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	<title>Iokaste - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:13:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Iokaste&amp;diff=94271&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;K7yz3: /* Iokaste in der Medizin */</title>
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		<updated>2026-02-27T15:14:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Iokaste in der Medizin&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der griechischen Mythologie. Andere Bedeutungen sind unter [[Iocaste]] zu finden.}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iokaste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Jokaste&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ἰοκάστη|Iokástē}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epikaste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Gestalt der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]]. Sie war die Tochter des [[Menoikeus (Vater des Kreon)|Menoikeus]] sowie Schwester des [[Kreon (König von Theben)|Kreon]]. Iokaste heiratete den [[Theben (Böotien)|thebanischen]] König [[Laios]] und nach dessen Tod in zweiter Ehe ihren Sohn oder Stiefsohn [[Ödipus]] (Oidipus), mit dem sie nach jüngeren, attischen Sagenversionen zwei Söhne ([[Eteokles]] und [[Polyneikes]]) und zwei Töchter ([[Antigone]] und [[Ismene (Tochter des Oidipus)|Ismene]]) in die Welt setzte. Anderen, älteren, Versionen nach war hingegen [[Euryganeia]] die Mutter dieser Ödipuskinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Iokaste im Mythos ==&lt;br /&gt;
Iokaste, u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Homer]]&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Odyssee&amp;#039;&amp;#039; 11,271 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Pausanias]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pausanias, &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung Griechenlands&amp;#039;&amp;#039; 9,26,3&amp;lt;/ref&amp;gt; Epikaste genannt, ist die Frau des Laios und gilt in den allermeisten erhaltenen Sagenversionen als die leibliche Mutter des Ödipus. Bereits Homers [[Odyssee]] berichtet, dass sich Epikaste erhängt habe und Ödipus danach voller Schmerz weiter über Theben regiert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Odyssee&amp;#039;&amp;#039; 11,275–280&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Epimenides]] war hingegen [[Eurykleia (Tochter des Ekphas)|Eurykleia]] leibliche Mutter des Ödipus und Iokaste die zweite Frau des Laios.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Scholion]] zu [[Euripides]], [[Die Phönikerinnen]] 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in der modernen Forschung gibt es die Vermutung, dass Iokaste in alten Versionen der Sage die Stiefmutter des Ödipus war, während Laios Ödipus mit Eurykleia zeugte, einer Nebenfrau. So vertritt Morris Silver die Ansicht, aus Aussagen Homers&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Odyssee&amp;#039;&amp;#039; 11,271–81&amp;lt;/ref&amp;gt; in Verbindung mit Informationen von Pausanias&amp;lt;ref&amp;gt;Pausanias, &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung Griechenlands&amp;#039;&amp;#039; 9,26,3&amp;lt;/ref&amp;gt; könne abgeleitet werden, dass Epikaste eine jungfräuliche Priesterin und formell Hauptfrau des Laios gewesen sei, Nachkommen aber mit einer Nebenfrau gezeugt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Morris Silver: &amp;#039;&amp;#039;Taking Ancient Mythology Economically.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1992, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Cabanel_Oedipus_Separating_from_Jocasta.jpg|mini|Ödipus trennt sich von Iokaste, Gemälde von &amp;lt;bdi&amp;gt;[[Alexandre Cabanel]]&amp;lt;/bdi&amp;gt; (1843)]]&lt;br /&gt;
Laios wird für den Fall, dass er einen Sohn zeuge, prophezeit, dass dieser ihn töten und seine Frau heiraten werde. Nach anderen Versionen erhält Laios die Prophezeiung, dass der bisher Kinderlose Theben (und sein Leben) erhalten werde, wenn er ohne Nachkommen bliebe. Als Iokaste trotzdem schwanger wird (gemäß einer Tradition, nachdem Laios sie betrunken verführt) und Ödipus gebiert, wird dieser kurz nach der Geburt ausgesetzt. Durch Hirten entdeckt oder übergeben oder am Strand durch [[Periboia (Gattin des Polybos)|Periboia]] gefunden, wächst er bei Pflegeeltern auf, [[Polybos (König)|Polybos]] und seiner Frau [[Periboia (Gattin des Polybos)|Periboia]] (oder, nach späteren Versionen, [[Merope (Gattin des Polybos)|Merope]]), die er lange für seine leiblichen Eltern hält. Später tötet er bei einer – den meisten Sagenversionen zufolge zufälligen – Begegnung den ihm unbekannten Laios, seinen Vater. Nachdem Ödipus anschließend Theben von der Sphinx befreit, erlangt er als Belohnung das Königtum in Theben und Iokaste zur Gattin. Ödipus weiß nichts davon, dass Iokaste seine leibliche (vgl. aber oben!) Mutter ist.&lt;br /&gt;
Als die Wahrheit zu Tage tritt, erhängt sich Iokaste aufgrund der Schande. Dieses Ende Epikastes beschreibt bereits [[Homer]]&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Odyssee&amp;#039;&amp;#039; 11,277–279&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterschiedlichen Versionen zufolge sticht sich Ödipus anschließend mit Iokastes goldenen Spangen die Augen aus oder wird geblendet oder regiert als König von Theben offenbar ungeblendet weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Homer, &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 23,679 f. fällt er in einer Schlacht – so die herrschende Auslegung – und es werden ihm zu Ehren Leichenspiele veranstaltet.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Tragödie &amp;#039;&amp;#039;[[Die Phönikerinnen]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Euripides]] begeht Iokaste jedoch erst Jahre später Selbstmord, als sie erfährt, dass sich ihre Söhne Eteokles und Polyneikes im Zweikampf gegenseitig getötet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der älteren epischen Tradition&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu schon {{Roscher|1,1|1423||Euryganeia|[[Friedrich Adolf Voigt]]|}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; blieb die Ehe zwischen Iokaste und Ödipus kinderlos. Mutter von Eteokles, Polyneikes, Antigone und Ismene war demnach [[Euryganeia]], die zweite Gattin des Ödipus, die er nach dem Tode Iokastes heiratete. Laut Pausanias&amp;lt;ref&amp;gt;Pausanias, &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung Griechenlands&amp;#039;&amp;#039; 3,5,11&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde diese Sagenversion in der [[Oidipodeia]] wiedergegeben. [[Pherekydes von Athen|Pherekydes]] nennt allerdings zwei Söhne aus dieser Verbindung, Phrastor und Laonytos, die in einem Krieg gegen [[Orchomenos]] gefallen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Pherekydes im Scholion zu Eurypides, &amp;#039;&amp;#039;Phoinissen&amp;#039;&amp;#039; 53&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass Ödipus mit Iokaste keine Kinder zeugte, könnte bereits aus einer Angabe Homers hervorgehen, wonach Mutterheirat und Vatermord des Ödipus &amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc|ἄφαρ}}&amp;#039;&amp;#039; aufflogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, Odyssee 11,274&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie &amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc|ἄφαρ|áphar}}&amp;#039;&amp;#039;, das u.&amp;amp;nbsp;a. „bald“ bzw. „sehr bald“, aber auch „plötzlich“ bedeuten kann, zu interpretieren ist, ist seit der Antike umstritten; oft wird auch in der modernen Forschung vertreten, dass diese (Zeit-)Angabe ausschließt, dass der Ehe Kinder entspringen konnten, da Epikaste/Iokaste zu kurz nach Eheschließung verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu ausführlich [[Christiane Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Antigone-Mythos in der antiken Literatur und Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Classica Monacensia. Münchener Studien zur klassischen Philologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Narr, Tübingen 1993, S. 61ff., mit weiteren Belegen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sicher fassbar ist die Variante, in der Iokaste die Mutter der vier bekannten Ödipuskinder ist, erst in den attischen [[Griechische Tragödie|Tragödien]] [[Antikes Griechenland#Klassische Zeit|klassischer Zeit]] (z.&amp;amp;nbsp;B. den [[Sieben gegen Theben]] des [[Aischylos]] und in [[Antigone (Sophokles)|Antigone]] des [[Sophokles]]). Strittig ist, ob bereits in den Textfragmenten des [[Papyrus Lille]], die offenbar eine Version des [[Stesichoros]] wiedergeben, Iokaste als leibliche Mutter gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Der Antigone-Mythos in der antiken Literatur und Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Classica Monacensia. Münchener Studien zur klassischen Philologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Narr, Tübingen 1993, S. 71–78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Iokaste in der Medizin ==&lt;br /&gt;
In der [[Psychoanalyse]] gilt der [[Iokastekomplex]] als Gegenstück bzw. Ergänzung zum [[Ödipuskomplex]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Werner Stangl |url=https://lexikon.stangl.eu/14822/iokaste-komplex |titel=Iokaste-Komplex |werk=lexikon.stangl.eu - Online Lexikon für Psychologie &amp;amp; Pädagogik |hrsg=Werner Stangl |datum=2015-01-25 |sprache=de |abruf=2026-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; also das [[Inzest|inzestuöse]] Verlangen einer Mutter gegenüber ihrem Sohn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Marneros |Titel=Der Iokaste-Komplex |Sammelwerk=Warum Ödipus keinen Ödipus-Komplex und Adonis keinen Schönheitswahn hatte |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2018 |ISBN=978-3-662-56730-2 |DOI=10.1007/978-3-662-56731-9_3 |Seiten=49–60 |Online=http://link.springer.com/10.1007/978-3-662-56731-9_3 |Abruf=2026-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|IX,2|1841|1842|Iokaste 1|[[Erich Bethe]]|RE:Iokaste 1}}&lt;br /&gt;
* {{Roscher|2,1|284|285|Iokaste 1|[[Heinrich Wilhelm Stoll]]|}}&lt;br /&gt;
* [[Otto Höfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Oidipus.&amp;#039;&amp;#039; In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3,1, Leipzig 1902, Sp. 700–746, bes. Sp 703 f., 726–731.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Christlieb: &amp;#039;&amp;#039;Der entzauberte Ödipus, Ursprünge und Wandlungen eines Mythos.&amp;#039;&amp;#039; Nymphenburger, München 1979, ISBN 3-485-01850-3.&lt;br /&gt;
* [[Johanna J. Danis]]: &amp;#039;&amp;#039;Das ödipale Triangulum.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarb. Auflage. München 1989, ISBN 3-925350-26-8.&lt;br /&gt;
* Cassandre Martigny: &amp;#039;&amp;#039;Devenir Jocaste. Naissances et renaissances du personnage, de l’Antiquité à nos jours&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Perspectives comparatistes&amp;#039;&amp;#039;, 149. &amp;#039;&amp;#039;Classique/Moderne&amp;#039;&amp;#039;, 17). Classiques Garnier, Paris 2025, ISBN 9782406182740.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Mythoskop|ID=w1092}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120908360|VIAF=20524263}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königin der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ödipus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theben (Böotien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labdakide]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;K7yz3</name></author>
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