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	<title>Interstellares Medium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:45:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interstellares_Medium&amp;diff=101998&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Qcomp: /* Einleitung */ -Archiv-Bot-Meldung</title>
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		<updated>2025-07-25T10:57:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; -Archiv-Bot-Meldung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:molecular.cloud.arp.750pix.jpg|mini|[[Molekülwolke]] aus interstellarem Gas und Staub, die sich aus dem [[Carinanebel]] abgetrennt hat. Das mit dem [[Hubble-Weltraumteleskop]] aufgenommene Bild zeigt einen Ausschnitt von etwa zwei [[Lichtjahr]]en.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;interstellares Medium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ISM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man die Materie und die von deren Dynamik hervorgerufene [[Strahlung]] und [[Magnetismus|Magnetfelder]] im [[Interstellarer Raum|interstellaren Raum]], dem Raum zwischen den [[Stern]]en einer [[Galaxie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Bestandteile des interstellaren Mediums sind [[Gas]] in [[ion]]isierter, [[atom]]arer und [[Molekül|molekularer]] Form sowie [[Interstellarer Staub|Staub]], die zusammen als &amp;#039;&amp;#039;interstellare Materie&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Hinzu kommen die [[Kosmische Strahlung|kosmische]] und die [[Elektromagnetische Welle|elektromagnetische Strahlung]] sowie das [[Spiralgalaxie#Magnetfeld|galaktische Magnetfeld]]. All diese Komponenten wechselwirken untereinander und haben vergleichbare Energiedichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hasinger&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Günther Hasinger |url=https://hs-flensburg.de/ph/vortrag/PDF/Einf_Kap_gh5.pdf |titel=Einführung in die Astrophysik – Interstellares Medium |kommentar=Vortragsfolien |datum=2006-11-14 |format=PDF |sprache=de |abruf=2018-05-31 |archiv-datum=2018-09-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180918091005/https://hs-flensburg.de/ph/vortrag/PDF/Einf_Kap_gh5.pdf |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung „interstellare Materie“ wird manchmal auch dann verwendet, wenn eigentlich das gesamte interstellare Medium gemeint ist – beispielsweise, wenn es um die Wechselwirkung mit dem [[Sonnenwind]] geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ISM spielt eine wesentliche Rolle in der [[Astrophysik]], da aus interstellarer Materie Sterne entstehen, die mit [[Sternwind]]en und [[Supernova]]e auch wieder Materie in den interstellaren Raum abgeben. Es verursacht die interstellare [[Extinktion (Astronomie)#Interstellare Extinktion|Absorption und Verfärbung]] von Sternenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Das ISM reicht nicht bis ganz an die Sterne heran, sondern wird durch die [[Astropause]]n der Sterne von deren Einflussbereichen getrennt, den [[Astrosphäre]]n, die von ihrem [[Sternwind]] erfüllt sind und andere Eigenschaften aufweisen. Innerhalb der Astrosphären befindet sich das [[Interplanetares Medium|interplanetare Medium]] (IPM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Materie, Strahlung und Magnetfelder zwischen Galaxien werden ebenfalls nicht zum ISM gerechnet, sondern analog als [[intergalaktisches Medium]] (IGM) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lokale interstellare Medium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LISM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet das interstellare Medium in der Umgebung der [[Sonne]]. In der Geschichte des [[Sonnensystem]]s durchquerte die Sonne unterschiedliche Regionen in der [[Milchstraße]] mit unterschiedlicher Zusammensetzung des interstellaren Mediums. Derzeit durchquert das Sonnensystem die [[Lokale Interstellare Wolke]], die innerhalb der [[Lokale Blase|Lokalen Blase]] liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung und Verteilung ==&lt;br /&gt;
=== Interstellare Materie ===&lt;br /&gt;
Der Ursprung der interstellaren Materie liegt im [[Urknall]], Sternwinden und Supernovaexplosionen, wobei ihr Masseanteil in der [[Milchstraße]] nur wenige Prozent beträgt. Sie besteht in der Milchstraße im Durchschnitt aus etwa 90 % [[Wasserstoff]], 10 % [[Helium]] (Mengenanteile) und Spuren schwererer Elemente, die in der Astronomie als &amp;#039;&amp;#039;Metalle&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden, wobei 99 % der Materie als Gas vorliegen und der [[Interstellarer Staub|Staubanteil]] etwa ein Prozent beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder [[Dichte]] noch [[Temperatur]] der interstellaren Materie sind konstant, sie ist vielmehr sehr ungleichmäßig verteilt zwischen dichten interstellaren Wolken und dünnen &amp;#039;&amp;#039;Blasen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Superblasen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Die Dichte schwankt zwischen 10&amp;lt;sup&amp;gt;−4&amp;lt;/sup&amp;gt; Atomen/cm³ in koronalem Gas und 10&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;Atomen/cm³ in [[Molekülwolke]]n, der Temperaturbereich erstreckt sich von 20 bis 50&amp;amp;nbsp;[[Kelvin]] in Molekülwolken oder [[Infrarot-Cirrus]] bis zu mehreren Millionen Kelvin in koronalem Gas.&lt;br /&gt;
Gewöhnlich werden anhand der gemessenen Temperaturen drei &amp;#039;&amp;#039;Phasen&amp;#039;&amp;#039; der interstellaren Materie unterschieden (nach [[Christopher F. McKee|McKee]], [[Jeremiah P. Ostriker|Ostriker]] 1977):&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;heiß&amp;#039;&amp;#039; – koronales Gas mit Temperaturen über eine Million Kelvin&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;warm&amp;#039;&amp;#039; – Bereiche mit Temperaturen von einigen Tausend Kelvin&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;kalt&amp;#039;&amp;#039; – [[H-I-Gebiet]]e und Molekülwolken mit Temperaturen von weniger als 100&amp;amp;nbsp;Kelvin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein näherungsweises Druckgleichgewicht besteht zwischen den großen ISM-Komponenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce T. Draine: &amp;#039;&amp;#039;Physics of the Interstellar and Intergalactic Medium&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press, 2011, ISBN 978-1-4008-3908-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Gleichgewicht lässt sich mit der [[Thermische Zustandsgleichung idealer Gase|Zustandsgleichung idealer Gase]] ausdrücken: &amp;lt;math&amp;gt; p = nkT &amp;lt;/math&amp;gt;, wobei &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039; der Druck, &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; die Teilchendichte, &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039; die Temperatur und &amp;#039;&amp;#039;k&amp;#039;&amp;#039; die [[Boltzmann-Konstante]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Zusammensetzung der interstellaren Materie&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Komponente || Anteil || Temperatur&amp;lt;br /&amp;gt;(K) || Dichte&amp;lt;br /&amp;gt;(Atome/cm³) || Zusammensetzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Molekülwolke]]n || || 20–50 || 10&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;−10&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt; || neutrale Wasserstoffmoleküle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[H-I-Gebiet|H-I-Wolken]] || || 50–100 || 1–10&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; || neutrale Wasserstoffatome&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| warmes ionisiertes Medium (WIM) || 50 % || 10&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;−10&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; || 0,01 || teilweise ionisiertes Plasma&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[H-II-Gebiet|H-II-Wolken]] || || 10&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; || 10&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;−10&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; || fast vollständig ionisiertes Plasma&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Korona (Sonne)|koronales Gas]] || || 10&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;−10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−4&amp;lt;/sup&amp;gt;−10&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt; || vollständig ionisiertes Plasma&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| [http://spiff.rit.edu/classes/phys230/lectures/ism_gas/ism_gas.html Quelle]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Noch nicht eingeordnet:&lt;br /&gt;
Wasserstoff, welcher bei der [[HI-Linie|21-cm-Linie]] (=&amp;amp;nbsp;1420,4&amp;amp;nbsp;MHz) beobachtet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Beispiele für interstellare Gas- und Staubwolken sind z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Orionnebel]], der [[Krabbennebel]] oder das blau leuchtende Gas in den [[Plejaden (Astronomie)|Plejaden]]. Der größte Teil des interstellaren Raumes ist jedoch eher mit sehr kaltem Gas geringer Dichte ausgefüllt, wie man ihn z.&amp;amp;nbsp;B. auch zwischen den [[Planet]]en unseres [[Sonnensystem]]s findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das galaktische Zentrum im [[Schütze (Sternbild)|Sternbild Schütze]] ist im sichtbaren Licht durch interstellare [[Dunkelwolke]]n verborgen. Diese können jedoch durch [[Röntgenstrahlen]] und Licht im [[Infrarotstrahlung|Infrarotbereich]] durchdrungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Milchstraße|unserer Galaxis]] hat das ISM eine Masse von ca. 10&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; Sonnenmassen, was ca. 15 % der Masse aller Sterne ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hasinger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Galaktisches Magnetfeld ===&lt;br /&gt;
Das [[Galaktisches Magnetfeld|galaktische Magnetfeld]] hat eine Stärke von typischerweise 1&amp;amp;nbsp;[[Tesla (Einheit)|nT]] (10&amp;amp;nbsp;[[Gauss (Einheit)|µG]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpifr-bonn.mpg.de/3262772/Magnetfelder_PdN_final.pdf &amp;#039;&amp;#039;Magnetfelder in Spiralgalaxien&amp;#039;&amp;#039;]. In: mpg.de, 2014 (PDF 1,4&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. F. McKee, J. P. Ostriker: &amp;#039;&amp;#039;A theory of the interstellar medium – Three components regulated by supernova explosions in an inhomogeneous substrate.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Astrophysical Journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 218, 1977, S. 148–169.&lt;br /&gt;
* Joachim Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas Astronomie.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-03267-7.&lt;br /&gt;
* Alexander G. Tielens: &amp;#039;&amp;#039;The physics and chemistry of the interstellar medium.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge Univ. Press, Cambridge 2005, ISBN 0-521-82634-9.&lt;br /&gt;
* Dieter Rehder: &amp;#039;&amp;#039;Chemistry in space – from interstellar matter to the origin of life.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2010, ISBN 978-3-527-32689-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sternenstaub (Astronomie)|Sternenstaub]]&lt;br /&gt;
* [[Diffuser Nebel]]&lt;br /&gt;
* [[Heliopause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4162140-2|LCCN=sh85067526}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interstellares Medium| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrophysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Galaktische Astronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qcomp</name></author>
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