<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Invalidens%C3%A4ule</id>
	<title>Invalidensäule - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Invalidens%C3%A4ule"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Invalidens%C3%A4ule&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T23:21:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Invalidens%C3%A4ule&amp;diff=618593&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Invalidens%C3%A4ule&amp;diff=618593&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-12-01T17:25:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berlin Invalidensaeule ZfB.jpg|mini|hochkant=1.2|Aufriss der Invalidensäule aus der [[Zeitschrift für Bauwesen]] 1853]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Invalidensäule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, offiziell das &amp;#039;&amp;#039;National-Krieger-Denkmal&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB.1875&amp;quot;&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1875|1856|National-Krieger-Denkmal|Teil=Teil 4, Sehenswürdigkeiten|Seite=170}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] für alle in den Kämpfen der Jahre 1848 und 1849 gefallenen Angehörigen der [[Königreich Preußen|preußischen]] Armee, umgeben von den Gräbern der 18 während der [[Barrikadenaufstand|Märzkämpfe]] in Berlin gefallenen Soldaten. Die Säule stand im [[Berlin]]er [[Invalidenpark]], in der heutigen Habersaathstraße, etwa 60&amp;amp;nbsp;m vor deren Einmündung in die Scharnhorststraße auf einem Rondell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach seiner Aufstellung galt das Denkmal als eines der preußischen [[Nationaldenkmal|Nationaldenkmäler]]. Die Eigenschaft, Verehrungsstätte des Einsatzes der Armee gegen die [[Deutsche Revolution 1848/49]] zu sein, engte seine gesellschaftliche Bedeutung ein. Ins „öffentliche Bewußtsein“ Berlins hatte es sich nie „eingegraben“.&amp;lt;ref&amp;gt;So [[Laurenz Demps]] (Literaturliste), S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
In der allgemeinen Versöhnungsstimmung nach den blutigen Kämpfen vom 18. und 19.&amp;amp;nbsp;März hatte die [[Berliner Stadtverordnetenversammlung]] beschlossen, alle Opfer, Aufständische und Soldaten, Seite an Seite zu bestatten. Der Beschluss konnte jedoch gegen den Widerstand &amp;#039;&amp;#039;unterbürgerlicher Schichten&amp;#039;&amp;#039; und der preußischen Armeeführung nicht durchgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Hachtmann: &amp;#039;&amp;#039;Berlin 1848. Eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Bonn 1997, ISBN 3-8012-4083-5, S. 214 f., auch zum Folgenden&amp;lt;/ref&amp;gt; Es fanden an den Folgetagen unter jeweils großer allgemeiner Anteilnahme feierliche Beisetzungen der zivilen Toten auf dem [[Friedhof der Märzgefallenen]] und der Soldaten auf dem [[Invalidenfriedhof]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr nach den Märzkämpfen vermissten &amp;#039;&amp;#039;vaterländische&amp;#039;&amp;#039; Kreise ein Gegenstück zum Friedhof der Märzgefallenen. Unter Federführung eines privaten Vereins, der in den Territorien [[Herzogtum Berg|Berg]] und [[Grafschaft Mark|Mark]] entstanden war, wurden Spenden für die Schaffung eines Friedhofs gesammelt, an dem die toten Soldaten zusammengeführt und mit einem Denkmal geehrt werden sollten, denn außer den 15 Beerdigten auf dem Invalidenhof hatten ein Offizier und zwei Soldaten einzelne Ruhestätten auf anderen Friedhöfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Strauch: &amp;#039;&amp;#039;Das Invalidenhausviertel in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Quelle und Meyer, Leipzig 1912, S. 47 f. (= Diesterweg-Stiftung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berliner Heimatbücher&amp;#039;&amp;#039;, 3.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe des Jahres 1849 entwickelte sich angesichts der Einsätze der preußischen Armee im [[Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851)|Krieg des Deutschen Bundes mit Dänemark]], gegen den [[Dresdner Maiaufstand]] und die Revolutionen in der [[Pfälzischer Aufstand|Pfalz]] und [[Badische Revolution|Baden]] die Idee, an dieser Grabstätte alle dabei gefallenen preußischen Soldaten zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Grundstein des Denkmals legte am 18.&amp;amp;nbsp;Juni 1850, dem „Tag von [[Schlacht bei Fehrbellin|Fehrbellin]] und [[Schlacht bei Waterloo|Belle Alliance]]“, König [[Friedrich Wilhelm IV.|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;IV.]] Die Säule wurde nach Entwürfen von Berthold Brunckow in den Jahren 1850–1854 unter der Leitung von [[August Soller]] und [[Friedrich August Stüler|August Stüler]] errichtet. Die Einweihung fand am 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1854, dem 41. Jahrestag der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] statt, wieder in Anwesenheit des Königs, der als Spender alle noch offenen Rechnungen ausgeglichen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenknaald in het Invalidenpark, Berlijn Denksäule im Invalidenpark. Berlin (titel op object) Ansichten von Deutschland Berlin und Potsdam (serietitel op object), RP-F-F13304.jpg|mini|400px|&amp;#039;&amp;#039;Denksäule im Invalidenpark&amp;#039;&amp;#039;, Aufnahme von [[Johann Friedrich Stiehm|J.&amp;amp;nbsp;F. Stiehm]] um 1870]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Auf einem 5,96&amp;amp;nbsp;m hohen [[Granit]]-Unterbau erhob sich ein über 33,70&amp;amp;nbsp;m hoher, dreifach gegürteter Zylinder aus [[Kannelierung|kannelierten]] [[Gusseisen]]-Platten, der einen [[Schmiedeeisen|Schmiedestahlzylinder]] umkleidete. Die doppelwandige Säule mit einem unteren Durchmesser von 2,53&amp;amp;nbsp;m wog 70&amp;amp;nbsp;[[Tonne (Einheit)|Tonnen]]. Sie hatte ein [[Korinthische Ordnung|korinthisches]] Kapitell, das als Aussichtsplattform gestaltet war. Auf ihr breitete ein Adler aus [[Zinkguss]] seine Schwingen aus. Diese [[Adler (Wappentier) #Preußischer Adler|Adlerskulptur]], ein Symbol für Preußen und die Monarchie der [[Hohenzollern]], war annähernd zwei Meter hoch und hatte eine Flügelspannweite von etwa acht Metern. Sie ging auf einen Entwurf von August Kriesmann zurück. Die Plattform, die „eine großartige Aussicht über die Stadt“ bot, war über eine Wendeltreppe mit 189 Stufen im Inneren der Säule, das durch Öffnungen in den Gurten beleuchtet wurde, erreichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Daten in &amp;#039;&amp;#039;Berlin und seine Bauten&amp;#039;&amp;#039; (Literaturliste) und bei Demps (Literaturliste), S. 93–96, Konstruktionszeichnungen S. 94–95, Lageplan S. 150–151, immer mit Nachweisen&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Aussicht siehe [[Hermann Müller-Bohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Denkmäler Berlins in Wort und Bild. Ein kunstgeschichtlicher Führer&amp;#039;&amp;#039;. I. M. Spaeth, Berlin 1905, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Säulenschaft befanden sich drei [[Relief|Zinkgussreliefs]] von [[Albert Wolff (Bildhauer)|Albert Wolff]] mit [[Allegorie|symbolischen]] Motiven: Borussia tröstet die Hinterbliebenen und nimmt den Besiegten die Waffen ab; [[Minerva]] krönt einen der heimgekehrten Sieger; die Bräute trauern am Grabmal der Gefallenen. Die Vorderseite des [[Piedestal]]s zeigte ein großes [[Medaillon (Ornament)|Medaillon]] mit dem Reliefporträt Friedrich Wilhelms&amp;amp;nbsp;IV. und die Inschrift:&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB.1875&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=National-Krieger-Denkmal zum Gedächtniss der in den Jahren 1848 und 1849 treu ihrer Pflicht für König und Vaterland Gesetz und Ordnung gefallenen Brüder und Waffengenossen errichtet durch den Unterstützungs-Verein von Berg und Mark am 18. Juni 1852.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Inschrift an der Säule lautete: „Die Armee rettete durch ihre Treue das Vaterland.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 18 Grabstätten umgaben eine etwa fünf Meter hohe dreiseitige Steinmauer, auf der innen 38 Marmortafeln die Namen der 475 Gefallenen trugen, und ein abschließbares Eisengitter. Die Denkmalsanlage war tagsüber geöffnet. Die Besteigung der Säule ermöglichte der Pförtner des nahegelegenen [[Invalidenhaus Berlin|Invalidenhauses]] gegen eine Spende an den Reichsinvalidenfond.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen zur Besichtigung und zum Besuch der Aussichtsplattform befinden sich in den bis 1936 erschienenen &amp;#039;&amp;#039;[[Baedeker-Reiseführer]]n&amp;#039;&amp;#039; für Berlin und &amp;#039;&amp;#039;Nordost-Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Der Reichsinvalidenfonds existierte von 1873 bis 1911, so enthält der 1914 erschienene Baedeker nur die nötige Meldung beim Pförtner des Invalidenhauses; das Invalidenhaus selbst zog 1937 nach [[Berlin-Frohnau]] um. Der [[Grieben Reiseführer]] &amp;#039;&amp;#039;Berlin und Umgebung&amp;#039;&amp;#039; von 1941 erwähnt die Invalidensäule nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerstörung ==&lt;br /&gt;
Die Invalidensäule hatte den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ohne nennenswerte Schäden überstanden, wurde dann aber ein Opfer der Berliner Nachkriegspolitik. Die im Vorfeld der Spaltung Berlins aufbrechenden Gegensätze zwischen der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und den übrigen Parteien sollten aus Anlass der Hundertjahrfeier der Märzrevolution durch ein gemeinsames Bekenntnis zum Bruch mit der Vergangenheit und die kollektive Rückbesinnung auf demokratische Traditionen der Arbeiterbewegung und des Bürgertums überdeckt werden. Zu diesem Zweck beantragte die SED-Fraktion auf der von [[Otto Suhr]] geleiteten Festsitzung der [[Berliner Stadtverordnetenversammlung#Nachkriegszeit|Berliner Stadtverordnetenversammlung]] 18.&amp;amp;nbsp;März 1948 die Beseitigung des Denkmals. Der Antrag war zuvor im Ausschuss für Volksbildung beschlossen worden und eine Abgeordnete der bürgerlichen [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDPD]] begründete ihn mit der Feststellung, dass das Denkmal „weder ein nationales noch überhaupt ein Krieger-Denkmal gewesen sei, sondern ein Gedenkstein zur Erinnerung an die im Kampf gegen revolutionäre Kämpfer 1848 gefallenen Soldaten“. So kam es zum Abrissbeschluss, wobei die Zeitungen verschwiegen, dass die öffentlich proklamierte Einstimmigkeit bei der Abstimmung nicht festgestellt worden war. Vielmehr hatte Suhr die Forderung nach einer Gegenprobe ignoriert und im Plenum war Unruhe aufgekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Demps (Literaturliste), S. 183–185, mit dem in indirekter Rede wiedergegebenen Zitat der Abgeordneten, S. 183 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, überschattet von den Ereignissen der Spaltung Berlins, der [[Währungsreform 1948 (Westdeutschland)#Währungsreform in West-Berlin|Währungsreform]] und der Errichtung der [[Berliner Luftbrücke|Luftbrücke]], verwirklichte den Beschluss am 14.&amp;amp;nbsp;August desselben Jahres eine Baufirma mit einem Seilzug, der die Invalidensäule vom Sockel riss, wodurch sie am Boden zerschellte. Ihre Trümmer wurden [[Schrott|verschrottet]] und die Friedhofsanlage planiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Architekten-Verein zu Berlin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berlin und seine Bauten. Zwei Theile&amp;#039;&amp;#039;. Ernst u. Korn, Berlin 1877, S. 101 (Faksimile-Druck der Erstausgabe, Begleittext von Peter Güttler. Wilhelm Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin 1984, ISBN 3-433-00995-3)&lt;br /&gt;
* [[Laurenz Demps]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Königliche Invalidenhaus zu Berlin. Geschichte und Entwicklung seines Geländes&amp;#039;&amp;#039;. Sandstein, Dresden 2010, ISBN 3-940319-43-0&lt;br /&gt;
* Jürgen Karwelat: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in historischer Umgebung am Invalidenpark in Berlin-Mitte&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexBez |Titel=Invalidensäule |Bezirk=Mitte |ID=invalidensaeule |Band= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/31/51/N |EW=13/22/29/E |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Invalidensaule}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Denkmal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säule in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegerdenkmal in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Revolution 1848/1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adlerskulptur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>