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	<title>Irrhain - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eingang zum Irrhain.jpg|miniatur|Eingangstor zum Irrhain (Nov. 2011)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der alte Irrhain.jpg|miniatur|Der Irrhain bei seiner Anlage 1676]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Irrhain DSC 3577.jpg|miniatur|Irrhain]]&lt;br /&gt;
Der bei [[Kraftshof]] ([[Kraftshofer Forst]]) in der Nähe von [[Nürnberg]] gelegene &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irrhain&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Versammlungsort des [[Pegnesischer Blumenorden|Pegnesischen Blumenorden]]s, einer seit 1644 bestehenden Sprach- und [[Literarische Gruppe|Literaturgesellschaft]]. Bei der ursprünglichen Anlage handelte es sich um einen [[irrgarten]]ähnlichen Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich versammelte sich der Dichterkreis um [[Georg Philipp Harsdörffer]] und [[Johann Klaj]], die den Blumenorden 1644 gegründet hatten, im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Poetenwäldchen&amp;#039;&amp;#039; bei der Weidenmühle, einer Halbinsel, die von einem Altwasser der [[Pegnitz (Fluss)|Pegnitz]] gebildet wurde. Nachdem der Eigentümer des Grundstücks diesen Ort durch einen Zaun unzugänglich gemacht hatte, trafen sich die Mitglieder im Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum halben Mond&amp;#039;&amp;#039;, das [[Andreas Ingolstätter]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um wieder naturnahe Dichtung pflegen zu können, machte der Pfarrer von Kraftshof, [[Martin Limburger]], dem seinerzeitigen Ordensoberhaupt [[Sigmund von Birken]] 1676 den Vorschlag, in einem verwilderten Eichen[[hain]] in der Nähe des Dorfes Kraftshof einen neuen Versammlungsort anzulegen. Limburger entwickelte das Konzept eines &amp;#039;&amp;#039;sprechenden Gartens&amp;#039;&amp;#039;, er verstand den „Irr-Wald“ als Symbol des „Welt-Irr-Waldes“, was dem zeitgenössischen [[Pietismus|pietistischen]] Geist entsprach. 1678 waren die Arbeiten abgeschlossen, 1681 bestätigte das Wald-Almosamt der Sebalder Stadtseite dem Blumenorden, dass er den „Irrhain“ zu ewigem [[Lehnswesen|Lehen]] erhalten habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche [[Labyrinth|labyrinthische Idee]] wurde schließlich vollständig aufgegeben. 1796 wurde der Schlangengang wegen der zu aufwendigen Pflege aufgelassen, 1802 folgten weitere Vereinfachungen und 1878 wurde die Wegführung dergestalt verändert, dass ein Verirren nicht mehr möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurde der Irrhain mehr und mehr ein Ort bloßer Traditionspflege. 1855 besuchte der bayerische König [[Maximilian II. Joseph|Maximilian II.]] das Irrhainfest des Ordens. Zum 250-jährigen Bestehen 1894 wurde das heute noch existierende Eingangsportal errichtet. 1944 wurde der Irrhain durch Kriegseinwirkungen beschädigt, verwilderte zeitweise und diente nur mehr privaten Zwecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Irrhain befinden sich Gedenksteine aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die Ordensmitgliedern&lt;br /&gt;
gewidmet sind, zum Beispiel ein [[Obelisk]] für das Ehrenmitglied [[Christoph Martin Wieland]]. Von den ehemals mehr als dreißig an Bäumen angebrachten Gedenktafeln ist nur noch eine vorhanden. Nach 1996 wurden vier neue Tafeln hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde die Gesellschaftshütte wiedererrichtet. Alljährlich fand am ersten [[Sonntag]] im Juli das „Irrhainfest“ statt, bei dem auf der Naturbühne ein „Irrhainspiel“ aufgeführt wurde. Es wurden vorwiegend Stücke von [[Hans Sachs]] dargeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Forstbetrieb Nürnberg teilte dem Verein im Mai 2008 mit, dass der Irrhain nicht mehr als Veranstaltungsort genutzt werden kann. Hintergrund ist der Schutz des [[Eremit (Käfer)|Eremit-Käfers]] durch die [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie]] der [[Europäische Union|EU]]. Das Areal im Umgriff wurde als FFH-Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Irrhain&amp;#039;&amp;#039; (WDPA: 555521543)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.protectedplanet.net/555521543 |titel=protectedplanet: Irrhain |werk= |datum= |zugriff=2021-09-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Schutz des Käfers darf weder [[Totholz]] entfernt noch [[Schnitt (Gartenbau)|Baumschnitt]] vorgenommen werden, was auch die Veranstaltung des Irrhainfestes ausschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Irrhain 8734.jpg|mini|Gedenksteine im als Scheinfriedhof gestalteten Teil des Irrhains, 2018]]&lt;br /&gt;
Der Irrhain gliederte sich in mehrere Bereiche. Der größere Teil bestand aus einem unregelmäßigen Netz heckenflankierter Wege, dazwischen befanden sich Wiesenstücke. In einem anderen Abschnitt existierte ein vierfacher Zickzackweg, der als &amp;#039;&amp;#039;Schlangengang&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Ferner gab es den &amp;#039;&amp;#039;Irrwald&amp;#039;&amp;#039;, mit einem [[Scheinfriedhof]] und Gedenksteinen. Als Treffpunkte existierten mehrere [[Gartenlaube|Laube]]n und eine Gesellschaftshütte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Winter, Sascha: &amp;#039;&amp;#039;Arkadische Memoria um 1700. Kollektives Totengedenken des Pegnesischen Blumenordens im Irrhain bei Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; In: Annette Dorgerloh, Michael Niedermeier, Marcus Becker, Annette Dorgerloh (Hgg.): &amp;#039;&amp;#039;Grab und memoria im frühen Landschaftsgarten.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Fink, München 2015, S. 117–151, ISBN 978-3-7705-5442-3.&lt;br /&gt;
* Wiegel, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Der Irrhain des Pegnesischen Blumenordens.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Die Gartenkunst]] 5 (2/1993), S. 293–306.&lt;br /&gt;
* Hermann Rusam: &amp;#039;&amp;#039;Der Irrhain des Pegnesischen Blumenordens zu Nürnberg. Des löblichen Hirten- und Blumen-Ordens an der Pegnitz Irrwald bei Kraftshof&amp;#039;&amp;#039;. Altnürnberger Landschaft e.&amp;amp;nbsp;V. - Korn &amp;amp; Berg, Nürnberg 1983, 83 S., zahlr. Ill., ISBN 3-87432-089-8 (Schriftenreihe der Altnürnberger Landschaft; 33)&lt;br /&gt;
* Hermann Kern: &amp;#039;&amp;#039;Labyrinthe. Erscheinungsformen und Deutungen. 5000&amp;amp;nbsp;Jahre Gegenwart eines Urbilds.&amp;#039;&amp;#039; München 1982 [3. Aufl. 1995], S. 383.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Irrhain (Kraftshofer Forst)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.irrhain.de Irrhain]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=oXiwXonUX7o Rekonstruktion des Irrhains für das 18. Jahrhundert, YouTube]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.blumenorden.de/index.php/Gang_durch_den_Irrhain | titel=Gang durch den Irrhain | titelerg= | autor= | hrsg= | werk= | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2014-11-06 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= | offline=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=Irrhain|NS=49.514496|EW=11.060497|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Landkreis Erlangen-Höchstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pegnesischer Blumenorden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kraftshofer Forst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Gebiet in Bayern]]&lt;/div&gt;</summary>
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