<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Intimsph%C3%A4re</id>
	<title>Intimsphäre - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Intimsph%C3%A4re"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Intimsph%C3%A4re&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T04:36:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Intimsph%C3%A4re&amp;diff=444717&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Deutschland */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Intimsph%C3%A4re&amp;diff=444717&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-08T17:20:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschland: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Intimsphäre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|intimus}} „zu innerst“ und [[Altgriechische Sprache|gr.]] {{lang|el|σφαίρα}} &amp;#039;&amp;#039;sphaíra&amp;#039;&amp;#039; „Hülle“) bezeichnet man die [[Intimität|intimsten]], innersten bzw. persönlichsten Gedanken und Gefühle (der [[Bundesgerichtshof]] definiert sie als die „innere Gedanken- und Gefühlswelt und den Sexualbereich“ – siehe &amp;#039;&amp;#039;Rechtliches&amp;#039;&amp;#039;). Das Preisgeben der Intimsphäre geschieht in der Regel nur in äußerster [[Vertrauen|Vertrautheit]] und wird außerhalb dieser als „Verletzung der Intimsphäre“ bezeichnet und kann etwa eine [[Blamage|Kompromittierung]] gegenüber anderen Personen zur Folge haben. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Intimsphäre&amp;#039;&amp;#039; ist abzugrenzen von den Begriffen [[Privatsphäre]] und [[Individualsphäre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die Bereiche, die die Intimsphäre umfasst, und die Grenzen, die sie einschließen, sind [[kultur]]ell verschieden und dem gesellschaftlichen Wandel unterworfen. In [[Christentum|christlich]]-[[Abendland|abendländisch]] geprägten Regionen gehören zur Intimsphäre etwa die Zone des eigenen Körpers – dazu gehört die [[Sexualität]], die [[Nacktheit]], unter Umständen auch [[Krankheit]]en. Zur Intimsphäre können weiterhin z.&amp;amp;nbsp;B. das Familien- bzw. Beziehungsleben gehören, insbesondere dann, wenn dieses durch Probleme belastet ist oder religiöse Vorstellungen und Empfindungen. Entscheidend für die Bestimmung der Intimsphäre ist das individuelle Empfinden dafür, was einem Menschen „zuinnerst“ und am „persönlichsten“ ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die Intimsphäre wird in Deutschland durch das [[Persönlichkeitsrecht (Deutschland)|allgemeine Persönlichkeitsrecht]] (APR) geschützt. Dieses stützt sich auf {{Art.|2|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 ([[Freie Entfaltung der Persönlichkeit]]) in Verbindung mit {{Art.|1|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] (Schutz der [[Menschenwürde]]).&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG Beschluss vom 16. Juli 1969, Az. 1 BvL 19/63, [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv027001.html BVerfGE 27, 1] – Mikrozensus; BVerfG Urteil vom 15. Dezember 1983, Az. 1 BvR 209, 269, 362, 420, 440, 484/83, [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv065001.html BVerfGE 65, 1] – [[Volkszählungsurteil|Volkszählung]] &amp;lt;/ref&amp;gt; Im APR umfasst die Intimsphäre die innere Gedanken- und Gefühlswelt und den Sexualbereich. Außerdem werden Teile der Intimsphäre im Grundgesetz durch das Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit abgedeckt (siehe Artikel [[Grundrechte]]). Die Intimsphäre ist dem staatlichen Zugriff grundsätzlich verschlossen. Als Beispiel für die Ernsthaftigkeit dieses Schutzwillens mag eine Entscheidung des [[Bundesverfassungsgericht]]s vom 4. Februar 2009 dienen, die klarstellt, dass eine „Untersuchung im Intimbereich bei Untersuchungshäftlingen nur bei konkreten Verdachtsmomenten verfassungsgemäß“ ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20090204_2bvr045508.html BVerfG, Beschluss vom 4. Februar 2009], Az. 2 BvR 455/08.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2011 entschied der [[Bundesgerichtshof]] einen [[Kuckuckskind]]-Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;nr=58529&amp;amp;pos=0&amp;amp;anz=1 BGH Urteil vom 9. November 2011], Az. XII ZR 136/09, Volltext.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Partnerin eines Mannes hatte sechs Monate nach der endgültigen Trennung einen Sohn geboren, der nach ihrer Aussage von dem früheren Partner stammte. Er erkannte die Vaterschaft an und zahlte unter anderem Unterhalt. Nachdem sich durch einen Vaterschaftstest der Betrug bzw. die Falschaussage der Mutter herausgestellt hatte, wollte er den Namen des Vaters erfahren, um den Unterhalt von diesem zurückzufordern. Nach diesem Urteil kann ein Scheinvater von der Mutter des Kindes Auskunft über den biologischen Vater verlangen. Das Recht der Mutter auf Schutz ihrer Intimsphäre ist nicht stärker als das Recht des Scheinvaters auf effektiven Rechtsschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Entscheidung aus Februar 2015 stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass die Mutter mangels bestimmter Rechtsgrundlage nicht zur Auskunft verpflichtet ist. Der Gesetzgeber könne unter Berücksichtigung des Persönlichkeitsrechts der Mutter eine solche Grundlage schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/02/rs20150224_1bvr047214.html BVerfG, Beschluss vom 24. Februar 2015], Az. 1 BvR 472/14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Das Recht auf Privatsphäre begründet sich in Österreich auf {{§|16|ABGB|RIS-B}} [[ABGB]], der zum Urbestand des modernen österreichischen Privatrechts gehört, und Artikel 8 der [[Europäische Menschenrechtskonvention|Europäischen Menschenrechtskonvention]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Gärtner: &amp;#039;&amp;#039;Harte Negativmerkmale auf dem Prüfstand des Datenschutzrechts. Ein Rechtsvergleich zwischen deutschem, englischem und österreichischem Recht&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 2011, S. 335&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2004 existiert durch {{§|1328a|ABGB|RIS-B}} ABGB ein expliziter [[Schadenersatz]]anspruch beim Eindringen Anderer in die Privatsphäre. Hierbei ist zu beachten, dass die Begriffe Privatsphäre und Intimsphäre im österreichischen Recht großteils synonym verwendet werden, beziehungsweise gilt: „Kern der Privatsphäre ist der höchstpersönliche Lebensbereich“ – dieser ist nicht immer eindeutig abgrenzbar, umfasst aber jedenfalls die Gesundheit, das Sexualleben und das Leben in und mit der Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&amp;amp;Dokumentnummer=JJR_20070525_OGH0002_0060OB00103_07A0000_001 Rechtssatz für 6Ob103/07a], Oberster Gerichtshof&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Oberster Gerichtshof (Österreich)|Oberste Gerichtshof]] hat durch mehrere Urteile bestätigt, dass Paragraph 1328a ABGB auf verschiedene Fälle beziehbar ist. So wurden etwa Hausparteien, die Überwachungskameras auf den gemeinschaftlich genutzten Raum ausgerichtet hatten, ebenso verurteilt wie Stalker und Personen, die Inhalte von Privatgesprächen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatten. Zuletzt urteilte der OGH 2011, dass die Bestimmung nicht nur die informationsbezogene Privatsphäre wie das Lesen fremder Post oder eine rechtswidrige Telefonüberwachung umfasst, sondern auch im Falle des Eindringens in die körperliche Intimsphäre (ohne Schwellüberschreitung zur geschlechtlichen Handlung, was ein [[Sexualdelikt]] wäre) zur Geltung kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&amp;amp;Dokumentnummer=JJT_20111220_OGH0002_0040OB00200_11G0000_000&amp;amp;ResultFunctionToken=e76701bd-24e7-423d-b2d9-63112d20c0a6&amp;amp;Position=1&amp;amp;Gericht=&amp;amp;Rechtssatznummer=&amp;amp;Rechtssatz=&amp;amp;Fundstelle=&amp;amp;AenderungenSeit=Undefined&amp;amp;SucheNachRechtssatz=False&amp;amp;SucheNachText=True&amp;amp;GZ=&amp;amp;VonDatum=&amp;amp;BisDatum=04.04.2014&amp;amp;Norm=&amp;amp;ImRisSeit=Undefined&amp;amp;ResultPageSize=50&amp;amp;Suchworte=1328a+ABGB Entscheidungstext 4Ob200/11g], Oberster Gerichtshof&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Günther: &amp;#039;&amp;#039;Strukturwandel der Intimsphäre. Zur Modernisierung des Privaten.&amp;#039;&amp;#039; Soziologische Beiträge Band 13, Hamburg 1997, ISBN 3-8258-3492-1.&lt;br /&gt;
* Luzian Verborgen: &amp;#039;&amp;#039;Die Intimsphäre des Paares.&amp;#039;&amp;#039; Schardt, 2002, ISBN 3-89841-062-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pflegewiki.de/wiki/Intimsphäre pflegewiki.de Intimsphäre in der Pflege]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Intimsphare}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundrechte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeitsrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>