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	<title>Interdiskurs - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T17:16:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interdiskurs&amp;diff=577572&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carolus requiescat: /* Weblinks */ wikilink</title>
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		<updated>2025-10-05T13:12:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interdiskurs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff in der [[Diskursanalyse]] und dient im Gegensatz zum [[Spezialdiskurs]] als Bezeichnung für alle nicht-wissenschaftlichen Diskurse, die methodisch analysiert werden sollen. Teile des wissenschaftlichen Diskurses fließen jedoch in den Interdiskurs mit ein und werden als Elemente in der Analyse berücksichtigt. Das Konzept wurde in Frankreich maßgeblich von [[Michel Pêcheux]] (1938–1983) ausgearbeitet und in Deutschland von dem Literaturwissenschafter und Diskurstheoretiker [[Jürgen Link]] weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die Diskursanalyse selbst ist der Begriff in der [[Sprachwissenschaft]] entstanden, wird darüber hinaus aber in vielen weiteren [[Sozialwissenschaften|Sozial-]] und [[Geisteswissenschaften]] angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Als ein Beispiel für einen Interdiskurs führt [[Jürgen Link]], der den Begriff Interdiskurs entwickelte, die Aussage Jugendlicher an: „Wenn heutige Jugendliche sich metaphorisch derart äußern, dass sie irgendetwas &amp;#039;&amp;#039;auf ihrer Festplatte schon gelöscht haben&amp;#039;&amp;#039;, dann erwähnen sie dabei auf extrem komplexitätsreduzierte Weise ein gewisses Wissen aus der Computerpraxis, hinter dem wiederum ein Wissen aus der Informatik steckt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;qresearch&amp;quot;&amp;gt;[http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/3-06/06-3-20-d.htm Rainer Diaz-Bone.] April 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Grund der hohen Arbeitsteilung in den modernen Gesellschaften sind die verschiedenen Diskurse auf vereinfachende Interdiskurse in der Vermittlung angewiesen: „Ein Interdiskurs muss sich also an mehrere Spezialdiskurse ankoppeln können. Um dies zu leisten, bringt er sich zu den Spezialdiskursen in ein Verhältnis von Bild und Abgebildetem: Der Interdiskurs stellt einen Bildraum bereit, auf den der Spezialdiskurs per [[Analogieschluss|Analogie]] bezogen werden kann, und er bezieht sich dabei nicht nur auf einen Spezialdiskurs, sondern sogleich auf mehrere.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;uniessen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.uni-essen.de/einladung/Vorlesungen/methoden/link.htm &amp;#039;&amp;#039;Jürgen Link&amp;#039;&amp;#039;.] Uni Essen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Interdiskurs vermittelt somit symbolisch Diskurse. [[Kollektivsymbolik|Kollektivsymbole]] sind ihre wichtigsten Bestandteile. Die Spezialdiskurse sind dabei nicht nur auf den Interdiskurs angewiesen, um in andere Diskurse integriert zu werden. Der Interdiskurs dient auch der „Durchsetzung eines Sinnschemas, das bestimmte Logiken in die Spezialdiskurse hineinprojiziert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;uniessen&amp;quot; /&amp;gt; So kann zum Beispiel im Interdiskurs zwischen Sportdiskurs und Diskursen aus der Politik das Sinnschema &amp;#039;&amp;#039;sportliche Fairness&amp;#039;&amp;#039; hinsichtlich einer Partei vermittelt werden, wenn etwa ausgedrückt wird –&amp;amp;nbsp;die Partei &amp;#039;&amp;#039;xy&amp;#039;&amp;#039; habe in der Umfrage „die Nase vorn“&amp;amp;nbsp;– was demnach (auch) bedeuten soll, sie halte sich dabei an gewisse Regeln, welche eben denen entsprechen, die Kontrahenten im fairen, sportlichen Wettkampf befolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uniessen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interdiskurs in den Medien ==&lt;br /&gt;
Besondere Wirkung besitzt der Interdiskurs in den Medien, die nach dem Prinzip „Zuschauer da abholen, wo sie stehen“ verfahren. Interdiskurse sind hier sehr vereinfacht „und zur subjektiven Identifikation aufbereitet“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;qresearch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differenzierung ==&lt;br /&gt;
Jürgen Link differenziert zwischen den Diskurstypen Interdiskurs und Spezialdiskurs, da sich beide Diskurse ([[Foucault]]) in ihren Sagbarkeitsfeldern und Wissensräumen – bzw. Bildräume im Interdiskurs – auf ein unterschiedliches Publikum beziehen. Link hält eine solche prinzipielle Unterscheidung im Gegensatz zu den [[Systemtheorie]]n [[Niklas Luhmann|Luhmanns]] für notwendig, um „irrige Homogenisierungen“ zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;qresearch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rainer Diaz-Bone]]: &amp;#039;&amp;#039;Operative Anschlüsse: Zur Entstehung der Foucaultschen Diskursanalyse in der Bundesrepublik. Jürgen Link im Gespräch mit Rainer Diaz-Bone&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research&amp;#039;&amp;#039;, April 2006, 7(3), Art. 20. [http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/3-06/06-3-20-d.htm qualitative-research.net] abgerufen am 21. Januar, 2007.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Jäger]]: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Diskursanalyse. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. 2004, ISBN 3-89771-732-8.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Link]]: &amp;#039;&amp;#039;Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;. UTB, Stuttgart 1997, ISBN 3-8252-0305-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitschriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Kulturrevolution (Zeitschrift)|kultuRRevolution - zeitschrift für angewandte diskurstheorie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-essen.de/einladung/Vorlesungen/washeisst/kolleksymbole.htm &amp;#039;&amp;#039;Kollektivsymbole&amp;#039;&amp;#039;.] Uni Essen.&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-essen.de/einladung/Vorlesungen/methoden/link.htm &amp;#039;&amp;#039;Jürgen Link&amp;#039;&amp;#039;.] Uni Essen.&lt;br /&gt;
* Siegfried Jäger: {{Webarchiv |url=http://www.lrz-muenchen.de/~Diskursanalyse/content/s_jaeger.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Die „Wirkung“ des Diskurses auf individuelles und kollektives Bewußtsein&amp;#039;&amp;#039;.|wayback=20041117212657}} Workshop „Perspektiven der Diskursanalyse“. Uni München &lt;br /&gt;
* [http://www.bis.uni-oldenburg.de/bisverlag/imhein96/kap1.pdf Diskursanalyse als methodischer Ansatz.] (PDF; 77 kB) Uni Oldenburg.&lt;br /&gt;
* Claudia Bluhm, Dirk Deissler, [[Joachim Scharloth]], [[Anja Stukenbrock]]: [http://www.ds.unizh.ch/scharloth/publikationen/scharloth_diskursanalyse.pdf &amp;#039;&amp;#039;Linguistische Diskursanalyse: Überblick, Probleme, Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskursanalyse|Theorie der Kollektivsymbolik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carolus requiescat</name></author>
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