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	<title>Ischoren - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Erbsenesche am 13. November 2024 um 18:54 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Juhannus2014.jpg|mini|Tracht der Ischoren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ischoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ingrier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Eigenbez.: &amp;#039;&amp;#039;Ingry&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Inkeriot&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Isurit&amp;#039;&amp;#039;) gehören zu den [[Finno-ugrische Völker|Finno-Ugriern]]. Sie leben in den [[Rajon|Rajonen]] [[Lomonossow]] und [[Kingissepp]] in der [[Oblast Leningrad]], der historischen Landschaft [[Ingermanland]] sowie [[Estland]]. Die Bevölkerungszahl lag 1989 bei 820. Nur 36,8 % beherrschten noch die [[ischorische Sprache]]. Sie gehört zur nördlichen Gruppe der [[Ostseefinnische Sprachen|ostseefinnischen Sprachen]]. Literatursprache ist [[Russische Sprache|Russisch]]. Die Ischoren sind [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxe Christen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Gelegentlich werden auch die [[Lutheraner|lutherischen]] [[Finnen]] im Ingermanland als Ingrier bezeichnet, richtiger sind für diese Volksgruppe die Bezeichnungen „[[Ingermanländer]]“ und „[[Ingermanlandfinnen]]“. Im Finnischen werden die Ischoren &amp;#039;&amp;#039;inkerikot&amp;#039;&amp;#039; genannt, die Ingermanlandfinnen &amp;#039;&amp;#039;inkeriläiset&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;inkerinsuomalaiset&amp;#039;&amp;#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Ischoren wanderten um 1100 aus [[Karelien|Südkarelien]] nach [[Ingermanland]], einer Region um das spätere [[Sankt Petersburg]], ein, wo sie zunächst im Bereich des [[Newa]]zuflusses [[Ischora]] (Iskera) siedelten und einheimische [[Finno-ugrische Völker|Finno-Ugrier]], insbesondere Teile der [[Woten]], integrierten. Sie bildeten einen Teil der [[Tschuden|tschudischen]] (finnischsprachigen) Bevölkerung des Nowgoroder Fürstentums bzw. der mittelalterlichen Republik [[Nowgorod]]. 1228 wurden die Ischoren (Ischora) als Gebiet und Volksstamm in russischen Chroniken erwähnt. Mit der Unterwerfung Nowgorods durch [[Iwan III. (Russland)|Iwan III.]] Ende des 15. Jahrhunderts kamen sie unter die unmittelbare Herrschaft [[Moskau]]s. Im frühen 16. Jahrhundert hatten sich nach umstrittenen Schätzungen etwa 70.000 Ischoren bereits dem christlichen Glauben zugewandt; sie gehörten zur [[Orthodoxe Kirche|orthodoxen Kirche]]. Mehr als ein Jahrhundert lang, bis zum Ende des [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieges]] 1721, war das Land der Ischoren [[Schweden|schwedisch]]. Die [[Protestantismus|evangelischen]] Finnen stellten am Ende dieses Zeitraums die Bevölkerungsmehrheit im Gebiet. Nach der [[Russland|russischen]] (Rück-)Eroberung setzte sich der Prozess der [[Russen|Russifizierung]] der Ischoren fort, der auch viele Aspekte der Kultur einschloss. 1897 gab es noch 21.700 Ischoren, bis 1926 war ihr Zahl sogar auf 26.137 gewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Oktoberrevolution]] 1917 in Russland wurde zunächst eine Schriftsprache für die Ischoren geschaffen, und etwa 20 Bücher erschienen bis zur Mitte der 1930er Jahre. Dann wurde die Schriftsprache wieder abgeschafft und die neu entstandenen Schulen geschlossen. Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] stellte einen schwerwiegenden Einschnitt dar. Nach Finnland geflohene oder evakuierte Ischoren mussten ausgeliefert werden und wurden bis 1956 deportiert. Seit dieser Zeit hat äußerer Druck offenbar zur Aufgabe ischorischer Identität durch die Mehrheit der ursprünglich ischorischen Bevölkerung geführt. 1959 wurde ihre Zahl nur noch mit 1.026 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kari Alenius: &amp;#039;&amp;#039;Ingrians in the Estonian War of Independence: Between Estonia, Russia and Finland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Baltic Security and Defence Review&amp;#039;&amp;#039;, {{ISSN|1736-3772}}, Jg. 15 (2013), Heft 2, S. 5–32 ([https://www.baltdefcol.org/files/files/BSDR/BSDR_15_2.pdf online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Izhorians|Ischoren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finno-ugrischsprachige Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Russland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Erbsenesche</name></author>
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