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	<title>Ionischer Aufstand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T16:18:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ionischer_Aufstand&amp;diff=139864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Malabon: Kriegspartei war das Perserreich und das ist schon verlinkt.</title>
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		<updated>2025-07-19T07:58:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kriegspartei war das Perserreich und das ist schon verlinkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Turkey ancient region map ionia.JPG|mini|Ionien]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ionischer Aufstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die Rebellion der [[Kleinasien|kleinasiatischen]] und [[Zypern|zyprischen]] [[Griechen]] gegen die [[Perserreich|persische]] Oberherrschaft bezeichnet. Er begann 500/499 v. Chr. und endete mit einem Sieg der Perser in der [[Schlacht von Lade|Seeschlacht bei Lade]] 494 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte des Aufstands ==&lt;br /&gt;
Die [[Ionier]] waren zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr., wie zuvor schon die [[Äoler]] und [[Dorer]], als Kolonisten vom [[Griechenland|griechischen]] Festland aus an die Westküste Kleinasiens eingewandert und begründeten dort eine Vielzahl von Städten ([[Ionien]]). Sie gelangten mit See- und Fernhandel – vom [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] über die [[Ägäis]] bis ins östliche Mittelmeer und nach [[Ägypten]] – zu wirtschaftlichem Wohlstand und politischer Bedeutung. Bereits um 800 v. Chr. begründeten sie den [[Ionischer Bund|Ionischen Bund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer kurzen und milden Oberherrschaft unter dem [[Lyder|lydischen]] König [[Krösus|Kroisos]] um 550 v. Chr. folgte bereits 547/546 v. Chr. die Zugehörigkeit zum [[Perserreich|persischen Vielvölkerreich]]. Wenn auch [[tribut]]pflichtig, vermochten die Städte eine gewisse Unabhängigkeit und weitgehende wirtschaftliche Selbständigkeit zu bewahren. Hintergrund dafür waren die persischen Grundsätze, den Gebieten des Reiches so weit als möglich politische Selbstverwaltung zu belassen und das kulturelle und religiöse Eigenleben der Völker unangetastet zu lassen. Die persische „[[Tyrannis]]“ stellte sich, wie in allen 20 Satrapien, als persönlich-feudales Verhältnis dar, nach dem der [[Satrap]] als Statthalter Persiens einheimische Adlige als Vertrauensleute wählte, welche die Macht ausübten und die Tribute eintrieben. Bis zum Ionischen Aufstand wurde dies notgedrungen hingenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 500 v. Chr. nahm Persien die Griechen eigentlich kaum wahr. Der gesamte Westhandel des Reiches lag in den Händen der ionischen Städte – daher waren alle Griechen für die Perser &amp;#039;&amp;#039;„Yaunã“&amp;#039;&amp;#039;, eben „Ionier“. Die Stadt Athen und die Geografie des griechischen Raumes waren ihnen lange Zeit völlig unbekannt. Der Fokus der persischen Expansionspolitik lag unmittelbar westlich vom persischen Kernland: Auf die Eroberung [[Babylonien]]s folgte die Eingliederung ganz [[Mesopotamien]]s, dann [[Syrien]]s und [[Kanaan]]s ([[Phönizien]], [[Palästina (Region)|Palästina]]). Die wenigen Feldzüge im äußersten Westen müssen als wenig geglückte Versuche angesehen werden, dort das Reich über seine natürlichen Grenzen hinaus auszudehnen. Aus [[Ionien|ionischer]] Sicht war der Schaden dieser wenig ambitionierten Expeditionen aber immens, denn die lebenswichtigen Handelsverbindungen waren nun zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen des Aufstands ==&lt;br /&gt;
[[Herodot]] zufolge (5.30ff) war das Aufbegehren der Ionier Folge eines verunglückten Feldzugs und einer politischen Intrige. Nach dem Skythenfeldzug kehrte das persische Heer zurück zu ihrer Schiffsbrücke über die Donau. Die Skythen rieten den Ioniern, die an der Brücke positioniert waren, folgende abzureißen. Doch der Tyrann von Milet, [[Histiaios]], konnte seine Gefolgsleute davon abhalten. Als Dank erhielt er von Dareios die Stadt Myrkinos in [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]]. Jedoch traute der Feldherr [[Megabazos]] der Loyalität nicht und schaffte es, den Großkönig davon zu überzeugen, Histiaios als Berater in Susa einzusetzen. Daraufhin setzte Dareios den Schwiegersohn des Histiaios als neuen Tyrannen ein. Der gerade erst vom Großkönig eingesetzte Tyrann von [[Milet]], [[Aristagoras]], hatte [[Artaphernes]], den Satrapen von [[Sardes|Sardeis]], auf Betreiben naxischer Flüchtlinge zu einem Feldzug gegen [[Naxos]] überredet. Mit der Unterstützung des Perserreiches wurden 200 Schiffe mobilisiert. Jedoch kam es, während der Überfahrt nach Naxos, zum Streit zwischen Aristagoras und dem persischen Kommandanten [[Megabates]], nachdem dieser einen unaufmerksamen Schiffskommandanten bestrafen wollte und Aristagoras dies verhindern konnte. Daraufhin soll Megabates die Naxier gewarnt haben. Somit schlug das Unternehmen nach vier Monaten Belagerung fehl. Aus Angst, dafür zur Verantwortung gezogen zu werden, fiel Aristagoras vom Großkönig ab und suchte Verbündete, um seinen Abfall auf eine breitere Basis zu stellen. Er sorgte dafür, dass sich die Ionier erhoben und die Tyrannen gestürzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlicher Hintergrund wird aber möglicherweise eine schwere wirtschaftliche Krise der Handelsstädte gewesen sein – und es war in der Tat Milet, das besonders schwer getroffen wurde. 525 v. Chr. waren die Perser in Ägypten einmarschiert. Der Handel mit [[Naukratis]], dem einzigen griechischen [[Emporion]] mit dem Privileg des [[Pharao]]s, war zum Erliegen gekommen. Seit dem [[Skythen]]feldzug 513/512 v. Chr. blockierten persische Besatzungen die Passage zum Schwarzen Meer und den dort zahlreichen Kolonien. Der gesamte Import von Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Blei, Zinn, Holz, Salz, Getreide, Fisch und Tierhäuten brach weg. Der nächste Schlag kam 510 v. Chr., als [[Sybaris]] in [[Italien|Süditalien]] von der Nachbarstadt [[Crotone|Kroton]] zerstört wurde und damit auch der Westhandel abriss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Bedingungen wendete sich die innenpolitische Stimmung in den ionischen Städten. Jetzt wurde die Tyrannis als unerträglich drückend empfunden – möglicherweise das Motiv für Aristagoras, rechtzeitig die Seiten zu wechseln und als Tyrann von Milet abzutreten. Die Einschränkung der [[Polis]]autonomie traf zwar von jeher den empfindlichen Nerv des griechischen Selbstverständnisses, nun aber machte man die persische Fremdherrschaft zum zentralen Motiv des Aufbegehrens. Mit den Schlagworten der „ionischen Befreiung“ und der „Befreiung der Griechen vom persischen Joch“ konnte man auf breiten Konsens hoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf des Aufstands ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ionian Revolt Campaign Map-en.svg|miniatur|Militärische Operationen während des Aufstandes.]]&lt;br /&gt;
Zunächst breitete sich der Aufstand wie ein Flächenbrand aus. Er griff auf die benachbarten Regionen über. Überall wurde zum Sturz der Fremdherrschaft und der Wiederherstellung der Polisunabhängigkeit aufgerufen. Aber es gab Probleme: Nach Herodot versuchte Aristagoras, in [[Sparta]] und [[Athen]] für eine Intervention in Kleinasien zu werben. Er beklagte die „Versklavung“ der Griechen und stellte in Aussicht, „die Herrschaft über ganz Asien mühelos zu erlangen“. Aber nur die Poleis Athen und [[Eretria]] entsandten 499/98 v. Chr. kleinere Flottengeschwader von 20 bzw. fünf Schiffen, die weitgehend wirkungslos blieben. 499 v. Chr. konnte zwar die bedeutende Stadt [[Sardeis]], Sitz des örtlichen Satrapen, eingenommen werden, doch auf dem Rückmarsch wurden die Rebellen bereits von persischen Reichstruppen erwartet und geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch war es den Städten bei ihren Beratungen zu Beginn des Aufstands nicht gelungen, den Ionischen Bund durch die Schaffung von Bundesinstitutionen für die politisch-militärischen Auseinandersetzungen zu rüsten. Zudem gab es Skeptiker wie den Geographen [[Hekataios von Milet|Hekataios]], der anhand einer von ihm gefertigten Weltkarte versuchte, die Aussichtslosigkeit eines Kampfes gegen das riesige Weltreich der Perser aufzuzeigen. Nun mobilisierte das Perserreich seine Kräfte und gewann bereits 497 v. Chr. [[Zypern]] zurück. Unter diesem Eindruck waren es letztlich nur noch neun Poleis, die Widerstand leisteten. 494 v. Chr. wurde [[Milet]] nach der [[Schlacht von Lade]] erobert und niedergebrannt. Die Ionier mussten sich dem persischen Großkönig [[Dareios I.]] unterwerfen, der die Rolle Athens in diesem Konflikt nie vergaß und bald darauf eine Strafexpedition gegen die Unterstützer der Rebellen, Athen und Eretria, plante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen des Aufstands ==&lt;br /&gt;
Die Auflehnung der kleinasiatischen Griechen gegen die persische Herrschaft war zweifellos eine politische [[Insubordination]], die aus Sicht der Machtinteressen des Perserkönigs so nicht hingenommen werden konnte. Zwei Umstände sollten aber verheerende Folgen nach sich ziehen. Zum einen tolerierte der Großkönig in keiner Weise, dass persisches Territorium von auswärtigen „Dritten“, den Griechen des Festlands, verletzt worden war. Zum anderen war es während des Aufstandes zu einer umfassenden Schändung persischer Heiligtümer, vor allem in Sardeis, gekommen. Auch nach griechischem Verständnis gab dies das Recht zu Rache und Vergeltung. In den nachfolgenden Perserkriegen bekam das europäische Griechenland die Konsequenzen in voller Härte zu spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kleinasien jedoch schlugen die Perser einen bemerkenswerten Kurs ein. Anstelle von [[Repressalie]]n versuchte Dareios Frieden und Ordnung bei den Völkern seines Reiches wiederherzustellen. Er beorderte ionische Gesandte nach Sardeis und verpflichtete sie zu gegenseitigen Bündnissen, um Recht zu schaffen und Plünderungen zu verhindern. Einige Missstände, die zum Aufstand geführt hatten, ließ er beseitigen und gab auch in der Frage der Polisverfassungen nach, sodass einige Städte zur griechischen [[Demokratie]] zurückkehren konnten. Weiterhin sorgte er durch eine neue [[Kataster]]aufnahme für eine gerechtere Verteilung der steuerlichen Lasten, auch wenn sich an der Gesamtsumme der Tribute dadurch nichts änderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
479 v. Chr. erhoben sich die ionischen Städte erneut und fielen von der persischen Herrschaft ab. Zuvor hatten sich die Perser nach den verlorenen Schlachten bei [[Schlacht von Salamis|Salamis]] und [[Schlacht von Plataeae|Plataiai]] aus Europa zurückziehen müssen und unterlagen nun in der Seeschlacht bei [[Mykale]], dort, wo sich das [[Panionion|Bundesheiligtum der Ionier]] befand, auch in Kleinasien. Der [[Kalliasfrieden]] 449/448 brachte für die folgenden Jahrzehnte einen Ausgleich der Interessensphären, bis das Achämenidenreich in Folge des [[Peloponnesischer Krieg|Peloponnesischen Krieges]] wieder die Kontrolle über die westanatolischen Griechenstädte gewann, die im [[Königsfrieden]] 387/386 bestätigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=NEuM501QZ7M Video über den Verlauf des Ionischen Aufstandes] von Michael Zerjadtk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Perserkriege#Literatur|Perserkriege]]. Hauptquelle ist [[Herodot]] (Herodot, 5,30 ff.).&lt;br /&gt;
* [[Karl-Wilhelm Welwei]]: &amp;#039;&amp;#039;Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert,&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1999, S. 27–31.&lt;br /&gt;
* Josef Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Die Perserkriege&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2013, S. 81–86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4162367-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perserkriege]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand in Griechenland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Malabon</name></author>
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