<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ischiocrurale_Muskulatur</id>
	<title>Ischiocrurale Muskulatur - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ischiocrurale_Muskulatur"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ischiocrurale_Muskulatur&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T14:02:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ischiocrurale_Muskulatur&amp;diff=1939752&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wolly0209: /* Funktion */lf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ischiocrurale_Muskulatur&amp;diff=1939752&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-23T22:32:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Funktion: &lt;/span&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gray434.png|miniatur|hochkant|Hintere Oberschenkelmuskulatur des Menschen (rechtes Bein von hinten betrachtet)]]Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ischiocrurale Muskulatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kniebeuger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hüftgelenksextensoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rückseitige Oberschenkelmuskulatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, sind eine Gruppe von [[Muskulatur|Muskeln]], die sich auf der Rückseite – beim Menschen [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#Generelle Lage- und Richtungsbezeichnungen|dorsal]], bei Tieren [[kaudal]] – des [[Oberschenkel]]s befinden. In der Tieranatomie werden diese Muskeln auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinterbackenmuskeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lange Sitzbeinmuskeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. In der anglo-amerikanischen Fachliteratur heißt diese Muskelgruppe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ischiocrural muscles&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hamstring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ischiocruralen Muskeln ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus biceps femoris]]&amp;#039;&amp;#039; („Zweiköpfiger Oberschenkelmuskel“)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus semitendinosus]]&amp;#039;&amp;#039; („Halbsehnenmuskel“)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus semimembranosus]]&amp;#039;&amp;#039; („Plattsehnenmuskel“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Die Hauptfunktionen der rückseitigen Oberschenkelmuskulatur sind die Hüftstreckung und die Kniebeugung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ischiocruralen Muskeln können aber –&amp;amp;nbsp;insbesondere bei sportlicher Bewegung wie Laufen und Radfahren&amp;amp;nbsp;– an Bewegungen mitwirken, die eine Streckung des Kniegelenks mit sich bringen. So übernimmt im Radsport bereits nach etwa 80° des Tretzyklus (gemessen ab dem oberen Totpunkt, der höchsten Pedalstellung) der M. biceps femoris, vermutlich aber auch die Mm. semitendinosus und semimembranosus (sie wurden in viele Studien nicht einbezogen) einen großen Teil der vortriebswirksamen Arbeit, indem er Druck auf die Pedale ausübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für diese angeblich „paradoxe“ Wirkung (paradox ist sie nur, wenn man die Arbeit eines Muskels isoliert betrachtet) ist eine Führung oder Fixierung des Fußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Funktion wurde bereits 1903 von dem US-amerikanischen [[Physiologie|Physiologen]] [[Warren Plimpton Lombard|Lombard]] entdeckt und nach ihm als „[[Lombard&amp;#039;sches Paradoxon]]“ benannt. Sie wurde auch für den [[Sprint]] in der Leichtathletik nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe bspw. in [https://www.biowiss-sport.de/paradox.PDF Klaus WIEMANN: Präzisierung des LOMBARDschen Paradoxons in der Funktion der ischiocruralen Muskeln beim Sprint] (PDF; 179&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ischiocrurale Muskulatur entlastet [[Propriozeption|propriorezeptiv]] bei der Kniegelenksextension das vordere [[Kreuzband]] (&amp;#039;&amp;#039;Ligamentum cruciatum anterius&amp;#039;&amp;#039;), da sie das Plateau des [[Schienbein]]s (&amp;#039;&amp;#039;Tibia&amp;#039;&amp;#039;) gegenüber dem [[Kondylus]] des [[Oberschenkelknochen]]s (&amp;#039;&amp;#039;Femur&amp;#039;&amp;#039;) nach hinten zieht.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Ostermeier u. a.: [https://www.egms.de/static/en/meetings/dgu2004/04dgu0668.shtml &amp;#039;&amp;#039;Dynamische Messung der Spannung des vorderen und hinteren Kreuzbandes in Abhängigkeit von der ischiocruralen Muskulatur.&amp;#039;&amp;#039;] Meeting Abstract (DGOOC 2004)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist die ischiocrurale Muskulatur bei Sprints und Sprungbewegungen als Stabilisator und aktiver Antagonist eingesetzt und zeigt dabei exzentrische Muskelkontraktionen, um eine sichere Knieführung zu gewährleisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glenn&amp;quot;&amp;gt;Glenn Van Crombrugge, Bernard M. F. M. Duvivier, Kris Van Crombrugge, Johan Bellemans, Koen Peers: &amp;#039;&amp;#039;Hamstring injury prevention in Belgium and English elite football teams&amp;#039;&amp;#039; Acta Orthopædica Belgica 2019, Band 85, Ausgabe 3 vom September 2019, Seiten 373–380&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamstring tear STIR cor annotatios.jpg|miniatur|Abriss der ischiocruralen Muskulatur am Tuber ischiadicum in der Magnetresonanztomographie. Die Pfeilspitzen weisen auf die leere Ursprungsstelle am Sitzbeinhöcker und den durch die Muskeleigenspannung zurückgezogenen Sehnenstumpf. Eine deutliche Einblutung um und in die Muskulatur stellt sich hell dar.]]&lt;br /&gt;
Ein Einriss oder Abriss eines Teils oder der ganzen ischiocruralen Muskulatur ist eine häufige Verletzung, die oft bei Sportarten mit plötzlichen, abrupten Bewegungen wie z. B. [[Wasserski]] oder [[Fußball]] auftritt. Die Behandlung kann operativ oder konservativ erfolgen, wobei sich die Entscheidung für den einen oder anderen Weg auch nach dem Ausmaß der Verletzung (kompletter Riss oder nur ein Teil) richtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harris&amp;quot;&amp;gt;J. D. Harris, M. J. Griesser, T. M. Best, T. J. Ellis: &amp;#039;&amp;#039;Treatment of proximal hamstring ruptures - a systematic review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International journal of sports medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Nummer 7, Juli 2011, S.&amp;amp;nbsp;490–495, {{ISSN|1439-3964}}. {{DOI|10.1055/s-0031-1273753}}. PMID 21563032. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Linklater&amp;quot;&amp;gt;J. M. Linklater, B. Hamilton, J. Carmichael, J. Orchard, D. G. Wood: &amp;#039;&amp;#039;Hamstring injuries: anatomy, imaging, and intervention.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Seminars in musculoskeletal radiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Nummer 2, Juni 2010, S.&amp;amp;nbsp;131–161, {{ISSN|1098-898X}}. {{DOI|10.1055/s-0030-1253157}}. PMID 20486024. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tiermedizin wird die ischiocrurale Muskulatur häufig zur [[Intramuskuläre Injektion|intramuskulären Injektion]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skelettmuskel der unteren Extremität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wolly0209</name></author>
	</entry>
</feed>