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	<title>Ionomer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:46:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ionomer&amp;diff=299127&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:E4:E746:2230:BC3D:AA7A:6403:B033 am 18. Dezember 2024 um 14:33 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-18T14:33:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ionomere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[thermoplast]]ische [[Kunststoff]]e, die erstmals [[1964]] auf den Markt kamen. Sie werden beispielsweise unter dem [[Handelsname]]n &amp;#039;&amp;#039;[[Nafion]]&amp;#039;&amp;#039; ([[DuPont de Nemours|DuPont]]) vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ionomere werden durch [[Copolymerisation]] eines unpolaren mit einem polaren [[Monomer]]  gewonnen. Die [[Polare Atombindung|polaren Bindungen]] drängen die [[Kristallisation]] zurück und führen zu einer „ionischen Vernetzung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber herkömmlichen Thermoplasten haben Ionomere den Vorteil, dass in ihnen sowohl [[Van-der-Waals-Bindung|Nebenvalenzkräfte]] als auch [[Ionische Bindung|Ionenbindungen]] wirksam werden. Diese [[Ionenbindung]]en sind besonders fest und verleihen dem Stoff seine charakteristischen Eigenschaften. Darüber hinaus können Ionoplasten im Gegensatz zu den meisten anderen Kunststoffen als [[Elektrolyt]]e dienen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz der Ionenbindungen sind Ionomere echte Thermoplaste, da sie bei 290–330&amp;amp;nbsp;°C schmelzen. Der Schmelzvorgang ist allerdings bereits mit der [[Zersetzung (Chemie)|Zersetzung]] der Makromoleküle verbunden. Dabei können Schadstoffe entstehen, in jedem Fall aber verliert das Ionomer Teile seiner Eigenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
* hohe [[Zähigkeit]] und [[Verschleiß|Abriebfestigkeit]]&lt;br /&gt;
* hohe Schlag- und [[Kerbschlagzähigkeit]]&lt;br /&gt;
* hohe [[Transparenz (Physik)|Transparenz]]&lt;br /&gt;
* hohe [[Ionenleiter|ionische Leitfähigkeit]]&lt;br /&gt;
* keine [[Elektronenleitung|elektrische Leitfähigkeit]]&lt;br /&gt;
* gute [[Spannungsriss]]beständigkeit&lt;br /&gt;
* beständig gegen [[Säure]]n, [[Alkalische Lösung|Laugen]], [[Fette]], [[Öle]] und Lösemittel&lt;br /&gt;
* nicht beständig gegen oxidierende Säuren, [[Alkohole]], aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe&lt;br /&gt;
* die Witterungsbeständigkeit ist ähnlich wie bei [[Polyolefin]]en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verarbeitung ==&lt;br /&gt;
Die Verarbeitung kann durch [[Spritzgießen]], [[Extrusion (Fertigungstechnik)|Extrudieren]], [[Blasformen]] oder [[Thermoformen]] erfolgen. Hierbei muss aber die funktionale Gruppe, welche dem Produkt die Ionenleitfähigkeit verleiht, noch maskiert sein. Soll das Ionomer durch eine Sulfonsäuregruppe (-SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;H) ionenleitend werden, dann wird das Polymer in seiner Sulfonylfluoridform (-SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;F) extrudiert. Die finale Form -SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;H kann aufgrund der ionischen Wechselwirkungskräfte nicht als Schmelze verarbeitet werden. Nach dem Formgebungsprozess reagiert die funktionelle Gruppe mit einer starken Lauge (NaOH oder KOH) zu -SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;Na bzw. -SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;K. Durch nachfolgendes Einwirken einer starken Säure wird sie zu -SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;H umgeformt.&lt;br /&gt;
*Urformtemperatur: circa 200–300&amp;amp;nbsp;°C&lt;br /&gt;
*Umformtemperatur: circa 150&amp;amp;nbsp;°C&lt;br /&gt;
Eine andere Art der Herstellung von Ionomermembranen ist die Herstellung einer [[Dispersion (Chemie)|Dispersion]] aus ca. 5–20 Gew.-% SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;H-Ionomer und Wasser-Alkohol-Gemischen. Durch Einsatz von Gießverfahren entstehen Flüssigkeitsoberflächen, aus denen dann die Lösungsmittel verdunsten. Übrig bleiben dann dünne Membranen (20–50 Mikrometer) in -SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;H-Form. Eingelassene poröse Materialien können die mechanische Festigkeit und Formstabilität verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
* Quecksilberfreie [[Chloralkali-Elektrolyse]] zur Herstellung von [[Chlor]] und chloridfreier [[Natronlauge]],&lt;br /&gt;
* Elektrolyt-Membranen für Polymerelektrolyt-[[Brennstoffzelle]]n oder [[Lithium-Polymer-Akku]]s,&lt;br /&gt;
* Membranen zur Be- oder Entfeuchtung von Fluidströmen,&lt;br /&gt;
* fester [[Katalysator]] für säurekatalysierte chemische Reaktionen&lt;br /&gt;
* als Mantelschicht in einigen Golfbällen,  z.&amp;amp;nbsp;B. von Titleist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermoplast]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Copolymer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrotechnischer Werkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
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