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	<title>Interahamwe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T10:17:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interahamwe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Kinyarwanda]]: „diejenigen, die zusammenhalten“ oder „zusammen kämpfen“) war eine ursprünglich [[Paramilitär|paramilitärische]] Kampforganisation der Staatspartei Ruandas [[Mouvement républicain national pour la démocratie et le développement|MRND]], die etwa 1990, in der Regierungszeit des Staatschefs [[Juvénal Habyarimana]], gegründet wurde, sich später jedoch zu einer der wichtigsten Kräfte der extremistischen [[Hutu-Power]] entwickelte, die die Ermordung aller Tutsi propagierte.[[Datei:Flag of the Rwandan Democratic Movement.svg | mini | rechts | Flagge der Interahamwe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle im Völkermord ==&lt;br /&gt;
1994 bildete diese rund 30.000 Mann starke [[Hutu]]-Truppe unter den zahlreichen [[Freischärler|Miliz]]en des [[Völkermord in Ruanda|Völkermordes in Ruanda]] die stärkste Formation und führte zusammen mit der kleineren [[Impuzamugambi]] von der [[Liste der politischen Parteien in Ruanda|CDR]], der Inkuba-Miliz von der [[Liste der politischen Parteien in Ruanda|MDR]], der Abakombozi-Miliz von der [[Liste der politischen Parteien in Ruanda|PSD]] und weiteren Milizen zu einem erheblichen Teil den Völkermord an den Tutsi in Ruanda durch. Sie wurde von der [[Streitkräfte Ruandas|Armee Ruandas]] unterstützt, wobei die eigentliche Ausbildung der Interahamwe mehrere Jahre andauerte, mit dem Ziel, den von der damaligen ruandischen Regierung geplanten Genozid durchzuführen. Ungeklärt ist bis heute die Rolle Frankreichs dabei. Dass Frankreich an der Ausbildung der Interahamwe beteiligt war, wird nicht mehr bezweifelt. Unklar ist lediglich das Ausmaß, d. h. welche Waffen wurden weitergegeben, welche Gelder sind geflossen und wie wurden die Milizen ausgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dw.com/de/frankreichs-rolle-im-ruandischen-genozid/a-18372688 Frankreichs Rolle im ruandischen Genozid], dw.com, 9. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interahamwe hat während des Völkermords an den Tutsi in Ruanda hunderttausende Menschen vor allem mit [[Machete]]n und Knüppeln ermordet und verstümmelt. Die Interahamwe errichtete an allen wichtigen Stellen Straßensperren, an denen sie alle Tutsi, die zu fliehen versuchten, ermordete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1994 ging die Miliz in bewaffneten [[Guerilla]]-Gruppen der [[Hutu-Power]] auf, ohne jemals formal aufgelöst worden zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Völkermord ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Völkermords 1994 flüchtete die Interahamwe mit erheblichen Teilen der Hutu-Bevölkerung in den Osten der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]], wo sie Basen in den [[Flüchtlingslager]]n errichtete. Von dort aus ging sie gegen Tutsi und [[Banyamulenge]] vor und war für etliche [[Massaker]] an ihnen verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Flüchtlingslagern, in denen viele Verantwortliche für den Genozid aus den Reihen der &amp;#039;&amp;#039;[[Forces Armées Rwandaises]]&amp;#039;&amp;#039; (FAR) lebten, reorganisierten sich diese als [[Génocidaire]]s bezeichneten aktiven Teilnehmer am Völkermord. Die neue Organisation, in der die Interahamwe aufging, war zunächst der &amp;#039;&amp;#039;Rassemblement Démocratique pour le Rwanda&amp;#039;&amp;#039;, der sich nach der Aufnahme größerer Kontingente von Hutu aus dem Kongo den Namen &amp;#039;&amp;#039;Armée de Libération du Rwanda&amp;#039;&amp;#039; (ALiR) gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungsfiguren ==&lt;br /&gt;
Führer der Interahamwe zur Zeit des Völkermordes war [[Robert Kajuga]]. Während seine Mutter eine Hutu war, hatte sein als Tutsi geborener Vater seine Identität zu Hutu ändern lassen. Kajuga starb Ende 1994 krankheitsbedingt im Exil in der Demokratischen Republik Kongo. Sein Stellvertreter [[Georges Rutaganda]] wurde vom [[Internationaler Strafgerichtshof für Ruanda|Internationalen Gerichtshof für Ruanda]] in den Anklagepunkten [[Völkermord]], [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] und [[Mord]] schuldig gesprochen und 2003 zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Haftstrafe]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/world/1999/dec/07/chrismcgreal &amp;#039;&amp;#039;Life sentence for Rwandan genocide leader&amp;#039;&amp;#039;], theguardian.com, 7. Dezember 1999 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bernard Munyagishari]] gilt als einer der Gründer und Anführer der Interahamwe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TAZgefasst&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor= | url=https://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/ruandischer-milizenchef-geschnappt/ | titel=Ruandischer Milizenchef geschnappt |werk=[[die tageszeitung]] |datum=2011-05-26|zugriff=2011-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ephraim Nkezabera, der sogenannte „Bankier des Genozids“, wurde 2004 in [[Brüssel]] verhaftet, wo er sich bei Verwandten aufhielt. Dem ehemaligen Bankdirektor wurde neben verschiedenen Kriegsverbrechen auch vorgeworfen, die Interahamwe-Milizen finanziert und ausgerüstet zu haben sowie an der Finanzierung des berüchtigten Senders [[Radio-Télévision Libre des Mille Collines]] beteiligt gewesen zu sein. 2009 wurde er von einem belgischen Gericht wegen Kriegsverbrechen zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reuters.com/article/us-rwanda-trial-belgium/rwanda-banker-gets-30-year-sentence-for-war-crimes-idUSTRE5B04CG20091201 &amp;#039;&amp;#039;Rwanda banker gets 30-year sentence for war crimes&amp;#039;&amp;#039;], reuters.com, 1. Dezember 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.newtimes.co.rw/section/read/17385/ &amp;#039;&amp;#039;Nkezabera’s trial to start afresh in Belgian court&amp;#039;&amp;#039;], newtimes.co.rw, 6. März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2020 nahm die [[Polizei (Frankreich)|französische Polizei]] den unter falscher Identität in [[Asnières-sur-Seine]] lebenden, per [[Internationaler Haftbefehl|internationalen Haftbefehl]] gesuchten [[Félicien Kabuga]] fest. Der [[Internationaler Strafgerichtshof für Ruanda|Internationale Strafgerichtshof für Ruanda]] hatte ihn unter dem Vorwurf angeklagt, die Interahamwe gegründet und finanziert zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Der Spiegel |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/felicien-kabuga-mutmasslicher-drahtzieher-des-voelkermords-in-ruanda-festgenommen-a-2d3df162-5780-4719-bf48-cd304141a782 |titel=Félicien Kabuga: Mutmaßlicher Drahtzieher des Völkermords in Ruanda festgenommen – Der Spiegel – Politik |abruf=2020-05-16 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/288937.stm Interahamwe: A serious military threat], bbc.co.uk, 2. März 1999&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/1456900.stm Interahamwe: A spent force?], bbc.co.uk, 25. Juli 2001&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Leugnen-und-Vertuschen-3409058.html &amp;#039;&amp;#039;Leugnen und Vertuschen&amp;#039;&amp;#039;], heise.de, 1. Dezember 2006&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkermord in Ruanda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Ruanda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Demokratische Republik Kongo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paramilitärische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Ruanda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet in den 1990er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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