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	<title>Interalliierte Kriegsschulden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:03:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Interalliierte_Kriegsschulden&amp;diff=2020623&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phi: Johnson Act</title>
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		<updated>2022-12-04T16:25:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Johnson Act&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interalliierte Kriegsschulden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren zwischenstaatliche Zahlungsverpflichtungen, die während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] zwischen den [[Triple Entente|Alliierten und assoziierten Mächten]] aufgelaufen waren. [[Gläubiger|Hauptgläubiger]] waren die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] (USA) und das [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Vereinigte Königreich]] (Großbritannien), das seinerseits einen Großteil des verliehenen Geldes bei der [[Bundesregierung (Vereinigte Staaten)|US-amerikanischen Bundesregierung]] aufgenommen hatte. Insgesamt beliefen sie sich auf eine zu [[Zins|verzinsende]] [[Kapital]]summe von etwa 26,5 Milliarden [[US-Dollar]], das heißt 5,5 Milliarden [[Pfund Sterling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Weltkriegs kam der [[Kapitaldienst|Schuldendienst]] an den interalliierten Kriegsschulden nur langsam in Gang. Die [[Rat der Volkskommissare der RSFSR|Sowjetregierung]] weigerte sich, die Schulden der vom [[Russisches Kaiserreich|Zarenreich]] aufgenommenen Kredite zu bedienen. Die europäischen Siegermächte wollten nur zahlen, wenn sie mindestens die gleiche Summe vom [[Weimarer Republik|Deutschen Reich]] als [[Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg|Reparationen]] einnahmen. Diesen Standpunkt hatte der britische [[Lord President of the Council]] [[Arthur James Balfour, 1. Earl of Balfour|Arthur Balfour]] am 1.&amp;amp;nbsp;August 1922 in einer [[Diplomatische Note|Note]] an die [[Schuldner]]staaten Großbritanniens deutlich gemacht: Demnach wolle die Regierung seiner Majestät nur so viel an Reparationen von Deutschland und Kriegsschulden von seinen ehemaligen Verbündeten einfordern, wie zur Bedienung ihrer eigenen Kriegsschulden bei den Vereinigten Staaten nötig sei. Erst nachdem Deutschland mit dem [[Dawesplan]] 1924 begonnen hatte, regelmäßig Reparationen an die europäischen Siegermächte zu zahlen, begannen diese, ihre interalliierten Kriegsschulden zu bedienen. Insgesamt erhielten die USA unter dem Titel der interalliierten Kriegsschulden knapp 2,7 Milliarden US-Dollar zurück, das entspricht 12,25 % der geforderten Summe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Senat der Vereinigten Staaten|amerikanische Senat]] hatte die [[Ratifikation]] des [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrags]] am 19. März 1920 abgelehnt. Daher erhoben die USA keine Reparationsforderungen gegen das Deutsche Reich und lehnten lange jede Verknüpfung von Reparationen und interalliierten Kriegsschulden ab. Am 20.&amp;amp;nbsp;Juni 1931 schlug der [[Präsident der Vereinigten Staaten|amerikanische Präsident]] [[Herbert Hoover]] das [[Hoover-Moratorium]] vor: Um in der [[Weltwirtschaftskrise]] das Vertrauen der Kapitalmärkte wiederherzustellen, sollten sowohl der Schuldendienst der Reparationen als auch der interalliierten Kriegsschulden für ein Jahr aufgeschoben werden. Etwas mehr als ein Jahr später wurden auf der [[Konferenz von Lausanne (1932)|Konferenz von Lausanne]] die Reparationsverpflichtungen des zahlungsunfähigen Deutschen Reichs bis auf eine Restsumme von drei Milliarden Reichsmark als Schlusszahlung gestrichen, die nie eingefordert wurde. Daraufhin verweigerten Großbritannien, [[Dritte Französische Republik|Frankreich]] und die anderen interalliierten Kriegsschuldner den Schuldendienst. Seitdem befinden sie sich in [[Schuldnerverzug]]. 1934 unterzeichnete Präsident [[Franklin D. Roosevelt]] den &amp;#039;&amp;#039;Johnson Act&amp;#039;&amp;#039;, der verbot, Ländern, die bereits einmal ihre Schulden bei den USA nicht bedient hatte, Anleihen zu gewähren. Erst im Juli 1945 hob der Kongress diese Regelung wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Graml]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Alliierten und die Teilung Deutschlands. Konflikte und Entscheidungen 1941–1948&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-596-24310-6, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute ungelöste Frage der Kriegsschulden belastete in den Jahren vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] die Beziehungen zwischen den USA und den westeuropäischen Mächten und erschwerte eine gemeinsame Abwehr gegen die wachsenden Machtansprüche des [[NS-Staat|nationalsozialistischen Deutschland]]. Auch nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieb das Problem ungelöst. Ein amerikanischer [[Almanach|Weltalmanach]] listete bis Ende der 1970er Jahre die interalliierten Kriegsschulden auf, die die europäischen Mächte bei den USA hatten; durch den Verzug an [[Zins]]- und [[Zinseszins]]zahlungen hatte sich ihre Schuld bis 1980 nominal verdoppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Heyde: &amp;#039;&amp;#039;Das Ende der Reparationen. Deutschland, Frankreich und der Youngplan 1929–1932.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 1998, S. 453.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Denise Artaud: &amp;#039;&amp;#039;La question des dettes interalliées et la reconstruction de l’Europe (1917–1929)&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde., Champion honore, Paris 1978.&lt;br /&gt;
* Bruce Kent: &amp;#039;&amp;#039;The Spoils of War. The Politics, Economics, and Diplomacy of Reparations 1918–1932&amp;#039;&amp;#039;, Clarendon, Oxford 1989.&lt;br /&gt;
* Robert Self: &amp;#039;&amp;#039;Britain and the inter-Allied war debt settlements. The Economic Diplomacy of an Unspecial Relationship, 1917–1945&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, London 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/lkg/Verfassungen/resreg.htm Antje Dahlmanns: Die interalliierten Kriegsschulden] im virtuellen Geschichtsheft des [[Städtisches Louise-Schroeder-Gymnasium|Louise-Schröder-Gymnasiums]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwischenkriegszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Erster Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folgen des Ersten Weltkriegs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
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