<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Inwohner</id>
	<title>Inwohner - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Inwohner"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inwohner&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T08:49:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inwohner&amp;diff=107517&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freigut am 5. Januar 2025 um 20:45 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inwohner&amp;diff=107517&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-05T20:45:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;lt; mhd. &amp;#039;&amp;#039;inwoner;&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;Inman(n)&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;Inleute&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt; mhd. &amp;#039;&amp;#039;inman&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;inliute&amp;#039;&amp;#039; findet sich) ist eine Bezeichnung mit regional unterschiedlicher Bedeutung. In vielen Gegenden, z.&amp;amp;nbsp;B. in Süddeutschland, in Sachsen und in Österreich, wurden damit im [[Mittelalter]] und in der frühen [[Neuzeit]] Bewohner einer [[Stadt]] bezeichnet, die kein Haus- oder Grundeigentum und damit nicht das [[Bürgerrecht]] besaßen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friderich von Flerssheim |Titel=Weisthum und Gerichtsordnung der Gemeinde Ellerstadt vom Jahr 1555 |Sammelwerk=Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung |Band=3.1 |Datum=1882 |Seiten=199–223 |Online=http://www.degruyter.com/view/j/zrgga.1882.3.issue-1/zrgga.1882.3.1.199/zrgga.1882.3.1.199.xml}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Bedeutungen sind mit dem Begriff des &amp;#039;&amp;#039;[[Inste]]n&amp;#039;&amp;#039; („Einmieter“, &amp;lt; mnd. &amp;#039;&amp;#039;insate, insete&amp;#039;&amp;#039; „Insasse“) oder &amp;#039;&amp;#039;Instmanns&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;Instleute&amp;#039;&amp;#039; (mnd. &amp;#039;&amp;#039;instlude&amp;#039;&amp;#039;) verbunden. Ein weiterer Begriff mit seit dem 17. Jahrhundert ungefähr entsprechendem Bedeutungsspektrum ist derjenige des &amp;#039;&amp;#039;[[Einlieger]]s&amp;#039;&amp;#039; (&amp;lt; mhd. &amp;#039;&amp;#039;inliger, inlëger&amp;#039;&amp;#039;, mnd. &amp;#039;&amp;#039;inligger, inlegher&amp;#039;&amp;#039;, diese Formen aber noch mit abweichender Bedeutung) für weitgehend grundbesitzlose [[Tagelöhner]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Meyers Großes Konversations-Lexikon |Band=5 |Datum=1905 |Kapitel=Einlieger |Seiten=461 |Online=http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-005-0461}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Inwohners ist von dem des [[Hausgenosse]]n zu unterscheiden; unter diesem werden Personen verstanden, die zu dem Hausherrn entweder in einem familienrechtlichen Verhältnis stehen (Ehegatten, Kinder, Tanten) oder als Dienstboten ([[Magd|Mägde]], [[Knecht]]e) von diesem abhängig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= [[Michael Mitterauer]] |Titel=Familie und Arbeitsteilung. Historischvergleichende Studien |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Wien / Köln / Weimar |Datum=1992 |Kapitel=Inwohner – Problem der Familienzugehörigkeit |Seiten=198 |Online=https://web.archive.org/web/20160711181830/http://tocs.ulb.tu-darmstadt.de/19316364.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Begriffsvarianten ==&lt;br /&gt;
In [[Mecklenburg]] bezeichnete man Bewohner der Städte ohne Bürgereigenschaft oder besondere Privilegien als &amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Einlieger&amp;#039;&amp;#039;, wobei das altmecklenburgische Landrecht dem Bürger lediglich einen Hauptnahrungserwerb in Handel, Handwerk oder Gewerbe zubilligte. Aus diesem Grund bildeten sich handwerksähnliche Sonderformen auch für diejenigen [[Ackerbürger|(Acker-)Bürger]] heraus, die im Vollerwerb Landwirtschaft auf städtischem Areal betrieben. Ihre Zahl blieb jedoch in der Gewerbestatistik aller mecklenburgischen Landstädte nachrangig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Instleute]] in Nord- und Nordostdeutschland waren vertraglich an einen Grundeigentümer gebundene Tagelöhner, die für Wohnung, Geld- und Naturallohn arbeiteten. Sie mussten eine zweite Arbeitskraft (den „Scharwerker“) stellen und fungierten so als eine Art Subunternehmer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Meyers Großes Konversations-Lexikon |Band=9 |Datum=1905 |Kapitel=Instleute |Seiten=876 |Online=http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-009-0876}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südwest[[Kurfürstentum Sachsen|sachsen]] war es um 1700 in manchen Orten sogar üblich, von „begüterten Inwohnern“ zu sprechen, womit [[Vollbauer]]n gemeint sein konnten und auch andere Dorfbewohner mit [[Haus]]- und Hofbesitz, in Städten ebenfalls Haus[[besitzer]]. In diesem Gebiet und im [[Vogtland]] wechselt dieser Gebrauch von „Inwohner“ später mit [[Einwohner]], ganz im Sinne des heutigen Begriffes, d.&amp;amp;nbsp;h. jeder beliebige Bewohner eines Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Slowenien]] wurden Inwohner (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;osabeniki&amp;#039;&amp;#039;) als Arbeitskräfte in Weinbergen angesiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Method Dolenc |Titel=Die niedere Volksgerichtbarkeit unter den Slovenen von Ende des 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts |Sammelwerk=Jahrbücher für Kultur und Geschichte der Slaven. Neue Folge |Band=5 |Nummer=3 |Datum=1929 |Seiten=299–368 |JSTOR=41039938}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang sind auch die in der [[Schweiz]] gebräuchlichen Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Beiwohner&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Beisassen|Beisasse]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;medewohner&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;non-positus&amp;#039;&amp;#039; zu erwähnen, die darauf abstellen, dass diese Einwohner einer Gemeinde nicht das volle Bürgerrecht besitzen, aber durch das Beisassenrecht gewisse Rechte und Verpflichtungen haben. Diese Beisassen können durchaus finanziell bedeutende Personen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechte und Pflichten eines Inwohners ==&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden zumeist besitzlose Bewohner einer Stadt, die nicht das Bürgerrecht hatten, &amp;#039;&amp;#039;Inwohner&amp;#039;&amp;#039; genannt. Diese mussten sich als Tagelöhner bei einer Herrschaft oder einem Betrieb (etwa einer Brauerei) – ohne dort fest angestellt zu sein – ihren Lebensunterhalt erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Heiraten von Inwohnern mussten in Bezug auf die Zuständigkeit von Geistlichen besondere Regeln beachtet werden, da der Wohnort nicht durch Haus- oder Grundbesitz festgelegt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann N. Schneid |Titel=Das Brautexamen, die Eheeinsegnung, die Jubelehe und das Verfahren der katholischen Kirche bei Aufnahme eines fremden Religionsgenossen in ihre Gesellschaft. Ein Hilfsbuch zunächst für angehende Geistliche und Seelensorger. Mit einer Zugabe von Tauf- und Leichenreden |Verlag=G. Joseph Manz, Regensburg/Landshut |Datum=1835 |Seiten=10 |Online=https://books.google.co.uk/books?id=VEBFAAAAcAAA}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den regionalen [[Thaiding]]&amp;amp;shy;ordnungen werden die Verpflichtungen, denen ein &amp;#039;&amp;#039;Inman&amp;#039;&amp;#039; und dessen Hausherr &amp;#039;&amp;#039;(Wirth)&amp;#039;&amp;#039; nachkommen muss, genannt. Dem [[Edelsitz Lustenfelden|Lustenfeldener]] [[Urbar (Verzeichnis)|Urbar]] von 1635 sind beispielsweise folgende Verpflichtungen zu entnehmen:&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Wilflingseder, 1952, S. 103–105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder [[Untertan]] war verpflichtet, spätestens nach 14 Tagen mit einer aufgenommenen Person bei der [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]] zu erscheinen, diese Person einschreiben zu lassen und dafür eine [[Bürgschaft]] zu übernehmen. War der Inman früher einer anderen [[Obrigkeit]] unterstellt, musste er von dort seinen letzten Abschied mitbringen und dann der Herrschaft das &amp;#039;&amp;#039;Angelüb&amp;#039;&amp;#039; leisten. Dieses war mit der Zahlung eines &amp;#039;&amp;#039;Auffahrtgeldes&amp;#039;&amp;#039; verbunden (damals acht [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]]). Nach dem Einzug bei dem Hauswirt mussten jedes Jahr zwei [[Schilling]]e Steuer und ein [[Gulden]] [[Frondienst|Robotgeld]] gereicht werden. Wurden diese Abgaben nicht rechtzeitig bezahlt, so hatte der Hausherr dafür einzustehen. Wenn der Inmann auszog, so hatte er um Streichung anzusuchen und ein &amp;#039;&amp;#039;Abfahrtgeld&amp;#039;&amp;#039; zu zahlen. Dieses entfiel, wenn der Inmann innerhalb der Herrschaft verblieb. Wurde der Auszug verschwiegen, so machten sich sowohl der Inmann wie auch der Hauswirt strafbar. Verboten war die Aufnahme eines Dienstbotenverhältnisses zum Schein und somit die Verschleierung des Inmanverhältnisses. Verstarb ein Inman, so mussten für ihn verschiedene Taxen aus seinem Nachlass bezahlt werden (Fallfreigeld, Teilspruchgeld, Spitalkosten, Pfleger-, Schreiber- und Amtmanntaxe). Hingegen waren die Inleute in der Regel von den landesfürstlichen Abgaben befreit (Landsteuer, Rüstgeld etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist in diesem österreichischen Beispiel die Zunahme der Inmanverhältnisse im 17. und 18. Jahrhundert, was in [[Linz]] sogar zur Errichtung von Miethäusern mit mehreren Wohnparteien führte. Durch diese Zuzüge bildete sich bereits im vorindustriellen Zeitalter im städtischen Bereich ein städtisches [[Proletariat]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Wilflingseder]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Herrschaft Lustenfelden bei Linz (Kaplanhof).&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sonderpublikationen zur Linzer Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;). Buchverlag der Demokratischen Druck- und Verlags-Gesellschaft, Linz 1952, S. 102–105.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
	</entry>
</feed>