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	<title>Internationale Arbeiterhilfe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Internationale_Arbeiterhilfe&amp;diff=575853&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pönij: /* Filmproduktionen */</title>
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		<updated>2026-03-07T10:14:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Filmproduktionen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Organisation in Berlin. Zur Organisation in Brüssel siehe [[SOLIDAR]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Internationale Arbeiterhilfe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-nahe Organisation, die in den 1920er und frühen 1930er Jahren Sozialleistungen für Arbeiter bereitstellte und verschiedene [[Proletariat|proletarische]] [[Filmproduktion]]sgesellschaften unterhielt bzw. ins Leben rief. Ihre Zentrale hatte die IAH in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
Die IAH wurde in Berlin am 12. August 1921 als Reaktion auf einen Aufruf von [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]], der anlässlich einer Dürre- und Hungerkatastrophe im [[Wolgadeutsche Republik|Wolgagebiet]] ([[Hungersnot in Sowjetrussland 1921–1922]]) um internationale Unterstützung warb, als &amp;#039;&amp;#039;Auslandskomitee zur Organisierung der Arbeiterhilfe für die Hungernden in Rußland&amp;#039;&amp;#039; zunächst provisorisch gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brot und Maschinen für Sowjet-Russland Ein Jahr proletarischer Hilfsarbeit&amp;#039;&amp;#039; Von Willi Münzenberger, Verlag der Internationalen Arbeiterhilfe Berlin W 8/Unter den Linden 11 [https://library.fes.de/pdf-files/bibliothek/bestand/ako-13783.pdf Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Aktion brachte eine Abfuhr: Die &amp;#039;&amp;#039;[[Internationaler Gewerkschaftsbund (1901–1945)|International Federation of Trade Unions]]&amp;#039;&amp;#039; (IFTU, bzw. Amsterdamer Internationale) zog es vor, gesammelte Gelder dem [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Roten Kreuz]] zu übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kasper Braskén: &amp;#039;&amp;#039;The International Workers’ Relief, Communism, and Transnational Solidarity. Willi Münzenberg in Weimar Germany&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Palgrave Macmillan, Houndsmills 2015, S. 36, ISBN 978-1-137-30423-0&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gewerkschaftsfunktionär [[Edo Fimmen]] fragte, was die Kommunisten nun von der IFTU wollten, hätten sie doch ihre internationalen, proletarischen Hilfsaktionen in Österreich und Ungarn sabotiert und die IFTU als Verräter der Arbeiterklasse beschimpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Kasper Braskén: &amp;#039;&amp;#039;The International Workers’ Relief&amp;#039;&amp;#039;. Houndsmill 2015, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorsitzender der nun nicht mehr provisorischen IAH wurde [[Willi Münzenberg]]. Er hatte sich innerhalb der Linken bisher als engagierter Jugendfunktionär empfohlen. Ehrenpräsidentin der Organisation war bis zu ihrem Tode 1933 die Politikerin und [[Frauenrecht]]lerin [[Clara Zetkin]]. Vertreter der IAH bei der [[Komintern]] und Geschäftsführer des [[Moskau]]er Büros war im ersten Jahr der Schriftsteller [[Franz Jung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jung&amp;quot;&amp;gt;Franz Jung: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg nach unten. Aufzeichnungen aus einer großen Zeit&amp;#039;&amp;#039;, (Neuwied 1961), Neudruck in [[Uwe Nettelbeck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Republik&amp;#039;&amp;#039;, Salzhausen 1979, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1926 setzte das Zentralkomitee der IAH sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Clara Zetkin, Francesco Misiano (1884–1936), [[Olga Dawidowna Kamenewa]], Willi Münzenberg, [[Georg Ledebour]], [[Karl Grünberg (Schriftsteller)|Karl Grünberg]], [[Alfons Paquet]], John William (Willy) Kruyt (1877–1943), O. Levassart, Albert Fournier (1882–1971), Koumengau (Peking), Harry Pickard (Sydney), Ladislaus Veran (Prag), [[Raissa Adler]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Rote Fahne&amp;#039;&amp;#039; (Wien) vom 12. Mai 1926, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-81192-0004, Stuttgart, Ferienlager der Intern. Arbeiterhilfe.jpg|miniatur|Ferienlager der IAH für [[Arbeiterkinder]] in [[Stuttgart-Sillenbuch]] (1926)]]&lt;br /&gt;
Die IAH konnte während der Hungersnot für Lieferungen fünf Millionen Dollar aufbringen, blieb aber deutlich hinter der 63 Millionen Dollar werten Lieferung der [[American Relief Administration]] zurück, die in den folgenden Jahren von der IAH-Propaganda fortwährend kleingeredet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Babette Gross: &amp;#039;&amp;#039;Willi Münzenberg. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1967, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eher hinderlich waren Propaganda-Aktionen, bei denen dutzende von Eisenbahnwaggons für Lieferungen bereitgestellt wurden, die problemlos auf einen Lastwagen gepasst hätten – „zu einer Zeit, wo durch den Mangel an Transportmittel Tausende täglich verhungern“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar hatte die Parteilinke die IAH anfangs als „rote Heilsarmee“ verspottet, doch war nach dem [[Hamburger Aufstand|Aufstandsversuch in Hamburg]] und dem folgenden Verbot der KPD die IAH unbehelligt geblieben und konnte mit ihren Gruppen den KP-internen Informationsaustausch aufrechterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Babette Gross: &amp;#039;&amp;#039;Willi Münzenberg&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1967, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren unterstützte die IAH Arbeiter in Deutschland und anderen Ländern bei [[Streik]]kämpfen, aber auch bei Kriegen, Bürgerkriegen und Naturkatastrophen durch Verteilung von Kleidung, Lebensmitteln und Geld. Ihre finanziellen Ressourcen gewann sie mit Hilfe von Spendenaufrufen, kurzzeitig testete man die Ausgabe einer Arbeiteranleihe.&amp;lt;ref&amp;gt;Babette Gross: &amp;#039;&amp;#039;Willi Münzenberg&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1967, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Mittel sollten aus [[Kolchos]]en und Industriebetrieben erwirtschaftet werden, die die IAH in der [[Sowjetunion]] unterhielt. Offenbar waren aber die Großfischereien bei [[Wolgograd]] und [[Astrachan]], die Güter bei [[Kasan]] und [[Tscheljabinsk]], die Schuhfabrik und das [[Poliklinik|Ambulatorium]] in Moskau sowie die Werkstatt für Gebäudeinstandsetzung in [[Petrograd]]&amp;lt;ref&amp;gt;Babette Gross: &amp;#039;&amp;#039;Willi Münzenberg&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1967, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; kaum gewinnbringend zu betreiben, sondern im Gegenteil auf finanzielle Unterstützung durch Moskau angewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sean McMeekin: &amp;#039;&amp;#039;Wer um alles in der Welt ist Willi Münzenberg? Ein Zwischenbericht aus der Forschung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The International Newsletter of Communist Studies&amp;#039;&amp;#039;, VI/VII (2000/2001), no 14 ({{Webarchiv|text=PDF |url=http://www.mzes.uni-mannheim.de/projekte/incs/home/data/pdf/INCS_14_ONLINE.pdf |wayback=20070609111910 }}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Kernstück des „IAH-Konzerns“ entwickelte sich der [[Neuer Deutscher Verlag|Neue Deutsche Verlag]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Surmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzenberg-Legende. Zur Publizistik der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung 1921–1933&amp;#039;&amp;#039;, Prometh Verlag, Köln 1982, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmproduktionen ==&lt;br /&gt;
Da Münzenberg bereits frühzeitig das Potenzial filmischer [[Propaganda]] erkannte, war ein weiteres Arbeitsgebiet der IAH der Import sowjetischer Filme sowie die Produktion eigener Filme. 1922 gründete Münzenberg in Berlin die &amp;#039;&amp;#039;Aufbau Industrie und Handels AG&amp;#039;&amp;#039;. Die Firma diente vor allem dem Aufbau der sowjetischen Filmproduktion, ihr war jedoch auch ein von [[Hermann Basler]] geleitetes Filmamt angegliedert, das im März 1923 mit „Polikuschka“ (Regie [[Alexander Sanin]], 1922) erstmals einen sowjetischen Film in deutsche Kinos brachte. Nachdem die IAH sich bereits seit 1923&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dkj|12|06|1926|8|Der russische Film|NAME=Das Kino-Journal}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an dem sowjetischen Produktionsunternehmen „[[Studio Rus|Russ]]“/„[[Meschrabpom-Russ]]“ beteiligt hatte, übernahm sie die Firma 1928 ganz und benannte sie in „[[Meschrabpom-Film]]“ um. Als die [[Weimarer Republik|Reichsregierung]] Deutschland durch Kontingentbestimmungen gegen den Import ausländischer Filme abzuschotten begann, gründete die IAH 1924 in [[Wien]] – [[Österreich]] bot sich aus verschiedenen Gründen als Brückenland an – selbst eine Produktionsgesellschaft, die [[Prometheus Film]], die an ihrem österreichischen Standort allerdings nur einen einzigen Film hervorbrachte: [[Kurt Bernhardt]]s Regiedebüt &amp;#039;&amp;#039;Namenlose Helden&amp;#039;&amp;#039; (1925). Ihre eigentliche Aktivität entfaltete die Firma erst nach der Eröffnung ihrer Berliner Filiale, die Anfang April die meisten Funktionen der stillgelegten Wiener Zentrale übernahm und später Filme wie z. B. [[Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?]] (1931/32) produzierte. 1928 gründete die IAH auch die auf die Produktion kommunistischer [[Dokumentarfilm]]e spezialisierte [[Filmkartell &amp;quot;Weltfilm&amp;quot; GmbH]], die zudem den Zweck hatte, bei anderen Film-Unternehmungen entstandene Schulden auf sich zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sean McMeekin: &amp;#039;&amp;#039;The red millionaire. A political biography of Willi Münzenberg, Moscow’s secret propaganda tsar in the West&amp;#039;&amp;#039;, Yale University Press, New Haven/London 2003, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die IAH wurde von zahlreichen linken Intellektuellen unterstützt, darunter [[Albert Einstein]], [[Martin Andersen Nexø]], [[Henri Barbusse]], [[Maxim Gorki]], [[George Grosz]], [[Maximilian Harden]], [[Arthur Holitscher]], [[Käthe Kollwitz]], [[George Bernard Shaw]], [[Upton Sinclair]] und [[Ernst Toller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübertragung]] an die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] 1933 musste die IAH in Deutschland ihre Tätigkeit einstellen, der amerikanische Zweig wurde umbenannt in „National Committee to Aid the Victims of German Fascism“ (Nationales Hilfskomitee für die Opfer des deutschen Faschismus), mit Hauptquartier im [[Flatiron Building]] am Broadway in New York.&amp;lt;ref&amp;gt;Sean McMeekin: &amp;#039;&amp;#039;The red millionaire&amp;#039;&amp;#039;, New Haven/London 2003, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr wirklich internationaler Charakter ließ die IAH bei zunehmender Spionagefurcht in Moskau für die [[Gossudarstwennoje Polititscheskoje Uprawlenije|GPU]] zum Problem werden, das [[Kommunistische Partei der Sowjetunion#Zentralkomitee|Zentralkomitee der KPdSU]] beschloss deshalb 1935 die Auflösung und bestimmte den Schweizer Karl Hofmeyer zum Liquidator. Von der [[Internationale Rote Hilfe|Internationalen Roten Hilfe]] übernommen wurden die nach wie vor tätigen IAH-Niederlassungen in Frankreich, der Tschechoslowakei, Österreich und anderen Ländern,&amp;lt;ref&amp;gt;Babette Gross: &amp;#039;&amp;#039;Willi Münzenberg&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1967, S. 287 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Film-Sparte ging in Moskau an das staatliche Filmmonopol.&amp;lt;ref&amp;gt;Sean McMeekin: &amp;#039;&amp;#039;The red millionaire&amp;#039;&amp;#039;, New Haven/London 2003, S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Internationale Rote Hilfe]]&lt;br /&gt;
* [[Kommunistische Internationale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Willi Münzenberg: &amp;#039;&amp;#039;Solidarität: zehn Jahre Internationale Arbeiterhilfe 1921–1931&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Neuer Deutscher Verlag 1931.&lt;br /&gt;
* Heinz Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Arbeiterhilfe und ausländische Kulturschaffende in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Kändler u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berliner Begegnungen. Ausländische Künstler in Berlin 1918 bis 1933&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Verlag Berlin, 1987, S. 396–408&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.filmarchiv.at/events/3006/txt02.htm www.filmarchiv.at] Revolution oder Rendite? Die Prometheus-Film 1924–1932&lt;br /&gt;
* [http://www.kollwitz.de/sachregister.aspx?glossarid=6979 www.kollwitz.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Arbeiterbewegung (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationale Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunistische Organisation oder Vereinigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst in den 1930er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pönij</name></author>
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