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	<title>Interpretativer Journalismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:47:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;J. Lunau: /* Merkmale */ wikilink fix gem. WP:BKS: Verlinkung auf BKS aufgehoben</title>
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		<updated>2025-12-09T19:24:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Merkmale: &lt;/span&gt; wikilink fix gem. &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:BKS&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:BKS (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:BKS&lt;/a&gt;: Verlinkung auf BKS aufgehoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;interpretativen Journalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine Form des [[Journalismus]], der durch Erweiterung um Hintergrundinformationen die Möglichkeit gibt, sich eine Meinung dazu zu bilden. Interpretativer Journalismus ist auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erklärender oder aufklärender Journalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[Meinungsjournalismus]], der zu den Themen selbst Stellung nimmt, versucht der interpretative Journalismus, objektiv zu berichten und daher mehrere Standpunkte zu zitieren. Der Journalist kann jedoch durch Auswahl und Ordnung dieser Standpunkte trotzdem eine bestimmte Meinung vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum ist statt der Begriffe &amp;quot;Meinungsjournalismus&amp;quot;, &amp;quot;interpretativer Journalismus&amp;quot; oder &amp;quot;Informationsjournalismus&amp;quot; die Unterteilung in informationsorientierte und meinungsbetonte [[Journalistische Darstellungsform|Darstellungsformen]] nach [[Walther von La Roche]] üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung interpretativer Journalismus ist im deutschsprachigen Raum nicht üblich. [[Walther von La Roche]] ordnet [[journalistische Darstellungsform]]en wie die [[Reportage]] oder das [[Feature (Darstellungsform)|Feature]] eindeutig den informierenden Darstellungsformen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1980er Jahre brachte [[Eckart Klaus Roloff]] durch sein Buch „Journalistische Textgattungen“ die Bezeichnung „interpretierende Darstellungsformen“ in die Journalismus-Lehre ein. Dazu zählt er z. B. Reportagen, Features, [[Porträt]]s, [[Essay]]s, [[Interview]]s und Bildunterschriften. Die Bezeichnung setzte sich jedoch nicht durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der interpretative Journalismus nahm laut Felix Diesselhoff seinen Anfang in den [[USA]] kurz nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], als erste Zeitschriften erschienen, die tiefgründig über bestimmte Ereignisse berichteten. Populär wurden diese Magazine besonders nach der [[Weltwirtschaftskrise]] [[1929]], als viele Menschen über die Hintergründe dieser Krise informiert werden wollten. In den 1950er- und 1960er-Jahren etablierte er sich auch in Zeitungen, später auch im Radio und im Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1990er-Jahren vermischte sich der interpretative Journalismus im Rahmen des [[Bürgerjournalismus]] im [[World Wide Web]] mit dem [[Meinungsjournalismus]], eine Tendenz, die auch traditionelle Medien langsam erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Basis für den interpretativen Journalismus bildet die [[Nachricht]]. Durch das Hinzufügen von erweiterten Informationen aus verschiedenen Quellen ergibt sich die Interpretation des Journalisten, die so objektiv wie möglich ist und dem Leser den Hintergrund des Ereignisses vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig im interpretativen Journalismus ist die Auswahl der [[Quellenangabe|Quellen]]. Ein hochwertiger interpretativer Artikel enthält Quellen diverser Art und vor allem von diversen Standpunkten. Eine wichtige Rolle spielen hier die Meinungen von in die Nachricht verwickelten Protagonisten, aber auch von Experten, die mit dem jeweiligen Thema vertraut sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genres ==&lt;br /&gt;
Das Musterbeispiel für interpretativen Journalismus in [[Printmedium|Druckmedien]] – in [[Zeitung]]en und insbesondere in [[Zeitschrift]]en – ist der [[Hintergrundbericht]]. Er gibt einen Überblick über die Entwicklung hin zu einem aktuellen Ereignis und gibt verschiedene Standpunkte wieder, unter ihnen die von den Protagonisten des Ereignisses – z.&amp;amp;nbsp;B. Politikern – sowie von Experten und teilweise auch von anderen Journalisten. Abgerundet wird der Bericht durch Daten und Statistiken sowie seit den [[1980er]] Jahren oft auch durch [[Grafik]]en bzw. Diagramme, die die Ereignisse vereinfacht darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reportage]] bezieht Beobachtungen des Journalisten ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Interview]] ist eine wichtige Quelle für Hintergrundberichte und Reportagen. Im &amp;#039;&amp;#039;indirekten&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gemischten&amp;#039;&amp;#039; Stil bezieht es auch Hintergrundinformationen und persönliche Eindrücke des Journalisten mit ein. Der Unterschied zwischen beiden Formen ist, dass das Interview im indirekten Stil den Befragten hauptsächlich in indirekter Rede zu Wort kommen lässt, während beim gemischten Stil der Journalist das für Interviews typische Frage-Antwort-Schema nur teilweise durch weitere Informationen ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Felix Diesselhoff: Funktionen des Journalismus. In: Steffen Burkhardt: Praktischer Journalismus. München (Oldenbourg) 2009, S. 80f. https://doi.org/10.1524/9783486846720&lt;br /&gt;
*Curtis Daniel MacDougall und Robert D. Reid: Interpretative Reporting. New York (Macmillan) 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.lingue.unige.it/personale/burger/Interpretativer%20Journalismus.doc Interpretativer Journalismus]&lt;br /&gt;
* [http://www.periodismo.uchile.cl/talleres/radio/periodismointerpretativo.doc Entwicklung des informativen und interpretativen Journalismus (spanisch)] (DOC-Datei; 26&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Lunau</name></author>
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