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	<title>Instrumentation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Instrumentation&amp;diff=56808&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF))</title>
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		<updated>2025-11-09T09:37:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Instrumentierung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Instrumentation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Instrumentierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man die Verteilung der [[Stimme (Musik)|Stimmen]] einer [[musik]]alischen [[Komposition (Musik)|Komposition]] auf die einzelnen [[Musikinstrument|Instrumente]]. Bei einem [[Orchester]]werk kann man auch von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orchestration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orchestrierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sprechen. Die Theorie der Instrumentation wird &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Instrumentationslehre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der deutsche Begriff &amp;#039;&amp;#039;Instrumentierung&amp;#039;&amp;#039; findet sich erstmals 1807 im &amp;#039;&amp;#039;Kurzgefaßten Handwörterbuch der Musik&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Christoph Koch|H. Chr. Koch]], schon drei Jahre später verwendete ihn [[E. T. A. Hoffmann]] in seiner Rezension über Beethovens &amp;#039;&amp;#039;[[5. Sinfonie (Beethoven)|5. Sinfonie]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Definitionen des Begriffs reichten damals von „Begleitung der Hauptstimme“ (A. Heyse, 1829) bis zu „korrekt für jedes Instrument schreiben“ (französisch: &amp;#039;&amp;#039;écrire correctement pour chaque instrument&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streng genommen kann man bei jedem Musikstück, an dem mehr als ein Instrument beteiligt ist, über die Instrumentation sprechen: Auch in einer [[Violinsonate]] ist die Entscheidung, ob das Klavier die Hauptstimme spielt und von der [[Violine]] [[Begleitung (Musik)|begleitet]] wird, oder umgekehrt, eine Instrumentationsfrage. [[Richard Strauss]] hat auf die Wichtigkeit der Kenntnis von [[Tonsatz|Satztechnik]] und [[Stimmführung]] für die Instrumentation angespielt, als er in seinem Vorwort zu [[Hector Berlioz|Berlioz’]] [[Grand Traité d’instrumentation et d’orchestration modernes|Instrumentationslehre]] schrieb:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Könnte doch jeder, der sich im Orchestersatze versuchen will, gezwungen werden, seine Laufbahn mit der Komposition einiger [[Streichquartett]]e zu beginnen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Instrumentation auch die Bearbeitung eines Werkes für eine andere Besetzung (zum Beispiel „die Orchestrierung einer [[Klaviersonate]]“) verstanden und auch die (Orchester-)Besetzung eines Werks kann als Instrumentation bezeichnet werden („Gustav Mahlers Symphonien sind größer instrumentiert als jene von Mozart“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Die Zuordnung einzelner Stimmen zu bestimmten Instrumenten ist oft Teil der musikalischen Inspiration: Das [[Violoncello|Cellothema]] am Anfang von [[Ludwig van Beethoven|Beethovens]] &amp;#039;&amp;#039;[[3. Sinfonie (Beethoven)|3. Sinfonie]]&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;[[Till Eulenspiegels lustige Streiche|Till Eulenspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;-[[Horn (Instrument)|Hornruf]] bei [[Richard Strauss]] sind Einfälle, deren Instrumentation für den Komponisten sicherlich von Beginn an feststand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen steht andererseits die Praxis der Orchestrierung eines [[Particell]]s, die mit der wachsenden Orchestergröße im 19. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung gewann. [[Richard Wagner]] brauchte für die &amp;#039;&amp;#039;Komposition&amp;#039;&amp;#039; seines [[Parsifal]] knapp zwei Jahre, die ausgefeilte &amp;#039;&amp;#039;Instrumentation&amp;#039;&amp;#039; des Particells nahm aber noch drei Jahre in Anspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neukomposition eines Orchesterwerks setzt sich in der Regel aus diesen beiden Komponenten zusammen. Eine Ausnahme bildet die Teamarbeit, die besonders bei der Entstehung von [[Filmmusik]] stattfindet: Hier erhält der Arrangeur vom Komponisten ein [[Particell]], in dem mehr oder weniger genaue Instrumentationswünsche festgehalten sind und hat allein die Aufgabe, es möglichst korrekt und effektvoll zu orchestrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erlernen der Instrumentation ist es neben genauer Kenntnis der [[Musikinstrumentenkunde|Instrumentenkunde]] wichtig, ein gutes Gehör für die einzelnen [[Klangfarbe]]n und ihre Kombinationen zu entwickeln. Als beste Schulung gilt hierbei das genaue Studium der [[Partitur]]en von Werken, deren Klangbild dem Lernenden gut vertraut ist. Gute Instrumentierer nehmen auch Rücksicht auf die Ausführenden ihrer Werke: So sollten zum Beispiel Bläser immer wieder Pausen haben, um nicht zu schnell zu ermüden, solistische Passagen andererseits sollten nicht nach zu langem Schweigen erfolgen, damit der Musiker gut eingespielt ist, und für den Wechsel zu [[Nebeninstrument]]en sollte dem Musiker genug Zeit gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Instrumentation ==&lt;br /&gt;
=== Renaissance ===&lt;br /&gt;
In der Renaissance wurden Kompositionen fast ausschließlich für die Instrumentenbesetzung geschrieben, die der Komponist vor Ort vorfand. Musik aus dieser Zeit ist meist nicht in Form einer ausgeschriebenen Partitur überliefert. Der Grund dafür liegt hauptsächlich darin, dass Musikstücke nur für die jeweilige Aufführung (meist unter Mitwirkung des Komponisten) geschrieben wurden und eine spätere Verwertung (die eine eindeutige Partitur vorausgesetzt hätte) nicht vorgesehen war. Da aber allen Mitwirkenden an der Aufführung die Besetzung ohnehin klar war, verzichtete der Komponist auf das Notieren des Selbstverständlichen. Die Kompositionen wurden also vom Komponisten instrumentiert und aufgeführt, ihre authentische Gestalt ist aber mangels originaler Partituren für uns heute nur noch schwer rekonstruierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barock ===&lt;br /&gt;
Die ältesten Gepflogenheiten der Instrumentation beruhen auf der Zuordnung verschiedener Musikarten zu bestimmten Instrumenten, die aus der Praxis heraus entstanden waren: [[Jagd]]musik wurde von [[Horn (Instrument)|Hörnern]] gespielt, [[Schäferei|Schäfermusik]] von [[Flöte]]n und [[Schalmei]]en ([[Oboe]]n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Partitur]]en der frühen italienischen [[Oper]]n (wie [[Claudio Monteverdi]]s &amp;#039;&amp;#039;[[L’Orfeo]]&amp;#039;&amp;#039;) finden sich nur sporadische Hinweise zur Instrumentation, deutlich ist aber, dass auch hier den verschiedenen Sphären der Handlung bestimmte [[Klangfarbe]]n zugeordnet werden. Spätere Barockopern, wie jene von [[Alessandro Scarlatti]], haben schon genauere Partituren und eine abwechslungsreiche Orchesterbehandlung. Hier finden sich auch vermehrt typische Effekte wie [[Tremolo]] oder [[Pizzicato]] in den [[Streichinstrument]]en, um bestimmte [[Affekt]]e auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich führte [[Jean-Baptiste Lully]] kurzzeitig den [[Stimme (Musik)|fünfstimmigen]] Streichersatz mit obligaten Bläsern ein und in Deutschland experimentierten Opernkomponisten wie [[Reinhard Keiser]] mit außergewöhnlichen Bläserbesetzungen (wie einer Arie mit fünf [[Fagott]]en als [[Begleitung (Musik)|Begleitung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Sebastian Bach]] benutzte in seinen Orchesterwerken eine &amp;#039;&amp;#039;chörige&amp;#039;&amp;#039; Schreibweise, die wohl von der Registrier-Praxis bei der [[Orgel]] beeinflusst ist: [[Streichinstrument|Streicher]] bilden eine Gruppe, [[Holzblasinstrument|Holzbläser]] die zweite und [[Trompete]]n und [[Pauke]]n die dritte. Diese [[Chor (Musik)|Chöre]] werden einander gegenübergestellt und im [[Tutti]] auch kombiniert, einzelne Instrumente werden aber (abgesehen von dezidiert solistischen Aufgaben) selten aus ihrem Gruppenklang herausgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufig verwendete Besetzung des Hochbarock besteht im generalbaßgestützten, vierstimmigen Streichersatz, bei dem die Stimmen der beiden Violinen durch Oboen verstärkt, die Baßstimme durch [[Violone]]n oktaviert, durch Fagotte als klangliches Gegengewicht zu den Oboen verstärkt und die Harmonien durch ein Cembalo aufgefüllt werden. Dieses absolut typische Klangbild eines Barockorchesters kann – je nach der intendierten Prachtentfaltung – durch zusätzlich hinzugezogene Instrumente wie Pauken und Trompeten erweitert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klassik ===&lt;br /&gt;
Die klassische Orchesterbesetzung wurde vor allem durch die [[Mannheimer Schule]] geprägt. Der vierstimmige Streichersatz wurde durch paarweise eingesetzte Oboen und Hörner, Flöten und selbstständig geführte Fagotte (die also nicht länger als [[Generalbassinstrument]] schlicht den Bass verdoppeln) ergänzt. In großen Besetzungen wurden Trompeten und Pauken hinzugefügt. Ab den 1770er Jahren verbreitet sich der Gebrauch von Klarinetten auch außerhalb von Paris, Mannheim und London, wo sie zuerst üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Symphonien von [[Joseph Haydn]] finden sich viele Stellen, deren besonderer Gehalt in erster Linie aus der Instrumentation resultiert: Der berühmte Paukenschlag in der gleichnamigen [[94. Sinfonie (Haydn)|Symphonie]] ist auch deshalb eine Überraschung, weil [[Pauke]]n und [[Trompete]]n in einem klassischen langsamen Satz kaum verwendet wurden. Haydn schrieb in seinen Memoiren, der kleine und dichte Betrieb in [[Schloss Esterházy (Fertőd)|Schloss Esterházy]] habe ihm ermöglicht, verschiedene musikalische Dinge auszuprobieren, und diese Äußerung ist bestimmt auch auf die Kunst der Instrumentation zu beziehen, deren meisterhafte Beherrschung er in den Londoner Symphonien beweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s persönliche Art der Instrumentation,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Hans Engel (Musikwissenschaftler)|Hans Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Mozarts Instrumentation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mozart-Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1956, S. 51–74.&amp;lt;/ref&amp;gt; besonders seine charakteristische Behandlung der [[Blasinstrument]]e, macht einen großen Teil des Reizes seiner Musik aus. Sie hatte nicht nur auf [[Ludwig van Beethoven]] großen Einfluss: Einige Details seiner Kunst, wie die Parallelführung der [[Holzblasinstrument|Holzbläser]] in [[Terz (Musik)|Terzen]] wurden noch von [[Johannes Brahms]] imitiert. Als eine typische Instrumentationstechnik der [[Wiener Klassik]] gilt außerdem das [[Wiener Unisono]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tradition der klassischen Instrumentation entstanden auch einige [[Kammermusik]]-Werke, namentlich Werke für gemischte Besetzung wie das [[Liste der kammermusikalischen Werke Beethovens#Gemischte Kammermusik|Septett]] von Beethoven oder [[Franz Schubert]]s [[Oktett (Schubert)|Oktett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romantik ===&lt;br /&gt;
Die Entstehung der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;modernen&amp;#039;&amp;#039; Instrumentation wird in der Regel in der [[Musik der Romantik|Romantik]] angesiedelt, als [[Carl Maria von Weber]] im [[Der Freischütz|Freischütz]] mit der Verwendung unüblicher [[Register (Musik)|Register]] und Kombinationen neuartige Klangeffekte erzielte. Solche Effekte finden sich allerdings auch schon vereinzelt in den Werken der [[Wiener Klassik]], es sollte also eher von einer Entwicklung als von einer Geburtsstunde gesprochen werden. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten großen Instrumentationslehrbücher veröffentlicht und die Möglichkeiten zur Klangbildung wuchsen mit der Entwicklung der Instrumente und ihrer Möglichkeiten und der Orchestergröße. Seit [[Richard Wagner]] und [[Richard Strauss]] verfügen Komponisten über einen Apparat mit über hundert Musikern, die allerlei [[Nebeninstrument]]e zur Verfügung haben und auch die subtilsten Klangkombinationen angemessen wiedergeben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne ===&lt;br /&gt;
Im [[20. Jahrhundert]] entstanden Werke, in denen die Instrumentation völlig im Vordergrund steht: Ravels &amp;#039;&amp;#039;[[Boléro]]&amp;#039;&amp;#039; lebt allein von der Abwechslung der Klangfarben, ähnlich das Dritte der &amp;#039;&amp;#039;Fünf Orchesterstücke&amp;#039;&amp;#039; von [[Arnold Schönberg]], in dem ein Akkord in verschiedenen Kombinationen immer wieder wiederholt wird. Schönberg prägte dazu den Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Klangfarbenmelodie]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Größe des Klangkörpers betrifft, so kehrten Strauss in &amp;#039;&amp;#039;[[Ariadne auf Naxos]]&amp;#039;&amp;#039; oder [[Igor Fjodorowitsch Strawinski|Igor Strawinski]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Histoire du soldat]]&amp;#039;&amp;#039; zu kleineren Besetzungen zurück, die aber durchaus orchestermäßig instrumentiert waren. Seit der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s werden Musikstücke einerseits für konventionell besetzte Orchester oder Kammermusikgattungen komponiert, andererseits existieren unzählige Werke, die für eine ganz bestimmte, ansonsten selten verwendete, Besetzung konzipiert und ausgeführt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Instrumentationslehre ==&lt;br /&gt;
[[Michael Praetorius]] gab im [[Syntagma musicum]] mit der genauen Aufzählung aller Instrumente seiner Zeit und deren üblichen Verwendungsgebieten wohl den ersten Anstoß, sich bewusst Gedanken über den Einsatz der verschiedenen Klangfarben zu machen, er schrieb aber dennoch eine [[Musikinstrumentenkunde|Instrumentenkunde]]. Ebenso rein auf die Möglichkeiten der einzelnen Instrumente ausgerichtet waren die ein Jahrhundert später folgenden pädagogischen Werke über einzelne Instrumente (wie der &amp;#039;&amp;#039;[[Versuch einer gründlichen Violinschule]]&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;[[Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes Lehrwerk für Instrumentation wird bei Ludwig K. Mayer (siehe Literatur) eine Schrift von [[Valentin Roeser]] genannt, die 1764 in Paris veröffentlicht wurde: Sein &amp;#039;&amp;#039;Essai de l’instruction à l’usage de ceux, qui composent pour la clarinette et le cor (Versuch einer Anleitung für jene, die für Klarinette und Horn komponieren)&amp;#039;&amp;#039; ist ein dünnes Büchlein, in dem auf die klanglichen Kombinationsmöglichkeiten in der Bläserkammermusik und die Verwendung der relativ jungen [[Klarinette]] eingegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausführliche theoretische Behandlung der Instrumentationslehre begann erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts: 1844 veröffentlichte [[Hector Berlioz]] seinen &amp;#039;&amp;#039;Grand Traité d’instrumentation et d’orchestration moderne (Große Abhandlung über die moderne Instrumentation und Orchestration)&amp;#039;&amp;#039;, der das erste Schulwerk dieser Art darstellt und 1904 von [[Richard Strauss]] überarbeitet wurde. Er enthält vor allem eine ausführliche [[Musikinstrumentenkunde|Instrumentenkunde]], die [[Tonumfang]], [[Klang]] und Charakter der Orchesterinstrumente und ihrer einzelnen Register abhandelt. Außerdem behandelt er die Problematik unterschiedlicher Besetzungen und der Anzahl der Spieler in den einzelnen Gruppen, die für eine gute [[Dynamik (Musik)|dynamische]] Balance geeignet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Schritt weiter ging [[Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow|Nikolai Rimski-Korsakow]] 1913 in seinen &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Instrumentation&amp;#039;&amp;#039;: Er befasste sich auch mit den Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Instrumente und der effizienten Verteilung der Einzelstimmen in einem Orchester[[akkord]], die Berlioz für „nicht lehrbar“ hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter neueren Werken der Instrumentationslehre ist besonders die dreizehnbändige Reihe „Die Instrumentation“ von Hans Kunitz (Breitkopf &amp;amp; Härtel, Leipzig, 1956&amp;amp;nbsp;ff.) zu nennen, die für alle Orchesterinstrumente Geschichte, Tonerzeugung, Klangcharakter, Klangkombinationen und spieltechnische Möglichkeiten mit zahlreichen Beispielen auch aus der Literatur des 20. Jahrhunderts ([[Carl Orff|Orff]], [[Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch|Schostakowitsch]]) beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kurzschrift Orchesterbesetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Becker (Musikwissenschaftler)|Heinz Becker]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Instrumentation.&amp;#039;&amp;#039; A. Volk, Köln 1964 (= &amp;#039;&amp;#039;Musikwerk.&amp;#039;&amp;#039; Band 24).&lt;br /&gt;
* Heinz Becker: &amp;#039;&amp;#039;Instrumentation (Geschichte).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Hector Berlioz, Richard Strauss: &amp;#039;&amp;#039;Instrumentationslehre.&amp;#039;&amp;#039; Peters, Frankfurt, ISBN 3-87626-030-2.&lt;br /&gt;
* Nikolai Rimsky-Korssakow: &amp;#039;&amp;#039;Principles of Orchestration.&amp;#039;&amp;#039; Dover Publications, London 1964 (englisch), ISBN 0-486-21266-1.&lt;br /&gt;
* Cecil Forsyth: &amp;#039;&amp;#039;Orchestration.&amp;#039;&amp;#039; MacMillan, London 1914 (Reprint: Read Books, 2008).&lt;br /&gt;
* Hermann Erpf: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Instrumentation und Instrumentenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Schott, Mainz, ISBN 3-7957-2211-X.&lt;br /&gt;
* Bahnert, Herzberg, Schramm: &amp;#039;&amp;#039;Metallblasinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; Florian Noetzel, Wilhelmshaven, ISBN 3-7959-0466-8.&lt;br /&gt;
* Ertugrul Sevsay: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Instrumentationspraxis.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel, ISBN 3-7618-1726-6.&lt;br /&gt;
* Hans Kunitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Instrumentation (in 13 Bänden).&amp;#039;&amp;#039; Breitkopf &amp;amp; Härtel, Leipzig, ISBN 3-7651-1012-4 usw.&lt;br /&gt;
* Winfried Pape: &amp;#039;&amp;#039;Instrumentenhandbuch Streich-, Zupf-, Blas- und Schlaginstrumente in Tabellenform.&amp;#039;&amp;#039; 1971, Gerig, Köln, ISBN 3-89007-008-6.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Maehder]]: &amp;#039;&amp;#039;Klangfarbe als Bauelement des musikalischen Satzes ─ Zur Kritik des Instrumentationsbegriffes.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation [[Universität Bern]] 1977 (Privatdruck).&lt;br /&gt;
* Samuel Adler: &amp;#039;&amp;#039;The Study of Orchestration.&amp;#039;&amp;#039; W.W. Norton, New York 1982, 1989, 2001, ISBN 0-393-97572-X.&lt;br /&gt;
* Ludwig K. Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Instrumentation, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; München/Kassel: dtv, 1989, ISBN 3-423-05913-3.&lt;br /&gt;
* Christoph Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Klangfarbe und Instrumentation.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt/M., ISBN 3-631-50272-9.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Kaiser (Musiktheoretiker)|Ulrich Kaiser]], Carsten Gerlitz: &amp;#039;&amp;#039;Arrangieren und Instrumentieren.&amp;#039;&amp;#039; Kassel 2005, ISBN 3-7618-1662-6.&lt;br /&gt;
* Gesine Schröder: „Timbre – ein Fremdwort der deutschsprachigen Instrumentationslehre“, in: Zwischen Komposition und Hermeneutik, hg. v. Ariane Jeßulat u.&amp;amp;nbsp;a., Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3211-X&lt;br /&gt;
* [[Altuğ Ünlü]]: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Mahlers Klangwelt. Studien zur Instrumentation.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt/M. 2006, ISBN 3-631-50599-X.&lt;br /&gt;
* Gesine Schröder: „Instrumentation“, in: Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie, [http://storage.gmth.de/zgmth/pdf/531 PDF online 2005], auch: ZGMTH Bd. 2, Olms, Hildesheim – New York, Zürich 2007, S. 239–242, ISBN 978-3-487-13514-4&lt;br /&gt;
* Paul Wiebe: &amp;#039;&amp;#039;Bläser arrangieren.&amp;#039;&amp;#039; Wizoobooks Verlag 12/2007, ISBN 978-3-934903-61-6.&lt;br /&gt;
* Paul Wiebe: &amp;#039;&amp;#039;Streicher arrangieren.&amp;#039;&amp;#039; Wizoobooks Verlag 02/2009, ISBN 978-3-934903-70-8 – Wege zum perfekten Orchestersatz am Computer.&lt;br /&gt;
* Anthony Baines: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Musikinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel, ISBN 3-7618-1220-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Instrumentation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Riemann Musiklexikon]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://academiaproject.com/education-orchestrationtips.html Short Guide to Orchestration] by [[Kentarō Satō (Komponist)|Kentarō Satō]]&amp;lt;!-- nicht erreichbar am 1. Juli 2023 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.kaiser-ulrich.de/instrumentation/instrumententabelle.htm Instrumententabelle mit Tonumfängen] von [[Ulrich Kaiser (Musiktheoretiker)|Ulrich Kaiser]]&lt;br /&gt;
* [https://www.webdepot.umontreal.ca/Usagers/belkina/MonDepotPublic/bk.O/index.html Artistic Orchestration] (auf Englisch) by [[Alan Belkin]]&lt;br /&gt;
* [http://www.northernsounds.com/forum/forumdisplay.php?f=77 Principles of Orchestration], ein interaktives Online-Lehrbuch der Orchestrierung (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://imslp.org/wiki/Principles_of_Orchestration_(Rimsky-Korsakov%2C_Nikolai) Nikolai Rimsky-Korsakov: „Principles of Orchestration“], (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://imslp.info/files/imglnks/usimg/f/fe/IMSLP12442-Techniqueofmoder00widouoft.pdf Charles-Marie Widor: „The Technique of the modern Orchestra“], englisch (PDF-Datei; 15,33 MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/details/treatiseoninstru007485mbp/ Hector Berlioz: „Treatise On Instrumentation“], englisch&lt;br /&gt;
* [http://www.mti.dmu.ac.uk/~ahugill/manual/ „The Orchestra – A User’s Manual“], by Andrew Hugill with the Philharmonia Orchestra (englisch). Multimedialer Leitfaden zur Instrumentierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4027219-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arrangement und Instrumentation| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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