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	<title>Isel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;User 20260213-1: /* Wirtschaftliche und touristische Nutzung */ Iseltrail</title>
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		<updated>2025-10-09T18:01:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wirtschaftliche und touristische Nutzung: &lt;/span&gt; Iseltrail&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME= &lt;br /&gt;
| SORTNAME= Isel&lt;br /&gt;
| LAGE= [[Osttirol]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
| GKZ= &lt;br /&gt;
| FLUSSSYSTEM= Donau&lt;br /&gt;
| ABFLUSSWEG= Drau//Donau//Schwarzes Meer&lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-PREFIX= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET= 1200.86&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE= 57.26&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-LÄNGE= &lt;br /&gt;
| LÄNGE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| PEGEL1= &lt;br /&gt;
| PEGEL1-REIHE= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-PEGEL1= &lt;br /&gt;
| PEGEL4 = &amp;lt;!--NAME:--&amp;gt;Lienz  / &amp;lt;!--LoM:--&amp;gt;.9  / &amp;lt;!--EZG:--&amp;gt; 1198.7/ &amp;lt;!--NNQ:--&amp;gt; 3 / &amp;lt;!--NNQ-DATUM:--&amp;gt; 1963 / 6.11&amp;lt;!--MNQ:--&amp;gt;  / 38.8 / 279 / 720 / 1965&lt;br /&gt;
| PEGEL4-REIHE= 1951–2008&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-PEGEL4= &amp;lt;ref&amp;gt;Hydrographisches Jahrbuch Österreichs 2008, S. OG322&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| QUELLE= am [[Umbalkees]] im [[Umbaltal]]&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-PREFIX= ca.&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE= 2400&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-QUELLE= AT&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| QUELLE_LAT_GRAD= 47/02/42/N&lt;br /&gt;
| QUELLE_LONG_GRAD= 12/13/42/E&lt;br /&gt;
| QUELLE_REGION= AT-7&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG= Bei [[Lienz]] in die [[Drau]]&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE= 673&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG= AT&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 46/49/44/N&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LONG_GRAD= 12/46/33/E&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_REGION= AT-7&lt;br /&gt;
| LINKE NEBENFLÜSSE= [[Maurerbach (Isel)|Maurerbach]], [[Mullitzbach (Virgental)|Mullitzbach]], [[Tauernbach (Isel)|Tauernbach]], [[Kalserbach]]&lt;br /&gt;
| RECHTE NEBENFLÜSSE= [[Lasnitzenbach]], [[Steinkasbach]], [[Schwarzach (Isel)|Schwarzach]], [[Michelbach (Isel)|Michelbach]]&lt;br /&gt;
| SEEN= &lt;br /&gt;
| STAUSEEN= &lt;br /&gt;
| KLEINSTÄDTE= [[Lienz]]&lt;br /&gt;
| GEMEINDEN= [[Prägraten am Großvenediger]], [[Virgen]], [[Matrei in Osttirol]], [[Kals am Großglockner]], [[St. Johann im Walde]], [[Ainet]], [[Oberlienz]], [[Lienz]]&lt;br /&gt;
| MAPFRAME-ID= Q687448&lt;br /&gt;
| BILD= Virgen - Isel - im Hintergrund der Klaunzer Berg in Matrei.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Die Isel bei [[Virgen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Fluss im [[österreich]]ischen [[Bezirk Lienz|Osttirol]] und ein linker [[Nebenfluss]] der [[Drau]]. Sie entspringt in 2400&amp;amp;nbsp;Meter Höhe dem [[Umbalkees]] und durchfließt ostwärts als &amp;#039;&amp;#039;Kleine Isel&amp;#039;&amp;#039; das [[Umbaltal]] und anschließend bis [[Matrei in Osttirol|Matrei]] dessen [[Virgental]] genannte Fortsetzung. Dort nimmt sie den etwa gleich mächtigen [[Tauernbach (Isel)|Tauernbach]] als linken Nebenfluss auf und fließt als &amp;#039;&amp;#039;Große Isel&amp;#039;&amp;#039; in ihrem jetzt [[Iseltal]] genannten Tal in südöstlicher Richtung bis zur in 670&amp;amp;nbsp;Metern Höhe gelegenen Mündung in die hier deutlich kleinere Drau bei [[Lienz]]. Die Isel hat eine Gesamtlänge von 57,26&amp;amp;nbsp;Kilometern und ein Gefälle von 1730&amp;amp;nbsp;Metern. Sie entwässert ein Einzugsgebiet von 1.200,86&amp;amp;nbsp;km² und nimmt mehr als 80 Nebenflüsse auf, darunter [[Tauernbach (Isel)|Tauernbach]], [[Schwarzach (Isel)|Schwarzach]] und [[Kalserbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Die Isel durchfließt auf ihrer gesamten Länge durchwegs einheitliche Formationen aus kristallinen [[Schiefer]]n. Nur im unteren Teil des Virgentales von [[Virgen]] bis [[Matrei in Osttirol|Matrei]] fließt sie durch sehr heterogene Schichten aus metamorphen [[Kalkstein|Kalk-]] und [[Dolomit (Gestein)|Dolomitgesteinen]]. Südlich von Matrei bestimmen hingegen [[Schotter]] und [[Sand]]e den Aufbau des Talbodens. Zwischen [[Huben (Osttirol)|Huben]] und [[Lienz]] fließt die Isel durch ein ebenes, relativ breites [[Trogtal]], bis sie vor Lienz vom Oberlienzer [[Schwemmkegel]] an die rechte Talseite gedrängt wird und teilweise Felsufer aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlauf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Iselkarte.svg|mini|links|Höhenprofil und Einzugsgebiet der Isel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Matrei - Mündung des Tauernbachs in die Isel.jpg|mini|Mündung des Tauernbachs (rechts) in die Isel bei [[Matrei in Osttirol|Matrei]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Drau-Isel confluence upstream.jpg|mini|Zusammenfluss von kleinerer Drau (von links) und größerer Isel (von rechts) in Lienz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Isel entspringt im Talschluss des [[Umbaltal]]s in einem Gletschertor des Umbalkeeses, das mit einer Oberfläche von etwa 5&amp;amp;nbsp;km² den Hauptgletscher des Umbaltals in der [[Venedigergruppe]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] bildet. Nach dem [[Gletschertor]] bildet der Fluss einen kleinen See und fließt dann zunächst einige Kilometer in südöstlicher Richtung durch das scharf als [[Kerbtal]] eingeschnittene Umbaltal. Nach Osten führend überwindet die Isel anschließend mehrere Gefällstufen mit kleinräumigen Verebnungen, von denen die mehrstufigen [[Umbalfälle]] („Isel-Katarakte“) ein bekanntes und stark frequentiertes touristisches Ziel in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] sind. Danach durchströmt die Isel das [[Virgental]], das von West nach Ost bis in das Matreier Becken verläuft. Ausgehend von [[Ströden]] nimmt die Isel nun einen bogigen Verlauf, der durch die eingetiefte Bachsohle und Ausschotterungskegel bestimmt wird (Zwangsmäander). Eine weitere Steilstufe überwindet der Fluss beim Weiler [[Bobojach]] in der Iselschlucht, in deren Folge die Isel durch den Virgener Schwemmkegel an die rechte Talseite gedrängt wird. Nach einer kurzen Gefällstrecke erreicht die Isel schließlich das [[Matrei i. O.|Matreier]] Becken, wo von Norden her der [[Tauernbach (Isel)|Tauernbach]] einmündet. Bis hierhin hat der Fluss über 1400&amp;amp;nbsp;m Höhe überwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun nach Südosten verlaufend erreicht die Isel nach einer in Kaskaden überwundenen Talstufe die Ortschaft [[Huben (Osttirol)|Huben]]. Danach ist der Lauf der Isel wieder von Schwemmkegeln und Verbauungen geprägt. Im so genannten unteren [[Iseltal]] passiert der Fluss die Gemeinden [[St.&amp;amp;nbsp;Johann im Walde]], [[Ainet]] und Oberlienz. Im Stadtgebiet von [[Lienz]] mündet die Isel mit einer mittleren Wasserführung von 38,8&amp;amp;nbsp;m³/s in die Drau, die an dieser Stelle im Mittel nur 14,2&amp;amp;nbsp;m³/s Wasser führt&amp;lt;ref&amp;gt;Mittlere Werte des Draupegels &amp;#039;&amp;#039;Lienz-Peggetz&amp;#039;&amp;#039; 1&amp;amp;nbsp;km unterhalb der Iselmündung abzüglich der mittleren Werte des Iselpegels &amp;#039;&amp;#039;Lienz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Drau wirkt hier ganzjährig wie ein kleiner Nebenfluss der Isel.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Nebenflüsse der Isel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Nach der geläufigsten Deutung geht der Name &amp;#039;&amp;#039;Isel&amp;#039;&amp;#039; auf das [[Keltische Sprachen|keltische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;ys&amp;#039;&amp;#039; (schnell, reißend) zurück. Nach einer anderen Interpretation steht allerdings &amp;#039;&amp;#039;ys&amp;#039;&amp;#039; gleichzeitig für &amp;#039;&amp;#039;hoch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tief&amp;#039;&amp;#039; und bezeichnet damit die Vertikale. Eine neuere Deutung bezieht sich auf eine [[Hypothese|hypothetische]] [[Indogermanische Sprachfamilie|indogermanische]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;es&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;is&amp;#039;&amp;#039; und leitet daraus eine generische Bezeichnung für „(fließendes) Wasser“ ab. Neben der Isel gehen in ganz Europa mehr als 200&amp;amp;nbsp;Gewässernamen auf diesen Wortstamm zurück, weitere Beispiele sind die [[Issel (Fluss)|Issel]]/[[IJssel]] (Niederlande), die [[Isar]] ([[Deutschland]]) oder die [[Jizera|Iser]] ([[Tschechien]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das von der Isel durchflossene [[Virgental]] und das [[Iseltal]] gehörten bereits früh zu den wichtigsten Siedlungsgebieten in Osttirol. Neben dem Hauptsiedlungsbereich [[Lienz]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Aguntum]]&amp;#039;&amp;#039;) entwickelte sich im heutigen Gemeindegebiet von [[Virgen]] am Oberlauf der Isel ebenfalls ein Siedlungsschwerpunkt. Keramikfunde belegen hier die dauerhafte Anwesenheit von Menschen schon in der [[Jungsteinzeit]]. Danach entwickelte sich das obere Iseltal mit Schwerpunkt um Virgen in der Bronzezeit zum Hauptlieferanten von [[Erze]]n. Ein bei [[Welzelach]] ausgegrabenes Gräberfeld aus der späteren [[Hallstattzeit]] belegt die Bedeutung des Virgener Raumes auch in späterer Zeit. Lagen die Siedlungen im heutigen Bereich von Lienz noch auf Anhöhen, so wurde die [[antike]] Stadt Aguntum am Beginn der [[Römisches Reich|Römerzeit]] am durch Isel und [[Drau]] hochwassergefährdeten Talgrund des Lienzer Beckens errichtet. Die Römer nutzten so eine verkehrsgeographisch begründete Lagegunst am Kreuzungspunkt der [[Drautal Straße|Drautal-Straße]] mit der Straße durch das Iseltal. Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten die [[Slawen]] das Iseltal, wurden jedoch ab dem 8. Jahrhundert immer mehr von den [[Bajuwaren|bairischen]] Kolonisten verdrängt.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte Osttirols}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt ==&lt;br /&gt;
=== Fauna und Flora ===&lt;br /&gt;
Der Oberlauf (Umbaltal) der Isel ist bis zu einer Höhe von etwa 2.100&amp;amp;nbsp;Metern großteils von [[Zwergstrauch]]heiden und alpinen Rasengesellschaften geprägt. Darunter finden sich oft [[Alm (Bergweide)|almwirtschaftlich]] genutzte Flächen. Im Virgental wird unterhalb des Dauersiedlungsraumes fast ausschließlich das [[Orografie|orografisch]] linksseitige Ufer landwirtschaftlich genutzt. Das rechte Ufer und der Bereich über dem Dauersiedlungsraum sind hingegen von [[Nadelwald|Nadelwäldern]] dominiert. Da das unterhalb des Virgentals befindliche Matreier Becken intensiv landwirtschaftlich genutzt wird, sind die ursprünglichen [[Flussaue|Auwälder]] in diesem Bereich verschwunden. Am Unterlauf der Isel zwischen Huben und Lienz findet man wiederum, insbesondere an den weiten Schotterflächen der Ausschotterungsbecken, verschiedene Stadien der [[Sukzession (Biologie)|Auensukzession]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Verlauf der Isel gibt es keine künstlichen Hindernisse für wandernde Fische. Natürliche Hindernisse sind der Taleingang ins Virgental, die Schluchtstrecke vor Prägraten (Iselschlucht) oder die Umbalfälle. Der Oberlauf im Umbaltal weist zwar keine größeren Hindernisse mehr auf, jedoch ist hier ein Fischvorkommen sehr unwahrscheinlich. Im Oberlauf bis Matrei leben in der Isel insbesondere [[Regenbogenforelle]]n, im Unterlauf sind es Forellen, [[Europäische Äsche|Äschen]] und [[Huchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturschutz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Isel vor Praegraten.jpg|mini|Die Isel bei [[Prägraten am Großvenediger|Prägraten]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberlauf der Isel liegt teilweise im [[Nationalpark Hohe Tauern]], wobei die Umbalfälle im hinteren Virgental und der Oberlauf der Isel ab der Daberbachmündung in der Außenzone des Nationalparks liegen. Der oberste Teil des Umbaltals befindet sich schließlich in der Kernzone des Nationalparks. Unterhalb von Huben durchfließt die Isel mehrere Gewässerschutzzonen. Oftmals wurde bereits unter anderem vom [[Umweltdachverband|Österreichischen Umweltdachverband]], dem [[Alpenverein]] und dem [[Kuratorium Wald]] die Forderung aufgestellt, die Isel ins Schutzprogramm &amp;#039;&amp;#039;[[Natura 2000]]&amp;#039;&amp;#039; aufzunehmen, zuletzt im August 2011. Begründet wird dieser Schritt insbesondere mit dem schützenswerten Vorkommen der [[Deutsche Tamariske|Deutschen Tamariske]]. Da das Land Tirol bisher auf derartige Forderungen nicht reagiert hatte, [[Urgieren|urgierten]] Umweltschützer ein Mahnschreiben der [[Europäische Union|EU]] an das Land Tirol. Seit Jänner 2013 ist bekannt, dass die EU-Kommission die Unterschutzstellung der Isel samt ihren Zubringern fordert und ein informelles Vorverfahren eingeleitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sicht des Naturschutzes stellt die Isel auf Grund ihres, für Osttirol, einzigartigen Einzugsgebietes einen sehr seltenen Fließgewässerraumtyp dar. Das Land Tirol attestierte 80 % des Isel-Laufes eine hohe bis sehr hohe naturschutzfachliche Wertigkeit. Nur die Abschnitte innerhalb größerer Siedlungen sind geringer eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 2015 hat die Tiroler Landesregierung die Nominierung des Laufs der Isel von den Umbalfällen bis zur Stadtgrenze von Lienz, des Oberlaufs der Schwarzach und des Kalser Baches als Natura-2000-Gebiet beschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tirol.orf.at/news/stories/2718850/ Natura 2000: Ganze Isel nominiert], ORF.at, 30. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uferzustand und Verbauungsmaßnahmen ===&lt;br /&gt;
Der Lauf der Isel wird über weite Strecken von Längsbauwerken (Blocksteinsicherungen) und Querbauwerken ([[Buhne]]n) begleitet. Dies gilt nicht für den Oberlauf mit den Umbalfällen. Ab Ströden (Hinterbichl) sind die Ufer durch Blocksteinsicherungen verbaut. Naturstrecken finden sich danach insbesondere innerhalb der Iselschlucht und unterhalb des Virgener Schotterkegels bis zum Taleingang am Matreier Becken. Blocksteinsicherungen sind auch für den Verlauf der Isel zwischen Matrei und Huben bestimmend. Zwischen Matrei und Lienz liegen aber auch Streckenabschnitte mit großzügig aufgeweiteter Sohle. Vor allem das rechte Ufer ist hier unverbaut geblieben und ist teilweise von Auwäldern gesäumt. Das linke Ufer ist großenteils durch Blocksteine gesichert, zudem begleitet ein asphaltierter Dammweg (Radweg) die Isel. Der Verlauf der Isel im Stadtgebiet von Lienz ist besonders rechts durch Ufermauerwerke hart verbaut, die die Isel kanalartig einengen. Das linke Ufer ist weitgehend durch Blocksteine und Buhnen gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässergüte ===&lt;br /&gt;
Die Isel verfügt im Oberlauf bis Virgen über eine ausgezeichnete Wasserqualität. Erst durch die Einleitung von Schmutzwasser im Bereich von Virgen, fällt die [[Gewässergüteklasse]] auf die II.&amp;amp;nbsp;Stufe. Zwischen Matrei und Huben erreicht die Isel wieder die höchste Wassergüte. Durch saisonale Schwankungen im Tourismus und die damit verbundene teilweise Überlastung der Kläranlage, verschlechtert sich die Güteklasse im folgenden Flussbereich auf II bis&amp;amp;nbsp;III. Im Mündungsbereich erreicht der Fluss schließlich wieder die biologische Güteklasse&amp;amp;nbsp;I. Da derzeit für den Bereich Hinterbichl, Prägraten und Virgen ein neuer Ortskanal errichtet wird, steht eine Verbesserung der Wasserqualität im Oberlauf in Aussicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche und touristische Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbildhauer-Kienburg.jpg|mini|Skulpturen an der Isel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bij Ainet, de Isel IMG 1527 2019-08-07 13.04.jpg|mini|Rafting auf der Isel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Isel wird derzeit nicht energiewirtschaftlich genutzt, einzig an der Einmündung des [[Kalserbach]]s befindet sich ein Kraftwerk, das jedoch nur den Kalserbach nützt. Es gab jedoch im 20. Jahrhundert Pläne, eine Reihe von Zuflüssen der Isel in großem Maßstab energiewirtschaftlich zu nutzen – siehe dazu: [[Geschichte von Kals am Großglockner]]. Die weitere energiewirtschaftliche Nutzung des Flusses bzw. seiner Zuflüsse ist aktuell politisch umstritten. Zwar wurde die Planung des Pumpspeicherkraftwerkes Matrei-Raneburg, das auch eine Nutzung der Isel nahelegte, als auch die eines Kraftwerkes an der unteren Isel abgebrochen, jedoch gibt es seit 2011 Pläne, zur finanziellen Sanierung der angrenzenden Gemeinden ein [[Ausleitungskraftwerk]] an der oberen Isel ([[Virgental]]) zu errichten. Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kraftwerk-virgental.at/ Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk Virgental]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 2012 gab es in Prägraten und Virgen eine Abstimmung über den „Bau und die Planung eines umweltverträglichen Kraftwerkes an der Isel“, die mehrheitlich für das Kraftwerk ausging, allerdings von mehreren Seiten umstritten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kraftwerk-virgental.at/upload/Stellungnahme_Befragung.pdf Stellungnahme der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk Virgental] (PDF-Datei; 218&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In [[Matrei in Osttirol|Matrei]] wird momentan seitens der Gemeinde aufgrund von Finanznöten ausgehend von einem privaten Investor über ein Ausleitungskraftwerk nachgedacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Hatz: [http://www.kleinezeitung.at/kaernten/osttirol/4306869/Die-Kraft-der-Isel-lockt Die Kraft der Isel lockt] kleinezeitung.at, 23. Juni 2016, abgerufen am 6. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Isel ist auf weiten Strecken ein beliebtes Gewässer für Wassersportarten wie [[Kanusport|Kanufahren]], [[Wildwasserpaddeln]] und [[Rafting]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anm. [[Dolomitenmann]] nützt(e) den Katarakt der Isel bei der Einmündung in die Drau.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Außerdem wird der Fluss auf Grund seines Fischreichtums an vielen Stellen von Anglern genutzt. Der 29&amp;amp;nbsp;km lange Iselradweg verbindet Matrei mit Lienz. Der 2020 eröffnete Wanderweg &amp;#039;&amp;#039;Iseltrail&amp;#039;&amp;#039; führt auf 75&amp;amp;nbsp;km von Lienz zum Gletscher Umbalkees. Das Natursteinwerk Lauster veranstaltete in den 1990er Jahren ein Steinbildhauersymposium, dessen Werke an der Isel aufgestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedenes ==&lt;br /&gt;
* In [[Liste der Straßennamen von Wien/Floridsdorf#I|Wien-Floridsdorf]] ist seit 1953 die &amp;#039;&amp;#039;Iselgasse&amp;#039;&amp;#039; nach dem Fluss benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  Susanna Muhar, Andreas Muhar, Klaus Michor, Oliver Stöhr, Marian Unterlercher: &amp;#039;&amp;#039;Die Isel. Gletscherfluss in der Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2024, ISBN 978-3-7107-6807-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* [https://www.tirol.gv.at/umwelt/naturschutz/fliessgewaesser/ Naturschutzplan der Fließgewässerräume Tirols]&lt;br /&gt;
* [https://tirol.orf.at/stories/3243589/ Hochwasserschutz: Isel wird tiefer gelegt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|1. Dezember 2005|11237853}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4453005-5|VIAF=247818745}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Osttirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Isel| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;User 20260213-1</name></author>
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