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	<title>Iphigenie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T07:31:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Iphigenie&amp;diff=81106&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rodomonte: /* Neuzeitliche Bearbeitungen des Stoffes */ wl Ifigenia in Aulide</title>
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		<updated>2025-10-20T21:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Neuzeitliche Bearbeitungen des Stoffes: &lt;/span&gt; wl &lt;a href=&quot;/index.php?title=Ifigenia_in_Aulide_(Caldara)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Ifigenia in Aulide (Caldara) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Ifigenia in Aulide&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wall painting - sacrifice of Iphigenia - Pompeii (VI 8 5) - Napoli MAN 9112 - 01.jpg|mini|300px|Opferung der Iphigenie. Antikes Fresko aus [[Pompeji]], vielleicht basierend auf einem Gemälde von [[Timanthes (Maler)|Timanthes]].]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iphigenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iphigeneía&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iphigenia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (alle von {{grcS|Ἰφιγένεια|Iphigéneia}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iphianassa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἰφιάνασσα|Iphiánassa}})&amp;lt;ref&amp;gt;[[Homer]], &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 9,145 und 287&amp;lt;/ref&amp;gt; ist in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] die älteste Tochter von [[Agamemnon]] (dem König von [[Mykene]] auf der [[Peloponnes]], nach anderer –&amp;amp;nbsp;wohl älterer&amp;amp;nbsp;– Sagentradition König von [[Sparta]] in [[Lakonien]]&amp;lt;ref&amp;gt;S. hierzu u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wolfgang Kullmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Festgehaltene Kenntnisse im Schiffskatalog und im Troerkatalog der Ilias.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Kullmann, [[Jochen Althoff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vermittlung und Tradierung von Wissen in der griechischen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Günter Narr, Tübingen 1993, S.&amp;amp;nbsp;140&amp;amp;nbsp;ff. mit Belegen und weiterer Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und [[Klytaimnestra]] und die Schwester von [[Orestes]], [[Elektra (Mykene)|Elektra]] und [[Chrysothemis (Tochter des Agamemnon)|Chrysothemis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiepolo, Opferung der Iphigenie@Weimar Schlossmuseum.JPG|mini|Opferung der Iphigenie von [[Giovanni Domenico Tiepolo|Tiepolo]]]]&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
[[Artemis]] bestrafte [[Agamemnon]], weil er einen Hirsch in ihrem heiligen [[Hain]] getötet und sich gerühmt hatte, er sei – verglichen mit der Göttin – der bessere Jäger: Sie verhinderte zu Beginn des [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieges]] die Weiterfahrt der Griechenflotte unter Agamemnons Kommando nach [[Troja]], indem sie bei [[Aulis]] eine Windstille bewirkte. Der Seher [[Kalchas]] weissagte, dass Agamemnon seine Tochter Iphigenie der Göttin zur Sühne opfern müsse, um seine Fahrt fortsetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Virgil Solis - Iphigenia Saved.jpg|mini|200px|links|Die Entrückung der Iphigenie während der Opferung ([[Virgil Solis]])]]&lt;br /&gt;
Einer Version dieser Geschichte folgend tat Agamemnon, wie ihm geheißen wurde. Nach einer anderen&amp;lt;ref&amp;gt;Belegstellen bei Stoll, Sp. 298&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde stattdessen eine Hirschkuh geopfert und Iphigenie von Artemis in das Land der [[Taurer]] entrückt, um ihr dort als Priesterin im Artemistempel zu dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Euripides]] tritt Iphigenie in der Geschichte ihres Bruders [[Orestes]] auf. Um der Verfolgung durch die [[Erinnyen]] wegen der Ermordung seiner Mutter [[Klytaimnestra]] und ihres Liebhabers [[Aigisthos]] zu entkommen (also nach dem Ende des Trojanischen Krieges), wurde ihm von [[Apollon]] aufgetragen, nach [[Tauris]] zu fahren, um die hölzerne Statue der Artemis zu holen, die dort vom Himmel gefallen sei, und sie nach Athen zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem Freund [[Pylades]], dem Sohn des [[Strophios (Sohn des Krisos)|Strophios]], reist Orestes zu den Taurern, wo die Einheimischen beide gefangen nehmen, um sie – wie alle Fremden – der Artemis zu opfern. Die Artemis-Priesterin, deren Aufgabe es ist, das Opfer zu vollziehen, ist aber seine Schwester Iphigenie, die Orestes nicht erkennt. Sie bietet ihm an, ihn freizulassen, falls er einen Brief von ihr nach Griechenland bringe. Orestes lehnt ab, er will in Tauris bleiben und sich töten lassen, schlägt aber gleichzeitig vor, Pylades den Botengang zu übertragen. Nach einem Streit zwischen Orestes und Pylades stimmt dieser dem Vorschlag endlich zu. Der Brief enthüllt dann die Verwandtschaft zwischen Orestes und Iphigenie, zu dritt fliehen sie aus Tauris unter Mitnahme des Artemis-Bildes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Griechenland nimmt Orestes [[Mykene]] in Besitz, das Königreich seines Vaters Agamemnon, dem er noch [[Argos (Stadt)|Argos]] und [[Lakonien]] hinzufügt. Iphigenie wird Priesterin des Artemis-Heiligtums in [[Brauron]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iphigenie, die erst spät in der griechischen Mythologie erwähnt wird (erst nachdem die Geschichten von Agamemnon und Klytaimnestra aufgezeichnet worden waren), wurde so sehr mit Artemis verknüpft, dass einige Interpreten glauben, sie sei ursprünglich eine rivalisierende Jagdgöttin gewesen, deren Kult später mit dem der Artemis zusammengefasst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hesiod]] berichtet, aus ihr sei die Göttin [[Hekate]] geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Pausanias]] 1,43,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Tradition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lord Frederic Leighton - Cymon and Iphigenia - Google Art Project.jpg|mini|Kymon und Iphigenie ([[Frederic Leighton]])]]&lt;br /&gt;
Die sagenhaften Überlieferungen des Iphigenienstoffes wurden bereits in der Antike von dem griechischen Dichter [[Euripides]] (480–406 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) als Drama gestaltet. Von Euripides stammen die beiden Tragödien &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie in Aulis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie bei den Taurern]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese antiken Texte wurden in der italienischen Renaissance nicht nur ediert und übersetzt, sondern auch literarisch weiterverarbeitet. Beispielhaft für diese literarische Aneignung steht [[Giovanni Boccaccio]], der die Geschichte vom Raub der Iphigenie durch Cimon im [[Decamerone]] in der ersten Geschichte des fünften Tages erzählt. Über die italienische Renaissance gelangte der Iphigenienstoff dann in italienischer Übersetzung in den französischen Sprachraum. Im französischen Klassizismus wurden ausgehend von den Tragödien des Euripides bereits Schauspiele, die die Iphigenien-Sage zum Thema hatten, zur Aufführung gebracht, wie zum Beispiel [[Jean Racine|Racines]] Tragödie &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigénie (Racine)|Iphigénie]]&amp;#039;&amp;#039; (1674).„Die klassische französische Tragödie wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch in Deutschland zum Muster dramatischer Bemühungen … In den Neubearbeitungen der Euripideischen ‚Iphigenie bei den Tauriern‘ … finden sich zahlreiche Versuche, die alte Fabel der Mitwelt glaubhafter zu machen und sie den Vorstellungen der Gegenwart anzupassen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deutsch-publikacje.host77.pl&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Goethe  | Hrsg=Angelika Jahn | Titel=Berliner Ausgabe | TitelErg=7. Poetische Werke, Dramatische Dichtungen III, Götz von Berlichingen. Egmont. Iphigenie auf Tauris. Torquato Tasso  | Verlag=Aufbau-Verlag | Ort=Berlin | Datum=1963 |Kommentar=Zitat dort in: &amp;amp;#91;Anmerkungen zu&amp;amp;#93; „&amp;#039;&amp;#039;Iphigenie auf Trauris&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Entstehung und Überlieferung&amp;#039;&amp;#039;, Der Iphigenienstoff in der Dichtung vor Goethe“, S.&amp;amp;#x202f;910&amp;amp;#x202f;–&amp;amp;#x202f;911&amp;lt;!--NB: TA bewusst so gestaltet; die Angaben der Vorlage - Gesamtwerk gezählt, ungezählte Abteilung, gezählte Unterabteilung - scheinen mir so am besten auf die Felder verteilt zu sein--&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frühe deutsche Adaptionen sind 1732 von [[Johann Christoph Gottsched]] die Übersetzung aus dem Französischen ins Deutsche sowie 1737 von [[Johann Elias Schlegel]] &amp;#039;&amp;#039;Die Geschwister in Taurien&amp;#039;&amp;#039; (später: &amp;#039;&amp;#039;Orest und Pylades&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://brawe.uni-leipzig.de/docuverse/1890_johann_elias_schlegel_adb.html Schlegel: Johann Elias S.], auf brawe.uni-leipzig.de&amp;lt;/ref&amp;gt; 1779 erschien die Oper &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie auf Tauris&amp;#039;&amp;#039; von [[Christoph Willibald Gluck]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;deutsch-publikacje.host77.pl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeitliche Bearbeitungen des Stoffes ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerbach Iphigenie1.jpg|mini|Iphigenie ([[Anselm Feuerbach]], Gemälde von 1862)]]&lt;br /&gt;
Die bekannteste Bearbeitung des 18. Jahrhunderts ist [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] Schauspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie auf Tauris]]&amp;#039;&amp;#039; (1779/1786). [[Friedrich Schiller]]s Übersetzung der euripideischen Iphigenie, bei der es sich um eine private Gefälligkeit gegenüber den Geschwistern Lengefeld handelt,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Iphigenie in Aulis&amp;#039;&amp;#039; in: Schiller-Lexikon. Erläuterndes Wörterbuch zu Schiller’s Dichterwerken. Unter Mitwirkung von Karl Goldbeck bearbeitet von Ludwig Rudolph. Berlin 1869. 1. Band, {{Digitalisat|MDZ=11722556|SZ=468,469|LT=Seite 447–449}}&amp;lt;/ref&amp;gt; entstand erst nach der Veröffentlichung von Goethes &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie auf Tauris&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstand eine Reihe von Schauspielen, die sich mit der abschließenden Episode des Iphigenien-Stoffes befassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1843 Iphigenia in Delphi von [[Karl Ludwig Kannegiesser]]&lt;br /&gt;
* 1854 Iphigenia in Delphi von [[Karl Schröder (Schriftsteller, I)|Karl Schröder]]&lt;br /&gt;
* 1855 Iphigenia at Delphi von [[Archer Gurney]]&lt;br /&gt;
* 1856 Iphigenie in Delphi von [[Friedrich Halm]]&lt;br /&gt;
* 1865 Iphigenie in Delphi von [[Josef Victor Widmann]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch |BuchID=pmA7AAAAcAAJ|Seite=3|Linktext=Volltext}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1872 Elektra von [[Hermann Allmers]]&lt;br /&gt;
* 1873 Iphigenie in Delphi von [[Eduard Tempeltey|Karl Ernst]]&lt;br /&gt;
* 1880 Iphigenie in Delphi von [[Ernst Lohwag]]&lt;br /&gt;
* 1889 Iphigenie in Delphi von [[Karl Wilhelm Geissler]]&lt;br /&gt;
* 1890 Iphigenia in Delphi von [[Richard Garnett]]&lt;br /&gt;
* 1898 Iphigenie in Delphi von [[Siegfried Anger]]&lt;br /&gt;
* 1902 Elektra in Delphi von [[Theodor Kock]]&lt;br /&gt;
(Von Goethe ist der Handlungsentwurf eines &amp;quot;Iphigenie in Delphi&amp;quot;-Schauspiels aus dem Jahr 1786 überliefert.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 20. Jahrhundert hat Adaptionen des Iphigenienstoffs wie [[Gerhart Hauptmann]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie in Delphi (Drama, 1941)|Iphigenie in Delphi]]&amp;#039;&amp;#039; (1941) sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie in Aulis (Drama, 1943)|Iphigenie in Aulis]]&amp;#039;&amp;#039; (1943), [[Rainer Werner Fassbinder]]s &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang von Goethe&amp;#039;&amp;#039; (1968), [[Jochen Berg]]s &amp;#039;&amp;#039;Im Taurerland&amp;#039;&amp;#039; (1977) und [[Volker Braun]]s&amp;#039;&amp;#039; Iphigenie in Freiheit&amp;#039;&amp;#039; (1992) hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Musik war Iphigenie ein beliebtes [[Sujet]]. Die erste &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie&amp;#039;&amp;#039;-Oper (aus dem Jahr 1661) scheint von [[Johann Jacob Löwe]] zu stammen (Text von [[Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel]]). Es folgten 1699 &amp;#039;&amp;#039;Die wunderbar errettete Iphigenia&amp;#039;&amp;#039; von [[Reinhard Keiser]], 1704 &amp;#039;&amp;#039;Iphigénie en Tauride&amp;#039;&amp;#039; von [[Henry Desmarest]] und [[André Campra]], 1713 &amp;#039;&amp;#039;Ifigenia in Aulide&amp;#039;&amp;#039; von [[Domenico Scarlatti]] und 1718 &amp;#039;&amp;#039;[[Ifigenia in Aulide (Caldara)|Ifigenia in Aulide]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Antonio Caldara]]. Weitere Opern komponierten [[Leonardo Vinci]], [[Nicola Antonio Porpora]] (→ &amp;#039;&amp;#039;[[Ifigenia in Aulide (Porpora)|Ifigenia in Aulide]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Carl Heinrich Graun]], [[Gian Francesco de Majo]] (→ &amp;#039;&amp;#039;[[Ifigenia in Tauride (de Majo)|Ifigenia in Tauride]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Niccolò Jommelli]], [[Tommaso Traetta]], [[Baldassare Galuppi]], [[Vicente Martín y Soler]]. Von [[Christoph Willibald Gluck]] stammen &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigénie en Aulide]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(1774) und &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigénie en Tauride]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(1779), die heute meistgespielten Werke. [[Giuseppe Sarti]], [[Niccolò Piccinni]], [[Ignaz Josef Pleyel]], [[Luigi Cherubini]], [[Ferdinando Bertoni]], [[Michele Carafa]] und [[Johann Simon Mayr]] führten die Tradition bis ins frühe 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Im späteren 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert befasste sich unter anderem [[Louis Théodore Gouvy]] mit dem Thema. Im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstanden Opern u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Walter Damrosch]] und [[Ildebrando Pizzetti]]. Bühnenmusiken zum Drama des Euripides entstanden u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Charles Wood (Komponist)|Charles Wood]] und [[Arseni Nikolajewitsch Koreschtschenko]]. [[André Jolivet]]s &amp;#039;&amp;#039;Iphigénie en Aulide&amp;#039;&amp;#039;-Musik entstand 1949 für das Racine-Drama und [[Johann Friedrich Reichardt]]s Schauspielmusik 1798 nach Goethe.&lt;br /&gt;
2021 wurde die Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenia (Oper)|Iphigenia]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Wayne Shorter]] nach einem Libretto von [[Esperanza Spalding]], in dem sie auf Motive aus Eurpides’ &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie in Aulis&amp;#039;&amp;#039; zurückgreift, am Cutler Majestic Theatre in [[Boston]] uraufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.harvardmagazine.com/2021/11/esperanza-spalding-opera-iphigenia World Premiere of esperanza spalding and Wayne Shorter’s Opera, (Iphigenia)] Harward Magazine, 18. November 2021, abgerufen am 13. Februar 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Interpretationen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 erschien der griechische Film &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie (1977)|Iphigenie]]&amp;#039;&amp;#039; des Regisseurs [[Michael Cacoyannis]] (Mihalis Kakogiannis), der auf dem antiken Stück des [[Euripides]] beruhte. Die Hauptrolle der Iphigenie spielte dabei Tatiana Papamoschou. Der Film wurde 1977 für die Goldene Palme in Cannes und 1978 für den [[Oscar/Bester fremdsprachiger Film|Oscar als bester fremdsprachiger Film]] nominiert. [[Mikis Theodorakis]] schrieb 1976 dafür die Filmmusik, der er den Titel &amp;#039;&amp;#039;Iphigenia&amp;#039;&amp;#039; gab. Die Komposition besteht aus den Suiten I bis XI und ist inzwischen auf unterschiedlichen Tonträgern veröffentlicht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe [[Goethes Erben]] hatte auf ihrem zweiten Album &amp;#039;&amp;#039;[[Der Traum an die Erinnerung]]&amp;#039;&amp;#039; (1992) ein Lied mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie&amp;#039;&amp;#039;. Die Handlung spielt zwar im Sommer 1943, jedoch sind thematische Parallelen zu dem Mythos zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 wurde mit &amp;#039;&amp;#039;[[The Killing of a Sacred Deer]]&amp;#039;&amp;#039; erneut ein Film veröffentlicht, der die Thematik des Mythos um Iphigenie aufgreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tantaliden]]&lt;br /&gt;
* [[(112) Iphigenia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christine Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie. Metamorphosen eines Mythos im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; m-press, München 2005, ISBN 978-3-89975-539-8.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Hunger (Byzantinist)|Herbert Hunger]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Mit Hinweisen auf das Fortwirken antiker Stoffe und Motive in der bildenden Kunst, Literatur und Musik des Abendlandes bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Holinek, Wien 1988, ISBN 3-85119-230-3.&lt;br /&gt;
* [[Karl Kerényi]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mythologie der Griechen. Die Götter- und Menschheitsgeschichten.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1998, ISBN 3-423-30030-2.&lt;br /&gt;
* Karl Kerényi: &amp;#039;&amp;#039;Die Mythologie der Griechen. Die Heroen-Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1992, ISBN 3-423-30031-0.&lt;br /&gt;
* Stefan Matuschek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mythos Iphigenie. Texte von Aischylos bis Volker Braun.&amp;#039;&amp;#039; Anthologie. Reclam, Leipzig 2006, ISBN 3-379-20129-4 ([http://lbib.de/Mythos-Iphigenie-Texte-von-Aischylos-bis-Volker-Braun-Stefan-Matuschek-38212 Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 5|367|378|Iphigeneia|Andrejs Petrowski, Bert Klein}}&lt;br /&gt;
* {{Roscher|2,1|298|305|Iphigeneia|[[Heinrich Wilhelm Stoll]]|}}&lt;br /&gt;
* {{RE|IX,2|2586|2622|Iphigeneia|[[Lennart Kjellberg]]|RE:Iphigeneia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Iphigeneia|Iphigenie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{PGIW|2054|Iphigenie auf Tauris|Johann Wolfgang von Goethe}}&lt;br /&gt;
* [http://www.litura.de/werke/iphigenie-auf-tauris-johann-wolfgang-von-goethe.html &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie auf Tauris&amp;#039;&amp;#039;.] litura.de (Referat)&lt;br /&gt;
* {{Mythoskop|ID=w1584}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118555723|LCCN=no2014085305|VIAF=59876009}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Trojanischer Krieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestalt der griechischen Mythologie als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rodomonte</name></author>
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