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	<title>Interpretatio Graeca - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T08:53:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interpretatio_Graeca&amp;diff=448956&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zornfrucht: Fehlendes Leerzeichen ergänzt</title>
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		<updated>2026-04-16T22:00:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlendes Leerzeichen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interpretatio Graeca&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch für „griechische Übersetzung“) versteht man die Angewohnheit antiker [[Antikes Griechenland|griechischer]] Autoren, ihnen unbekannte [[Gott|Gottheiten]] nichtgriechischer Kulturen mit [[Griechische Mythologie|griechischen Göttern]] gleichzusetzen und sie entsprechend zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem griechischen Historiker [[Herodot]] finden sich zahllose Beispiele für dieses Verfahren (&amp;#039;&amp;#039;[[Historien des Herodot|Historien]]&amp;#039;&amp;#039;; 2,42 ff.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nichtgriechische Gottheit&lt;br /&gt;
! Griechische Gottheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Amun]] (ägyptisch)&lt;br /&gt;
|[[Zeus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Osiris]] (ägyptisch)&lt;br /&gt;
|[[Dionysos]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Horus]] (ägyptisch)&lt;br /&gt;
|[[Apollon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Thot]] (ägyptisch)&lt;br /&gt;
|[[Hermes]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Isis]] (ägyptisch)&lt;br /&gt;
|[[Aphrodite]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Melkart]] (phönizisch)&lt;br /&gt;
|[[Herakles]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|…&lt;br /&gt;
|…&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herodot]] nennt [[Ägyptische Mythologie|ägyptische Gottheiten]] meistens nur bei ihrem griechischen Namen. In den meisten Fällen, wo er ihre ägyptischen Namen nennt, stellt er den griechischen Namen bei. Dasselbe Phänomen lässt sich auch bei anderen griechischen Autoren beobachten. Nach Auffassung von Herodot kamen nicht nur die meisten griechischen Götter, sondern sogar ihre Namen ursprünglich aus Ägypten (so &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039;; 2, 50). Ganz anders [[Platon]]. Er verwendet ausschließlich die ägyptischen Originalnamen. In dem einzigen Fall, wo er den griechischen Namen beistellt, legt er diese Gleichsetzung den Ägyptern selbst in den Mund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Interpretatio Graeca manifestiert sich zunehmend griechisches Überlegenheitsgefühl gegenüber den [[Barbar]]en: Die [[Mythologie]]n nichtgriechischer Völker werden der griechischen Vorstellungswelt einverleibt; was jedoch als nicht integrierbar erscheint, wird oft als bizarr dargestellt. Die Interpretatio Graeca drückt aber auch aus, dass nach Vorstellung der Griechen für die ganze Welt eben dieselben Götter gelten. Römische Autoren sind mit nichtrömischen, insbesondere griechischen Gottheiten entsprechend verfahren ([[Interpretatio Romana]]). Dasselbe gilt mit Einschränkungen für die [[Gallien|gallischen]] [[Kelten]] mit der [[Interpretatio Celtica]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Hellenismus]], als Ägypten von der griechischen Dynastie der [[Ptolemäer]] beherrscht wurde, wurde die Interpretatio Graeca Realität, indem die Götter der dortigen Tempel neben ihrem traditionellen ägyptischen Namen oft auch mit dem Namen des griechischen Pendants angesprochen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Pfeiffer (Althistoriker)|Stefan Pfeiffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische und lateinische Inschriften zum Ptolemäerreich und zur römischen Provinz Aegyptus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Einführungen und Quellentexte zur Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Lit, Berlin / Münster 2015, ISBN 978-3-643-13096-9, S. 132–136 und 140–145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.interpretatio.uni-osnabrueck.de/index.html Interpretatio romana/graeca/indigena – Religiöse Kommunikation zwischen Globalisierung und Partikularisierung; Internationale Konferenz, Universität Osnabrück 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jan Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zur Interpretatio Graeca. Ägyptische Götter in griechischer Übertragung.&amp;#039;&amp;#039; In: Sven S. Hartman (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Syncretism.&amp;#039;&amp;#039; Almqvist &amp;amp; Wiksell, Stockholm 1969, S. 207–227 ([https://journal.fi/scripta/article/view/67039 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Stefan Pfeiffer (Althistoriker)|Stefan Pfeiffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Interpretatio Graeca. Der „übersetzte Gott“ in der multikulturellen Gesellschaft des hellenistischen Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; In: Melanie Lange, [[Martin Rösel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der übersetzte Gott.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2015, ISBN 978-3-374-04155-8, S. 37–53 ([http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/3699/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (antikes Griechenland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zornfrucht</name></author>
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