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	<title>Interzonenverkehr - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interzonenverkehr&amp;diff=246685&amp;oldid=prev</id>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interzonenverkehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete zwischen 1945 und 1949 den Verkehr zwischen den vier [[Besatzungszone]]n in [[Deutschland 1945 bis 1949|Deutschland]], die 1945 durch die [[Hauptsiegermächte]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] errichtet worden waren. Er wurde auch nach Gründung der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] und der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] im Jahr 1949 beibehalten, selbst nach Wegfall des [[Interzonenpass]]es 1953 sowie für durchgehende Transit-Züge aus dem Bundesgebiet nach [[West-Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geschichte-doku.de/deutsch-deutscher-alltag/themen/?a=bahnverkehr &amp;#039;&amp;#039;Interzonenzüge. Geteilter deutscher Bahnverkehr&amp;#039;&amp;#039;], PentAlpha Verlag für Kunst und Medien, abgerufen am 30. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Bau der [[Berliner Mauer]] 1961 wurden die Züge zwischen Ost und West unterschieden in „[[Interzonenzug|Interzonenzüge]]“ und „Transitzüge“. Letztere verbanden West-Berlin mit der Bundesrepublik und hielten in der DDR nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kapitulation Deutschlands]] durften [[Zivilperson]]en im Mai 1945 zunächst nur mit einem [[Passierschein (Dokument)|Passierschein]] der jeweiligen [[Besatzungsmacht]] ihren Wohnort und dessen unmittelbare Umgebung verlassen. Im Juni 1945 wurde der [[Omnibus|Bus]]- und Zugverkehr innerhalb der jeweiligen [[Besatzungszone]]n auf vielen Strecken wiederaufgenommen. Der öffentliche Zugverkehr zwischen den Besatzungszonen blieb jedoch unterbrochen. Dennoch gab es zahlreiche Reisende, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Anhalter die weitgehend unkontrollierten Grenzen zwischen den Besatzungszonen überquerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 1946 wurde die Grenze zwischen der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] und den westlichen Besatzungszonen (der [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanischen]], der [[Britische Besatzungszone|britischen]] und der [[Französische Besatzungszone|französischen Zone]]) gesperrt. Die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]] (SMAD) hatte zuvor den [[Alliierter Kontrollrat|Alliierten Kontrollrat]] ersucht, die [[Demarkation (Politik)|Demarkationslinie]] zu den Westzonen zu sperren. Vom Alliierten Kontrollrat wurde ein besonderer [[Ausweis]], der [[Interzonenpass]], eingeführt. Dieser musste von den Bürgern beantragt werden, wenn sie im besetzten Deutschland reisen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pass war 30 Tage gültig und ermöglichte Reisen über die Zonengrenzen hinweg. Zwischen der britischen und der amerikanischen Besatzungszone wurden alle Reisebeschränkungen am 23. Juli 1946 aufgehoben (Vorbereitung der [[Bizone]]). Im August 1948 schloss sich die französische Zone an die Bizone an ([[Trizone]]). Am 13. Juli 1948 erließ die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) eine Verfügung, nach der Reisende zwischen den westlichen Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone zusätzlich zum Interzonenpass auch eine Aufenthaltsgenehmigung der sowjetischen Besatzungsbehörden benötigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 14. November 1953 verzichtete die Bundesrepublik Deutschland nach Absprache mit den [[Westalliierte]]n auf [[Grenzkontrolle]]n im Interzonenverkehr. Am 25. November 1953 wurde der Interzonenpass abgeschafft, weil auch die DDR-Regierung auf die Ausstellung von Interzonenpässen verzichtete. DDR-Bewohner mussten nun [[Personalbescheinigung]]en im Austausch gegen ihren [[Personalausweis (DDR)|Personalausweis]] beantragen, wenn sie die [[Innerdeutsche Grenze]] überschreiten wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Anordnung über die Regelung des Interzonenreiseverkehrs&amp;#039;&amp;#039; vom 21. November 1953. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 123, vom 23. November 1953, S. 1157 ff., [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201953.pdf ddrgbl.mkrst.net] (PDF; 95&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;§&amp;amp;nbsp;2 Abs.&amp;amp;nbsp;2, &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die Ausgabe von Personalausweisen der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039; vom 29. Oktober 1953. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;, 1953, S. 1090–1091; [http://www.documentarchiv.de/ddr/1953/ddr-personalausweise-ausgabe_vo.html documentArchiv.de] abgerufen am 27. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 4 % der mit Genehmigung in den Westen gereisten DDR-Bürger kamen nicht wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Mauerbau]] in Berlin wurde es noch wesentlich schwieriger, eine Ausreisegenehmigung zu bekommen. Außer für [[Dienstreise]]n konnten lediglich Rentner in Familienangelegenheiten eine begrenzte Anzahl an Tagen in den Westen reisen. 1968 wurde im [[Innerdeutsche Beziehungen#Reiseverkehr|innerdeutschen Reiseverkehr]] eine Pass- und Visapflicht eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Ossenkopp: [https://www.saechsische.de/visum-pflicht-fuellt-klamme-ddr-kassen-3954947.html &amp;#039;&amp;#039;Visum-Pflicht füllt klamme DDR-Kassen&amp;#039;&amp;#039;] [[Sächsische Zeitung]], 13. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/themen/1968-im-tagesspiegel/1968-im-tagesspiegel-pass-und-visum-zwang-im-interzonenverkehr-eingefuehrt/22672308.html &amp;#039;&amp;#039;1968 im Tagesspiegel: Pass- und Visum-Zwang im Interzonenverkehr eingeführt&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Tagesspiegel]], 12. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Transitabkommen]] und dem Verkehrsvertrag&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über Fragen des Verkehrs&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Mai 1972, {{BGBl|1972n II S. 1449}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden die Visagebühren für Westdeutsche abgeschafft und die Visa-Erteilung für DDR-Bürger erleichtert. Dadurch verdoppelte sich die Zahl der Reisenden zwischen Ost und West in den 1970er Jahren auf bis zu 18&amp;amp;nbsp;Millionen Menschen jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Flüchtlingszüge aus Prag]] setzte die [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutsche Reichsbahn]] im Herbst 1989 spezielle [[Sonderzug|Sonderzüge]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juli 1990 fanden im Personenverkehr über die [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenzen]] keine Kontrollen mehr statt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abkommen zwischen der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Aufhebung der Personenkontrollen an den innerdeutschen Grenzen&amp;#039;&amp;#039; vom 1. Juli 1990. In: {{BGBl|1990n II S. 796}}. &amp;#039;&amp;#039;[[Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik]]&amp;#039;&amp;#039;, 1990, Teil II, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] wurden am 1. Januar 1994 die Deutsche Reichsbahn und die [[Deutsche Bundesbahn]] zur [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn AG]] vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrswege ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Transitverkehr durch die DDR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahnverkehr ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Interzonenzug}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am 5. August 1945 fuhr der erste [[Güterzug]] aus dem Ruhrgebiet nach [[Berlin]]. Der durchgehende Personenverkehr wurde jedoch erst im Mai 1946 aufgenommen. Der erste (und bis 1949 einzige) Interzonen-[[Schnellzug]], der ausschließlich für ausländische Reisende reserviert war, verkehrte zwischen Berlin und [[Osnabrück]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eisenbahnverkehr zwischen Berlin und den [[Westzonen]] wurde vom 23. April 1948 bis zum 12. Mai 1949 aufgrund von angeblichen Bauarbeiten auf sowjetische Weisung unterbrochen. Da das einzige Schnellzugpaar im Interzonenverkehr (FD 111/112) zwischen Köln und Berlin ständig überlastet war, wurden ab dem 10. September 1949 fünf zusätzliche Schnellzugpaare über die innerdeutsche Grenze angeboten:&lt;br /&gt;
* FD 1/2 zwischen [[Berlin]] und [[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
* FD 63/64 zwischen [[Berlin]] und [[Hamburg]]&lt;br /&gt;
* FDt 65/66 als [[Schnelltriebwagen]] zwischen Berlin und Hamburg&lt;br /&gt;
* FD 109/110 als zweites Zugpaar zwischen [[Berlin]] und [[Köln]]&lt;br /&gt;
* FD 149/150 zwischen [[Berlin]] und [[München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Interzonenbus der Autokraft für die Strecke nach Berlin (Kiel 40.599).jpg|mini|Interzonenbus der [[Autokraft]] (1966)]]&lt;br /&gt;
Am 25. August 1947 wurde zwischen Berlin und Hannover eine Interzonenbus-Verbindung durch [[Haru Reisen]] eingerichtet. Auch der Omnibusverkehr wurde immer wieder durch politische Krisen unterbrochen. Beispielsweise musste die Erfurter Verkehrsgesellschaft im Jahre 1953 den Interzonenverkehr mit Omnibussen einstellen, der auch zur Beschaffung von Ersatzteilen genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[West-Berlin]] schlossen sich die Betreiber der Interzonenbus-Verbindungen 1947 zum [[Berlin Linien Bus]] Verbund zusammen. Dabei wurden zunächst 12 Zielorte angefahren und das Netz später deutlich ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flugverkehr ===&lt;br /&gt;
Regelmäßigen Flugverkehr zwischen den westlichen und der sowjetischen Besatzungszone gab es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Jahr 1958 gegründete [[Interflug]] (&amp;#039;&amp;#039;Interflug Gesellschaft für internationalen Flugverkehr mit beschränkter Haftung&amp;#039;&amp;#039;) bot seit 1973 gelegentlich auch innerdeutsche Flüge an, etwa von Frankfurt am Main zur [[Leipziger Messe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer W. During: [https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/erinnerung-an-den-sommer-1989-lufthansa-fliegt-ersten-deutsch-deutschen-linienflug-nach/10312322.html &amp;#039;&amp;#039;Lufthansa fliegt ersten deutsch-deutschen Linienflug nach.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 10. August 2014; abgerufen am 27. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Harald Joerges, Rudolf Kühne: &amp;#039;&amp;#039;Aussenwirtschaft und Interzonenverkehr. Sammlung aller für den Aussenwirtschafts- und Interzonenverkehr gültigen Gesetze, Vorschriften, Runderlasse und Bekanntmachungen mit Kommentaren.&amp;#039;&amp;#039; Fachverlag Deutscher Wirtschaftsdienst, 1954–1983, ISBN 978-3-87156-001-9.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://search.worldcat.org/de/title/901559922?oclcNum=901559922 &amp;#039;&amp;#039;Aussenwirtschaft und Interzonenverkehr&amp;#039;&amp;#039;], worldcat.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bernd Kuhlmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Reichsbahn in West-Berlin: Interzonenverkehr, die S-Bahn und die DR.&amp;#039;&amp;#039; Transpress Verlag, 2020, ISBN 978-3-613-71311-6.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=43062167 |Titel=Interzonenverkehr: Ein Bär verriet es |Jahr=1956 |Nr=19 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Grycz: [https://www.owep.de/artikel/540-interzonenzuege-mit-bahn-durch-den-eisernen-vorhang &amp;#039;&amp;#039;Interzonenzüge: Mit der Bahn durch den Eisernen Vorhang&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ost-West Europäische Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, 3/2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/item/OTVDRC4JBTG26SZG5KY2EXKTABSDKHZS &amp;#039;&amp;#039;Verhaftungen im Interzonenverkehr: Sammlung von Zeitungsmeldungen&amp;#039;&amp;#039;.]  [[Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen]] – Archivalien im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]], Laufzeit ca. 1961–1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenzüberschreitender Verkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (deutsche Nachkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innerdeutsche Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;XJJAG0</name></author>
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