trotz erheblicher Probleme. 1933/34 scheiterte sein Versuch, das insolvente Glashüttengut [[Buchenau (Lindberg)|Buchenau]] zu kaufen, am Widerstand des Staates, der das Gut schließlich übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1930er Jahre beschäftigte er wieder 700 Personen. Der 3½ Zentner schwere »Glaskönig« strengte nach dem Zweiten Weltkrieg vergeblich einen Prozess vor dem Arbeitsgericht gegen seinen Graveurmeister Valentin Eisch an, als dieser 1946 seine eigene Glasfabrik in Frauenau gründete. Daraufhin versuchte er die neue Glashütte zu boykottieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war in erster Ehe mit Amalie Kaspar († April 1927) aus Frauenau verheiratet, durch die er Vater von acht Kindern wurde, von denen drei früh verstarben. Per Zeitungsinserat suchte er nach einer Hausdame. Seine Wahl fiel auf Lucie Behrend aus [[Meißen]], die er im Januar 1930 heiratete. Nach der Scheidung heiratete er mit Pauline Bauer aus Frauenau seine dritte Ehefrau. Er starb unerwartet nach einem Kinobesuch im Gistlsaal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heidi Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Ein Mann geht seinen Weg. Der Glaskönig Isidor Gistl&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Von der Waldarbeiterin zur Unternehmerin. Therese Eisch in Frauenau&amp;#039;&amp;#039;, beide in: &amp;#039;&amp;#039;Wälder, Weite, Wildnis&amp;#039;&amp;#039;, Herausgeber Harald Grill, Günter Moser, Wolfgang Bäuml, Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, Amberg, 2000, ISBN 3-924350-85-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Ettl: &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Weg in eine neue Zeit. Frühe Industrien im Bayerischen Wald&amp;#039;&amp;#039;, mit Textbeiträgen von Katharina Eisch, Winfried Helm, Martin Ortmeier, ISBN 3-929517-32-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1135499993|VIAF=6145149844963102960003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Gistl, Isidor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frauenau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1868]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gistl, Isidor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Glasfabrikant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Februar 1868&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schweinhütt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. März 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frauenau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mehlauge</name></author>
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