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	<title>Isaurien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:40:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Isaurien&amp;diff=245982&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crypticon83: Beleg</title>
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		<updated>2026-01-09T20:25:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Beleg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Putzger Kleinasien.jpg|mini|Kleinasien in der Antike]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isaurien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war in der [[Antike]] und im frühen [[Mittelalter]] ein Gebiet im Inneren [[Kleinasien]]s mit ständig wechselnden Grenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kernland des Gebietes lag nördlich des [[Taurusgebirge|Taurus]] in der heutigen [[Türkei|Zentraltürkei]] und grenzte unmittelbar südlich an [[Konya|Ikonion]] und [[Lystra]]. Die Ebene von Ikonion gehörte zu [[Lykaonien]], Isaurien beginnt mit dem Hügelgelände. Seine beiden alten Städte [[Isaura]] Nea und Isaura Palaia lagen auf diesen Hügeln (Dorla) beziehungsweise auf der [[Wasserscheide]] Zengibar Kale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Isaura Palaia, eine stark befestigte Stadt am Fuß des Taurus, von [[Perdikkas (Diadoche)|Perdikkas]], einem der Nachfolger [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]], nach dessen Tod belagert wurde, setzten die Einwohner ihre Stadt lieber in Brand, als sich zu ergeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:DAVIS(1879) p469 PLAN OF THE RUINES OF THE CITY OF ISAURA.jpg|mini|Plan der Ruinen von Isaura (Davis, 1879)]]&lt;br /&gt;
Als die [[Römisches Reich|Römer]] im frühen 1. Jahrhundert v. Chr. erstmals den [[Isaurier]]n begegneten, betrachteten sie &amp;#039;&amp;#039;[[Kilikia Tracheia]]&amp;#039;&amp;#039; als Teil Isauriens, womit das Gebiet sich bis zum Meer hin erstreckte, eine Erweiterung des Begriffs, die zwei Jahrhunderte lang gültig blieb. Das gesamte Stromgebiet des [[Göksu (West-Kilikien)|Kalykadnos]] wurde als isaurisch bezeichnet, und die Städte im Tal seines südlichen Arms als isaurische Dekapolis. Am Ende des 3. Jahrhunderts wurde [[Kilikien]] zu Verwaltungszwecken vom Nordhang des [[Taurusgebirge|Taurus]] abgetrennt; der Rest war nun die [[spätantike]] [[römische Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;Isauria-Lycaonia&amp;#039;&amp;#039;, später nur noch &amp;#039;&amp;#039;Isauria&amp;#039;&amp;#039;, die sich bis an die Grenzen von [[Galatien]] erstreckt, aber den Taurus nach Süden hin nicht überstieg. [[Pisidien]], das bis dahin teilweise zu Isaurien gehörte, wurde ebenfalls abgetrennt, wobei auch Ikonion eingeschlossen war. Als Kompensation erhielt Isaurien die östlichen Teile von [[Pamphylien]]. Mit diesen Reformen Kaiser [[Diokletian]]s um die Wende zum 4. Jahrhundert wurde Isaurien somit wieder auf die Gegend um &amp;#039;&amp;#039;Isaura Palaia&amp;#039;&amp;#039; und Teilbereiche des Kalykadnos begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Isaurier waren bereits 76–75 v. Chr. teilweise unter römische Herrschaft gelangt. Während des Kriegs der Kilikier und anderer [[Piraterie|Piraten]] gegen Rom nahmen die Isaurier so aktiv am Geschehen teil, dass es dem [[Prokonsul]] [[Publius Servilius Vatia]] nötig erschien, die gesamte Bevölkerung zu unterwerfen, wofür er 75 v. Chr. den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Isauricus&amp;#039;&amp;#039; erhielt. Aber erst [[Pompeius]] unterwarf die Seeräuber einige Jahre später endgültig. Die Isaurier wurden danach eine Zeit lang dem König [[Amyntas (Galatien)|Amyntas]] von [[Galatien]] unterstellt, es ist aber offensichtlich, dass sie ihre räuberischen Gewohnheiten und auch ihre Unabhängigkeit behielten (siehe [[Lydius (Rebell)|Lydius]]). Im 3. Jahrhundert unterstützten sie den Kaiser [[Trebonianus Gallus]] im Bürgerkrieg. [[Ammianus Marcellinus]] beschreibt in seinem Geschichtswerk, das gegen Ende des 4. Jahrhunderts abgefasst wurde, dass viele Isaurier Mitte des 4. Jahrhunderts, wohl in den 350er Jahren, ihr Land verließen und einige Jahre lang plündernd die Küstenregion um [[Seleucia in Isauria|Seleukeia]] verheerten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ammian 14,2–8.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem im 5. Jahrhundert bekleideten viele von den Quellen als Isaurier bezeichnete Männer wichtige Positionen in der oströmischen Armee. Das isaurische Bergland scheint damals nur nominell die römische Oberhoheit anerkannt zu haben, doch vor allem seit Kaiser [[Leo I. (Byzanz)|Leo I.]] (457–474) wurde es offenbar neben dem Balkan zum bevorzugten Rekrutierungsraum der kaiserlichen Armee. Den Höhepunkt erreichte diese Entwicklung mit dem Isaurier [[Zenon (Kaiser)|Zeno]], der selbst den Thron besteigen konnte (siehe Croke 2005); damals soll die Staatskasse den Isauriern sogar einen hohen jährlichen Tribut bezahlt haben. Sein Nachfolger [[Anastasios I.|Anastasius]] hat in den Jahren 492 bis 498 die ständig rebellischen Isaurier mit heftigem Gewalteinsatz niedergerungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mischa Meier |Titel=Anastasios I. Die Entstehung des Byzantinischen Reiches |Auflage=Zweite Auflage |Verlag=Klett-Cotta |Datum=2010 |ISBN=978-3-608-94377-1 |Seiten=75ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses vergleichsweise obskure, zumindest im Hinterland kaum romanisierte Volk brachte nach der Überlieferung zwei [[Liste der byzantinischen Kaiser|oströmische bzw. byzantinische Kaiser]] hervor: Zunächst den bereits erwähnten Zeno (regierte 474–491), dessen Geburtsname angeblich Traskalisseos Rousoumbladeotes war, und später [[Leo III. (Byzanz)|Leo den Isaurier]], der den Thron 717 bestieg, bis 741 regierte und der Gründer einer Dynastie wurde, die drei Generationen lang herrschte – wo jedoch davon auszugehen ist, dass Leo in Wahrheit gar nicht aus Isaurien stammte, sondern aus [[Syrien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Ankunft der [[Seldschuken]] im 11. Jahrhundert verblieb Isaurien eine gewisse Unabhängigkeit. Das byzantinische Isaurien umfasste teilweise auch [[Zypern]]. Im 12. Jahrhundert war das Gebiet vor allem [[Königreich Kleinarmenien|armenischen]] Übergriffen ausgesetzt, auch die [[Fürstentum Antiochia|lateinischen Fürsten von Antiochia]] versuchten, hier Fuß zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Land enthält Ruinen von Städten und ihrer Befestigungsanlagen. Die Ruinen von &amp;#039;&amp;#039;[[Isaura]] Palaia&amp;#039;&amp;#039; sind vor allem wegen ihrer Lage bemerkenswert, aber auch ihrer Festung und ihrer Gräber. Die von &amp;#039;&amp;#039;Isaura Nea&amp;#039;&amp;#039; sind verschwunden, aber viele Inschriften und Reliefs, die in die Häuser von Dorla als [[Spolie]]n verbaut sind, weisen auf den Ort hin. Er wurde schließlich von [[William M. Ramsay]] 1901 identifiziert. Auch vom Ort [[Adrasos]] blieben Ruinen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Philipp Pilhofer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das frühe Christentum im kilikisch-isaurischen Bergland. Die Christen der Kalykadnos-Region in den ersten fünf Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur]].&amp;#039;&amp;#039; Band 184). De Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-057381-7 ([https://edoc.bbaw.de/files/3071/BBAW_TU184_Pilhofer_Bergland.pdf PDF; 27,4&amp;amp;nbsp;MB]).&lt;br /&gt;
* [[Brian Croke]]: &amp;#039;&amp;#039;Dynasty and Ethnicity. Emperor Leo I and the Eclipse of Aspar&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chiron (Zeitschrift)|Chiron]].&amp;#039;&amp;#039; Band 35, 2005, S. 147–203.&lt;br /&gt;
* Karl Feld: &amp;#039;&amp;#039;Barbarische Bürger. Die Isaurier und das Römische Reich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Millennium-Studien&amp;#039;&amp;#039;. Band 8). de Gruyter, Berlin u. a. 2005, ISBN 3-11-018899-6 (zugleich: Dissertation, Freie Universität Berlin 2004).&lt;br /&gt;
* [[Noel Emmanuel Lenski|Noel Lenski]]: &amp;#039;&amp;#039;Assimilation and Revolt in the Territory of Isauria, from the 1st Century BC to the 6th Century AD.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Economic and Social History of the Orient.&amp;#039;&amp;#039; Band 42, 1999, S. 413–465.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Antike Landschaften (Kleinasien)}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4027709-4|VIAF=242524774}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Isaurien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Geographie (Kleinasien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crypticon83</name></author>
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