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	<title>Isabelle Eberhardt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Rezeption */ Null vor Datumsangabe entfernt, Links normiert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; Null vor Datumsangabe entfernt, Links normiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:IsEberhardt.jpg|mini|hochkant=1.2|Isabelle Eberhardt um 1900]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isabelle Eberhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Februar]] [[1877]] in [[Meyrin]] bei [[Genf]]; † [[21. Oktober]] [[1904]] in [[Aïn Sefra]], [[Algerien]]) war eine schweizerisch-französische Wüstenreisende und Schriftstellerin. Durch Heirat erhielt sie die [[französische Staatsbürgerschaft]]. Ihre Werke und besonders ihre Person wurden im Zuge der [[Frauenbewegung]] Anfang der [[1970er]] Jahre wiederentdeckt. Sie faszinierte besonders durch ihren außergewöhnlichen Lebensstil: Sie trug Männerkleidung, reiste allein durch die [[Sahara]] sowie durch das [[Atlas (Gebirge)|Atlasgebirge]], sie folgte der Route des französischen Militärs, das Alkohol und [[Bordell]]e gebracht hatte, und verkehrte in Bars und Bordellen des [[Maghreb]]. Sie fand Aufnahme in der muslimischen [[Bruderschaft]], der [[Qādirīya]], die zuvor noch nie einen Europäer, geschweige eine Frau, als Mitglied akzeptiert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Rothenfluh: [https://www.watson.ch/wissen/frauen%20der%20geschichte/241121750-isabelle-eberhardt-die-schweizerin-die-als-mann-durch-die-wuesten-nordafrikas-zog &amp;#039;&amp;#039;Isabelle Eberhardt, die Schweizerin, die als Mann durch die Wüsten Nordafrikas zog.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Watson&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Zum Leben von Isabelle Eberhardt gibt es nur wenige gesicherte Informationen; Dokumente über biografische Daten sind rar. Die meisten Informationen stammen aus ihren [[postum]] veröffentlichten Tagebüchern. Es ist nicht geklärt, inwieweit Victor Barrucand, Verleger und Freund Eberhardts, ihren Nachlass umgestaltet hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rentsch&amp;quot;&amp;gt;Steffi Rentsch, Rochus Wolff: [https://web.archive.org/web/20070928010854/http://www.kritische-ausgabe.de/hefte/reich/Rentsch_Wolff_Eberhardt.pdf &amp;#039;&amp;#039;Stillgestellter Orient – Zum 100. Todestag von Isabelle Eberhardt (1877–1904).&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 260&amp;amp;nbsp;kB) kritische-ausgabe.de; abgerufen am 14. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit in Genf ===&lt;br /&gt;
Isabelle Eberhardt war die Tochter der [[Deutsch-Balten|deutsch-baltischen]] [[Evangelisch-lutherische Kirchen|Lutheranerin]] Nathalie Eberhardt, die nach [[Russisches Kaiserreich|Russland]] emigriert war und dort den adligen Paul de Moërder (nach anderen Quellen General Karlovitch de Moerder oder Pawel de Moërder&amp;lt;ref name=&amp;quot;rentsch&amp;quot; /&amp;gt;), Offizier der [[Kaiserlich Russische Armee|Kaiserlich Russischen Armee]], geheiratet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mackworth&amp;quot;&amp;gt;Cecily Mackworth: &amp;#039;&amp;#039;The Destiny of Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 1975, S. 9ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war das jüngste Kind unter fünf Halbgeschwistern. Ihre Mutter soll einige Jahre vor der Geburt Isabelles ihren Ehemann verlassen haben und mit dem [[Anarchismus|anarchistischen]] Hauslehrer Alexander Nikolajewitsch Trofimowski und den drei erstgeborenen Kindern (Nikolas, * 1864; Nathalie, *&amp;amp;nbsp;1865; Wladimir, * 1868) durchgebrannt sein. Nach einer langjährigen Odyssee durch Europa ließ sich die Familie 1873 am [[Genfersee]] nieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot;&amp;gt;Karin Feuerstein-Praßer: &amp;#039;&amp;#039;Isabelle Eberhardt – Auf der Suche nach Freiheit und Glück in der Sahara.&amp;#039;&amp;#039; In: Magdalene Tzaneva (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Männerherz bewahren – 130 Stimmen zum Werk von Isabelle Eberhardt. Gedenkbuch zum 130. Geburtstag von Isabelle Eberhardt. 17. Februar 1877 Genf – 21. Oktober 1904 Ain Sefra.&amp;#039;&amp;#039; LiDi EuropEdition, Berlin 2007, S. 12–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Moërder strebte die Aussöhnung mit Nathalie Eberhardt an und reiste ihr deshalb nach. Das vierte gemeinsame (von ihm anerkannte) Kind, Augustin, wurde 1872 in [[Montreux]] geboren. Ein Jahr später starb de Moërder. Vermutlich mit seiner Erbschaft erwarb man um 1874/1875 vor den Toren der Stadt Genf in [[Meyrin]] einen einsamen Landsitz mit großem Grundstück, den man &amp;#039;&amp;#039;Villa Neuve&amp;#039;&amp;#039; taufte und der später zum Treffpunkt vieler Oppositioneller des Zaren wurde. Dort wuchs Isabelle Eberhardt auf. Sie kam am 17. Februar 1877 als &amp;#039;&amp;#039;Isabelle Wilhelmine Marie&amp;#039;&amp;#039; in einer Genfer Geburtsklinik zur Welt und erhielt zum Nachnamen den Ledigennamen ihrer Mutter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mackworth&amp;quot; /&amp;gt; Die Identität ihres Vaters ist nicht mit Bestimmtheit bekannt, wahrscheinlich war es der Hauslehrer der Familie, Trofimowski. Gerüchten zufolge, die wohl auch von Isabelle Eberhardt selbst gestreut wurden, könnte es sich aber auch um den Dichter [[Arthur Rimbaud]] oder einen namentlich nicht genannten Arzt der Mutter gehandelt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Boomers: &amp;#039;&amp;#039;Reisen als Lebensform.&amp;#039;&amp;#039; S. 97, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Erziehung übernahm Trofimowski, innerhalb der Familie „Vava“ genannt. Der aus [[Armenien]] stammende ehemalige [[Russisch-Orthodoxe Kirche|russisch-orthodoxe]] Priester wurde unter dem Einfluss [[Michail Alexandrowitsch Bakunin|Michael Bakunins]] (1814–1876) und als Anhänger der [[Tolstojaner]], die einen bäuerlich-religiösen Anarchismus vertraten, zu einem Sprachrohr der Lehre von der „Schaffung des freien Menschen“. Institutionen wie Kirche, Schule und Ehe lehnte er ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt; Er unterrichtete die Kinder morgens in Geschichte, Sprachen und Literatur, nachmittags wurden gemeinsam – ganz nach dem Tolstoischen Ideal der „Ertüchtigung von Körper und Seele“ – Arbeiten im Garten verrichtet. Schon hier trug Isabelle Eberhardt Kleider ihres älteren Bruders, und ihr Haar war jungenhaft kurz geschnitten, sodass sie, oft mit einer Zigarette im Mundwinkel, kaum von den Brüdern zu unterscheiden war. Ob dies aus Weigerung, Mädchenkleider zu tragen, geschah, dem Wunsch Trofimowskis entsprang oder einfach für die Gartenarbeit praktisch war, bleibt unklar. Mit zwölf Jahren soll sie bereits den [[Koran]] auf [[Arabische Sprache|Arabisch]], die [[Bibel]] auf [[Altgriechische Sprache|Altgriechisch]] und die [[Tora]] auf [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] gelesen haben. In der Villa Neuve wurden Französisch, Deutsch und Russisch gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alex Capus]]: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 156, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine öffentliche Schule besuchte Isabelle nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leidenschaft für den Islam ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Isabelle-eberhardt-portrait-3.jpg|mini|Isabelle Eberhardt]]&lt;br /&gt;
Früh begann ihre Faszination für den [[Islam]]  – obwohl oder gerade weil Trofimowski sie von Glaubensfragen fernhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt; 1895 schrieb sie an ihren Halbbruder Augustin: „Mein Körper ist im Okzident aber meine Seele ist im Orient“ und „Ohne Schreiben gibt es keine Hoffnung für mich in diesem verfluchten Leben in ewiger Finsternis.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;gretter&amp;quot;&amp;gt;Susanne Gretter: &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Frauen.&amp;#039;&amp;#039; S. 84, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Isabelle Eberhardt begann, sich im Haus des [[Patriarch]]en Trofimowski zudem unwohl zu fühlen, und fuhr immer öfter nach Genf, um das Nachtleben zu erkunden. Dort verliebte sie sich in einen jungen [[Muslim|Moslem]] namens Archavir, der Aktivist der [[Jungtürken]]-Bewegung war und in der Stadt lebte. In dieser Zeit beschloss Eberhardt, Schriftstellerin zu werden. Sie abonnierte die Pariser Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Le Journal]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie nahm mit Intellektuellen, die sie in religiösen Fragen des Islam unterrichteten, Brieffreundschaften auf und schwärmte für die arabische Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Arzt ihrer Mutter einen Klimawechsel wegen ihrer [[Migräne]] empfahl, nutzte Isabelle Eberhardt die Chance und reiste mit ihr. Im Mai 1897 fuhren sie an Bord des Linienschiffes &amp;#039;&amp;#039;Duc de Bragance&amp;#039;&amp;#039; von [[Marseille]] nach Französisch-[[Algerien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 157ff, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trofimowski blieb mit Isabelle Eberhardts melancholischem Bruder Wladimir zurück. Die zwei anderen Söhne waren bereits vor Trofimowskis [[Autarkie]] und Jähzorn in die [[Légion étrangère|Fremdenlegion]] geflohen, die ältere Halbschwester, Nathalie, hatte inzwischen geheiratet und war nach Genf gezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bône – Tunis – Genf ===&lt;br /&gt;
Ab 1897 lebte Isabelle Eberhardt mit ihrer Mutter in Bône in Algerien (heute [[Annaba]]), wo sie beide zum Islam [[Konversion (Religion)|konvertierten]]. Um sich freier bewegen zu können, legte Isabelle Eberhardt ihre europäische Kleidung ab und kleidete sich als arabischer Mann. Sie verkehrte in lokalen Studentenkreisen und hielt sich streng an gewisse Rituale des Islam wie Waschungen, Gebet und Fasten. Ihr maßloser Alkohol- und [[Cannabis als Rauschmittel|Marihuanakonsum]] sowie ihre [[Promiskuität]] verstießen jedoch gegen die Gebote [[Mohammed]]s. Ihrer kranken Mutter half der Kuraufenthalt nicht, sie starb am 28. November 1897 an Herzversagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 160f, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Isabelle Eberhardt tröstete sich durch die Arbeit an ihren Tagebüchern, die später unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mes Journaliers&amp;#039;&amp;#039; (dt. „Tagwerke“) veröffentlicht wurden. Die geliebte Verstorbene nennt sie darin „weißer Geist“ und „weiße Taube“.&amp;lt;ref&amp;gt;Denise Brahimi: &amp;#039;&amp;#039;Die Meise und der weiße Geist.&amp;#039;&amp;#039; In: Magdalene Tzaneva (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Männerherz bewahren. 130 Stimmen zum Werk von Isabelle Eberhardt. Gedenkbuch zum 130. Geburtstag von Isabelle Eberhardt. 17. Februar 1877 Genf – 21. Oktober 1904 Ain Sefra.&amp;#039;&amp;#039; LiDi EuropEdition, Berlin 2007, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; So schrieb sie 1899 in ihr Tagebuch: „Welche Illusionen sollte ich noch haben, wo doch die weiße Taube, die die ganze Süße und das Licht meines Lebens war, seit zwei Jahren dort unten schläft, in der Erde, auf dem ruhigen Friedhof der Gläubigen von Annaba!“&amp;lt;ref&amp;gt;Isabelle Eberhardt: &amp;#039;&amp;#039;Tagwerke.&amp;#039;&amp;#039; S. 42, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod der Mutter reiste Eberhardt, inzwischen 20-jährig, als Nomadin nach [[Tunis]]. Unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Si Mahmoud&amp;#039;&amp;#039; streifte sie in Männerkleidung durch die Wüste, besuchte sowohl Bars und Bordelle als auch heilige Stätten des Islam und lebte promiskuitiv bei den nordafrikanischen [[Beduinen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Kobak: &amp;#039;&amp;#039;Wie treibender Sand – Das berauschende Leben der Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1990, ISBN 3-7014-0296-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schrieb ihre ersten Prosaskizzen, kaufte sich vom Honorar einen [[Araber (Pferd)|Araberhengst]] und ritt allein ins Innere der Wüste [[Sahara]]. Im März 1898 ging ihr das Geld aus, und sie musste nach Genf zurückkehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gretter&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 161, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihrer Ankunft pflegte sie den an [[Kehlkopfkrebs]] erkrankten Trofimowski, der am 15. Mai 1899 starb. Biografen mutmaßen, die Geschwister hätten ihm eine Überdosis von Schmerzmitteln verabreicht, um seinen Leiden ein Ende zu bereiten. Kurz darauf starb ihr Bruder Wladimir nach einem Anfall von Melancholie durch Suizid.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabelle Eberhardt: &amp;#039;&amp;#039;Tagwerke.&amp;#039;&amp;#039; S. 19, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Algerien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Isabelle-eberhardt-portrait-4.jpg|mini|Isabelle Eberhardt]]&lt;br /&gt;
Eberhardt kehrte im Juli 1900 nach Algerien zurück. Die Finanzierung der Reise ist unklar: Einige Quellen sprechen von einer kleinen Erbschaft durch den Tod Trofimowskis,&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt; andere Biografen wenden ein, dass sie als uneheliche Tochter gar nicht erbberechtigt gewesen sei, und mutmaßen, dass sie sich nach [[Paris]] begab, um einen Geldgeber zu finden. Dort lernte sie die Witwe des in der Sahara verschollenen Abenteurers und politischen Aktivisten [[Marquis de Morès]] (1858–1896) kennen, dessen Schicksal sie ergründen sollte. Für diesen Auftrag erhielt sie 1.500 [[Französischer Franc|Francs]] Reisegeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 162f, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Algerien kaufte sich Eberhardt den Araberhengst &amp;#039;&amp;#039;Souf&amp;#039;&amp;#039; und ritt erneut unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Si Mahmoud Saadi&amp;#039;&amp;#039; in die Wüste. In der Oase [[El Oued]] lernte sie den [[Quartiermeister]] der französischen [[Garnison]] kennen, einen „gutaussehenden, weichlichen, nachgiebigen Algerier namens Slimène Ehnni, der ausgezeichnet Französisch sprach, die [[französische Staatsbürgerschaft]] erlangt hatte und der beste Liebhaber war, dem Isabelle je begegnet war“, wie es in Alex Capus’ Buch &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; heißt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 163f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verliebten schrieben einander Briefe übers Heiraten und die Eröffnung eines Lebensmittelgeschäfts. Eberhardt beschrieb Ehnni in einem Brief aus El Oued an ihren Bruder Augustin wie folgt: „Er ist ein sanfter, heiterer Mensch, der den Lärm, die abendlichen Ausgänge und die Kneipen verabscheut. Er ist häuslich und eifersüchtig darauf bedacht, seine Privatsphäre gegen außen zu verteidigen. Slimène ist der ideale Gatte für mich, denn ich bin müde, angewidert und vor allem der verzweifelten Einsamkeit überdrüssig, in der ich mich trotz gelegentlicher Bekanntschaften befand.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;errera&amp;quot;&amp;gt;Eglal Errera: &amp;#039;&amp;#039;Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039; S. 181, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gemeinsamen Pläne scheiterten aus Geldmangel, und Eberhardt war bald wieder allein in der Wüste unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Attentat und Ausweisung ===&lt;br /&gt;
Am 29. Januar 1901 griff ein junger Mann Eberhardt auf dem Dorfplatz von Behima (heute [[Hassani Abdelkrim]]) mit einem [[Scimitar (Waffe)|Krummsäbel]] an. Sie wurde an Schläfe und Schulter getroffen und überlebte leicht verletzt. Kurz zuvor war sie dem [[Sufismus|Sufi]]-[[Tarīqa|Orden]] &amp;#039;&amp;#039;[[Qādirīya]]&amp;#039;&amp;#039; beigetreten. Der Attentäter soll ein religiöser Fanatiker aus dem mit der Qādirīya verfeindeten [[Tidschānīya]]-Orden gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabelle Eberhardt: &amp;#039;&amp;#039;Tagwerke.&amp;#039;&amp;#039; S. 19, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor Gericht sagte er später aus, [[Allah]] habe ihm die Tat befohlen. Zwar bat Eberhardt vor Gericht um Gnade für ihn, dennoch wurde er zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Aber auch für Eberhardt war der Prozess schicksalshaft. Das Gericht erkannte in ihr eine ausländische Unruhestifterin und verwies sie im Mai 1901 auf unbestimmte Zeit des Landes.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 164f, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/Isabelle-eberhardt &amp;#039;&amp;#039;Isabelle Eberhardt&amp;#039;&amp;#039;] Biographie bei Fembio, abgerufen am 13. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise ließ sich das Gericht bei diesem Urteil von früheren Observierungen beeinflussen. Eberhardts Lebensführung war den Behörden suspekt: Sie wurde öfter verdächtigt, in politische Intrigen verwickelt oder Spionin zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rentsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marseille ===&lt;br /&gt;
Eberhardt reiste nach [[Marseille]] aus, wo sie bei ihrem Bruder Augustin unterkam (andere Quellen berichten, sie habe am Hafen bei fremden Leuten ein Zimmer bezogen).&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 165, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser führte in Marseille als Lehrer mit Frau und Kindern ein bürgerliches Leben. Mit dem Hintergedanken, die französische Staatsbürgerschaft zu erlangen, oder aus purer Sehnsucht bestellte Eberhardt Slimène Ehnni zu sich. Die beiden heirateten am 17. Oktober 1901 zunächst auf dem Standesamt in Marseille, dann nach islamischem Ritus in einer [[Moschee]]. Zu diesem Anlass trug Isabelle Eberhardt wohl zum ersten Mal seit langer Zeit wieder weibliche Kleidung: ein schwarzes Kostüm mit einer Weste aus fliederfarbenem Satin und einen schwarzen, mit Flieder geschmückten Männerhut. Als die benötigten Papiere im Januar 1902 zusammen waren, reiste sie – nun als französische Staatsbürgerin – nach Algerien zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt; Dort lebte sie jedoch nie herkömmlich mit ihrem Gatten zusammen; immer wieder zog es sie in die Einsamkeit der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück im Maghreb ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Isabelle Eberhardt.jpg|mini|Isabelle Eberhardt]]&lt;br /&gt;
Slimène Ehnni hatte den Militärdienst quittiert. Das mittellose Paar wohnte vorerst bei seinen Eltern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt; Isabelle Eberhardt zog es bald wieder fort in die Weiten des Maghreb. Der französische Schriftsteller und Journalist [[Victor Barrucand]] bot ihr freie Kost und Logis an, wenn sie für die von ihm in [[Algier]] herausgegebene zweisprachige Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;L’Akhbar&amp;#039;&amp;#039; schreiben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Boomers: &amp;#039;&amp;#039;Reisen als Lebensform.&amp;#039;&amp;#039; S. 102, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Froh über Reisegeld zu verfügen, nahm Eberhardt die Offerte an. Barrucand begann auch mit der Edition ihrer in früheren Jahren entstandenen [[Reportage]]n und [[Kurzgeschichte]]n aus der Sahara, wodurch sie in Algerien und Frankreich eine gewisse Bekanntheit als Schriftstellerin erlangte.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabelle Eberhardt: &amp;#039;&amp;#039;Tagwerke.&amp;#039;&amp;#039; S. 27, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im selben Jahr wurde Eberhardt von der &amp;#039;&amp;#039;Dépêche algérienne&amp;#039;&amp;#039; als [[Kriegsberichterstattung|Kriegsreporterin]] an die marokkanische Grenze geschickt. Dort lernte sie den französischen Militärkommandanten [[Hubert Lyautey]] kennen, der sie bat, als „Mittlerin zwischen den Welten“ Kontakte zwischen Franzosen und Einheimischen zu knüpfen, um den späteren friedlichen Anschluss [[Marokko]]s an Algerien vorzubereiten. In dieser Zeit entstanden die meisten Schriftwerke von Isabelle Eberhardt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt; Der berufliche Erfolg vermochte ihre innere Stimmung jedoch nicht aufzuheitern. Auch ihr Äußeres soll nichts Anziehendes mehr gehabt haben. Der Schweizer Biograf [[Alex Capus]] beschreibt dies so: „Ihr Gesicht war von Alkohol verwüstet, die Stimme rau, der Schädel rasiert und der Mund zahnlos“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Capus: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer.&amp;#039;&amp;#039; S. 167f, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Depressiv und unzufrieden suchte Isabelle Eberhardt noch immer nach dem „Woanders“. Sie schrieb: &amp;#039;&amp;#039;Mais aussi, comme toujours, je ressens une tristesse infinie qui envahit mon âme, un désir inexprimable d’un quelque chose que je ne saurais dire, une nostalgie d’un ailleurs que je ne saurais nommer.&amp;#039;&amp;#039; („Wie immer fühle ich aber auch eine endlose Traurigkeit, die meine Seele beschleicht, ein unbeschreibliches Verlangen nach etwas, das ich nicht in Worte fassen kann, Wehmut über ein Woanders, das ich nicht benennen kann.“)&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Boomers: &amp;#039;&amp;#039;Reisen als Lebensform.&amp;#039;&amp;#039; S. 111, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben ihrem Seelenleid war Eberhardt auch körperlich in schlechter Verfassung. Mit ihrem Mann beschloss sie einen gemeinsamen Suizid. Das Paar begab sich mit Pistole und [[Absinth]] in die Wüste, war aber schon bald zu betrunken, um den Plan ausführen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 litt Eberhardt an so heftigen [[Malaria]]schüben, dass das Paar die Militärstation von Aïn Sefra aufsuchen musste. Dort mieteten sie eine Hütte, und am 1. Oktober begab sich Eberhardt in das örtliche Militärkrankenhaus. In der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober ging ein heftiges Gewitter nieder. Nur wenige Stunden zuvor hatte Eberhardt gegen den ausdrücklichen Rat der Ärzte das sicher gelegene Krankenhaus verlassen, um in ihr Lehmhaus, das an einem [[Wadi]] stand, zurückzukehren. Ehnni floh rechtzeitig vor den heranströmenden Wassermassen, aber Eberhardt blieb zurück und ertrank 27-jährig. Ihr Leichnam wurde nach zwei Tagen gefunden, zusammen mit ihrem einzigen Nachlass, den Skizzen für ihren Roman &amp;#039;&amp;#039;Le Trimardeur&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „Der Vagabund“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;prasser&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der französischstämmige deutsche Schriftsteller [[René Prévot]] verarbeitete seine Begegnung mit Isabelle Eberhardt in dem Text &amp;#039;&amp;#039;Geige in der Wüstennacht,&amp;#039;&amp;#039; der 1955 in seinem Band &amp;#039;&amp;#039;Dreizehn sonderbare Geschichten&amp;#039;&amp;#039; erschien. Zu diesem Zeitpunkt war Eberhardt der Öffentlichkeit kaum bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Luckscheiter: &amp;#039;&amp;#039;Nachwort.&amp;#039;&amp;#039; In: René Prévôt: &amp;#039;&amp;#039;„Und Harlekin heißt der neue König von Paris!“ Szenen, Essays, Prosastücke.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Christian Luckscheiter und [[Hansgeorg Schmidt-Bergmann]]. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2022, ISBN 978-3-96311-657-5, S. 115–125, hier S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies änderte sich erst ab den 1970er Jahren, als sie für die [[Frauenbewegung]] eine Art Vorbildrolle einnahm: Ihr Wechsel der [[Geschlechterrolle]], ihre Reiselust und die Tatsache, dass sie gesellschaftlichen Hindernissen trotzte, um ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, faszinierten angesichts des Aufschwungs des [[Feminismus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;rentsch&amp;quot; /&amp;gt; 1981 brachte [[Timberlake Wertenbaker]] über sie das Stück &amp;#039;&amp;#039;Anatomies&amp;#039;&amp;#039; auf die Londoner Bühne, das zum klassischen feministischen Drama der 1980er Jahre zählte.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Paul Schnierer: &amp;#039;&amp;#039;Modernes englisches Drama und Theater seit 1945: eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 1997, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Spielzeit 2010/11 zeigte das Theater [[Freuynde + Gaesdte]] im Afrikahaus des Botanischen Gartens Münster die Inszenierung &amp;#039;&amp;#039;Die Beduinin&amp;#039;&amp;#039;, in der Originaltexte von Eberhardt mit Filmaufnahmen einer Stoffrecherche des Ensembles in der algerischen Sahara kombiniert wurden; die Titelrolle spielte [[Ursula Renneke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 wurde ihr Leben mit [[Mathilda May]] in der Hauptrolle unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Isabelle Eberhardt (Film)|Isabelle Eberhardt]]&amp;#039;&amp;#039; verfilmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rentsch&amp;quot; /&amp;gt; Am 24. Februar 2012 wurde die von [[Missy Mazzoli]] komponierte Oper &amp;#039;&amp;#039;Song from the Uproar: The Lives and Deaths of Isabelle Eberhardt&amp;#039;&amp;#039; in [[New York City|New York]] uraufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.missymazzoli.com/?p=259 &amp;#039;&amp;#039;Song from the Upoar premiere: The Kitchen, NYC&amp;#039;&amp;#039;] auf www.missymazzoli.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.songfromtheuproar.com/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Song from the Upoar&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120819070832 |archiv-bot=}} auf www.songfromtheuproar.com&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jolie Holland]] nimmt in ihrem Song &amp;#039;&amp;#039;Old Fashioned Morphine&amp;#039;&amp;#039; Bezug zu Eberhardts Drogenkonsum: „Give me that old fashioned morphine – It’s good enough for me – It was good enough for Isabelle Eberhardt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.youtube.com/watch?v=vh77zevm6cY &amp;#039;&amp;#039;Old Fashioned Morphine&amp;#039;&amp;#039;] auf [[YouTube]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Straße im Genfer Stadtteil &amp;#039;&amp;#039;Les Grottes&amp;#039;&amp;#039; ist nach Isabelle Eberhardt benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem vorangegangenen Bürgerbeteiligungsprozess wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2025 der ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Sven-Hedin-Weg&amp;#039;&amp;#039; im [[Rheinau (Mannheim)|Mannheimer Stadtteil Rheinau]] in &amp;#039;&amp;#039;Isabelle-Eberhardt-Straße&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.mannheim.de/de/presse/strassenumbenennung-rheinau-gemeinderat-beschliesst-vier-neue-strassennamen|abruf=2026-01-31|titel=Straßenumbenennung Rheinau: Gemeinderat beschließt vier neue Straßennamen {{!}} Mannheim.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarisches Werk ==&lt;br /&gt;
Einige Geschichten und Reiseberichte von Isabelle Eberhardt erschienen noch zu ihren Lebzeiten in der algerischen Kolonialzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;L’Akhbar&amp;#039;&amp;#039; und in &amp;#039;&amp;#039;La Dépèche algérienne&amp;#039;&amp;#039; sowie in weiteren französischen Zeitungen. Es ist bis heute nicht geklärt, inwieweit Victor Barrucand, Verleger und Freund von Isabelle Eberhardt, ihren Nachlass umgestaltet hat. Ihre Tagebücher, die von ihr nicht zur Veröffentlichung gedacht waren, ermöglichen eine Annäherung an Isabelle Eberhardt. Mangels dritter Quellen ist dies oft der einzige Zugang zu ihrer Biografie. Der geplante Roman &amp;#039;&amp;#039;Le Trimardeur&amp;#039;&amp;#039;, dessen Skizzen sie jahrelang mit sich herumtrug, blieb unvollendet. In ihren Tagwerken (&amp;#039;&amp;#039;Mes journaliers&amp;#039;&amp;#039;), die insgesamt vier Bände umfassen, schildert Isabelle Eberhardt gefühlvoll ihre Erinnerungen und Erlebnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hommage &amp;#039;&amp;#039;Briefe, Tagebuchblätter, Prosa&amp;#039;&amp;#039; (1992 verlegt von Herrera Eglal) wurde ihr literarisches Schaffen neu aufgearbeitet. Die Änderungen von Victor Barrucand sollen dabei weggelassen worden sein, sodass die ursprüngliche Fassung, angereichert mit biografischen Anmerkungen, präsentiert werden konnte. Die Herausgeberin Herrera Eglal schrieb dazu: „Über ihre Person ist sehr viel geschrieben worden, über ihr literarisches Werk jedoch, in dem sich ihr ganzes Wesen offenbart, sehr wenig.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eglal Errera: &amp;#039;&amp;#039;Briefe, Tagebuchblätter, Prosa.&amp;#039;&amp;#039; S. 18, op. cit.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Alle Bücher mit Texten von Isabelle Eberhardt wurden [[postum]] veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Originalausgaben (Auswahl) ====&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The passionate nomad : the diary of Isabelle Eberhardt&amp;#039;&amp;#039; ({{archive.org|passionatenomadd0000eber|Digitalisat|Fragment=mode/2up}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nouvelles algériennes.&amp;#039;&amp;#039; 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dans l’ombre chaude de l’Islam.&amp;#039;&amp;#039; 1906.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mes journaliers.&amp;#039;&amp;#039; 1922.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In deutscher Sprache ====&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sandmeere.&amp;#039;&amp;#039; Sämtliche Werke in vier Bänden. Mit einem Vorwort von [[Hans Christoph Buch]]. [[März Verlag|März]] bei Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1981.&lt;br /&gt;
** Taschenbuchausgabe in zwei Bänden: Rowohlt, Reinbek 1983, ISBN 3-499-15231-2 und ISBN 3-499-15232-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Briefe an drei Männer.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1993, ISBN 3-499-13187-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Briefe, Tagebuchblätter, Prosa.&amp;#039;&amp;#039; Lenos, Basel 2002, ISBN 3-85787-671-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Irene Stütz: &amp;#039;&amp;#039;Räumliche, generische und religiöse Grenzüberschreitungen bei Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2023 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* [[Alex Capus]]: &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstürmer. Zwölf Portraits.&amp;#039;&amp;#039; Knaus-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8135-0314-2, (Kurzbiographien verschiedener Personen).&lt;br /&gt;
* Eglal Errera: &amp;#039;&amp;#039;Isabelle Eberhardt – Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; (Mit Briefen, Tagebuchblättern und Prosa). Lenos, Basel 1992, ISBN 3-85787-181-4.&lt;br /&gt;
* Annette Kobak: &amp;#039;&amp;#039;Wie treibender Sand – Das berauschende Leben der Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039; Neff, Wien 1990, ISBN 3-7014-0296-5.&lt;br /&gt;
* [[Ria Endres]]: &amp;#039;&amp;#039;Werde, was du bist – Literarische Frauenportraits.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1992, ISBN 3-518-38442-2.&lt;br /&gt;
* Susanne Gretter, [[Luise F. Pusch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Frauen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Insel, Frankfurt a. M. 1999, ISBN 3-458-16949-0.&lt;br /&gt;
* Catherine Sauvat: &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer in der Wüste.&amp;#039;&amp;#039; Gerstenberg, Hildesheim 2004, ISBN 3-8067-2922-0.&lt;br /&gt;
* Sabine Boomers: &amp;#039;&amp;#039;Reisen als Lebensform – Isabelle Eberhardt, Reinhold Messner und Bruce Chatwin.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-593-37476-5.&lt;br /&gt;
* [[Alexandra Lavizzari]]: &amp;#039;&amp;#039;Nach Kenadsa.&amp;#039;&amp;#039; (Roman über die letzten Lebensmonate von Isabelle Eberhardt). Friedmann, München, 2005. ISBN 3-933431-66-2.&lt;br /&gt;
* Magdalena Tzaneva (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Männerherz bewahren – 130 Stimmen zum Werk von Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039; LiDi, Berlin 2007, ISBN 978-3-940011-31-2.&lt;br /&gt;
* {{HLS|42698|Isabelle Eberhardt|Autor= Marc Vuilleumier / MF}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11887957X}}&lt;br /&gt;
* {{FemBio|http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/isabelle-eberhardt}}&lt;br /&gt;
* Steffi Rentsch, Rochus Wolff: [https://web.archive.org/web/20070928010854/http://www.kritische-ausgabe.de/hefte/reich/Rentsch_Wolff_Eberhardt.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Stillgestellter Orient.“ Zum 100. Todestag von Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 254&amp;amp;nbsp;kB) In: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Ausgabe. Zeitschrift für Germanistik &amp;amp; Literatur&amp;#039;&amp;#039;, 2004&lt;br /&gt;
* Anette Schneider: {{Webarchiv | url=http://www.dradio.de/dlr/sendungen/merkmal/313488/ | wayback=20041110185729 | text=&amp;#039;&amp;#039;Bohemienne der Wüste – Die zwei Welten der Schriftstellerin Isabelle Eberhardt.&amp;#039;&amp;#039;}} Transkript einer Rundfunksendung des [[Deutschlandradio]] vom 20. Oktober 2004 zum 100. Todestag.&lt;br /&gt;
* [http://www.frauen-genial.de/hintergrundinfos/abenteuer-und-entdeckungen/02-01-02-Isabelle-Eberhardt.htm &amp;#039;&amp;#039;Isabelle Eberhardt&amp;#039;&amp;#039;] auf Frauen-Genial.de&lt;br /&gt;
* Judith Klein: [http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/article9FE3X-1.323128 &amp;#039;&amp;#039;Die Abenteuerdurstige.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 21. Oktober 2004.&lt;br /&gt;
* [https://www.arte.tv/de/videos/085197-002-A/the-lost-ones-isabelle-eberhardt/ &amp;#039;&amp;#039;The Lost Ones: Isabelle Eberhardt – Rebellin und Abenteurerin.&amp;#039;&amp;#039;] Film von Mathilde Hirsch, Produktion INA, Frankreich 2019.&lt;br /&gt;
* Jasmin Lörchner: &amp;#039;&amp;#039;[https://podcasts.apple.com/de/podcast/isabelle-eberhardt-die-nomadin-in-der-w%C3%BCste/id1518305087?i=1000516699144 Isabelle Eberhardt: Die Nomadin in der Wüste]&amp;#039;&amp;#039;, vom 12. April 2021, Podcast HerStory, Frauen und Queers in die Geschichtsbücher, Episode 23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11887957X|LCCN=n/50/30224|NDL=00465965|VIAF=73871242}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eberhardt, Isabelle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eberhardt, Isabelle&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schweizerisch-französische Abenteuerin, Reiseschriftstellerin und Journalistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Februar 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Meyrin]] bei [[Genf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Oktober 1904&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aïn Sefra]], Algerien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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