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	<title>Investivlohn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:55:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Investivlohn&amp;diff=46643&amp;oldid=prev</id>
		<title>185.109.154.102 am 16. Mai 2025 um 18:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-16T18:08:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Investivlohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Teil des [[Arbeitsentgelt]]s, der nicht als [[Geld]] an den [[Arbeitnehmer]] ausgezahlt wird, sondern in Form einer Beteiligung am [[Arbeitgeber]]-[[Unternehmen]] oder an anderen Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach verschiedenen Konzepten werden im Rahmen eines Investivlohns ein Teil von zukünftigen Lohnerhöhungen über [[Belegschaftsaktie]]n, [[Wandelanleihe]]n, Aktien[[Wertpapierdepot|depots]] oder überbetriebliche [[Investmentfonds|Kapitalanlagegesellschaften]] angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Investivlohn als Form der Mitarbeiterkapitalbeteiligung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht im idealen Fall also um die Beteiligung des Mitarbeiters am [[Produktivvermögen]], beispielsweise durch [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]-Anteile oder [[Aktien]]. Investivlohn ist eine Mitarbeiter[[kapitalbeteiligung]]; Mitarbeiter beteiligen sich dabei über Aktien oder Unternehmensanteile an dem Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Diskussion in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Investivlohn ist seit den 1950er Jahren immer wieder Teil der politischen Diskussion. Das Konzept wurde auch von der [[Programmkonferenz]] der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] im Jahr 2006 diskutiert. Als Modell findet der Investivlohn mittlerweile auch bei der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] verstärkt Zustimmung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Soziale Kapitalpartnerschaft – für mehr Arbeitnehmerbeteiligung an Gewinn und Kapital&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 116&amp;amp;nbsp;kB) |url=http://www.dresden2006.cdu.de/download/060904_antrag_pt_mitarbeiterbeteiligung.pdf |wayback=20131124161840}}, Antrag des Bundesvorstandes der CDU Deutschlands an den 20. Parteitag am 27./28. November 2006 in Dresden&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2007 forcierte die SPD die Debatte. Sie schlug einen sogenannten „Deutschlandfonds“ vor, über den Arbeitnehmer indirekt an ihrem Unternehmen Anteile kaufen können. In den Fonds sollen anstatt Gehaltsbestandteilen Bonus- oder Extrazahlungen fließen und die indirekte Beteiligung soll vor dem Risiko von Pleiten schützen. Die Union dagegen favorisiert in ihrem „Konzept für soziale Kapitalpartnerschaft“ eine direkte Beteiligung der Arbeitnehmer am Firmenkapital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Beispiel ist dabei die Geburtstagsaktie, jeder Mitarbeiter erhält zu seinem Geburtstag eine Aktie des Unternehmens geschenkt, wie es einmal bei dem Unternehmen [[Thyssenkrupp]] diskutiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialethische Begründung ==&lt;br /&gt;
In der christlichen Soziallehre&amp;lt;ref&amp;gt;So [[Ursula Nothelle-Wildfeuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsethik&amp;#039;&amp;#039;, in: Clauß Peter Sajak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christliches Handeln in Verantwortung für die Welt.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2015 (UTB 4312), ISBN 978-3-8252-4312-8, S. 183 (193)&amp;lt;/ref&amp;gt; wird für den Investivlohn plädiert unter Berufung auf das „Prinzip des Vorrangs der Arbeit vor dem Kapital“ ([[Johannes Paul II.]]) und einer sich daraus ergebenden Forderung, die Antinomie von Kapital und Arbeit zu überwinden und die Möglichkeit zu schaffen, dass der Arbeitende „das Bewußtsein behalten kann, im eigenen Bereich zu arbeiten“ ([[Laborem exercens|Laborem exercens, Nr. 15]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Aspekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Wirtschaftswissenschaften]] werden eine Reihe möglicher Wirkungen von Investivlöhnen (teilweise kontrovers) diskutiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Investivlohn und Sparquote ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Voraussetzung, dass der Investivlohn über eine Kapitalbeteiligung realisiert wird, geht man üblicherweise von einem geringfügig positiven Zusammenhang zwischen [[Sparquote]] und Einführung eines Investivlohns aus. Insbesondere einkommensschwache Bevölkerungsschichten werden dadurch gezwungen ihre Sparquote zu erhöhen, weil sie den Investivlohn nicht verwenden können, um zu konsumieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-duisburg.de/FB5/VWL/MIKRO/material/ws0506/Lektion%2009.pdf Erwin Amann, Uni Duisburg: Skript Mikroökonomie]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Investivlohn und Portfoliotheorie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Portfoliotheorie]] von [[Harry M. Markowitz]] ist der Investivlohn kritisch zu sehen. Dass Mitarbeiter Teile ihres [[Kapital]]s in das Unternehmen investieren, in dem sie bereits angestellt sind, erhöht ihr Einkommensrisiko. Da die beiden Einnahmequellen &amp;#039;&amp;#039;Investivlohn&amp;#039;&amp;#039; und Bezahlung vollständig positiv korreliert sind, erhöht sich nach Markowitz die Portfolio-Varianz des Mitarbeiters. Die Portfoliotheorie kann jedoch nicht wichtige motivationale Aspekte des Investivlohns erklären, die je nach Effekt auch Risiken senken können, da höhere Leistung von allen Mitarbeitern erbracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demotivation durch Investivlohn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Götz Werner]] erkennt in Investivlöhnen ein demotivierendes Moment:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „&amp;#039;&amp;#039;Die Menschen müssen ein ausreichendes Einkommen haben. Der Investivlohn ist ja etwas, was sie eigentlich nur abhängig macht.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
: „&amp;#039;&amp;#039;[…] Identifizieren und Binden ist etwas Unterschiedliches. Der Investivlohn würde vielleicht binden, aber deswegen muss er noch lange nicht identifizieren. Und die Menschen müssen sich identifizieren mit ihrer Arbeit, mit dem was sie tun. Die Menschen müssen ja frei sein in dem, was sie tun. Sie müssen frei sein, das zu tun, was sie für sinnvoll erachten und wo sie sich mit identifizieren können.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Interview im Rahmen der Sendereihe [http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/tacheles/578125/ „Tacheles“ beim Deutschlandradio] auf dradio.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem „Verdrängungseffekt“ kann Investivlohn auch als motivierend betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Hier ist zum einen der Effekt der erfahrenen [[Partizipation]] zu berücksichtigen und zum anderen die [[Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie|VIE-Theorie]]. Nach dieser Motivationstheorie trägt das System des Investivlohns zu einer höheren Instrumentalität (Secondary Goal) der Arbeit bei, wodurch die Motivation gesteigert sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://iab.de/infoplattform/mitarbeiterbeteiligung |text=IABInfoSpezial zum Thema &amp;#039;&amp;#039;„Gewinn- und Kapitalbeteiligung von Beschäftigten“&amp;#039;&amp;#039; mit Veröffentlichungen, Forschungsprojekten, Institutionen und weiterführenden Links |wayback=20111011073555}} auf iab.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.verdi-bub.de/standpunkte/archiv/investivlohn |text=ver.di Bildung + Beratung: &amp;#039;&amp;#039;Investivlohn – Pro und Kontra&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070928211152}} auf verdi-bub.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitarbeiterbeteiligungen am Produktivvermögen – Ein Wegweiser für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.&amp;#039;&amp;#039; Bonn, Berlin 1998.&lt;br /&gt;
* Rüdiger Eschenbach, Walter Heering: &amp;#039;&amp;#039;Mitarbeiterkapitalbeteiligung – Managementkonzepte und innovative Beteiligungsformen.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Management-Wissen Führungskompetenz.&amp;#039;&amp;#039; Metropolitan-Verlag, Düsseldorf 2001, S.&amp;amp;nbsp;199–215.&lt;br /&gt;
* Rosemarie Fiedler-Winter: &amp;#039;&amp;#039;Innovative Mitarbeiterbeteiligung – Der Königsweg für die Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Lech 1998.&lt;br /&gt;
* verdi: &amp;#039;&amp;#039;Investivlohn – Trostpflaster für Lohnverzicht?&amp;#039;&amp;#039; Wirtschaftspolitische Informationen 5/06, November 2006 {{Webarchiv |url=http://wipo.verdi.de/wirtschaftspolitische_informationen/data/06_05_Investivlohn.pdf |text=(PDF) |wayback=20131125052657}}&lt;br /&gt;
* Heinz-J. Bontrup: &amp;#039;&amp;#039;Gewinn- und Kapitalbeteiligung.&amp;#039;&amp;#039; Eine mikro- und makroökonomische Analyse, Gabler Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-409-11784-9.&lt;br /&gt;
* Heinz-J. Bontrup: &amp;#039;&amp;#039;Gewinn- und Kapitalbeteiligung.&amp;#039;&amp;#039; Instrumente für eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung gegen das Investitionsmonopol des Kapitals, in: Frank Lorenz, Günter Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Raus aus der Krise!&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2009, ISBN 978-3-89965-326-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkommen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitarbeiterbeteiligung]]&lt;/div&gt;</summary>
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