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	<title>Irene Seiler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:55:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Irene_Seiler&amp;diff=2487002&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-04-16T20:52:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Irene Seiler.jpg|miniatur|Irene Seiler während ihrer Aussage im Nürnberger Juristenprozess am 26. März 1947]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irene Seiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheffler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. April]] [[1910]] in [[Guben]]; † [[Juli]] [[1984]] in [[Apolda]]) war eine deutsche [[Fotograf]]in, Justizopfer des [[Nationalsozialismus]] und Zeugin im [[Nürnberg]]er [[Juristenprozess]]. Sie wurde durch Bücher und Filme über den [[Justizmord]] an dem Juden [[Leo Katzenberger]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Beruf, Heirat ===&lt;br /&gt;
Irene Scheffler war die Tochter eines [[Kaufmann]]s, wuchs in Guben auf und erlernte nach ihrer Schulausbildung den Beruf der Fotografin. Zum 1. Mai 1937 trat sie der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 5.068.732).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41220766&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 31. Juli 1939 war sie mit Hans Seiler verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil ihr Vater ein Geschäftsfreund des jüdischen [[Großhandel|Schuhgroßhändlers]] [[Leo Katzenberger]] war, ging sie 1932 nach [[Nürnberg]] und eröffnete in dessen Haus ein Fotoatelier. Zwischen Katzenberger und der viel jüngeren Irene entwickelte sich ein väterlich-freundschaftliches Verhältnis, das von den Mitbewohnern und Nachbarn misstrauisch beobachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Das hatte nach dem Inkrafttreten der [[Nürnberger Gesetze|Nürnberger Rassegesetze]] fatale Folgen für beide. Durch [[Denunziation]] der Nachbarn, des Orthopädiemechanikers Paul Kleylein und seiner Ehefrau Babette (Betty), geborene Taubmann, wurde Katzenberger im Juli 1941 verhaftet, bestritt jedoch den Vorwurf, mit Irene Seiler intime Beziehungen gehabt zu haben. Irene Seiler bestätigte diese Aussage, die sie auch beeidete. Am 3. Dezember 1941 wurde sie wegen Verdachts auf [[Meineid]] verhaftet. Das Nürnberger [[Sondergericht]] zog den Fall an sich und verurteilte in der Hauptverhandlung am 13. März 1942 Katzenberger [[Todesstrafe|zum Tode]] und Seiler wegen Meineids zu zwei Jahren [[Zuchthaus]]. Die [[antisemitisch]]e Zeitung „[[Der Stürmer]]“ verbreitete sich in rassistischer Hetze über den Fall. Katzenberger wurde am 3. Juni 1942 mit dem [[Guillotine|Fallbeil]] enthauptet. Irene Seiler wurde in den [[Justizvollzugsanstalt Aichach|Zuchthäusern Aichach]] und [[Griebo]] inhaftiert. Entlassen wurde sie am 19. Juni 1943 aus dem Gefangenenlager „Elberegulierung Post Griebo bei [[Coswig (Anhalt)]]“ bei Griebo. Seither lebte sie wieder in Guben und arbeitete als Fotografin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rehabilitierung und späteres Leben ===&lt;br /&gt;
Im [[Juristenprozess|Nürnberger Juristenprozess]], der vom 17. Februar bis zum 4. Dezember 1947 von einem amerikanischen [[Militärgericht]] durchgeführt wurde, trat Irene Seiler als [[Zeuge|Belastungszeugin]] gegen die damaligen Richter des NS-Sondergerichtes auf, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Oswald Rothaug]]. Das Urteil des Sondergerichts Nürnberg gegen sie wurde am 28. März 1947 aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irene Seiler ging 1948 nach [[Weimar]], wo sie ein Fotoatelier betrieb. Obwohl sie 1947 als [[OdF-Ausschüsse|Opfer des Faschismus]] anerkannt worden war, wurde ihr diese Anerkennung 1952 wegen ihrer früheren NSDAP-Mitgliedschaft wieder entzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 zog sie nach Apolda und übernahm dort die Leitung des [[Handelsorganisation|HO]]-Fotolabors. Seit 1965 war sie für die [[National-Demokratische Partei Deutschlands|NDPD]] über zwei Wahlperioden Abgeordnete der Apoldaer [[Rat der Stadt (DDR)|Stadtverordnetenversammlung]]. Im Februar 1973 wurde ihr nach längeren Auseinandersetzungen der Status als [[Verfolgter des Naziregimes|Verfolgte des Naziregimes]] wieder zuerkannt. Im gleichen Jahr sagte sie nochmals während eines Prozesses in Nürnberg gegen einen NS-Juristen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irene Seiler starb kinderlos im Alter von 74 Jahren in Apolda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
In dem Filmdrama &amp;#039;&amp;#039;[[Das Urteil von Nürnberg]]&amp;#039;&amp;#039;, ein US-Spielfilm von 1961 über die Nürnberger Juristenprozesse, wurde der Justizmord an Leo Katzenberger erstmals, mit veränderten Namen, filmisch aufgenommen. Die Zeugenaussage von Irene Seiler (im Film: Irene Hoffman-Wallner, gespielt von [[Judy Garland]]), in der sie das Unrechtsurteil anprangert, stellt einen dramatischen Höhepunkt des Films dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Leo und Claire]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Joseph Vilsmaier]] aus dem Jahr 2001 wurde sie Irene Scheffler genannt und von [[Franziska Petri]] gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christiane Kohl (Schriftstellerin)|Christiane Kohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Jude und das Mädchen&amp;#039;&amp;#039;, Spiegel, Hamburg 1997, ISBN 3-455-15018-7 (Die Autorin schildert nicht nur den Justizmord, sondern auch die Vor- und Nachgeschichte der Beteiligten sowie das allgemeine Umfeld und die Stimmungslage zur NS-Zeit). Dieses Buch bildete die Grundlage des Films „[[Leo und Claire]]“ (vgl. oben).&lt;br /&gt;
* Thomas Bahr: &amp;#039;&amp;#039;Irene Seiler und das „Urteil von Nürnberg“&amp;#039;&amp;#039;, in: Apoldaer Heimat. Beiträge zur Natur und Heimatgeschichte der Stadt Apolda und ihrer Umgebung, Jg. 1997, S. 17ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120545357}}&lt;br /&gt;
* Christiane Kohl: {{Der Spiegel|ID=8791024|Titel=Du Judenmensch, dir helfe ich|Jahr=1997|Nr=41|Seiten=150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120545357|LCCN=n/98/12040|VIAF=30369677}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seiler, Irene}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Nürnberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Weimar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NDPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seiler, Irene&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Scheffler, Irene (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Fotografin und NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. April 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Guben]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Juli 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Apolda]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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