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	<title>Irrational - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Irrational&amp;diff=135975&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SisyFuß: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-10-26T10:36:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Weitere Bedeutungen sind unter [[Irrational (Begriffsklärung)]] aufgeführt}} &lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;irrational&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|irrationalis|de=unvernünftig}}) bezeichnet man [[Sachverhalt]]e oder [[Idee]]n, die der menschlichen [[Vernunft]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;ratio&amp;#039;&amp;#039;) widersprechen oder aber sich dieser entziehen. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irrationalität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird hierzu teils synonym als [[Substantivierung|substantiviertes]] [[Adjektiv]] für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;das Irrationale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet, teils bezeichnet er die menschliche [[Persönlichkeit|Charakter]]eigenschaft der &amp;#039;&amp;#039;Unvernunft&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mathematik ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Irrationale Zahl}}&lt;br /&gt;
In der [[Mathematik]] ist eine [[Zahl]] „[[Irrationale Zahl|irrational]]“, falls sie &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; als endliche oder periodische [[Dezimalsystem|Dezimalzahl]] darstellbar ist ([[Rationale Zahl#Dezimalbruchentwicklung|rationale Zahl]]), sie kann also als Dezimalzahl niemals (vollständig) berechnet sowie angegeben werden. Dies sind diejenigen [[reelle Zahl|reellen Zahlen]], die nicht durch einen Bruch zweier [[ganze Zahl|ganzer Zahlen]] ausgedrückt werden können, wie zum Beispiel &amp;lt;math&amp;gt;\sqrt{2}&amp;lt;/math&amp;gt; oder die [[Kreiszahl]] π.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbestimmung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff in verschiedenen Bedeutungen gebraucht. Einen Sachverhalt als „irrational“ zu bezeichnen kann heißen, dass er möglicherweise besteht, dem Verstand aber &amp;#039;&amp;#039;nicht zugänglich&amp;#039;&amp;#039; ist, d.&amp;amp;nbsp;h. [[Rationalität|rational]] nicht erklärbar ist. Er kann aber auch bedeuten, dass er, weil er rationalen Kriterien &amp;#039;&amp;#039;widerspricht&amp;#039;&amp;#039; (etwa dem Gebot der [[Widerspruchsfreiheit]]), per se nicht bestehen &amp;#039;&amp;#039;kann&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff des „Ir-rationalen“ ist zudem abzugrenzen vom psychologischen Begriff des [[Unbewusst]]en, also Inhalten, welche entweder nur zu einer gewissen Zeit nicht bewusst sind, oder die, wie einige Gehirnvorgänge, zwar grundsätzlich nie bewusst ablaufen, der Vernunft jedoch nicht direkt widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist anzumerken, dass jede Überlegung, jeder Glaube an, jedes Denken über das Irrationale nur innerhalb eines bestimmten begrifflichen [[Diskurs]]es vor sich gehen kann und dabei grundsätzlich den logischen Regeln der [[Sprache]] und Vernunft unterworfen ist. So setzt der Gebrauch des Begriffs „ir-rational“ selbst immer schon das Rationale voraus, zu welchem das Ir-rationale negativ ins Verhältnis gesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Wein, Das Irrationale, FFM 1997, S. 31ff und S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Irrationalität&amp;#039;&amp;#039; entstammt der [[Mathematik]] und wurde vom jüdischen Philosophen [[Salomon Maimon]] erstmals in dessen Werk &amp;#039;&amp;#039;Versuch über die Transzendentalphilosphie&amp;#039;&amp;#039; (1790) philosophisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Salomon Maimon, &amp;#039;&amp;#039;Versuch über die Transzendentalphilosophie&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 1963, S. 419f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Offensichtlich war diese Schrift eine Reaktion auf die zuvor erschienene &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; (1781) von [[Immanuel Kant]]. Im Anschluss hält der Irrationalitätsbegriff Einzug in die Philosophie des [[Deutscher Idealismus|Deutschen Idealismus]]: In einem Brief von [[Johann Gottlieb Fichte]] an [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling]] von 1801, in einem Brief an [[Friedrich Heinrich Jacobi]] von 1804&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Fichtes Leben und literarischer Briefwechsel, Hrsg. J. H. Fichte, 1862, S. 345, S. 176&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in der &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftslehre von 1804&amp;#039;&amp;#039; spricht Fichte von der „proiectio per hiatum irrationalem“.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Fichte, &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftslehre von 1804&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1975, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schelling verwendet in seinen &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Philosophie der Kunst&amp;#039;&amp;#039; 1802/1803 den Begriff &amp;#039;&amp;#039;irrational&amp;#039;&amp;#039;, indem er die [[Kunst]] als eine höhere Form der Vernunft darstellt, welche für den analytischen Verstand irrational sei.&amp;lt;ref&amp;gt;F. W. J. Schelling, &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Schriften&amp;#039;&amp;#039;, Bd. II, FFM 1985, S. 404f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon bald findet sich der Begriff des Irrationalen auch in der &amp;#039;&amp;#039;Ästhetik&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Schleiermacher]] und bei [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft der Logik&amp;#039;&amp;#039;. [[C. G. Jung]] unterscheidet in seiner Lehre der [[Analytische Psychologie|analytischen Psychologie]] zwischen rationalen ([[Denken]] und [[Empfindung|Empfinden]]) und irrationalen psychischen Funktionen ([[Intuition|Intuieren]] und [[Fühlen (Psychologie)|Fühlen]]), vgl. → [[Positive Philosophie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Gustav Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychologische Typen&amp;#039;&amp;#039;. Gesammelte Werke Band 6, Teil XI. Definitionen. § 797, ISBN 3-530-40081-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Rehabilitierung des Irrationalen, die wenige Jahrzehnte später in die Begründung der [[Psychoanalyse]] mündete, hat sich im 19. Jahrhundert [[Fjodor Michailowitsch Dostojewski|Fjodor Dostojewski]] verdient gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Catherine Dalipagic-Czimazia | Titel=Dostoyevsky and Europe | TitelErg= | Auflage= | Verlag= Council of Europe | Ort= | Jahr=1993 | ISBN=92-871-2277-6 | Seiten=40 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Irrationalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Rationalismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Asmuth]], Simon Gabriel Neuffer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Irrationalität.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2015, ISBN 978-3-8260-5783-0.&lt;br /&gt;
* Ulrich Arnswald, [[Hans-Peter Schütt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rationalität und Irrationalität in den Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; VS Verl. für Sozialwiss., Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-18269-8.&lt;br /&gt;
* Stuart Sutherland: &amp;#039;&amp;#039;Irrationality: Why We Don&amp;#039;t Think Straight.&amp;#039;&amp;#039; Pinter &amp;amp; Martin, 2007, ISBN 978-1905177073 (englisch).&lt;br /&gt;
* [[Dan Ariely]]: &amp;#039;&amp;#039;Predictably Irrational: The Hidden Forces that Shape Our Decisions.&amp;#039;&amp;#039; Harpercollins, 2009, ISBN 978-0007256532 (englisch).&lt;br /&gt;
* Siegfried Reusch (Hrsg.): Anders denken! Philosophie der Irrationalität. [[Der blaue reiter]] Verlag für Philosophie, Hannover 2022, ISBN 978-3-933722-78-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4192050-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metaphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SisyFuß</name></author>
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