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	<title>Investitur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T11:41:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Investitur&amp;diff=35435&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;El Cazangero: /* Ursprung */ Absatz überschrieben</title>
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		<updated>2025-08-15T04:04:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursprung: &lt;/span&gt; Absatz überschrieben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Investitur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|&amp;#039;&amp;#039;vestire&amp;#039;&amp;#039;}} ‚bekleiden‘) bezeichnet die Praxis der [[Amtseinführung|Einweisung in ein Amt]] oder das [[Eigentumsrecht]] an [[Grundbesitz]]. Entscheidend für die Investitur ist die Benutzung von [[Insigne|Symbolen]], welche bei dem entsprechenden Akt überreicht werden. Der Streit um die kirchliche Investitur bzw. Einweisung von [[Kleriker]]n mündete im [[Investiturstreit]] (etwa 1075 bis 1122). Investituren finden in der Gegenwart noch statt bei den Amtseinführungen von [[Rektor#Akademische Ämter|Universitäts- bzw. Hochschulrektoren]], von Pfarrern der [[Evangelische Landeskirche|evangelischen Landeskirchen]] in [[Evangelische Landeskirche in Baden|Baden]] und [[Evangelische Landeskirche in Württemberg|Württemberg]] sowie eher selten bei der [[Einkleidung]] von höheren Ämtern in [[Aristokratie]] und [[Staatswesen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Investitur&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich „Einkleidung“, wobei &amp;#039;&amp;#039;vestitus&amp;#039;&amp;#039; eher die „[[Tracht (Kleidung)|Tracht]]“ bezeichnet) bezog sich auf die [[Amtskleidung]] und entstand als Gegenbegriff zu &amp;#039;&amp;#039;revestire&amp;#039;&amp;#039;, im [[Kirchenwesen]] für eine rechtmäßige Rückgabe. Um die erste Jahrtausendwende tauchte vereinzelt das Verbum &amp;#039;&amp;#039;investire&amp;#039;&amp;#039; auf; der substantivierte positive Begriff &amp;#039;&amp;#039;investitura&amp;#039;&amp;#039; entstand um 1065.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Die Investitur entspringt der [[altgermanisch]]en ([[Franken (Volk)|fränkischen]]) [[Übereignung]] veräußerter (ahd. &amp;#039;&amp;#039;sala&amp;#039;&amp;#039;, engl. &amp;#039;&amp;#039;sale&amp;#039;&amp;#039;) Grundstücke durch die Übergabe eines symbolischen Gegenstands, etwa eines Handschuhs, Kesselhakens, Stocks (&amp;#039;&amp;#039;festuca&amp;#039;&amp;#039;), bei Kirchen eines Glockenseils.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Richard Schröder (Jurist)|Richard Schröder]] | Titel=Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte | Auflage=7 | Ort=Berlin und Leipzig | Jahr=1932 | Seiten=303-305 | Online=https://digital.ulb.hhu.de/ihd/content/pageview/3425094}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Investitur im Investiturstreit ==&lt;br /&gt;
=== Investituranspruch auf Hochkirchen ===&lt;br /&gt;
Mit der Herrschaft über einen Grundbesitzer erhob der König natürlich auch den Anspruch auf dessen Investiturrecht. Das Eigenkirchenwesen galt mithin als Rechtfertigung. Einfluss auf Bischofswahlen nahmen Könige jedoch schon, bevor es den Investiturbegriff oder das Eigenkirchenwesen gab. Neben der Berufung auf das Eigenkirchenrecht war die [[Sakralkönigtum|sakrale Würde des Königs]] ein Status, auf welchen er sich zusätzlich berufen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die [[Merowinger]] investierten Bischöfe, doch erst die [[Karolinger]] überreichten hierbei den [[Krummstab|(Krumm-)Stab]], ein Hinweis auf das [[Bischof#Römisch-katholische Kirche|Hirtenamt]] und eine Imitation der [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]]. Seit [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] wurde diese Übergabe zur Regel. Gesteigert wurde dies durch die zusätzliche Überreichung des [[Bischofsring]]s als Lehrsymbol, ebenfalls eine ursprünglich [[geistlich]]e Befugnis, durch [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik im Rahmen der Kirchenreformen ===&lt;br /&gt;
Die Kritik an der Investitur als solche entstand vergleichsweise spät in der Zeitspanne des Investiturstreits während der [[Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts]]. Im Fokus standen bis 1078 hauptsächlich [[Simonie]] und [[Nikolaitismus]]. Kritisiert wurden folglich die Nebeneffekte der Einflussnahme weltlicher Mächte auf kirchliche Ämter ([[Laieninvestitur]]), nicht aber die Praxis selbst. Dies zeigt sich an Formulierungen [[Konzil|synodaler]] Beschlüsse und der Datierung des ersten tatsächlich rechtsfähigen Investiturverbots für Laien im Jahr 1078, also &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dem [[Gang nach Canossa]]. Im Rahmen der Absichten der Kirchenreform steht an vorderer Stelle die Ausweitung und Sicherung der Vormacht Roms in der christlichen Welt. Die Ausrottung simonistischer Praktiken musste daher der erste Schritt sein, da ein solcher feudale Bindungen lösen und neu mit Rom verbinden konnte. Die Praxis, Bischöfe zu entheben und neu – diesmal in der Gnade Roms – einzusetzen wurde häufiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanonische Wahl ===&lt;br /&gt;
Die Erneuerung der [[Kanonisches Recht|kanonischen]] Wahl, sprich der Wahl durch Volk und Klerus, vor allem nach 1059, als durch das [[Papstwahldekret]] der Einfluss des Königs auf den Papst gemindert worden war, stellte eine gute Möglichkeit für den Papst dar, eigenen Einfluss herzustellen. Faktisch investierte der König weiter, wobei ihm die simonistischen Vorteile, wie finanzielle Unterstützungen und Unterwerfung, immer weiter entzogen wurden und er von nun an auf die Zustimmung Roms durch den [[Metropolit]]en warten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbote der Investitur für Laien ===&lt;br /&gt;
Zu Unterscheiden bei der Frage der Laieninvestitur ist:&lt;br /&gt;
* Investitur durch einen Laien (König) an einen Kleriker (Reichsbischof)&lt;br /&gt;
* Investitur durch einen Kleriker an einen Laien (z.&amp;amp;nbsp;B. das Erkaufen einer Lehrstelle im [[Kloster]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss demnach ebenfalls unterschieden werden, ob sich das Verbot an&lt;br /&gt;
* einen investierenden Laien (1),&lt;br /&gt;
* einen Kleriker, der einen Laien investiert (2),&lt;br /&gt;
* einen Laien, der die Investitur erhält (3), oder&lt;br /&gt;
* einen Kleriker, der von einem Laien die Investitur erhält (4),&lt;br /&gt;
richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1078 – und damit &amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039; dem [[Gang nach Canossa]] – wurde dem Klerus auf einer [[Partikularkonzil|Synode]] in [[Poitiers]], Frankreich, explizit verboten, von Laien investiert zu werden (somit der 4. Fall). Ein rechtsfähiges Verbot der Investitur direkt und explizit an den investierenden Laien gerichtet, d. h. implizit: den König, (Fall Nr. 1) erhob man erst ab 1080 auf der damaligen [[Fastensynode]]. Der signifikante Unterschied ist, dass sich der Papst 1078 an Kleriker wandte, also die Gruppe, über welche er rechtliche Autorität besitzt. 1080 jedoch wandte er sich an Laien, womit er in die weltliche Sphäre eingriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Wormser Konkordat]] akzeptierte Kaiser [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]] den Anspruch des [[Papst]]es auf das Recht der Investitur und verzichtete auf die Investitur mit Ring und Stab. Im Gegenzug räumte Papst [[Calixt II.]] ein, dass die Wahl der deutschen [[Bischof|Bischöfe]] und [[Abt|Äbte]] in Gegenwart kaiserlicher Abgeordneter verhandelt, der Gewählte aber mit den [[Regalien]], die mit seinem geistlichen Amt verbundenen waren, vom Kaiser durch das [[Szepter]] belehnt werden solle.&amp;lt;ref&amp;gt;Das änderte sich auch in der Regierungszeit Lothars III., des Nachfolgers Heinrichs V., nicht. Vgl. Classen, Peter: Das Wormser Konkordat in der deutschen Verfassungsgeschichte, in: Fleckenstein, Josef (Hrsg.): Investiturstreit und Reichsverfassung, Sigmaringen 1973, S. 411–460, hier S. 422ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehnsrechtliche Investitur ==&lt;br /&gt;
Nach dem Investiturstreit fand der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Investitur&amp;#039;&amp;#039; verstärkt Anwendung auf [[Lehnswesen|lehnsrechtlicher]] Ebene. Das bedeutet, mit der Investitur wurde die Lehnsbindung eines [[Vasallen]] an seinen Lehnsherrn verbildlicht. Das entsprechende Prozedere konnte variieren, erwähnt seien [[Treueeid]], [[Handgang]] oder das Einlegen der gefalteten Hände in die des Lehnsherrn. Auch wurde die Amtseinsetzung von höheren Weltlichen, z.&amp;amp;nbsp;B. einem König als Investitur bezeichnet. Die [[Oeconomische Encyclopädie|Ökumenische Enzyklopädie]] von [[Johann Georg Krünitz|J.G. Krünitz]] (1773–1858) schreibt: „In [[Pfründe]]nsachen, heißt Investitur eigentlich der feyerliche Actus, wodurch bescheiniget und bekräftiget wird, daß der Collator der an das Subject quaest. vergebenen Pfründe das Recht gehabt habe, diese Pfründe zu besetzen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
* Das Wort „Investitur“ erscheint zwar nicht im [[Codex Iuris Canonici|Kodex des kanonischen Rechts]], dennoch wird es im Partikularrecht verwendet. So etwa in der Regelung der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Investitur eines Pfarrers für die Gemeinden einer Seelsorgeeinheit. Ebenso findet das Wort Gebrauch in den sowohl kirchlichen als auch weltlichen [[Ritterorden]], bei denen die Aufnahme neuer Ordensritter in Form einer Investitur stattfindet.&lt;br /&gt;
* In der [[Evangelische Kirche|evangelischen Kirche]] existiert die Investitur in der Form, dass ein [[Pfarrer]] oder eine Pfarrerin nach der [[Ordination]] durch die [[Gemeinde]] anerkannt wird. Dies geschieht in einem Investitur[[gottesdienst]] und ist oft mit der Übergabe von [[Symbol]]en verbunden.&lt;br /&gt;
* Im weltlichen Bereich wird vor allem die Einweisung eines [[Rektor]]s in sein Amt an einer [[Universität]] als Investitur bezeichnet. Dies geschieht in feierlichem Rahmen und für gewöhnlich in Präsenz [[Minister|ministerialer Repräsentanten]].&lt;br /&gt;
* Im [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] ist die Mitwirkung an der eigentlichen Wahl, wie es im Mittelalter vorkam, explizit verboten ({{Art.|140|GG|dejure}} GG, [https://de.wikisource.org/wiki/Weimarer_Verfassung#Dritter_Abschnitt:_Religion_und_Religionsgesellschaften WV 137,3]).&lt;br /&gt;
* Im säkularen englischen Sprachgebrauch wird &amp;#039;&amp;#039;investiture&amp;#039;&amp;#039; häufig für die Einsetzung amerikanischer Richter in den [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten]] (&amp;#039;&amp;#039;Supreme Court of the United States&amp;#039;&amp;#039;) gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
* [[Urban II.]]&lt;br /&gt;
* [[Devestitur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Laudage]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Investiturstreit. Quellen und Materialien&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln 1990, ISBN 3-412-28205-7.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schieffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des päpstlichen Investiturverbots für den deutschen König&amp;#039;&amp;#039;. Hiersemann, Stuttgart 1981, ISBN 3-7772-8108-5.&lt;br /&gt;
* Marion Steinicke: &amp;#039;&amp;#039;Investitur- und Krönungsrituale. Herrschaftseinsetzungen im kulturellen Vergleich&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2005, ISBN 3-412-09604-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|8|1011|spezialkapitel=Investitur}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/j/kj01097.htm &amp;#039;&amp;#039;Investitur&amp;#039;&amp;#039;] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Oeconomische Encyclopädie|Oeconomischen Encyclopädie online]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=https://recht.drs.de/fileadmin/Rechtsdoku/2/4/1/07_03_01.pdf | wayback=20170224113745 | text=Ordnung der Investitur eines Pfarrers}} In: [https://recht.drs.de/ recht.drs.de]. 2. Februar 2007, archiviert vom Original am 24. Februar 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;El Cazangero</name></author>
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