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	<title>Interferometric Synthetic Aperture Radar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:41:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interferometric_Synthetic_Aperture_Radar&amp;diff=678059&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sicherlich: link</title>
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		<updated>2026-01-08T21:52:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Izmit interferogram.jpg|mini|Interferogramm erzeugt aus  [[European Remote Sensing Satellite|ERS-2]] Daten vom  13. August und 17. September 1999. Es zeigt die Deformationen durch das [[İzmit]] Erdbeben am  17. August 1999. ]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interferometric Synthetic Aperture Radar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;InSAR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; deutsch &amp;#039;&amp;#039;Radarinterferometrie&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Methodik der [[Synthetic Aperture Radar|SAR]]-[[Interferometrie]] zur Nutzung von [[Phasenverschiebung|Phasenunterschieden]] bei der Erfassung der Empfangsstärken der vom Gelände zurückkommenden Signale mit zwei nebeneinander angeordneten Antennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Aus diesen Phasenunterschieden können durch komplexe Rechenoperationen Objekthöhen der [[Topografie (Kartografie)|Geländetopographie]] und damit [[digitales Geländemodell|digitale Geländemodelle]] prozessiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anwendungsfelder der Radar-Interferometrie sind die Erfassung von Veränderungen der Erdoberfläche im mm- und cm-Bereich ([[Gletscher]], Vulkanismus, Hangrutschungen, Erdbeben, bergbaubedingte Senkungen usw.) sowie die Vermessung von [[Meeresströmung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messverfahren ==&lt;br /&gt;
Aufnahmen können mittels Flugzeug-getragenen Systemen durchgeführt werden, hier liegt der Abstand zwischen den Antennen bei einigen Dezimetern. Beim Einsatz von Satellitentechnik werden größere Abstände benötigt. Bei der im Jahre 2000 durchgeführten Shuttle-Mission [[STS-99]] (&amp;#039;&amp;#039;Shuttle Radar Topography Mission&amp;#039;&amp;#039;) wurde ein 60 m langer Ausleger benutzt, um interferometrische SAR-Daten zu gewinnen. Es wurden große Teile der Erdoberfläche aus etwa 230 km Höhe dokumentiert bei einmaligem Überflug. Dieses Verfahren wird daher auch als „Single-Pass-Interferometrie“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorteile der Methodik sind:&lt;br /&gt;
* Erzeugung von Oberflächenmodellen&lt;br /&gt;
* Hohe Präzision&lt;br /&gt;
* [[Kosteneffektivität]]&lt;br /&gt;
* Simultane Aufnahme großer Flächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei InSAR können darüber hinaus auch von jeweils korrespondierenden Bildpunkten zweier zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommener SAR-Bilder die entsprechenden Phasenwerte verglichen werden. Dadurch ist man in der Lage Entfernungsunterschiede vom Bruchteil einer [[Wellenlänge]] (cm) zu messen.&lt;br /&gt;
Hierbei sind die Flugbahnen leicht versetzt, wobei nur jeweils eine Antenne die Aufzeichnung durchführt. Dieses „Repeat-Pass-Verfahren“ besitzt den Nachteil, dass zwischenzeitliche Veränderungen, die die Oberflächenrauhigkeit beeinträchtigen, das [[Radarecho]] beeinflussen und dadurch Messaufnahmen und die berechneten Geländetopografien verfälschen. Einflussfaktoren sind beispielsweise Windverhältnisse oder Regenfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persistent Scatterer Interferometrie ===&lt;br /&gt;
Techniken auf Basis von Persistent (oder Permanent) Scatterer Interferometrie sind eine relativ neue Entwicklung des konventionellen InSAR und beruhen auf der Untersuchung von Pixeln im SAR-Bild, die über eine Folge von [[Interferogramm]]en kohärent bleiben. Im Jahr 1999 entwickelten Forscher am [[Polytechnikum Mailand|Politecnico di Milano]] einen Mehrbild-Ansatz, bei dem man einen komplexwertigen SAR-Bildstapel nach Objekten am Boden durchsucht, welche konsistente und stabile Radarreflexionen zurück zum Satelliten liefern. Diese Objekte können die Größe eines Pixels oder, häufiger, Subpixel-Größe haben und sind in jedem Bild des Stapels vorhanden. Aus der Änderung der [[Phasenverschiebung|Phase]] über die Zeit kann eine Deformationszeitserie abgeleitet werden. Die Genauigkeit liegt hierbei im Sub-Zentimeterbereich. Die ursprüngliche Implementierung ist patentiert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://site.tre-altamira.com/insar/ |titel=InSAR AT A GLANCE |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-11-02 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das führte dazu, dass Forschungszentren und Unternehmen eigene Variationen des ursprünglichen Algorithmus entwickelten. In der wissenschaftlichen Literatur werden diese Techniken als Persistent Scatterer Interferometry oder PSI-Techniken bezeichnet. Dieser Begriff wurde von der Europäischen Weltraumorganisation ([[Europäische Weltraumorganisation|ESA]]) für die zweite Generation der Radar-Interferometrietechniken vorgeschlagen. Der Begriff PSI-Techniken wird heute von Wissenschaftlern und Endnutzern allgemein akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen sind solche Techniken in städtischen Gebieten mit vielen permanenten Strukturen am nützlichsten, wie z. B. die PSI-Studien über europäische Geohazard-Standorte, die im Rahmen des Terrafirma-Projekts durchgeführt wurden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.esa.int/About_Us/ESRIN/Ground_movement_risks_identified_by_Terrafirma |titel=Ground movement risks identified by Terrafirma |werk= |hrsg=ESA |datum= |abruf=2020-10-27 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bodenbewegunsgdienst Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/GG_Fernerkundung/BodenBewegungsdienst_Deutschland/bodenbewegungsdienst_deutschland_node.html |titel=Bodenbewegungdienst Deutschland |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-10-27 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bietet einen Informationsdienst über Gefahren durch Bodenbewegungen, welche aus PSI Auswertungen der [[Sentinel-1]] Satellitendaten stammen. Seit Juni 2022 bietet der European Ground Motion Service (EGMS)  (Europäischer Bodenbewegunsgdienst) PSI Auswertungen für alle [[Copernicus (Erdbeobachtungsprogramm)|Copernicus]] Mitgliedsländer an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://land.copernicus.eu/pan-european/european-ground-motion-service |titel=European Ground Motion Service |werk=European Ground Motion Service |datum=2022-06-01 |sprache=en |abruf=2022-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:European Ground Motion Service Interface.png|alternativtext=Web Portal des Europäischen Bodenbewegungsdienstes (EGMS).|mini|420x420px|Web Portal des Europäischen Bodenbewegungsdienstes (EGMS). Zeitserien für PSI Punkt für ganz Europa können angesehen werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Den Durchbruch erzielte diese Technik mit den Starts der Satelliten ERS-1 und ERS-2 ([[European Remote Sensing Satellite]]) 1991 und 1995 sowie der [[STS-99]] Mission im Jahr 2000. Letztere hat in den frühen 2000er-Jahren ein nahezu globales Höhenmodell mit zuvor unerreicht hoher geometrischer Auflösung geliefert. Weitere Systeme waren PALSAR auf dem japanischen Satelliten [[Advanced Land Observing Satellit|ALOS]] (bis 2011) und ASAR auf [[Envisat]] (bis 2012).&lt;br /&gt;
Seit 2007 liefert der deutsche Satellit [[TerraSAR|TerraSAR-X]] SAR-Daten. Seit 2010 wird dessen Mission durch den Satelliten [[TanDEM-X]] ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2019 hat sich das Angebot der verfügbaren SAR-Satelliten um die privaten [[Satellitenkonstellation]]en von Capella Space&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Capella Space |url=https://www.capellaspace.com/technology/ |titel=Millimeter Scale Changes on the Earth’s Surface |werk= |datum= |abruf=2020-12-03 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Iceye]] erweitert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=ICEYE |url=https://www.iceye.com/sar-data |titel=ICEYE SAR DATA |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-12-03 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bert M. Kampes: &amp;#039;&amp;#039;Radar interferometry – persistent scatterer technique.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Dordrecht 2006, ISBN 978-1-4020-4576-9&lt;br /&gt;
* Ramon F. Hanssen: &amp;#039;&amp;#039;Radar interferometry – data interpretation and error analysis.&amp;#039;&amp;#039; Kluwer Acad. Publ., Dordrecht 2001, ISBN 0-7923-6945-9&lt;br /&gt;
* Gini Ketelaar: &amp;#039;&amp;#039;Satellite radar interferometry – subsidence monitoring techniques.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Dordrecht 2009, ISBN 978-1-4020-9427-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.esa.int/esaCP/SEM9PL6UPLG_index_0.html Earth movements from Japan earthquake seen from space]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1215270844}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satellitentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodäsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interferometrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sicherlich</name></author>
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