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	<title>Isidor Alfred Amreich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;RichterVC: Linkupdate</title>
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		<updated>2025-09-22T13:35:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkupdate&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isidor Alfred Amreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. April]] [[1885]] in [[Gars am Kamp]]; † [[8. September]] [[1972]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer [[Gynäkologie|Gynäkologe]] und Hochschullehrer. Unter seiner Verantwortung wurden während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] [[Zwangssterilisation#Deutschland_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus|Zwangssterilisierungen]] durchgeführt. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er wegen seiner [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Verstrickungen von der [[Universität Wien]] als Universitätsprofessor entlassen und als Vorstand der „Zweiten Universitäts-Frauenklinik“ seines Amtes enthoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich-Schmidt-Platz 18.JPG|mini|Seit 1939 lebte Isidor Amreich in einer arisierten Wohnung in diesem 1882 von [[Dionys Milch]] und Heinrich Hellin errichteten Haus (Ecke [[Rathausstraße (Wien)|Rathausstraße]] / Friedrich-Schmidt-Platz), in dem übrigens [[Sigmund Freud]] 1886 zwei Zimmer und seine erste Praxis mietete und in dem sich heute das &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich-Schmidt-Platz#Nr. 2: Amerika-Haus|Amerikahaus]]&amp;#039;&amp;#039; befindet.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des gleichnamigen Garser Gemeindearztes Isidor Amreich (* 22. Jänner 1853 in [[Deutschfeistritz]], † 17. August 1892 in Gars) promovierte 1910 zum Doktor der Medizin und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1923 in den Fächern Gynäkologie und Geburtsmedizin. Januar 1934 trat Amreich der in Österreich illegalen [[NSDAP]] bei und wurde auch Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]]. Im März 1938 trat er der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 344.406),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/514522&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er am 10. September 1939 zum [[SS-Untersturmführer]] und am 30. Jänner 1941 zum [[SS-Obersturmführer]] ernannt wurde. Am 20. Mai 1938 beantragte er die reguläre Mitgliedschaft in der NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.228.053).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/461513&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1944 stellte er den Antrag zur Aufnahme in die „Akademische Legion beim Höheren SS- und Polizeiführer Wien“. Weiters war Amreich Mitglied des [[NS-Ärztebund]]es, „Oberfeldführer“ des „[[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]]“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Völkischer Beobachter]]. 15. März 1945, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lebte seit 1939 in einer [[Arisierung|arisierten]] Wohnung&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Pfefferle und Hans Pfefferle: Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren. S. 175ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Rathausstraße (Wien)|Rathausstraße]] 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1. Jänner 1940 war Amreich einer jener Ärzte, die gemäß dem „[[Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses]]“ (GzVeN) zur Durchführung der darin geregelten [[Zwangssterilisierung]]en ermächtigt waren, was bei Amreich auch die Zwangssterilisation von Gefängnis-Insassinnen umfasste. Weiters arbeitete er für das „Wiener [[Erbgesundheitsgericht|Erbgesundheitsobergericht]]“ als Gutachter in Fragen der [[Empfängnis]]fähigkeit und stellte (was ihm nach dem Zweiten Weltkrieg besonders zugutekommt) ein Gutachten zugunsten einer Betroffenen aus, wie die [[Universität Innsbruck]] erwähnt, die Amreich 1969 zum [[Ehrensenator]] ernannt hat, was sie mittlerweile als „problematische Ehrung“ einstuft: „Wesentlicher als Amreichs einmalige Gutachtenerstellung für das Wiener Erbgesundheitsobergericht, die zugunsten der Betroffenen erfolgte, ist allerdings seine Beteiligung an den Zwangseingriffen selbst. Zwischen Jänner 1941 und März 1942 wurden an seiner Klinik 62 Zwangssterilisationen durchgeführt. Wie viele er davon selbst ausgeführt hat, ist (zum jetzigen Zeitpunkt) ebenso unbekannt wie die Gesamtzahl der bis zur Abschaffung des [[GzVeN]] 1945 durchgeführten Eingriffe. Was jedoch unabhängig davon bestehen bleibt, ist Amreichs juristische Verantwortung dafür.“&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Innsbruck: [https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/amreich.html Ehrensenator Isidor Alfred Amreich (1885-1972).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Österreichs von der Nazi-Herrschaft wurde Amreich von der [[Universität Wien]] als Universitätsprofessor entlassen und als Vorstand der „Zweiten Universitäts-Frauenklinik“ dauerhaft seines Amtes enthoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Pfefferle und Hans Pfefferle: Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren. S. 175f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Amreich wurde wegen seiner nationalsozialistischen Verstrickungen kurzzeitig inhaftiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Pfefferle und Hans Pfefferle: &amp;#039;&amp;#039;Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren.&amp;#039;&amp;#039; S. 175ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem mehrere Monate dauernden Berufsverbot betrieb er eine gynäkologische Privatpraxis in Wien und in seinem Geburtsort Gars am Kamp,&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Innsbruck: [https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/amreich.html Ehrensenator Isidor Alfred Amreich (1885-1972).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;C. A. Spring: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Krieg und Euthanasie. Zwangssterilisationen in Wien 1940–1945.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau-Verlag, Wien / Köln / Weimar 2009, ISBN 978-3-205-78321-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; der ihn 1954 zum [[Ehrenbürger]] ernannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Amreich war ein Schüler [[Friedrich Schauta (Mediziner)|Friedrich Schautas]] in Wien. Er erarbeitete 1924 in Wien die eigentliche Operationsanatomie der [[Schauta-Stoeckel-Operation]] als radikaler [[Vagina des Menschen|vaginaler]] [[Totalexstirpation]] der [[Gebärmutter]] beim [[Zervixkarzinom]] durch die Darstellung der einzelnen [[Spatium|Spatien]] und entwickelte damit den Eingriff zu einer anatomischen Operation weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Käser, F. A. Iklè: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der gynäkologischen Operationen.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1965, S. 263–307.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marc Possover|M. Possover]], S. Kamprath, A. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;The historical development of radical vaginal operation of cervix carcinoma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralbl Gynakol.&amp;#039;&amp;#039; 119 (1997), S. 353–358. PMID 9340975&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem entwickelte er eine vaginale Operationsmethode zur organerhaltenden Therapie des Vorfalls des Scheidenendes nach vaginaler oder abdominaler [[Hysterektomie]], welche heute als [[Kurt Richter (Mediziner)#Die Vaginaefixatio sacrospinalis/sacrotuberalis vaginalis (Amreich-Richter-Operation)|Amreich-Richter-Operation]] bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;H.J. Kaum, F. Wolff: https://web.archive.org/web/20160304103904/http://www.frauenarzt.de/1/2003PDF/03-05-pdf/2003-05-kaum.pdf In: &amp;#039;&amp;#039;Frauenarzt.&amp;#039;&amp;#039; 44 (2003), S. 504–512&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familiäres ==&lt;br /&gt;
Isidor Amreich war ein Neffe des römisch-katholischen Ordenspriesters und Abts von [[Stift Rein]] [[Eugen Amreich]] (1859–1940).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Order of Franz Joseph knight badge reverse (Austria 1905) - Tallinn Museum of Orders.jpg|mini|Ritterkreuz des Franz-Joseph-Orden mit der Kriegsdekoration]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ritterkreuz des [[Franz-Joseph-Orden]] mit der Kriegsdekoration (Verleihung: 1917)&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger]] von Gars am Kamp (Verleihung: 1954)&lt;br /&gt;
* Ehrensenator der Universität Innsbruck (Verleihung: 1969) [wurde inzwischen als „problematische Ehrung“ eingestuft]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe|Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der Spanischen Gesellschaft für Gynäkologie&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der Italienischen Gesellschaft für Gynäkologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Radium-Röntgen-Theorie in der Gynäkologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, 1926.&lt;br /&gt;
* mit H. Peham: &amp;#039;&amp;#039;Gynäkologische Operationslehre.&amp;#039;&amp;#039; S. Karger Verlag, Berlin 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sterilität, ihre Ursachen, Erforschung und Behandlung.&amp;#039;&amp;#039; Hollinek Verlag, Wien 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ätiologie und Operation des Scheidenstumpfprolapses.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wien Klin Wochenschr.&amp;#039;&amp;#039; 63 (1951), S. 74–77.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biologie und Pathologie des Weibes.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Schwarzenberg, 1953.&lt;br /&gt;
* mit H. Albrecht u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Ergebnisse der Forschung für die Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Thieme Verlag, Leipzig, {{ISSN|0016-5751}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Navratil]]: &amp;#039;&amp;#039;Isidor Alfred Amreich 1885–1972.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geburtshilfe Frauenheilkd.&amp;#039;&amp;#039; 33 (1973), S. 433–435. PMID 4581167&lt;br /&gt;
* H. Högler: &amp;#039;&amp;#039;Die vaginale Radikaloperation des Carcinoma colli uteri nach Schauta-Amreich.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Urban &amp;amp; Schwarzenberg, 1960.&lt;br /&gt;
* Roman Pfefferle und Hans Pfefferle: Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren. Isidor Amreichs NS-Vergangenheit wird auf den Seiten 175–178, 180, 183, 193–196 und 318 thematisiert.&lt;br /&gt;
* Claudia Spring: Zwischen Krieg und [[Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus|Euthanasie]]. [[Zwangssterilisation]]en in Wien 1940–1945. [https://www.genderopen.de/handle/25595/418 Volltext-pdf-Version.] Thematisiert Isidor Amreichs NS-Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemälde ==&lt;br /&gt;
* Karl Langers (1902–1986) Porträt von [https://web.archive.org/web/20070727124935/http://scopeq.cc.univie.ac.at/query/detail.aspx?ID=4288 Isidor Alfred Amreich] im [[Archiv der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11864890X}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Isidor Alfred Amreich|Isidor Alfred Amreich}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL2|Isidor|Amreich|1885|1972|Christine Kanzler}}&lt;br /&gt;
* [[Universität Innsbruck]]: [https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/amreich.html Ehrensenator Isidor Alfred Amreich (1885-1972).]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11864890X|VIAF=69723012}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Amreich, Isidor Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDÄB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugeniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gars am Kamp)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Gars am Kamp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Amreich, Isidor Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Gynäkologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. April 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gars am Kamp]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. September 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RichterVC</name></author>
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