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	<title>Insulin glargin - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Ulanwp: 4 fehlende Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert; 1 DeadLink, Quelle konnte nicht gefunden werden; Vorlage Toter Link gesetzt</title>
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		<updated>2026-03-22T18:47:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;4 fehlende Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert; 1 DeadLink, Quelle konnte nicht gefunden werden; Vorlage Toter Link gesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Protein&lt;br /&gt;
| Name            = &lt;br /&gt;
| Bild            = &lt;br /&gt;
| Bild_legende    = &amp;lt;!-- nach {{PDB|ABCD}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| PDB             = &amp;lt;!-- {{PDB2|1YY1}}, {{PDB2|ABCD}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Groesse         = 53 Aminosäuren, 6,06&amp;amp;nbsp;[[Dalton (Einheit)|kDa]]&lt;br /&gt;
| Kofaktor        = &lt;br /&gt;
| Struktur        = &lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|160337-95-1|KeinCASLink=1}}&lt;br /&gt;
| CASergänzend    = &lt;br /&gt;
| ATC-Code        = {{ATC|A10|AE04}}&lt;br /&gt;
| DrugBank        = BTD00045&lt;br /&gt;
| Wirkstoffklasse = [[Antidiabetikum]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insulin glargin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Insulinum glarginum&amp;#039;&amp;#039;; Handelsnamen: &amp;#039;&amp;#039;Lantus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Abasaglar&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Toujeo&amp;#039;&amp;#039;, letzteres früher: &amp;#039;&amp;#039;Optisulin&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Wirkstoff]] zur Behandlung der [[Diabetes mellitus|Zuckerkrankheit]] &amp;#039;&amp;#039;(Diabetes mellitus)&amp;#039;&amp;#039;. Es ist ein [[rekombinantes Protein]], das aus [[Gentechnik|gentechnisch]] veränderten [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] hergestellt wird. Es unterscheidet sich geringfügig vom körpereigenen Insulin und stellt daher ein Insulin-[[Analogon (Chemie)|Analogon]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insulin glargin zählt zu den &amp;#039;&amp;#039;Basal-Insulinen&amp;#039;&amp;#039; (Verzögerungsinsulinen). Im Vergleich zu [[NPH-Insulin|NPH-Verzögerungsinsulin]] wird es nach Injektion noch langsamer aus der Zubereitung freigesetzt und länger anhaltend vom Körper aufgenommen. Dies ermöglicht eine lediglich einmalige Gabe pro Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Angaben ==&lt;br /&gt;
Insulin glargin ist als Fertigarzneimittel zur Behandlung des [[Diabetes mellitus]] Typ 1 und Typ 2 bei Erwachsenen und eingeschränkt bei Kindern ab 6&amp;amp;nbsp;Jahren zugelassen. Es wird in der Regel einmal täglich, bei fehlender Wirksamkeit über 24 Stunden auch zweimal täglich&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmut Mehnert: &amp;#039;&amp;#039;Diabetologie in Klinik und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart Mai 2003, 5. Auflage, S. 257, ISBN 978-3-13-512805-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[subkutan]] und immer zur gleichen Tageszeit jeden Tag gespritzt. Zu den Risiken der Anwendung in [[Schwangerschaft]] oder [[Stillzeit]] liegen bisher weder klinische noch [[Epidemiologie|epidemiologische]] Daten vor. Wie andere Medikamente auch darf Insulin glargin bei Überempfindlichkeit oder [[Allergie]] gegen den Wirkstoff nicht angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Unerwünschte Arzneimittelwirkung|unerwünschte Wirkungen]] kommen Reaktionen an der Einstichstelle vor. Es kann, wie bei jeder Insulintherapie an der Einstichstelle zu Veränderung des Unterhautfettgewebes ([[Lipodystrophie]]), Zubildungen (Hypertrophie) des Unterhautfettgewebes ([[Lipohypertrophie]]) und, weniger, zu Fettauszehrungen ([[Lipoatrophie]]) kommen. Selten kommt es zu allergischen Reaktionen, [[Geschmacksstörung]]en, [[Sehstörung]]en bei deutlichen Veränderungen der Blutzuckereinstellung. Eine kontinuierlich verbesserte Blutzuckereinstellung mindert das Risiko für das Fortschreiten einer durch Zuckerkrankheit verursachten Augenerkrankung ([[diabetische Retinopathie]]). Jedoch kann sich bei einer intensivierten Insulintherapie bzw. einer durch Insulin glargin herbeigeführten abrupten Verbesserung des Blutzuckerspiegels eine diabetische Retinopathie vorübergehend verschlimmern. Sehr selten kommt es zu [[Muskelschmerz]]en und [[Ödem]]en. Eine Unterzuckerung, die eine sehr häufige Nebenwirkung der Insulintherapie darstellt, kann auftreten, wenn die Insulindosis den Bedarf überschreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Mutschler, G. Geisslinger, H. K. Kroemer, S. Menzel, P. Ruth: &amp;#039;&amp;#039;Mutschler Arzneimittelwirkungen. Pharmakologie – Klinische Pharmakologie – Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 10.&amp;amp;nbsp;Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft&amp;amp;nbsp;mbH, Stuttgart 2012, ISBN 3-8047-2898-7, S. 385.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Wirkungsmechanismus (Pharmakodynamik) ===&lt;br /&gt;
Insulin glargin wirkt durch Bindung an die Insulinrezeptoren und bewirkt primär die Senkung des [[Blutzuckerspiegel|Blutglukosespiegels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bindet stärker an den [[Insulinähnliche Wachstumsfaktoren|IGF-1]]-Rezeptor als [[Humaninsulin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufnahme und Verteilung im Körper (Pharmakokinetik) ===&lt;br /&gt;
Das Fertigarzneimittel ist als saure [[Lösung (Chemie)|Lösung]] mit einem [[PH-Wert|pH]] von 4 formuliert, in der der Wirkstoff gelöst vorliegt. Nach [[Injektion (Medizin)|Injektion]] wird die saure Lösung im Unterhautgewebe ([[Subkutis]]) langsam [[Neutralisation (Chemie)|neutralisiert]], wobei sich Insulin glargin-[[Korngröße#Absolute Korngröße|Mikrokristalle]] bilden. Diese lösen sich langsam auf und treten als biologisch aktive Form in die [[Blutbahn]] ein. Bei täglicher Gabe stellt sich nach zwei bis vier Tagen ein gleichmäßiger [[Plasmaspiegel]] (&amp;#039;&amp;#039;steady state&amp;#039;&amp;#039;) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Chemische und pharmazeutische Informationen ===&lt;br /&gt;
Insulin glargin hat in der [[Aminosäuresequenz]] gegenüber dem menschlichen Insulin an der Position A21 (Asn21) statt [[Asparagin]] die Aminosäure [[Glycin]]. Die B-Kette ist durch zwei [[Arginin]]-Einheiten verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insulin glargin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
           ┌─────────┐&lt;br /&gt;
 G-I-V-E-Q-C-C-T-S-I-C-S-L-Y-Q-L-E-N-Y-C-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
             │                       ┌─┘&lt;br /&gt;
 F-V-N-Q-H-L-C-G-S-H-L-V-E-A-L-Y-L-V-C-G-E-R-G-F-F-Y-T-P-K-T&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-R-R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insulin glargin wird im Produkt &amp;#039;&amp;#039;Lantus&amp;#039;&amp;#039; (erstmals hergestellt von [[Sanofi|Sanofi-Aventis]]) als wässrige Lösung zusammen mit den sonstigen Bestandteilen [[Zinkchlorid]] (Stabilisator für das Insulin glargin), [[Kresole|&amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039;-Kresol]] (Konservierungsstoff), [[Glycerol]] sowie [[Natronlauge]] und [[Salzsäure]] zur pH-Wert-Regulation formuliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sanofibeipackzettel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/beipackzettel/lantus-100-eml-solostar-inj-lsgiefertigpen-5387819.html Sanofi-Aventis: &amp;#039;&amp;#039;Beipackzettel Lantus&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 6. Nov. 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Angeboten wird es in 3&amp;amp;nbsp;ml Zylinderampullen zur Verwendung in [[Pen (Spritze)|Insulin-Pens]], als Fertigpen oder in Flaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Zulassung ===&lt;br /&gt;
Am 9. Juni 2000 erteilte die [[Europäische Kommission]] dem [[Pharmaunternehmen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Sanofi-Aventis|Sanofi-Aventis Deutschland GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; eine Genehmigung für das Inverkehrbringen von &amp;#039;&amp;#039;Lantus&amp;#039;&amp;#039; in der gesamten [[Europäische Union|Europäischen Union]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/000284/WC500036073.pdf EPAR Lantus] (PDF; 66&amp;amp;nbsp;kB) deutsche Zusammenfassung des Zulassungsberichtes der [[Europäische Arzneimittelagentur|Europäischen Arzneimittelagentur]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2015 wird Insulin glargin auch in der Konzentration 300&amp;amp;nbsp;Einheiten/ml (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;Toujeo&amp;#039;&amp;#039;) angeboten. Seit 1.&amp;amp;nbsp;September 2015 ist &amp;#039;&amp;#039;Abasaglar&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/002835/WC500175384.pdf |titel=Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit |hrsg=EPAR |format=PDF |abruf=2016-12-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Hersteller Lilly und Boehringer Ingelheim als erstes Insulin-[[Biosimilar]] erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studien ===&lt;br /&gt;
In einer umfangreichen [[Health Technology Assessment|Analyse]] der vorhandenen Studien zu Insulin glargin stellte das [[Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen|IQWiG]] 2009 bei der Behandlung des Diabetes mellitus Typ&amp;amp;nbsp;2 keine Vorteile für die Blutzuckereinstellung, [[Mortalität]], Retinopathien und Anzahl der Krankenhausbehandlungen gegenüber [[Insulinpräparat#NPH-Insulin oder Isophan-Insulin|NPH-Insulin]] fest. Allerdings wird bei Insulin glargin ein statistisch signifikanter Vorteil bezüglich schwerer [[Hypoglykämie]]n gegenüber NPH-Insulin gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iqwig.de/download/A05-03_Abschlussbericht_Langwirksame_Insulinanaloga_bei_Diabetes_mellitus_Typ_2_V1.1.pdf Abschlussbericht A0503] (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB) [[Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen|IQWiG]] zu langwirksamen Insulinanaloga bei Diabetes mellitus Typ&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Vorteil der erhöhten Sicherheit vor Unterzuckerungen wird für Insulin glargin auch von anderen [[Systematische Übersichtsarbeit|systematischen Übersichtsarbeiten]] bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid19221352&amp;quot;&amp;gt;SR Singh, F Ahmad, A Lal, C Yu, Z Bai, H Bennett: &amp;#039;&amp;#039;Efficacy and safety of insulin analogues for the management of diabetes mellitus: a meta-analysis&amp;#039;&amp;#039;. In: |&amp;#039;&amp;#039;CMAJ&amp;#039;&amp;#039;, Band 180, Nr. 4, Februar 2009, S. 385–397, PMID 19221352, {{PMC|2638025}}, [[doi:10.1503/cmaj.081041]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontrovers wird die Frage diskutiert, ob die Anwendung von Insulin glargin das Wachstum von [[Krebszelle]]n fördern könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Harro Albrecht: [https://www.zeit.de/2009/28/M-Insulin &amp;#039;&amp;#039;Insulinschock. Das millionenfach gespritzte Analoginsulin Lantus steht im Verdacht, das Wachstum von Krebszellen anzuregen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 28/2009-&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine sehr umfangreiche in Deutschland durchgeführte Studie kam im Jahr 2009 zu dem Ergebnis, die Anwendung von Insulin glargin erhöhe möglicherweise das Krebsrisiko im Vergleich zu Patienten, die mit Humaninsulin behandelt würden. Die Autoren räumten jedoch ein, dass diese Frage auch aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen nicht abschließend zu beurteilen sei; weitere [[Langzeit-Experiment|Langzeitstudien]] seien hierzu erforderlich. Es erfolgte weder eine Unterscheidung zwischen den Diabetestypen noch hinsichtlich von Einflussfaktoren wie Vorerkrankungen, Körpergewicht, allgemeinem Krebsrisiko, Krebsvorerkrankungen oder der Dauer der Diabeteserkrankung.&amp;lt;ref&amp;gt;L. G. Hemkens, U. Grouven, R. Bender, C. Günster, S. Gutschmidt, G. W. Selke, P. T. Sawicki: &amp;#039;&amp;#039;Risk of malignancies in patients with diabetes treated with human insulin or insulin analogues: a cohort study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Diabetologia.&amp;#039;&amp;#039; 52, 2009, S.&amp;amp;nbsp;1732–1744, [[doi:10.1007/s00125-009-1418-4]]: &amp;#039;&amp;#039;One major limitation of the study is the fact that patients were not randomised to treatment groups. Although the results were adjusted for all known and available confounders, potentially relevant factors such as insulin resistance, body mass index, smoking, social status and duration of diabetes were not available and therefore could not be considered in the analyses. However, to explain the observed dose-dependent risk increase in the glargine group, these potential confounders would have to be associated with both a higher cancer risk and a higher glargine dosage. For example, we have no evidence that the glargine group included more smokers or people from a lower socioeconomic class; in fact, at baseline, the glargine group generally seemed to be healthier than the human insulin group, and these findings were consistent when comparing subgroups of patients within the same dose range&amp;#039;&amp;#039; (S.&amp;amp;nbsp;1738f.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine zur gleichen Zeit veröffentlichte Studie, die in Schottland durchgeführt worden war, konnte kein erhöhtes Krebsrisiko bei den mit Insulin glargin behandelten Diabetikern feststellen, das auf die Anwendung von Insulin glargin zurückzuführen wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;H. M. Colhoun: &amp;#039;&amp;#039;Use of insulin glargine and cancer incidence in Scotland: a study from the Scottish Diabetes Research Network Epidemiology Group.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Diabetologia.&amp;#039;&amp;#039; 52, 2009, S.&amp;amp;nbsp;1755–1765, [[doi:10.1007/s00125-009-1453-1]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Kongress der [[Deutsche Diabetes Gesellschaft|Deutschen Diabetes Gesellschaft]] 2012 wurde eine Metastudie vorgestellt, der zufolge kein Zusammenhang zwischen Insulin glargin und dem Krebsrisiko nachweisbar sei. Das Krebsrisiko falle bei Patienten, die mit Insulin glargin behandelt würden, sogar leicht geringer aus als allgemein. Abschließend könne man dies aber wegen der Latenz bei der Entwicklung von Tumoren erst nach einem Zeitraum von zehn bis 30&amp;amp;nbsp;Jahren nach der Markteinführung des Medikaments beurteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sven Siebenand |url=https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=42012 |titel=Typ-2-Diabetes und Krebs. Keine Einbahnstraße |werk=Pharmazeutische Zeitung online |abruf=2012-06-25 |kommentar=Beitrag in Nr.&amp;amp;nbsp;21/2012 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Laut Beschluss des [[Gemeinsamer Bundesausschuss|Gemeinsamen Bundesausschusses]] (G-BA) von 18. März 2010 ist der Wirkstoff Insulin glargin bzw. das Präparat Lantus zur Behandlung des Typ 2 Diabetes nicht verordnungsfähig, „solange sie – unter Berücksichtigung der notwendigen Dosierungen zur Erreichung des therapeutischen Zieles – mit Mehrkosten im Vergleich zu intermediär wirkendem Humaninsulin (NPH) verbunden sind. (…) Für die Bestimmung der Mehrkosten sind die der zuständigen Krankenkasse tatsächlich entstehenden Kosten maßgeblich.“.&amp;lt;ref&amp;gt;G-BA Beschluss. In: &amp;#039;&amp;#039;Bundesanzeiger&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe Nr. 103 vom 14. Juli 2010, S. 2422, [https://www.g-ba.de/downloads/39-261-1109/2010-03-18-AMR3_Insulinanaloga_Typ2.pdf g-ba.de] (PDF; 287&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der reale Preisunterschied zwischen Lantus und herkömmlichen Verzögerungsinsulin soll nach einer Studie bei 19 Cent pro Tag liegen; dieser wird durch Kosteneinsparungen im Gegensatz zu kurzwirksamen Insulinen, etwa bei Teststreifen, komplett kompensiert, so dass Kostenneutralität entstehe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Thieme Gesundheitsökonomie Report 2010&amp;#039;&amp;#039;, 1. S. 1–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar sollen nach der neuen Beschlusslage in Deutschland GKV-Patienten mit einem Typ 2-Diabetes, deren Krankenkassen keinen Vertrag mit Sanofi-Aventis abgeschlossen haben und die bereits ein lang wirkendes Insulinanalogon erhalten, auf NPH-Insulin umgestellt und solche, die erstmals eine Insulintherapie erhalten sollen, ebenso auf NPH-Insulin eingestellt werden, jedoch gilt diese Verordnungseinschränkung nicht für Patienten, bei denen nach entsprechender Prüfung ein hohes Risiko für schwere [[Hypoglykämie]]n besteht; ebenso gilt sie nicht für jene seltenen Fälle, wo es zu einer allergischen Reaktion gegen intermediär wirkende Humaninsuline kommen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1109/ G-BA: &amp;#039;&amp;#039;Arzneimittel-Richtlinie / Anlage III (Lang wirkende Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2)&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regelung, wonach die Erstattungsfähigkeit bei einem schweren Hypoglykämierisiko weiter bestehen bleibt, gilt nur für Lantus. Grund für diese Besonderheit von Lantus ist der Abschlussbericht des IQWiG, der hinsichtlich eines geringeren Risikos für schwere Hypoglykämien ausschließlich für Lantus einen Vorteil gegenüber NPH-Insulin anerkennt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iqwig.de/download/A05-03_Kurzfassung_AB_Langwirksame_Insulinanaloga_bei_Diabetes_mellitus_Typ_2_V1_1.pdf &amp;#039;&amp;#039;Langwirksame Insulinanaloga&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 378&amp;amp;nbsp;kB) iqwig.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der G-BA Beschluss, der am 14. Juli 2010 in Kraft getreten ist, besagt, dass Lantus auch zukünftig voll erstattungsfähig bleibt für alle Versicherten von gesetzlichen Krankenkassen, die mit Sanofi-Aventis Mehrwertverträge geschlossen haben (Sanofi-Aventis bietet den Kassen eine vertragliche Garantie, eine Kostendifferenz auszugleichen). Sanofi-Aventis hat nach eigenen Angaben solche Verträge bereits mit ca. 95 % der Krankenkassen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2026-03-22 |fix-attempted=1 |url=http://www.basalinsulin.de/produktinformationen/informationen_fuer_aerzte_und_apotheker/ |text=Liste der Krankenkassen mit Rabatt-/Mehrwertvertrag}}&amp;lt;/ref&amp;gt; abgeschlossen, so dass Insulin glargin für die meisten Patienten weiter verordnungsfähig ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;g-ba.de&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/333/ |titel=G-BA-Beschluss zu Insulinanaloga: Ungerechtfertigte Arzneimittelkosten nicht länger zulasten der GKV |titelerg=Pressemitteilung |hrsg=Gemeinsamer Bundesausschuss |datum=2010-03-18 |abruf=2016-10-21 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/politik/news/2010/07/02/mehrwertvertraege-sichern-verordnungsfaehigkeit.html |wayback=20100708000436 |text=Deutsche Apothekerzeitung, 2. Juli 2010}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/article/611149/126-kassen-rabattvertrag-lantus-vereinbart.html Deutsche Ärztezeitung, 11. Juli 2010 online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
Die länger wirksamen Insuline wie Insulin glargin sind ebenso wirksam wie [[NPH-Insulin]], jedoch teurer.&amp;lt;ref&amp;gt;N Waugh, E Cummins, P Royle, C Clar, M Marien, B Richter, S Philip: &amp;#039;&amp;#039;Newer agents for blood glucose control in type 2 diabetes: systematic review and economic evaluation&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Health technology assessment (Winchester, England)&amp;#039;&amp;#039;, Juli 2010, Band 14, Nr. 36, S. 1–248, PMID 20646668, [[doi:10.3310/hta14360]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Langzeitergebnisse sind noch nicht verfügbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Singh2009&amp;quot;&amp;gt;SR Singh, F Ahmad, A Lal, C Yu, Z Bai, H Bennett: &amp;#039;&amp;#039;Efficacy and safety of insulin analogues for the management of diabetes mellitus: a meta-analysis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;CMAJ&amp;#039;&amp;#039;, Band 180, Nr. 4, Februar 2009, S. 385–397, PMID 19221352, {{PMC|2638025}}, [[doi:10.1503/cmaj.081041]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu anderen länger wirksamen Insulinen darf Insulin glargin nicht mit anderen Insulinen in einer Spritze gemischt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=American Diabetes Association |date=2003 |title=Position statement: Insulin administration |journal=Diabetes Care |volume=26 |issue=Suppl. 1 |pages=121–124 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Praxis wurde in klinischen Studien in Frage gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Kaplan et al.: &amp;#039;&amp;#039;Effects of Mixing Glargine and Short-Acting Insulin Analogs on Glucose Control&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Diabetes Care&amp;#039;&amp;#039;, 2004, Band 27, Nr. 11, S. 2739–2740, PMID 15505016, [[doi:10.2337/diacare.27.11.2739]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/000284/WC500036073.pdf EPAR Lantus.] (PDF; 66&amp;amp;nbsp;kB) – Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts für Lantus (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ema.europa.eu/en/medicines/ema_group_types/ema_medicine/search_api_aggregation_ema_active_substance_and_inn_common_name/insulin%20glargine Präparate mit Insulin glargin] auf der Website der Europäischen Arzneimittelagentur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antidiabetikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protein]]&lt;/div&gt;</summary>
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