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	<title>Irenik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T22:08:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Irenik&amp;diff=32296&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Blaschke: Umschrift korr.</title>
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		<updated>2025-03-26T22:26:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umschrift korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franciscus Junius Eirenicum 1593.jpg|mini|hochkant|Titelseite von Franz Junius’ &amp;#039;&amp;#039;Eirenicum&amp;#039;&amp;#039;, [[Leiden (Stadt)|Leiden]] 1593]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irenik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irenismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von [[Griechische Sprache|griechisch]] εἰρήνη &amp;#039;&amp;#039;eirḗnē&amp;#039;&amp;#039; ‚Friede‘) bezeichnet in der [[Christliche Theologie|christlichen Theologie]] Versuche, christliche [[Konfession]]en mithilfe der Vernunft auszusöhnen. Er entstammt der [[Theologisch|theologischen]] Aufarbeitung der Konfessionskonflikte der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Dem Gedanken nach schon länger präsent, erscheint der Begriff erstmals im Titel der 1593 publizierten Schrift &amp;#039;&amp;#039;Eirenicum&amp;#039;&amp;#039; des reformierten Theologen [[Franz Junius der Ältere|Franz Junius des Älteren]]. In scharfer Kritik an den gewaltsam ausgetragenen [[Religionskriege]]n betont Junius den friedensstiftenden Charakter des [[Christentum|christlichen Glaubens]] und weist jegliche Form von religiös begründeter Gewalt ebenso zurück wie die scharfe Polemik, mit der viele Theologen die jeweils anderen Konfessionen überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundanliegen der Ireniker ist, sich auf das gemeinsame Fundament des christlichen Glaubens zu besinnen und, von dort ausgehend, in einen offenen Diskurs über die Unterschiede zu treten. Neben Franz Junius’ erwähntem &amp;#039;&amp;#039;Eirenicum&amp;#039;&amp;#039; ist das 1614 publizierte &amp;#039;&amp;#039;Irenicum&amp;#039;&amp;#039; des [[David Pareus]] (1548–1622) bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenbegriffe zu „Irenik“ sind [[Polemik]] (bei Pareus) und [[Zelot]]ismus (im sogenannten [[Synkretistischer Streit|Synkretistischen Streit]]). Den Irenikern war daran gelegen, Kommunikation zwischen den Konfessionen ([[lutherisch]], [[Reformierte Kirche|reformiert]], [[Römisch-katholische Kirche|katholisch]]) zu ermöglichen, ohne grundlegende Glaubensnormen aufgeben zu müssen. Sie nahmen somit eine Mittelposition zwischen [[Exklusivismus]] und [[Relativismus]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulrichtungen ==&lt;br /&gt;
In der Theologie werden mit dem Wort verschiedene Theologen und Schulrichtungen bezeichnet:&lt;br /&gt;
* Theologen der Nachreformationszeit, die die [[Schisma|Kirchenspaltung]] durch Dialog zu verhindern bzw. rückgängig zu machen versuchten. Die namhaftesten Vertreter sind [[Franz Junius der Ältere]], [[John Dury]] und [[David Pareus]] auf reformierter Seite, [[Georg Cassander]] auf römisch-katholischer Seite und [[Georg Calixt]] auf lutherischer Seite. Insbesondere von [[Lutheraner]]n gab es heftigen Widerstand gegen irenische Initiativen.&lt;br /&gt;
* Vertreter einer [[Postmoderne Orthodoxie|postmodernen Orthodoxie]], die sich theologisch auf den [[Consensus quinquesaecularis|Consensus Ecclesiae]] beziehen, den noch ungeteilten Glauben der [[Alte Kirche|Alten Kirche]], unter Betonung der [[Ökumenisches Konzil|ökumenischen Konzilien]] bis [[Konzil von Chalcedon|Chalcedon]] und der Lehren der vier großen [[Kirchenlehrer]] des Ostens ([[Athanasius von Alexandria|Athanasius]], [[Basilius der Große|Basilius]], [[Gregor von Nazianz]], [[Johannes Chrysostomos]]) und des Westens ([[Ambrosius von Mailand|Ambrosius]], [[Augustinus von Hippo|Augustinus]], [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]], [[Gregor I. (Papst)|Gregor&amp;amp;nbsp;I.]]), die in der Ökumene rezipiert wurden. Diese Haltung findet sich insbesondere in der [[Anglikanische Gemeinschaft|anglikanischen]] und [[Evangelisch-methodistische Kirche|methodistischen Kirche]]. Einer der bekanntesten Vertreter ist [[Thomas C. Oden]].&lt;br /&gt;
* In der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] wurde der Begriff insbesondere von jenen gebraucht, die in der Irenik eine Gefahr für die Lehre sahen, beispielsweise in der [[Enzyklika]] &amp;#039;&amp;#039;Humani Generis&amp;#039;&amp;#039; von Papst [[Pius XII.]]; er hatte danach einen negativen Beiklang, insbesondere im [[Modernismus (Katholizismus)|Modernismusstreit]].&lt;br /&gt;
* Eine weitere Richtung der Irenik, die besonders in der [[Ökumenische Bewegung|ökumenischen Bewegung]] vertreten ist, will die Unterschiede zwischen den christlichen Kirchen nur noch als traditionsbedingte Zufälligkeiten ohne Relevanz für die Wahrheitsfrage ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist das Wort „Irenik“ durch Begriffe wie &amp;#039;&amp;#039;Dialog, Konsenssuche&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ökumenischer Geist&amp;#039;&amp;#039; fast völlig verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungebräuchlich war der Begriff schon immer für die entsprechende Diskussion in nicht-christlichen Religionen und die Diskussion zwischen Kirchen und [[Atheismus|Atheisten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Holtmann (Geistlicher, 1927)|Wilhelm Holtmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Irenik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]] 16.&amp;#039;&amp;#039; 1984, S. 268–273.&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Müller: &amp;#039;&amp;#039;Irenik als Kommunikationsreform. Das Colloquium Charitativum von Thorn 1645.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökumene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Theologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Blaschke</name></author>
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