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	<title>Internierungslager Grossau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Internierungslager Grossau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für Staatsbürger aus mit [[Österreich-Ungarn]] im Krieg befindlichen Staaten sowie für Inländer, die freundschaftlicher Gesinnung für einen Feindstaat verdächtigt wurden, bestand von 1914 bis 1918 während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Es befand sich in [[Schloss Grossau|Schloss Großau]] in [[Großau (Gemeinde Raabs an der Thaya)|Großau]] bei [[Raabs an der Thaya]] im [[Niederösterreich|niederösterreichischen]] [[Waldviertel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Am 29. August 1914 wurde das damals leerstehende, im Besitz des kaiserlichen Rats Natonek stehende Schloss von der [[Bezirk Waidhofen an der Thaya|Bezirkshauptmannschaft Waidhofen an der Thaya]] gemäß [[Kriegsleistungsgesetz]] in Anspruch genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Internierungslager]] belegt wurde das Schloss am 7. September 1914 durch die Verlegung von etwa 130 Personen aus dem [[Internierungslager Karlstein an der Thaya]], das wegen der teilweisen Einsturzgefahr des dortigen [[Schloss Karlstein (Niederösterreich)|Schlosses Karlstein]] kurzfristig geräumt werden musste. Ende Oktober wurde die Kapazität des neuen Lagers durch die Besiedelung des [[Schüttkasten]]s aufgestockt. Im Mai 1915 wurde dieser aber wieder geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1914 erhielt die Bezirkshauptmannschaft [[Waidhofen an der Thaya]] als Lagerverwaltung die Genehmigung, im Schloss ein Zentralkrankenhaus für alle von der BH Waidhofen an der Thaya verwalteten Internierungslager einzurichten. Dieses Krankenhaus hatte eine Kapazität von 80 Betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Besitzer des Gutes Großau verkaufte es im Lauf des Jahres an den Besitzer der [[Burg Raabs an der Thaya]], Baron Robert Freiherr Klinger von Klingerstorff. Dadurch wurden Neuverhandlungen über die Nutzung des Schlosses als Internierungslager notwendig. Auf Wunsch des neuen Besitzers wurde das Krankenhaus geschlossen und in das [[Internierungslager Drosendorf]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem feindlichen Kriegseintritt des [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreichs Italien]] wurde die Kapazität durch die Errichtung von [[Baracke]]n um 400 Plätze aufgestockt. Am 10. August 1915 wurde die Fertigstellung dieser Unterkünfte gemeldet. Ende 1915 wurden die Räumlichkeiten im Schloss geräumt und die neu errichtete Baracken bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem am 29. April 1917 die bis dahin einquartierten Engländer und Franzosen aus Großau verlegt wurden, wurde das Lager am 1. Mai 1917 vorübergehend geräumt. Unter den Internierten war auch der Bruder von [[James Joyce]], [[Stanislaus Joyce]], der vom [[Internierungslager Kirchberg an der Wild]] hierher verlegt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An ihrer Stelle wurden nun „russophile Inländer“ – Staatsbürger [[Österreich-Ungarn]]s, denen man eine Zusammenarbeit mit [[Russisches Kaiserreich|Russland]] zutraute – aus dem Internierungslager Thalerhof bei [[Graz]] in der [[Steiermark]] nach Großau verlegt. Sie wurden hier aber &amp;#039;&amp;#039;nur&amp;#039;&amp;#039; konfiniert. Das bedeutete, dass sie im Barackenlager untergebracht und verköstigt wurden und bei Bedarf neue Kleidung erhielten. Ihre Bewegungsfreiheit war zeitlich und räumlich auf etwa 5 Kilometer im Umkreis begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Oktober 1917 wurde das Lager durch Entlassungen und Verlegungen in andere Lager erneut geräumt. Die Neubelegung am 10. Jänner 1918 erfolgte durch die Verlegung von [[Königreich Montenegro|montenegrinischen]] Offizieren und Zivilisten aus dem [[Geschichte Ungarns|westungarischen]] Lager Boldogasszony ([[Frauenkirchen]], [[Burgenland]]). Diese wurden ebenfalls konfiniert. Bis zur Auflösung des Internierungslagers waren nur noch Montenegriner in Großau einquartiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Mundschütz: &amp;#039;&amp;#039;Internierung im Waldviertel. Die Internierungslager und -stationen der BH Waidhofen an der Thaya 1914 – 1918.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2002 (Wien, Universität, Dissertation, 2002).&lt;br /&gt;
* Leo Leitner: &amp;#039;&amp;#039;A Letter from Ulysses. James Joyce und sein Bruder, der Erste Weltkrieg und das Waldviertel. Eine erfolgreiche Spurensuche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.morgen.at/ morgen].&amp;#039;&amp;#039; 8, 2004, S. 48–52.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/52/53/N |EW=15/31/15/E |type=landmark |region=AT-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internierungslager (Österreich-Ungarn)|Grossau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Niederösterreichs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raabs an der Thaya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>195.37.61.194</name></author>
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