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	<title>Integralkriterium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T16:22:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Integralkriterium&amp;diff=158324&amp;oldid=prev</id>
		<title>194.166.110.47: Der Begriff &quot;unendliche Reihen&quot; ist veraltet</title>
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		<updated>2024-12-15T12:15:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Der Begriff &amp;quot;unendliche Reihen&amp;quot; ist veraltet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Integral Test.svg|mini|Untere Abschätzung der [[Harmonische Reihe|harmonischen Reihe]] durch Fläche unter der Funktion 1/x]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Integralkriterium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Integralvergleichskriterium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Mathematik|mathematisches]] [[Konvergenzkriterium]] für [[unendliche Reihe|Reihe]]n. Die Reihe wird dabei als Fläche unter einer [[Treppenfunktion (reelle Funktion)|Treppenfunktion]] betrachtet, die durch den [[Flächeninhalt]] unter einer [[Kurve (Mathematik)|Kurve]] abgeschätzt wird. Mit einer Abschätzung nach oben lässt sich die [[Konvergenz (Mathematik)|Konvergenz]] nachweisen, nach unten die Divergenz. Der Flächeninhalt unter der Kurve berechnet sich durch das [[Integralrechnung|Integral]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formulierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[monoton fallende Funktion]], die auf dem Intervall &amp;lt;math&amp;gt;[p,\infty)&amp;lt;/math&amp;gt; mit einer [[ganze Zahl|ganzen Zahl]] &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; definiert ist und nur nichtnegative Werte annimmt. Dann konvergiert die Reihe &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle \sum_{n=p}^\infty f(n) &amp;lt;/math&amp;gt; genau dann, wenn das Integral &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle \int_p^\infty f(x) \,\mathrm dx &amp;lt;/math&amp;gt; existiert, das heißt, wenn es einen endlichen Wert annimmt. Anstatt von der Existenz des Integrals spricht man manchmal auch – gleichbedeutend – von der Konvergenz des Integrals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauer: Sei &amp;lt;math&amp;gt;p \in \Z, f \colon [p, \infty) \to [0, \infty)&amp;lt;/math&amp;gt; monoton fallend, dann gilt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; ist auf &amp;lt;math&amp;gt;[p, \infty)&amp;lt;/math&amp;gt; integrierbar &amp;lt;math&amp;gt;\iff \sum_{n=p}^\infty f(n)&amp;lt;/math&amp;gt; ist konvergent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls eines von beiden, also Existenz des Integrals beziehungsweise Konvergenz der Reihe, und damit auch das andere, zutrifft, gelten die Abschätzungen&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \sum_{n=p+1}^\infty f(n) \leq \int_p^\infty f(x) \,\mathrm dx \leq \sum_{n=p}^\infty f(n)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um zu prüfen, ob die Reihe&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \sum_{n=1}^\infty \frac{1}{n^2} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
konvergiert, stellt man fest, dass sie mit der Funktion&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; f\colon [1,\infty) \to\R, \quad f(x) = \frac{1}{x^2} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
als &amp;lt;math&amp;gt; \sum_{n=1}^\infty f(n)&amp;lt;/math&amp;gt; geschrieben werden kann. Die Funktion &amp;lt;math&amp;gt; f &amp;lt;/math&amp;gt; ist im Intervall &amp;lt;math&amp;gt; I = [1, \infty) &amp;lt;/math&amp;gt; monoton fallend und es gilt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \int \limits_1^\infty \frac{1}{x^2}\, \mathrm{d}x = \lim_{b \to \infty} \left[-\frac{1}{x}\right]_1^b = 1. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Integral ist also endlich und nach dem Integralkriterium ist die Reihe somit konvergent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich kann die [[harmonische Reihe]] &amp;lt;math&amp;gt;\sum_{n=1}^\infty\frac{1}{n}&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;f\colon [1,\infty) \to\R, \quad f(x) = \frac{1}{x}&amp;lt;/math&amp;gt; als &amp;lt;math&amp;gt;\sum_{n=1}^\infty f(n)&amp;lt;/math&amp;gt; umgeschrieben werden. Die Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; ist im Intervall &amp;lt;math&amp;gt;I=[1,\infty)&amp;lt;/math&amp;gt; monoton fallend, das heißt, dass das Integralkriterium angewendet werden kann:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\int_1^\infty \frac{1}{x}\, \mathrm{d}x = \lim_{b \to \infty} \bigg[\ln(x)\bigg]_1^b = +\infty&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Integral ist divergent und somit die harmonische Reihe auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranschaulichung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Integralkriterium ist schon durch die Anschauung zugänglich: Gerade die letzte Zeile ähnelt einer populären Begründung des Begriffs des [[Riemann-Integral]]s mithilfe von Ober- und Untersummen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil nach Voraussetzung ja &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; monoton fällt, ist auf jedem Intervall &amp;lt;math&amp;gt;[q,q+1]&amp;lt;/math&amp;gt; (mit einer ganzen Zahl &amp;lt;math&amp;gt;q&amp;lt;/math&amp;gt;) &amp;lt;math&amp;gt;f(q)&amp;lt;/math&amp;gt; der größte und &amp;lt;math&amp;gt;f(q+1)&amp;lt;/math&amp;gt; der kleinste Funktionswert auf diesem Intervall. Weil das Intervall die Breite 1 hat, ist der Flächeninhalt unter &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; immer kleiner oder gleich  &amp;lt;math&amp;gt;f(q) \cdot 1&amp;lt;/math&amp;gt; und größer oder gleich &amp;lt;math&amp;gt;f(q+1) \cdot 1&amp;lt;/math&amp;gt;. Wenn nun das Integral oder die Reihe konvergiert, so muss auch der jeweils andere Ausdruck konvergieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder:&lt;br /&gt;
Die Reihe &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle \sum_{n=p}^\infty f(n) &amp;lt;/math&amp;gt; konvergiert, nähert sich also ab &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; unendlich nahe an den Grenzwert an. Für das Integral bedeutet dies, dass die Fläche nicht mehr größer wird, sondern sich ebenfalls an einen (Flächen)-Wert annähert. Hätte die Fläche gegen unendlich keinen Grenzwert, könnte nie ein Wert für das Integral &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle \int_p^\infty f(x)\, \mathrm dx &amp;lt;/math&amp;gt; fest gemacht werden und somit das Integral keinen endlichen Wert annehmen, was im Widerspruch zur obigen Definition steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Konrad Königsberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Analysis 1&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-41282-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konvergenzkriterium]]&lt;/div&gt;</summary>
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