<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Interpolation_%28Musik%29</id>
	<title>Interpolation (Musik) - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Interpolation_%28Musik%29"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interpolation_(Musik)&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T21:11:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interpolation_(Musik)&amp;diff=812282&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Androl: so komplexe Subjekte klingen nach Yoda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interpolation_(Musik)&amp;diff=812282&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2017-08-29T21:30:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;so komplexe Subjekte klingen nach Yoda&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interpolation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;interpolare&amp;#039;&amp;#039; „umgestalten, verfälschen, entstellen“) ist in der [[Musikwissenschaft]] ein Einschub, der an der betreffenden Stelle des Werks oder der musikalischen Form ursprünglich nicht vorgesehen ist. Im Unterschied zur [[Interpolation (Literatur)|philologisch-textkritischen]] Verwendungsweise des Begriffs steht dabei nicht der ein Vorgegebenes entstellende oder verfälschende, sondern der gestaltende Charakter der Interpolation im Vordergrund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sakralmusik und Oper ==&lt;br /&gt;
In der liturgischen Musik bezeichnet man als Interpolation einerseits die erweiternde und ausschmückende [[Tropus (Gregorianik)|Tropierung]] eines der [[Ordinarium|feststehenden]] oder nach den Anlässen des Kirchenjahres [[Proprium (Liturgie)|wechselnden]] Teile der [[Messe (Musik)|Messe]], andererseits die Einfügung selbständiger Gesänge oder Lieder, die zu gegebenen Teilen überleiten oder ihren Abschluss bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Blume, &amp;#039;&amp;#039;Poesie des Hochamtes im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Stimmen aus Maria Laach&amp;#039;&amp;#039; 71 (1906), S. 18–38, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; In der letzteren Bedeutung wird die Interpolation unterschieden von der Substitution, wie sie etwa bei der Ersetzung eines einstimmig gesungenen Teils durch die mehrstimmige Ausführung desselben Textes oder eines anderen Textes geschieht und dann neben der Interpolation eine der beiden Möglichkeiten ist, [[Motette]]n in das liturgische Zeremoniell zu integrieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Rafael Köhler, &amp;#039;&amp;#039;Die Capella Sistina unter den Medici-Päpsten 1513-1534: Musikpflege und Repertoire am päpstlichen Hof in Rom&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Ludwig, Kiel 2001, S. 174ff., ISBN 3-933598-30-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der gleichen Weise werden die Begriffe Interpolation und Substitution auch für die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gängige Praxis der [[Oper]]naufführung gebraucht, in die Inszenierung einer Oper werkfremde [[Arie]]n ergänzend oder ersetzend einzufügen, um einem prominenten Sänger die Gelegenheit zum Vortrag eines seiner Bravourstücke zu bieten, oder um dem Publikumsgeschmack durch Einfügung besonders populärer Stücke entgegenzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hilary Rachel Poriss, &amp;#039;&amp;#039;Artistic license: Aria interpolation and the Italian operatic world, 1815-1850&amp;#039;&amp;#039;, Diss. University of Chicago, 2000, vgl. &amp;#039;&amp;#039;Dissertation Abstracts International&amp;#039;&amp;#039; 61 (2001), Nr. DA9990584; dies., &amp;#039;&amp;#039;A Madwoman&amp;#039;s Choice: Aria Substitution in ‚Lucia di Lammermoor‘&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge Opera Journal&amp;#039;&amp;#039; 13 (2001), S. 1–28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Populäre Musikformen ==&lt;br /&gt;
In ähnlicher Weise wie bei den tropisierenden Interpolationen der Sakralmusik spricht man auch in volks- oder populärmusikalischen Zusammenhängen von Interpolationen, wenn [[Interjektion]]en,  [[Onomatopoesie|onomatopoetische]] Verzierungen oder nicht-sinntragende Lautfolgen als Einschübe in den eigentlichen Liedtext zu kennzeichnen sind. In Bezug auf [[Blues]], [[Jazz]] und [[Popmusik]] wird der Begriff Interpolation auch besonders für Einschübe verwendet, die den Charakter eines melodischen und ggf. zugleich textlichen Zitats aus eigenem oder fremdem Repertoire besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Katharine Cartwright, &amp;#039;&amp;#039;„Guess These People Wonder What I&amp;#039;m Singing“: Quotation and Reference in Ella Fitzgerald&amp;#039;s „St. Louis Blues“&amp;#039;&amp;#039;, in: David Evans (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Ramblin&amp;#039; on My Mind: New Perspectives on the Blues&amp;#039;&amp;#039;, University of Illinois Press, Urbana 2008, S. 281–327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Serielle und Zwölftonmusik ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Zwölftonmusik]] und anderer [[Serielle Musik|serieller Technik]] mit nicht zwölftönigen Reihen spricht man von einer Interpolation, wenn ein Intervall oder Segment eingefügt wird, das einer anderen Reihe entstammt oder sich auf andere Weise fremd zu der aktuellen Reihe verhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formenlehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Androl</name></author>
	</entry>
</feed>