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	<title>Integrated Assessment - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-05-07T07:34:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Integrated Assessment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;IA&amp;#039;&amp;#039;, dt. &amp;#039;&amp;#039;Integrierte Bewertung&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Integrierte Folgenabschätzung&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet Vorgehensweisen vor allem der [[Umweltwissenschaften]], die [[Interdisziplinarität|interdisziplinär]] Wissen aus verschiedenen Fachgebieten zusammenführen, untersuchen und die Ergebnisse im Hinblick auf Handlungsalternativen bewerten und darstellen. IA zielt darauf, für komplexe Probleme möglichst vollständig Ursache-Wirkungs-Ketten zu erfassen. Zum Einsatz kommen dabei meist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Integrated Assessment Models&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;IAM&amp;#039;&amp;#039;, dt. &amp;#039;&amp;#039;Integrierte Bewertungsmodelle&amp;#039;&amp;#039;), die Modelle der verschiedenen Disziplinen in ein konsistentes Gesamtmodell zu integrieren versuchen. Integrated Assessment ist kein klar definierter Begriff, auch viele frühere Forschungsansätze lassen sich darunter subsumieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanDerSluijs2002&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. P. van der Sluijs |Titel=Integrated Assessment, Definition of |Sammelwerk=Encyclopedia of Global Environmental Change |Datum=2002 |ISBN=0-471-97796-9 |Seiten=249–253}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;parker2002&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Parker et al. |Titel=Progress in integrated assessment and modelling |Sammelwerk=Environmental Modelling &amp;amp; Software |Band=17 |Datum=2002 |Seiten=209–217}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutung hat der Ansatz insbesondere in der Analyse der [[Folgen der globalen Erwärmung]] und [[Klimapolitik]] erlangt. Die Anwendung von IA auch auf andere Probleme der Umweltwissenschaften bezeichnet man oft als &amp;#039;&amp;#039;Integrated Environmental Assessment&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;IEA&amp;#039;&amp;#039;), die Modelle dementsprechend als &amp;#039;&amp;#039;Integrated Environmental Assessment Model&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;IEAM&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;toth1998&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ferenc L. Toth and Eva Hizsnyik |Titel=Integrated environmental assessment methods: Evolution and applications |Sammelwerk=Environmental Modeling and Assessment |Band=3 |Datum=1998 |Seiten=193–207}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele und Methoden ==&lt;br /&gt;
Integrated Assessment wird oft sehr allgemein als iterativer Prozess beschrieben, an dessen Anfang eine konkrete politische Fragestellung steht und in dessen Verlauf Wissen und Modelle über verschiedene, natur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen hinweg verständlich gemacht, integriert und die Ergebnisse für politische Entscheidungen aufbereitet werden. Ziel ist es, gegenüber Ansätzen aus lediglich einer Disziplin einen Mehrwert zu schaffen und Entscheidungsträgern zusätzliche Informationen bereitzustellen. Es steht dagegen nicht im Vordergrund, in einzelnen Disziplinen neues Wissen zu gewinnen oder über die konkreten Fragestellungen des Assessment hinausgehende, allgemeingültige Modelle zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IA will meist kausale Wirkungsketten inklusive wichtiger [[Rückkopplung]]en integrieren, schematisch etwa:&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanDerSluijs2002&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kasten|sozioökonomische Antriebe → ökonomische Aktivitäten → Druck auf die Umwelt, zum Beispiel in Form von Emissionen → physikalische Folgen für Ökosysteme und Gesellschaften → sozioökonomische Folgen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Dimensionen der Integration sind die der [[Stakeholder]], die am Prozess beteiligt sind, und die unterschiedlicher Größenordnungen. Mittels IA untersuchte Probleme sind oft langfristige und weiträumige, gelegentlich auch regionale und mittelfristige.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanDerSluijs2002&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Integrierte Modelle dienen dabei dazu, die Konsequenzen politischen Handels zu untersuchen bzw. optimales Handeln zu ermitteln und auch während des Prozesses die Verständigung der Akteure untereinander zu verbessern. Aufgrund ihrer Komplexität werden IAM meist als [[Simulationsmodell]]e ausgeführt. Ergänzend und in der Modellierung nicht zugänglichen Bereichen kommen partizipatorische Methoden zum Einsatz, wie etwa Fokusgruppen oder Expertenpanels.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tol1998&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. S. J. Tol und P. Vellinga |Titel=The European Forum on Integrated Environmental Assessment |Sammelwerk=Environmental Modeling and Assessment |Band=3 |Datum=1998 |Seiten=181–191}}&amp;lt;/ref&amp;gt; IAM sind oft modular aufgebaut und enthalten, oft vereinfachte, Teilmodelle aus verschiedenen Disziplinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicherheit ist ein wichtiges Problem in IAM. Ein höherer Detaillierungsgrad kann teilweise Abhilfe schaffen, führt aber zu längeren Laufzeiten von Simulationen und, wegen zusätzlicher Parameter, zu aufwändigerer [[Sensitivitätsanalyse]]. Oft wird auch versucht, systematisch das mögliche Ergebnisspektrum zu ermitteln, was aber nur in nicht allzu detaillierten Modellen möglich ist. Daher und auch aufgrund unterschiedlicher Hintergründe und Sichtweisen der Modellierer unterscheiden sich verschiedene Modelle zu einer Fragestellung oft stark darin, welche Aspekte sie überhaupt formal berücksichtigen und in welcher Detaillierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tol1998&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Differenzierungsmerkmal von IAM ist die Art der Integration politischer Maßnahmen. Beispielsweise für IAM der globalen Erwärmung:&amp;lt;ref name=&amp;quot;parson1995&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edward A. Parson und Karen Fisher-Vanden |Hrsg=Center for International Earth Science Information Network [CIESIN] |Titel=Thematic Guide to Integrated Assessment Modeling of Climate Change |Datum=1995 |Online=[https://sedac.ciesin.columbia.edu/mva/iamcc.tg/TGHP.html sedac.ciesin.columbia.edu]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* mittels extern vorgegebenen Szenarien, zum Beispiel Emissionsszenarien,&lt;br /&gt;
* mittels Spezifikation von Technologiepfaden und ihrer Emissionsintensität,&lt;br /&gt;
* oder als Folge der Aktivität von Agenten im Modell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Begriffs in den 1970er Jahren ist eng mit neuen technischen Möglichkeiten der Zeit verbunden, vor allem der Computersimulation. Der Begriff wurde wahrscheinlich erstmals bei der Untersuchung des [[Saurer Regen|Sauren Regens]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;toth1998&amp;quot; /&amp;gt; Das IA und das dabei entwickelte RAINS-Modell (&amp;#039;&amp;#039;Regional Acidification Information and Simulation&amp;#039;&amp;#039;) spielte eine wichtige Rolle beim Zustandekommen des [[Genfer Luftreinhalteabkommen]], viele Staaten orientierten sich beim Zusatzprotokoll zu Schwefelemissionen an den Empfehlungen des IA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;parson1995&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung erlangte IA Mitte der 1980er Jahre zur Untersuchung der Folgen und Handlungsmöglichkeiten zur anthropogenen globalen Erwärmung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;toth1998&amp;quot; /&amp;gt; IAM wurden bereits vor Gründung des [[Intergovernmental Panel on Climate Change]] (IPCC) im Jahr 1988 eingesetzt. Während der Verhandlungen zur [[Klimarahmenkonvention]] der Vereinten Nationen (verabschiedet 1992) dienten die Ergebnisse der IAM vor allem dazu, „sichere Emissionskorridore“ zu ermitteln, die sowohl einen gefährlichen Temperaturanstieg als auch als inakzeptabel angesehene ökonomische Störungen vermeiden sollten. Auch auf dieser Basis wurden die Emissionsreduktionsziele des [[Kyoto-Protokoll]]s festgelegt. Mitte der 1990er Jahre gab es bereits mehr als 50 IAM. Seitdem gab es verstärkt Bemühungen, partizipatorische Ansätze in das IA von Klimapolitik einfließen zu lassen, so zum Beispiel im &amp;#039;&amp;#039;ULYSSES&amp;#039;&amp;#039;-Projekt der EU.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanDerSluijs2002&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende der 1990er und in der ersten Hälfte der 2000er Jahre wurden Initiativen wie das &amp;#039;&amp;#039;European Forum on Integrated Environmental Assessment (EFIEA)&amp;#039;&amp;#039; der EU&amp;lt;ref name=&amp;quot;tol1998&amp;quot; /&amp;gt; oder die &amp;#039;&amp;#039;Integrierte Assessment Society&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;TIAS&amp;#039;&amp;#039;) und Fachzeitschriften ins Leben gerufen. Allerdings wurden einige mittlerweile wieder eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Problem der Globalen Erwärmung wird IA heute in einer Reihe weiterer Fragestellungen eingesetzt, etwa beim Management von Land- und Wassernutzung oder der Umweltwirkung von Chemikalien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;parson1995&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Integrated Assessment der globalen Erwärmung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NGFS Climate Scenarios 2022 CO2 Emissions.png|mini|Mit dem Integrated Assessment Modell „REMIND“ berechnete, jährliche [[Treibhausgasemissionen]] in den verschiedenen Klimaszenarien des [[Network for Greening the Financial System|Networks for Greening the Financial System]], 2022&amp;lt;ref name=&amp;quot;scenarios22&amp;quot;&amp;gt;NGFS (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NGFS Climate Scenarios for central banks and supervisors&amp;#039;&amp;#039;. September 2022 ([https://www.ngfs.net/sites/default/files/medias/documents/ngfs_climate_scenarios_for_central_banks_and_supervisors_.pdf.pdf PDF], 2,6&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
IA der globalen Erwärmung verfolgt drei Hauptziele:&amp;lt;ref name=&amp;quot;weyant1995&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Weyant et al. |Titel=Integrated Assessment of Climate Change: An Overview and Comparison of Approaches and Results |Sammelwerk=Climate Change 1995, Economic and Social Dimensions of Climate Change, Contribution to Working Group III to the Second Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* mögliche zukünftige Pfade menschlicher und natürlicher Systeme koordiniert zu untersuchen,&lt;br /&gt;
* Einsichten in Kernfragen politischer Gestaltungsmöglichkeiten zu gewinnen,&lt;br /&gt;
* Forschungsfelder zu priorisieren, um besser robuste politische Optionen zu finden.&lt;br /&gt;
Die Integration hilft dabei, Annahmen verschiedener Disziplinen zu koordinieren und Rückkopplungen in die Analyse einzuführen, die in der isolierten Untersuchung einzelner Felder fehlen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IAM enthalten meist als Teilmodelle mindestens ein [[Klimamodell]] und ein ökonomisches Modell, etwa ein [[Allgemeines Gleichgewichtsmodell]]. Sie verbinden den durch menschliche Aktivität verursachten Ausstoß von Treibhausgasen, deren Konzentration in der Atmosphäre, damit verbundene Temperaturänderungen, die [[Folgen der globalen Erwärmung]] für Ökosysteme und Menschen und deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Rückwirkungen. Viele IAM sind [[Optimierungsmodell]]e, die den Emissionspfad mit maximalem Gesamtnutzen zu ermitteln versuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. H. Goulder und W. A. Pizer |Hrsg=S. N. Durlauf und L. E. Blume |Titel=Climate Change, Economics of |Sammelwerk=The New Palgrave Dictionary of Economics |Datum=2008 |DOI=10.1057/9780230226203.0247}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Sachstandsbericht des IPCC|zweite Sachstandsbericht des IPCC]] unterscheidet optimierende und evaluierende IAM der Klimapolitik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;weyant1995&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &amp;#039;&amp;#039;optimierende Modelltypen&amp;#039;&amp;#039; zählen:&lt;br /&gt;
; &amp;#039;&amp;#039;Kosten-Nutzen Modelle&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: Kosten-Nutzen Modelle versuchen, [[Grenzkosten]] von [[Klimaschutz|Vermeidungsmaßnahmen]] mit denen von [[Anpassung an die globale Erwärmung|Anpassungsmaßnahmen]] auszugleichen und so die optimale Kombination von Emissionsreduktion und Anpassung zu ermitteln. Emissionswerte sind hier also nicht vorgegeben, sondern &amp;#039;&amp;#039;Ergebnis&amp;#039;&amp;#039; der Modellanalyse. Solche Modelle müssen monetäre und, soweit sie sie berücksichtigen, nicht-monetäre Schäden in einheitlichen Größen quantifizieren.&lt;br /&gt;
; &amp;#039;&amp;#039;Zielbasierte Modelle&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: Zielbasierte Modelle gehen von &amp;#039;&amp;#039;gegebenen&amp;#039;&amp;#039; Emissionszielen oder -folgen aus, wie etwa dem [[2-Grad-Ziel]], und versuchen, optimale Emissionspfade oder Handlungsmöglichkeiten zu finden, die diese Ziele erreichen (vgl. [[Preis-Standard-Ansatz]]).&lt;br /&gt;
; &amp;#039;&amp;#039;Unsicherheitsbasierte Modelle&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: Unsicherheitsbasierte Modelle befassen sich vor allem mit [[Entscheidung unter Unsicherheit]]. Sie beziehen Unsicherheit in vereinfachte Kosten-Nutzen oder zielbasierte Modelle mit ein, zum Beispiel als Spektrum möglicher Parameterwerte, oder ergänzen Zustände in vollständigen Kosten-Nutzen Modellen. Viele erlauben es auch, Politik im Simulationsverlauf zu ändern, wenn Unsicherheiten mit der Zeit abnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Evaluierende Modelltypen&amp;#039;&amp;#039; enthalten oft mehr oder detailliertere naturwissenschaftliche Komponenten, während sozioökonomische Komponenten weniger ausgeprägt sind. Sie beziehen zum Beispiel auch Landnutzungsänderungen oder Schwefelemissionen mit ein. Zu ihnen zählen:&lt;br /&gt;
; &amp;#039;&amp;#039;Deterministische Projektionsmodelle&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: In [[Determinismus (Algorithmus)|deterministischen]] Projektionsmodellen erhalten Parameter einen einzigen, eindeutigen Wert und es werden deterministisch Ausgabewerte ermittelt, die langfristige zukünftige Entwicklungen eindeutig beschreiben sollen.&lt;br /&gt;
; &amp;#039;&amp;#039;Stochastische Projektionsmodelle&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: In stochastischen Projektionsmodellen werden Ein- oder Ausgabewerte mit Mitteln der [[Stochastik]] behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1990er Jahre gab es bereits mehr als 50 IAM zur Untersuchung der globalen Erwärmung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanDerSluijs2002&amp;quot; /&amp;gt; Eines der ersten war &amp;#039;&amp;#039;IMAGE-1&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Integrated Model to Assess the Greenhouse Effect&amp;#039;&amp;#039;) des &amp;#039;&amp;#039;Niederländischen Staatlichen Instituts für öffentliches Gesundheitswesen und Umwelt&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[RIVM]]&amp;#039;&amp;#039;). Weitere Beispiele sind das &amp;#039;&amp;#039;RICE&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;DICE&amp;#039;&amp;#039; ([[William D. Nordhaus]]) oder &amp;#039;&amp;#039;WIAGEM&amp;#039;&amp;#039; ([[Claudia Kemfert]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele häufig zitierte Kosten-Nutzen Modelle, zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;DICE&amp;#039;&amp;#039;, kommen zu dem Ergebnis, dass die optimale Klimapolitik darin besteht, zunächst relativ wenig zu tun und erst spät deutlicher zu handeln. Manche Ökonomen führen dies auf fragwürdiger Annahmen zurück, zum Beispiel relativ hohe [[Abzinsung]] künftiger Schäden, eine fragwürdige Bewertung nicht-monetärer Schäden (wie dem [[Wert eines Menschenlebens]] oder der [[Biodiversität#Ökonomische und soziale Bedeutung der Biodiversität|Biodiversität]]), der Vernachlässigung von Unsicherheiten oder der Überschätzung von Vermeidungs- und Unterschätzung von Anpassungskosten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ackerman2009&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Frank Ackerman]] et al. |Titel=Limitations of integrated assessment models of climate change |Sammelwerk=[[Climatic Change]] |Datum=2009 |Seiten=297–315 |DOI=10.1007/s10584-009-9570-x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In gängigen IAM, wie sie in den USA bei gesetzlichen Regelungen verwendet würden, seien die Schadensfunktionen veraltet und würden vor allem auf Fachliteratur aus den 1990er Jahren basieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maximilian Auffhammer |Titel=Quantifying Economic Damages from Climate Change |Sammelwerk=Journal of Economic Perspectives |Datum=2018 |Nummer=4 |DOI=10.1257/jep.32.4.33}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Werte bestimmter Parameter zur Modellierung der komplexen Zusammenhänge werden oftmals „eigenmächtig“ gesetzt, was zu „großen Effekten in den resultierenden Ergebnissen“ führe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pindyck2017&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab einer globalen Erwärmung von mehr als 3&amp;amp;nbsp;°C können nach Einschätzung vieler Ökonomen IAM keine verlässlichen Extrapolationen mehr liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas Stern |Titel=The Structure of Economic Modeling of the Potential Impacts of Climate Change: Grafting Gross Underestimation of Risk onto Already Narrow Science Models |Sammelwerk=Journal of Economic Literature |Band=51 |Nummer=3 |Datum=2013 |Seiten=847–849 |DOI=10.1257/jel.51.3.838}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Katastrophe|Extremereignissen]] (&amp;#039;&amp;#039;tail risks&amp;#039;&amp;#039;) können schwer berücksichtigt werden, was oftmals die Hinzuziehung separater Experten erforderlich mache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pindyck2017&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert S. Pindyck |Titel=The Use and Misuse of Models for Climate Policy |Sammelwerk=Review of Environmental Economics and Policy |Band=11 |Nummer=1 |Verlag=Oxford University Press |Datum=2017 |Seiten=100-114 |DOI=10.1093/reep/rew012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker halten es für sinnvoller, im IA Klimapolitik als Versicherung gegen den schlimmstmöglichen aber wenig wahrscheinlichen Fall einer [[Klimakatastrophe]] zu betrachten und dementsprechend ziel- und unsicherheitsbasierte Modelle vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ackerman2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Entwicklungen versuchen, auch Unsicherheiten und Risiken zu modellieren. So aktualisierte William Nordhaus 2017 sein Modell &amp;#039;&amp;#039;DICE&amp;#039;&amp;#039; und berücksichtigte auch Unsicherheit in einigen Parametern. Gegenüber dem Jahr 2013 ist in seinem Modell die Steuer, die bei ökonomisch optimaler Klimapolitik auf die Emission einer Tonne CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhoben werden müsste, um 50 % gestiegen. Unsicherheit führt darin zu einer Erhöhung um etwa 15 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William Nordhaus |Titel=Projections and Uncertainties About Climate Change in an Era of Minimal Climate Policies |Reihe=NBER Working Papers |NummerReihe=22933 |Datum=2017-09 |Online=https://www.nber.org/papers/w22933}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein anderes Modell, das durch [[Kippelemente im Erdsystem]] und deren Wechselwirkungen gegebene Risiko einbezieht, deutet darauf hin, dass eine Klimapolitik, die das [[1,5-Grad-Ziel]] einhält, optimal wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yongyang Cai, Timothy M. Lenton und Thomas S. Lontzek |Titel=Risk of multiple interacting tipping points should encourage rapid CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; emission reduction |Sammelwerk=Nature |Datum=2016-03 |DOI=10.1038/nclimate2964}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So dient IAM auch zur Herleitung verallgemeinerter Verhältnisse von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen und der Folgen für Menschheit und Bevölkerungen wie beispielsweise der [[Mortality Cost of Carbon]] (MCC).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Daniel Bressler |Titel=The mortality cost of carbon |Sammelwerk=Nature Communications |Band=12 |Nummer=1 |Datum=2021-07-29 |ISSN=2041-1723 |DOI=10.1038/s41467-021-24487-w |PMC=8322393 |PMID=34326326 |Online=https://www.nature.com/articles/s41467-021-24487-w |Abruf=2024-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Integrated Assessment Modellen ==&lt;br /&gt;
Durch die hohe policy Relevanz der integrierten Bewertung, vor allem durch die Verwendung von IAM, in der Working Group III (Mitigation) des IPCC, sind diese auch Untersuchungsgegenstand verschiedener kritischer Wissenschaftsansätze, wie den Science and Technology Studies oder der Politischen Ökologie geworden. In diesem Sinne wird den Modellen ein Beitrag zur Agenda Setting der Politik nachgewiesen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lisette van Beek, Maarten Hajer, Peter Pelzer, Detlef van Vuuren, Christophe Cassen |Titel=Anticipating futures through models: the rise of Integrated Assessment Modelling in the climate science-policy interface since 1970 |Sammelwerk=Global Environmental Change |Band=65 |Datum=2020-11 |DOI=10.1016/j.gloenvcha.2020.102191 |Seiten=102191 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0959378020307743 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese wird besonders deutlich im Fall von Negativen Emissionen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Silke Beck, Martin Mahony |Titel=The politics of anticipation: the IPCC and the negative emissions technologies experience |Sammelwerk=Global Sustainability |Band=1 |Datum=2018 |ISSN=2059-4798 |DOI=10.1017/sus.2018.7 |Online=https://www.cambridge.org/core/product/identifier/S2059479818000078/type/journal_article |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kritik fokussiert sich dabei seltener auf technisches Details als vielmehr auf die gesellschaftliche Auswirkungen von vermeintlich neutraler Annahmen und die wissenschaftliche Praxis. Der Forschungsprozess wird als geprägt von sozialen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, etwa durch epistemische Kulturen, institutionelle Machtverhältnisse und politische Erwartungen an „nützliche“ Wissenschaft. Besonders Augenmerk wird auf die ökonomischen Annahmen der Modelle gelegt (siehe Übersicht der Kritik an den ökonomischen Annahmen). IAM können dadurch bestehende gesellschaftliche Verhältnisse unbeabsichtigt legitimieren. Um dem entgegenzuwirken, wird die Verwendung von Modellen im Kombination mit anderen Methoden oder auch künstlerischen Ansätzen vorgeschlagen. Radikalere Kritik wirbt dahingegen für eine partizipative Forschung mit visionärem Anspruch, etwa über das Konzept der &amp;#039;&amp;#039;Kategorialen Utopie&amp;#039;&amp;#039;, um auch oder verstärkt alternative Transformationspfade oder Zukünfte, die bspw. jenseits einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung zu verorten sind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Krawczyk, Andreas Ch. Braun |Titel=Models like heroes? Making Integrated Assessment Models (IAMs) ready for deep decarbonization and a socio-economic transformation |Sammelwerk=Energy Research &amp;amp; Social Science |Band=121 |Datum=2025-03 |DOI=10.1016/j.erss.2025.103959 |Seiten=103959 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S2214629625000404 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersicht an der Kritik an den ökonomischen Annahmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersicht ökonomischer Annahmen von IAMs, welche im Rahmen eines Reviewartikels zusammen getragen wurden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Krawczyk, Andreas Ch. Braun |Titel=Models like heroes? Making Integrated Assessment Models (IAMs) ready for deep decarbonization and a socio-economic transformation |Sammelwerk=Energy Research &amp;amp; Social Science |Band=121 |Datum=2025-03-01 |ISSN=2214-6296 |DOI=10.1016/j.erss.2025.103959 |Seiten=103959 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S2214629625000404 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
! Funktion !! Kurzbeschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Repräsentativer Agent || „Überwiegend utilitaristische, wenn auch unrealistische Erzählung menschlichen Verhaltens, basierend auf Annahmen eines idealisierten Lebensstils von Konsum, Akkumulation und hohem Energieverbrauch“ (&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Natalia Rubiano Rivadeneira, Wim Carton |Titel=(In)justice in modelled climate futures: A review of integrated assessment modelling critiques through a justice lens |Sammelwerk=Energy Research &amp;amp; Social Science |Band=92 |Datum=2022-10 |DOI=10.1016/j.erss.2022.102781 |Seiten=102781 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S2214629622002845 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, S. 4). Vorstellungen vom Menschsein, Weltbildern und dem Sozialen werden auf den westlich geprägten Homo Economicus reduziert&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Natalia Rubiano Rivadeneira, Wim Carton |Titel=(In)justice in modelled climate futures: A review of integrated assessment modelling critiques through a justice lens |Sammelwerk=Energy Research &amp;amp; Social Science |Band=92 |Datum=2022-10 |DOI=10.1016/j.erss.2022.102781 |Seiten=102781 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S2214629622002845 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wei Peng, Gokul Iyer, Valentina Bosetti, Vaibhav Chaturvedi, James Edmonds, Allen A. Fawcett, Stéphane Hallegatte, David G. Victor, Detlef van Vuuren, John Weyant |Titel=Climate policy models need to get real about people — here’s how |Sammelwerk=Nature |Band=594 |Nummer=7862 |Datum=2021-06-10 |ISSN=0028-0836 |DOI=10.1038/d41586-021-01500-2 |PMC=9531597 |PMID=34103720 |Seiten=174–176 |Online=https://www.nature.com/articles/d41586-021-01500-2 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter H. Verburg, John A. Dearing, James G. Dyke, Sander van der Leeuw, Sybil Seitzinger, Will Steffen, James Syvitski |Titel=Methods and approaches to modelling the Anthropocene |Sammelwerk=Global Environmental Change |Band=39 |Datum=2016-07 |DOI=10.1016/j.gloenvcha.2015.08.007 |Seiten=328–340 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0959378015300285 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schadensfunktionen || Schadensfunktionen weisen monetäre Verluste in Abhängigkeit der globalen Durchschnittstemperatur zu. Andere Bewertungsformen bleiben ausgeschlossen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Isak Stoddard, Kevin Anderson, Stuart Capstick, Wim Carton, Joanna Depledge, Keri Facer, Clair Gough, Frederic Hache, Claire Hoolohan, Martin Hultman, Niclas Hällström, Sivan Kartha, Sonja Klinsky, Magdalena Kuchler, Eva Lövbrand, Naghmeh Nasiritousi, Peter Newell, Glen P. Peters, Youba Sokona, Andy Stirling, Matthew Stilwell, Clive L. Spash, Mariama Williams |Titel=Three Decades of Climate Mitigation: Why Haven&amp;#039;t We Bent the Global Emissions Curve? |Sammelwerk=Annual Review of Environment and Resources |Band=46 |Nummer=1 |Datum=2021-10-18 |ISSN=1543-5938 |DOI=10.1146/annurev-environ-012220-011104 |Seiten=653–689 |Online=https://www.annualreviews.org/doi/10.1146/annurev-environ-012220-011104 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Salvi Asefi-Najafabady, Laura Villegas-Ortiz, Jamie Morgan |Titel=The failure of Integrated Assessment Models as a response to ‘climate emergency’ and ecological breakdown: the Emperor has no clothes |Sammelwerk=Globalizations |Band=18 |Nummer=7 |Datum=2021-10-03 |ISSN=1474-7731 |DOI=10.1080/14747731.2020.1853958 |Seiten=1178–1188 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14747731.2020.1853958 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas Stern |Titel=Economics: Current climate models are grossly misleading |Sammelwerk=Nature |Band=530 |Nummer=7591 |Datum=2016-02-25 |ISSN=0028-0836 |DOI=10.1038/530407a |Seiten=407–409 |Online=https://www.nature.com/articles/530407a |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Selbst irreversible Schäden gelten als finanziell kompensierbar&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Negishi-Gewichtungen || Unter der Annahme, dass geografische Umverteilung unpraktikabel oder unmöglich ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; wird die bestehende Einkommensverteilung eingefroren&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elizabeth A. Stanton, Frank Ackerman, Sivan Kartha |Titel=Inside the integrated assessment models: Four issues in climate economics |Sammelwerk=Climate and Development |Band=1 |Nummer=2 |Datum=2009-07 |ISSN=1756-5529 |DOI=10.3763/cdev.2009.0015 |Seiten=166–184 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.3763/cdev.2009.0015 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elizabeth A. Stanton |Titel=Negishi welfare weights in integrated assessment models: the mathematics of global inequality |Sammelwerk=Climatic Change |Band=107 |Nummer=3-4 |Datum=2011-08 |ISSN=0165-0009 |DOI=10.1007/s10584-010-9967-6 |Seiten=417–432 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s10584-010-9967-6 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies bevorteilt wohlhabende Länder mit hohen historischen Emissionen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskontierungsraten || Unter der Annahme wirtschaftlichen Wachstums und einer gesellschaftlichen Präferenz für kurzfristigen Konsum wird derselbe Konsum in der Zukunft geringer bewertet&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;. Die Kosten intergenerationeller Gerechtigkeit werden damit auf zukünftige Generationen verlagert&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Perfekte Voraussicht || Annahme, dass Investitionen stets im ökonomisch sinnvollsten Moment und mit perfektem Wissen getätigt werden&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;. Dies führt zur vermeintlich effizienten Lösung durch CO₂-Bepreisung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| BIP-Wachstum || Wirtschaftswachstum wird in allen Staaten als normatives Ziel gesetzt – unabhängig von Entwicklungsstand oder Reichtum. Absolute Entkopplung von Emissionen und Wachstum ist fraglich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jason Hickel, Giorgos Kallis |Titel=Is Green Growth Possible? |Sammelwerk=New Political Economy |Band=25 |Nummer=4 |Datum=2020-06-06 |ISSN=1356-3467 |DOI=10.1080/13563467.2019.1598964 |Seiten=469–486 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13563467.2019.1598964 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wachstum bedeutet höheren Energiebedarf, was in den Modellen zu mehr negativen Emissionen führt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jason Hickel, Paul Brockway, Giorgos Kallis, Lorenz Keyßer, Manfred Lenzen, Aljoša Slameršak, Julia Steinberger, Diana Ürge-Vorsatz |Titel=Urgent need for post-growth climate mitigation scenarios |Sammelwerk=Nature Energy |Band=6 |Nummer=8 |Datum=2021-08-04 |ISSN=2058-7546 |DOI=10.1038/s41560-021-00884-9 |Seiten=766–768 |Online=https://www.nature.com/articles/s41560-021-00884-9 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Kritik, dass IAMs „eine Schlüsselrolle dabei spielen, von der Machbarkeit wachstumsunabhängiger Gesellschaften abzulenken“ (&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;, S. 8).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gleichgewichtstheorien || In der Wirtschaftswissenschaft umstritten. Heterodoxe Ansätze betonen „dynamischen Wandel, große Unsicherheiten, Machtverhältnisse sowie soziale und ökonomische Strukturen jenseits aggregierter individueller Entscheidungen“ (&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, S. 665). Diese Theorien erfassen gesellschaftliche Komplexität unzureichend und führen zu verzerrten Ergebnissen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alice Larkin, Jaise Kuriakose, Maria Sharmina, Kevin Anderson |Titel=What if negative emission technologies fail at scale? Implications of the Paris Agreement for big emitting nations |Sammelwerk=Climate Policy |Band=18 |Nummer=6 |Datum=2018-07-03 |ISSN=1469-3062 |DOI=10.1080/14693062.2017.1346498 |Seiten=690–714 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14693062.2017.1346498 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nachfrageorientierter Wandel || Energieeinsparung ist ein offensichtlicher Hebel, wird jedoch in IAMs nur eingeschränkt berücksichtigt oder führt zu paradoxen Effekten&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kate Scott, Christopher J. Smith, Jason A. Lowe, Luis Garcia-Carreras |Titel=Demand vs supply-side approaches to mitigation: What final energy demand assumptions are made to meet 1.5 and 2 °C targets? |Sammelwerk=Global Environmental Change |Band=72 |Datum=2022-01 |DOI=10.1016/j.gloenvcha.2021.102448 |Seiten=102448 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0959378021002272 |Abruf=2025-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. So führen Pfade mit geringerer Nachfrage z. B. zu weniger Erneuerbaren statt geringerer CO₂-Entnahme&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Technikfolgenabschätzung]]&lt;br /&gt;
* [[Umweltverträglichkeitsprüfung]]&lt;br /&gt;
* [[Wechselwirkungsanalyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Bücher:&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Mark E. Jensen, Patrick S. Bourgeron&lt;br /&gt;
   |Titel=A Guidebook for Integrated Ecological Assessments&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-387-98583-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachzeitschriften:&lt;br /&gt;
* The Integrated Assessment Society (TIAS) (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Integrated Assessment&amp;#039;&amp;#039;, 2000–2010. {{ISSN|1389-5176}}, [http://journals.sfu.ca/int_assess journals.sfu.ca] (Open Access)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Integrated Assessment&amp;#039;&amp;#039;, Springer Verlag, 2000–2001. {{ISSN|1389-5176}} [http://link.springer.com/1573-1545 springerlink.com]&lt;br /&gt;
* [[Society of Environmental Toxicology and Chemistry]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;[[Integrated Environmental Assessment and Management]]&amp;#039;&amp;#039;,  seit 2005. {{ISSN|1551-3793}}, [http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1002/%28ISSN%291551-3793 onlinelibrary.wiley.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* United Nations Environmental Program [http://www.unep.org/IEACP/iea/ &amp;#039;&amp;#039;Integrated Environmental Assessment - Training Manual&amp;#039;&amp;#039;] zum GEO IEA Framework&lt;br /&gt;
* [https://www.tias-web.info/ Webseiten der Integrated Assessment Society (TIAS)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interdisziplinäre Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltökonomik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimafolgenforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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