<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Insubrien</id>
	<title>Insubrien - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Insubrien"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Insubrien&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-23T13:36:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Insubrien&amp;diff=2056260&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. &#039;mach&#039; wust: /* Die Romanisierung Insubriens */ nur → erst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Insubrien&amp;diff=2056260&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-03T20:41:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Romanisierung Insubriens: &lt;/span&gt; nur → erst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insubrien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ItS|&amp;#039;&amp;#039;Insubria&amp;#039;&amp;#039;}}, {{LmoS|&amp;#039;&amp;#039;Insübria&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff wird in den lombardischen Wörterbüchern nicht erwähnt: Francesco Cherubini, &amp;quot;Vocabolario milanese-italiano&amp;quot;, Dall&amp;#039;imp. regia stamperia, Mailand, 1840. Giuseppe Banfi, Francesco Cherubini, &amp;quot;Vocabolario milanese-italiano ad uso della gioventù&amp;quot;, Presso La libreria di educazione di A. Ubicini, Mailand, 1857. Eugenio Cappelletti, &amp;quot;Vocabolario milanese-italiano-francese&amp;quot;, Dalla Tipografia Boniardi-Pogliani di E. Besozzi, Mailand, 1848. Pietro Monti, &amp;quot;Vocabolario della città e della diocesi di Como: con esempi e riscontri di lingue antiche e moderne&amp;quot;, Società tip. de&amp;#039; classici italiani, Mailand, 1845. Cletto Arrighi, &amp;quot;Dizionario milanese-italiano col repertorio italiano-milanese&amp;quot;, Hoepli Editore, 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet die Region zwischen dem [[Po (Fluss)|Po]] und den voralpinen Seen, die in der [[Antike]] von den [[Insubrer]]n bewohnt wurde. Nach [[Titus Livius]]&amp;lt;ref&amp;gt;Livius, Historiae, 5, 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben die Insubrer im vierten Jahrhundert v. Chr. Mailand gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Laufe der Geschichte fand die Bezeichnung Insubrien verschiedene Anwendungen. Damit wurden bezeichnet:&lt;br /&gt;
* das Gebiet des [[Herzogtum Mailand|Herzogtums Mailand]]&amp;lt;ref&amp;gt;Renzo Dionigi, &amp;quot;Insubres e Insubria, saggio bibliografico e antologia di fonti&amp;quot;, Nicolini, 2002, Renzo Dionigi.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das sich zwischen 1395 und 1796 erheblich verändert hat;&lt;br /&gt;
* die [[Cisalpinische Republik]] oder Teile davon&amp;lt;ref&amp;gt;Gaetano Giucci, &amp;#039;&amp;#039;Storia della vita e del pontificato di Pio VII&amp;#039;&amp;#039;, 1864, S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
* die Gegend, in welcher der [[Lombardische Sprache|westlombardische Dialekt]] gesprochen wird;&lt;br /&gt;
* die [[Metropolitanstadt Mailand]]&amp;lt;ref&amp;gt;Francesco Cardinali, &amp;#039;&amp;#039;Nuova raccolta d&amp;#039;autori italiani che trattano del moto dell&amp;#039;acque&amp;#039;&amp;#039;, J. Marsigli, 1825, S. 338.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Lombardei]] oder das gesamte Nord-Italien&amp;lt;ref&amp;gt;Stelio Giurleo, &amp;#039;&amp;#039;Storia di alcune parole della lingua italiana&amp;#039;&amp;#039;, Brenner, 1988, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
* das Gebiet der [[Regio Insubrica|&amp;#039;&amp;#039;Comunità di lavoro Regio Insubrica&amp;#039;&amp;#039; (Arbeitsgemeinschaft Regio Insubrica)]], ein 1995 gegründeter privatrechtlicher Zusammenschluss über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, dem die Provinzen [[Provinz Varese|Varese]], [[Provinz Como|Como]], [[Provinz Verbano-Cusio-Ossola|Verbano-Cusio-Ossola]], [[Provinz Lecco|Lecco]], [[Provinz Novara|Novara]] und der Schweizer Kanton [[Tessin]] angehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die vorrömische Zeit ===&lt;br /&gt;
Mehrere lateinische Autoren, wie [[Plinius der Ältere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius der Ältere, &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Strabon]]&amp;lt;ref&amp;gt;Strabo, Geografia, 5-6&amp;lt;/ref&amp;gt;, sprechen von der Bevölkerung der &amp;#039;&amp;#039;Insubres&amp;#039;&amp;#039;. [[Polybios]] definiert sie als die größte Volksgruppe nördlich des Po&amp;lt;ref&amp;gt;[[Polybios]], &amp;#039;&amp;#039;Storiae&amp;#039;&amp;#039;, 2,17.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Autoren gebrauchen jedoch nie den Namen &amp;#039;&amp;#039;Insubria&amp;#039;&amp;#039;, um das Hoheitsgebiet dieses Volkes zu bezeichnen, geben knappe und widersprüchliche Informationen dazu, und situieren die &amp;#039;&amp;#039;Insubres&amp;#039;&amp;#039; in verschiedenen Teilen der Voralpen. Polybios siedelt sie z. B. am Rande der Mündungen des Po an. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Tabula Peutingeriana]]&amp;#039;&amp;#039; enthält die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Insubres&amp;#039;&amp;#039;, die sich aber weitab von [[Mailand|Mediolanum]] befinden, in der Gegend &amp;#039;&amp;#039;[[Eporedia]]&amp;#039;&amp;#039;. In der Tat war das Gebiet in prähistorischen und protohistorischen Zeiten durch andere Völker, wie die Orobier, die Comenser, die [[Lepontier]], die [[Helvetier]], die [[Räter]], die Bergeller und verschiedene [[Ligurer|ligurische Stämme]] bevölkert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tabula Peuntingeriana.jpg|mini|links|250px|Das Gebiet der &amp;#039;&amp;#039;Insubres&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Tabula Peutingeriana]]]]&lt;br /&gt;
Es ist wahrscheinlich, dass [[Titus Livius]] mit &amp;#039;&amp;#039;Insubres&amp;#039;&amp;#039; eine größere Organisation, ein &amp;#039;&amp;#039;foedus&amp;#039;&amp;#039;, aus zahlreichen cisalpinischen Stämmen meinte, die die Vorherrschaft der Insubrer anerkannte&amp;lt;ref&amp;gt;R. Corbella, G. Minella, G.P. Gallinelli, &amp;#039;&amp;#039;Insubria, le radici di una comunità dai Celti all&amp;#039;Austria Felix&amp;#039;&amp;#039;, Varese, 2004, Regione Lombardia, Provincia di Varese e Comune di Varese, S. 2f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die archäologischen Belege bestätigen die spärlichen Angaben. Im Gebiet zwischen den Flüssen Serio und [[Adda (Fluss)|Adda]] im Osten, der [[Sesia]] im Westen, den Alpentälern des [[Toce]], [[Ticino (Fluss)|Ticino]] und der [[Moesa (Fluss)|Moesa]] im Norden sowie des [[Po (Fluss)|Po]] im Süden entwickelte sich seit dem dreizehnten Jahrhundert v. Chr. eine homogene Zivilisation, die [[Golasecca-Kultur]] genannt wurde. Diese Kultur hatte mehrere Hauptstädte. Die größere darunter war [[Como]], die damals westlich der heutigen Stadt, auf den Hügeln südlich von Spina Verde, stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ende des 5. Jahrhunderts und Beginn des 4. Jahrhunderts vor Chr. überquerten [[Kelten|keltische Stämme]], Träger der [[La-Tène-Kultur]], die Alpen und fielen in dieses Gebiet ein. Sie verursachten den Niedergang der Golasecca-Kultur. Die meisten von ihnen waren [[Insubrer]]. Sie siedelten sich in der gegenwärtigen Lombardei an. Nach [[Titus Livius]] haben sie [[Mailand]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Romanisierung Insubriens ===&lt;br /&gt;
Die [[Insubrer]], zusammen mit den [[Gallier]]n, gerieten mit den [[Römer]]n, die ihre Herrschaft bis zum Alpenkamm erweitern wollten, in Konflikt. Die Koalition erlitt 225 v. Chr. in der [[Schlacht bei Telamon]] eine erste Niederlage, dann wieder 222 v. Chr. in der [[Schlacht von Clastidium]] und [[Acerrae (Insubrer)|Acerrae]]. Die Römer besetzten das Gebiet. Diese Besetzung war sehr kurz, denn vier Jahre später fand [[Hannibal]] in den Insubrern treue Verbündete. Bei der [[Schlacht am Trasimenischen See]] rächte der insubrische Ritter Ducario 217 v. Chr. sein Volk und tötete den Konsul [[Gaius Flaminius]], der gegen die [[Kelten]] gekämpft hatte. Erst 194 v. Chr. konnte Rom mit dem Konsul [[Lucius Valerius Flaccus (Konsul 195 v. Chr.)|Lucius Valerius Flaccus]] gegen die Insubrer endgültig siegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Gallia cisalpina}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab diesem Zeitpunkt wurde Insubrien, zusammen mit den von den [[Gallier]]n bewohnten Gebieten, Teil der römischen Provinz [[Gallia Cisalpina]]. 42 v. Chr. wurde die Provinz schließlich aufgehoben und in das [[römisches Reich|römische Reich]] integriert&amp;lt;ref&amp;gt;U. Laffi, &amp;#039;&amp;#039;La provincia della Gallia Cisalpina&amp;#039;&amp;#039;, “Athenaeum”, 80, 1992, S. 5–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess der Romanisierung war langsam, aber unaufhaltsam. Die lokale Kultur überlebte noch einige Jahrhunderte in den peripheren Alpentälern, weit weg von den wichtigsten Kommunikationswegen&amp;lt;ref&amp;gt;M.T. Grassi, &amp;#039;&amp;#039;La romanizzazione degli insubri: celti e romani in Transpadana attraverso la documentazione storica ed archeologica&amp;#039;&amp;#039;, ET Edizioni, 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Archäologie zeigt, dass erst im ersten Jahrhundert n. Chr. die Romanisierung einsetzt. Es werden nur noch sporadisch oder in den alpinen Gebieten keltische Identitätszeichen für die Toten in den Gräbern eingesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Speziell im lepontischen Gebiet der dem gegenwärtigen [[Lago Maggiore|Verbano]] und [[Tessin]] entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Insubrer unterzeichneten mit den [[Römisches Reich|Römern]] die [[Foederaten|&amp;#039;&amp;#039;foedera aequa&amp;#039;&amp;#039;]], mit denen sie die Vorherrschaft der Besetzer anerkannten und den Römern ewige Treue versprachen. Im Gegenzug dazu erhielten sie die Integrität ihres Territoriums. Die Straßen [[Via Aemilia]] und [[Via Postumia]], wichtige Teile des römischen Straßennetzes, vermeiden das Gebiet Insubrien&amp;lt;ref&amp;gt;G. Cera, &amp;quot;La via Postumia da Genova a Cremona&amp;quot;, L&amp;#039;Erma, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im [[Augustus|augusteischen Zeitalter]] werden die [[Insubrer]] noch mit Fibeln in [[La-Tène-Zeit|La-Tène-Stil]] begraben, und mit Werkzeugen und Töpferwaren, während sich die Anwendung von Balsamen und Amphoren aus der römischen Tradition ausweitet&amp;lt;ref&amp;gt;R. Corbella, G. Minella, G. P. Gallinelli, &amp;quot;Insubria, le radici di una comunità dai Celti all&amp;#039;Austria Felix&amp;quot;, Varese, 2004, edito da Regione Lombardia, Provincia di Varese e Comune di Varese, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Hochmittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess der Romanisierung kann als abgeschlossen betrachtet werden, als 286 n. Chr. [[Diokletian]] [[Mailand]] zur Reichshauptstadt ernannte, ein Status, der bis 402 n. Chr., als [[Flavius Honorius]] den kaiserlichen Sitz nach [[Ravenna]] überträgt, gehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 568 n. Chr., mit der Einwanderung der [[Langobarden]], erfuhr die rechtliche und politische Struktur des [[römisches Reich|römischen Reiches]] eine tiefgreifende Veränderung. Es entstand eine neue, größere Identität, die die gesamte Poebene erfasst, die ihren Namen von dem des neuen deutschen Volkes ableitet: [[Lombardei]]&amp;lt;ref&amp;gt;Cfr. G. Rohlfs, &amp;#039;&amp;#039;Studi e ricerche su lingua e dialetti d&amp;#039;Italia&amp;#039;&amp;#039;, Sansone, Firenze, 1972, S. 3–5.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die nachfolgende politische Zersplitterung des [[Reich (Territorium)|Regnum]]&amp;lt;ref&amp;gt;Cfr. S. Gasparri, &amp;#039;&amp;#039;Prima della nazione. Popoli, etnie e segni fra Antichità e Medioevo&amp;#039;&amp;#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt; reduziert die Lombardei auf ihr Kerngebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Herzogtum Mailand ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Herzogtum Mailand}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Massima espansione Viscontea.png|mini|350px|Das [[Herzogtum Mailand]] zu Beginn des 15. Jahrhunderts unter dem Herzog [[Gian Galeazzo Visconti|Gian Galeazzo]], der Zeitpunkt der größten Ausdehnung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wird der Namen Insubrien auf das [[Herzogtum Mailand]] (1395–1796)&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Formentini, Il Ducato di Milano, 1877, S. 364f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gustavo Chiesi, Luigi Borsari, Giuseppe Isidoro Arneudo, La patria: geografia dell&amp;#039; Italia. Cenni storici, costumi, topografia, 1894, S. 7f.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit der größten Expansion um 1400 unter [[Gian Galeazzo Visconti]] schließt das Herzogtum die ganze [[Lombardei]] (mit Ausnahme von [[Mantova]]) ein; in der Region [[Piemont]]: [[Vercelli]], [[Novara]], [[Alessandria]] und [[Asti]]; im [[Veneto]]: [[Verona]], [[Vicenza]] und [[Belluno]], im [[Trentino]]: [[Riva del Garda]]; in der [[Emilia-Romagna]]: [[Parma]], [[Piacenza]], [[Reggio nell’Emilia]] und [[Bologna]]; in der [[Toskana]]: [[Pisa]], [[Lucca]] und [[Siena]]; in [[Ligurien]]: [[Sarzana]]&amp;lt;ref&amp;gt;G. Piccinni, &amp;#039;&amp;#039;Il medioevo&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 236f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der [[Schweiz]] das [[Tessin]] und die italienischsprachigen Teile von [[Graubünden]] ([[Misox]], [[Bergell]], [[Puschlav]] und [[Calancatal]])&amp;lt;ref&amp;gt;Renzo Dionigi, &amp;quot;Insubres e Insubria nella cartografia antica&amp;quot;, Nicolini, 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom vierzehnten bis zum siebzehnten Jahrhundert verwendeten die Gelehrten am Hof des Herzogs von [[Mailand]] die Begriffe Insubria und [[Insubrer]] um das Bewusstsein der Einheit und der nationalen Identität zu fördern, als Gegengewicht zu den sehr lebendigen lokalen Autonomien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:IMG 7177 - Milano - Staz. C.le - Biscione visconteo usato come stemma di MI - Foto Giovanni Dall&amp;#039;Orto 18-Mar-2007.jpg|mini|links|150px|Das Wappen der Visconti, Herzöge von Mailand.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Insubria&amp;#039;&amp;#039; umschreibt den Kern des umfangreichen [[Herzogtum Mailand|Herzogtums Mailand]], wie die Schriften von Benzo D&amp;#039;Alessandria, Giovanni Simonetta, Bernardino Corio und Andrea Alciato belegen. Aber auch nach dem Untergang der Unabhängigkeit [[Mailand]]s&amp;lt;ref&amp;gt;Im 1535 erlosch mit dem Tod von Francesco II Sforza die legitime männliche Linie der Herzöge von [[Mailand]]. Der Titel ging zurück zum Kaiser Karl V. von Habsburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; verschwindet die Identität Insubrien nicht. In der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts bekräftigt Gabriele Verri die Bedeutung des Begriffes mit dem Ausdruck: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Insubrer sumus, non latini&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;De Ortu et progressu juris Mediolanensis prodromus&amp;#039;&amp;#039;, 1747. In F. Venturi, &amp;#039;&amp;#039;Settecento riformatore: da Muratori a Beccaria&amp;#039;&amp;#039; wird gesagt, dass &amp;#039;&amp;#039;mit dieser Formel Gabriele Verri es geschafft hat in einer prägende Form die Distanzierung von der klassische Tradition die die italienischen Nationen in jener Jahre bezeichnete, auszudrücken&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1766 schreibt die Mailander Komponistin Maria Teresa Agnesi Pinottini die dramatische Komposition in zwei Akten &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Insubria consolata: componimento drammatico&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Die getröstete Insubria: dramatisches Werk&amp;quot;)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Werk wurde anlässlich der Hochzeit zwischen der Erzherzog [[Ferdinand Karl von Österreich-Este (1754–1806)|Ferdinand Karl von Österreich-Este]] und [[Maria Beatrice d’Este (1750–1829)|Maria Beatrice d’Este]] im [[Mailänder Dom]] am 15. Oktober 1771, mit der der Erzherzog Gouverneur von [[Mailand]] wurde, geschrieben.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Cisalpinische Republik ===&lt;br /&gt;
Etwas später, im Jahre 1797, bei der Geburt der [[Cisalpinische Republik|&amp;#039;&amp;#039;Repubblica Cisalpina&amp;#039;&amp;#039;]], lässt [[Napoleon]] in der Münzprägeanstalt von [[Mailand]] eine Gedenkmünze prägen. Auf der Vorderseite stand das Wort &amp;#039;&amp;#039;All&amp;#039;Italico&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Dem Italischen&amp;quot;); auf der Rückseite &amp;quot;All&amp;#039;Insubria libera&amp;quot; (&amp;quot;Dem freien Insubrien&amp;quot;), mit einer Allegorie der französischen Republik: eine behelmte Frau, rechts von ihr der Frieden, der eine phrygische Mütze auf den Kopf der neuen Republik setzt, mit einem Genie (guter Geist) zu ihren Füßen. 1801 schrieb Giovanni Torti das Lied &amp;#039;&amp;#039;Per la proclamata libertà dell&amp;#039;Insubria&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Zur Verkündigung der Freiheit Insubriens&amp;quot;), das die [[Cisalpinische Republik]] und Napoleon als Befreier verherrlichte. Ähnliches machte [[Gabriele Rossetti (Dichter)|Gabriele Rossetti]] in derselben Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;Armando Balduino, Storia letteraria d&amp;#039;Italia, l&amp;#039;Ottocento, PICCIN, 1990, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sogar der fünfzehnjährige [[Alessandro Manzoni]] zitiert in seinem &amp;#039;&amp;#039;Del trionfo della libertà&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Triumph der Freiheit&amp;quot;) aus dem Jahre 1801 mehrfach Insubrien und verherrlicht, bezugnehmend auf die Cisalpinische Republik&amp;lt;ref&amp;gt;Alessandro Manzoni, Del trionfo della libertà, 1882&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Ideale der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Regio Insubrica ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:RegioInsubrica-logo.gif|mini|links|200px|Das Logo der Regio Insubrica]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Regione Insubria-Mappa.png|mini|250px|Das Gebiet der Regio Insubrica (seit 2007 auch mit Lecco und Novara)]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit wird der Begriff als Synonym für das Gebiet der [[Regio Insubrica|&amp;#039;&amp;#039;Comunità di lavoro Regio Insubrica&amp;#039;&amp;#039;]] (deutsch: Arbeitsgemeinschaft Regio Insubrica) verwendet. Der 1995 gegründeten Gemeinschaft gehören die Provinzen [[Provinz Varese|Varese]], [[Provinz Como|Como]], [[Provinz Verbano-Cusio-Ossola|Verbano-Cusio-Ossola]], [[Provinz Lecco|Lecco]], [[Provinz Novara|Novara]] und der Schweizer Kanton [[Tessin]] an. Die Region umfasst das Gebiet der voralpinen Seen an der Grenze zwischen der [[Schweiz]] und [[Italien]], wo Italienisch und [[Lombardische Sprache|westlombardischer Dialekt]] gesprochen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe unten, Literatur: NZZ, 2. April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um einen privatrechtlichen Zusammenschluss in Übereinstimmung mit der Deklaration von Madrid von 1980 über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit und die Integration in der Region der italienisch-schweizerischen voralpinen Seen ([[Comer See]], [[Luganersee]], [[Lago Maggiore]]) zu fördern. Das aktuelle Symbol der Regio besteht aus sechs Piktogrammen mit den Erstbuchstaben der Gründerregionen der Regio (in der Reihenfolge [[Tessin]], [[Provinz Como]], [[Provinz Varese]], [[Provinz Verbano-Cusio-Ossola]]) in [[lepontische Sprache|lepontischer Schreibweise]] (Alphabet von Lugano)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Provinzen [[Provinz Lecco|Lecco]] und [[Provinz Novara|Novara]] waren seit [[1997]] assoziiert und wurden [[2007]] zum Mitglied&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das geobotanische Insubrien ==&lt;br /&gt;
In der [[Geobotanik]] bezeichnet der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Insubrien&amp;#039;&amp;#039; ein (kleineres) Teilgebiet der hier beschriebenen &amp;#039;&amp;#039;geographischen&amp;#039;&amp;#039; Region Insubrien. Dieses erstreckt sich um die Nordufer der westlichen oberitalienischen Seen vom Lago di Orta im Westen bis zu einer gedachten Linie zwischen dem Lago di Lugano und dem Lago di Como im Osten. In einer Höhenlage zwischen ca. 200 m ü. d. M. (Seespiegel des Lago Maggiore) und ca. 500–600 m ü. d. M. ist hier eine spezielle, &amp;#039;&amp;#039;insubrische&amp;#039;&amp;#039; Vegetation anzutreffen. Eichen-Birkenwälder und Hasel-Eschenwälder mit der [[Edelkastanie]], die im Gebiet als [[Archäophyt]] ab ca. der Zeitenwende durch die Römer eingeführt wurde, als vorherrschende Baumart wachsen hier auf sauren Böden. Als typische Vertreter der Krautschicht können [[Klebriger Salbei]] und [[Schneeweiße Hainsimse]] genannt werden. Bedingt wird diese spezielle, [[Zeigerwerte nach Ellenberg|subozeanisch]] geprägte Vegetation in diesem Gebiet durch geologische Faktoren (saure [[Metamorphite]]), hauptsächlich aber durch klimatische Faktoren, nämlich höhere Niederschläge (vor allem im Sommer) als auf gleicher Breite weiter im Osten.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Oberdorfer, Der insubrische Vegetationskomplex, seine Struktur und Abgrenzung gegen die submediterrane Vegetation in Oberitalien und in der Südschweiz, Beitr. naturk. Forsch. SW-Deutschl., 1964, Bd. 23, Heft 2, S. 141–187&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;F. Erdnüß, Tessin: &amp;#039;&amp;#039;Natur und Kultur in alten Gärten,&amp;#039;&amp;#039; Biologie unserer Zeit, 4/2006 (36), S. 244–250&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Insubrer]]&lt;br /&gt;
* [[Lepontische Sprache]]&lt;br /&gt;
* [[Metropolregion Tessin]]&lt;br /&gt;
* [[Euroregion]]&lt;br /&gt;
* [[Herzogtum Mailand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.nzz.ch/schweiz/das-tessin-koennte-der-dritte-pol-in-der-schweiz-sein-ld.1370927 &amp;#039;&amp;#039;Das Tessin könnte der dritte Pol in der Schweiz sein.&amp;#039;&amp;#039;] Neue Verkehrsverbindungen verändern die geopolitische Lage des Tessins. [[NZZ]], 2. April 2018, von Paul Schneeberger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.regioinsubrica.org/ Arbeitsgemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;Regio Insubrica&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.uninsubria.it/ &amp;#039;&amp;#039;Università dell&amp;#039;Insubria&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.terrainsubre.org/ Kulturelle Vereinigung &amp;#039;&amp;#039;Terra Insubre&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.domanunch.org/ Verein &amp;#039;&amp;#039;El Dragh Bloeu - Foeuj per la Promozion de l&amp;#039;Insubria&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.lakesandalps.com/ Informationen für Tourismus und Freizeit &amp;#039;&amp;#039;Lakesandalps&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.infoinsubria.com/ Online Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Infoinsubria&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Tessin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinz Como]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kelten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Mailands]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Piemont)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lombardei)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. &#039;mach&#039; wust</name></author>
	</entry>
</feed>