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	<title>Intertrading-Skandal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Intertrading-Skandal&amp;diff=1473276&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RRST93 am 18. Januar 2024 um 14:51 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-18T14:51:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Intertrading-Skandal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein zu Jahresende 1985 aufgebrochener Skandal um schwere Spekulationsverluste der [[österreich]]ischen Handelsfirma &amp;#039;&amp;#039;Intertrading&amp;#039;&amp;#039;, einer Tochter des [[VÖEST|Voest-Alpine-Konzerns]]. Er führte zur Absetzung des gesamten Vorstandes des Mutterunternehmens, zu einer generellen Krise der [[Verstaatlichung in Österreich]] und in weiterer Folge zur [[Privatisierung]] großer Teile der zuvor verstaatlichten Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Skandal ==&lt;br /&gt;
Die Intertrading war zur Verwertung von Waren gegründet worden, die im Wege von [[Kompensationsgeschäft]]en mit Ländern des [[Warschauer Pakt]]s in die Verfügung des Stahlproduzenten Voest-Alpine gerieten. Im Laufe der Zeit hatte sich jedoch die Tätigkeitssphäre der Intertrading erweitert, und sie war als Akteur auf den internationalen Rohstoffmärkten präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. November 1985 musste [[Heribert Apfalter]], der Generaldirektor der VÖEST, bei einer Sitzung im Büro der Verstaatlichten-Holding [[ÖIAG]] einbekennen, dass die Intertrading mit ihrem Geschäftsführer Gernot Preschern bei Baisse-Spekulationen am Ölmarkt Verluste in Höhe von mindestens 5,7 Milliarden [[Österreichischer Schilling|Schilling]] (umgerechnet 414 Millionen Euro) erlitten hatte. ÖIAG-Chef [[Oskar Grünwald]], der zuvor über diese hochspekulativen Geschäfte nicht informiert worden war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung|Titel=Grünwald: „Parteieneinfluß hatte mit VOEST-Debakel nichts zu tun“|Datum=1985-11-29|Seite=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, rief daraufhin den zuständigen [[Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie|Bundesminister für öffentliche Wirtschaft und Verkehr]] [[Ferdinand Lacina]] an, der nach Rücksprache mit [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] [[Fred Sinowatz]] den Rücktritt des gesamten VÖEST-Vorstandes erwirkte, den Lacina am 26. November 1985 auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekanntgab&amp;lt;ref name=&amp;quot;az1127&amp;quot;&amp;gt;{{Arbeiterzeitung|Titel=Nach Vorstands-Rücktritt: Kirchweger neuer VOEST-Chef|Datum=1985-11-27|Seite=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verstaatlichte Industrie hatte schon zuvor enorme Verluste geschrieben – allein zwischen 1981 und 1983 betrugen die staatlichen Zuschüsse über 1,5 Milliarden Euro. „Für die Ideologen der verstaatlichten Industrie muss das Intertrading-Desaster so gewesen sein, als würde ein Katholik in die Kirche gehen und dort ein [[Bordell]] vorfinden“, zitiert Gerhard Pretting [[Claus Raidl]], damals Vorstand in der ÖIAG.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;[https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2006/sparwahn/stahlgewitter „Stahlgewitter“]&amp;#039;&amp;#039; von Gerhard Pretting in brand eins 07/2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Vorschlag von [[Franz Ruhaltinger]], dem mächtigen Zentralbetriebsratsobmann der Voest-Alpine, bestellte Lacina Ende November 1985 zunächst den ehemaligen Generaldirektor der Chemie Linz AG, [[Richard Kirchweger]], als neuen Generaldirektor der Voest-Alpine-AG&amp;lt;ref name=&amp;quot;az1127&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung|Titel=„Probleme behutsam, aber hart lösen …“|Datum=1985-12-02|Seite=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenig später wurde allerdings bekannt, dass &amp;#039;&amp;#039;Merx&amp;#039;&amp;#039;, die Handelsgesellschaft der [[Chemie Linz]] AG, mit ähnlichen Geschäften wie die Intertrading gleichfalls große Verluste gemacht hatte. Am 14. Februar 1986 musste daher auch Kirchweger zurücktreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verstaatlichtenkrise 1985–1986 wurde zum Wendepunkt in der österreichischen Wirtschaftspolitik. Nach einem Jahresverlust 1985 von 850 Millionen Euro kam es zur Zerlegung des Großkonzerns Voest-Alpine, zu massivem Personalabbau und in weiterer Folge zur stufenweisen Privatisierung. Diese wurde nun auch von den sozialdemokratischen Spitzenpolitikern wie [[Franz Vranitzky]] (seit 1986 Bundeskanzler) und Ferdinand Lacina, seit 1986 Finanzminister, mitgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Auffassung des unterlegenen SPÖ-Präsidentschaftskandidaten [[Kurt Steyrer]] war die schwere Krise der Verstaatlichten Industrie einer der zwei wesentlichen Faktoren für die „Denkzettelwahl“, die [[Kurt Waldheim]] 1986 ins Bundespräsidentenamt führte. (Als anderen wesentlichen Faktor nannte Steyrer die Kampagne gegen Waldheim, die zu einer „Solidarisierung der Kriegsgeneration“ und auch zu einer stärkeren Medienpräsenz Waldheims geführt habe.)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiev1.orf.at/stories/207928 ORF-Nachruf auf Kurt Steyrer vom 11. April 2012].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=13515598 |Autor= |Titel=Rein ins Risiko |Jahr=1985 |Nr=50 |Seiten= |Kommentar=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Zweite Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Affäre (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Wirtschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall (Zweite Republik Österreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RRST93</name></author>
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