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	<title>Instrumentalunterricht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Instrumentalunterricht&amp;diff=2362681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EugenioNoel: /* Anbieter spezieller Unternehmens- und Unterrichtskonzepte */ Redundanzen zum Hauptartikel Suzuki-Methode entf. / Formul.</title>
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		<updated>2026-04-25T19:34:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anbieter spezieller Unternehmens- und Unterrichtskonzepte: &lt;/span&gt; Redundanzen zum Hauptartikel Suzuki-Methode entf. / Formul.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alexandra Exter - The Music Lesson.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;The music lesson&amp;#039;&amp;#039;. Ölgemälde von [[Alexandra Exter]], ca. 1925.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Henry Ossawa Tanner, The Banjo Lesson (darker).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Banjo-Stunde&amp;#039;&amp;#039;. Ölgemälde von [[Henry Ossawa Tanner]] aus dem Jahre 1893.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Instrumentalunterricht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist [[Unterricht]], bei dem Fertigkeitem zum Spielen eines [[Musikinstrument]]s und darüber hinaus meist auch weitere musikalische Kompetenzen und Kenntnisse vermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nachfolgende Artikel bezieht sich im Wesentlichen auf die Situation  des Instrumentalunterrichts in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|2=Dieser Abschnitt|grund=Die (zudem unbelegte) Darstellung beschränkt sich auf einen Teilaspekt des Klavierunterrichts im &amp;quot;bildungsbürgerlichen&amp;quot; Milieu des 19. Jahrhunderts und unterschlägt dabei sowohl die Tradierung des Instrumentalspiels in den vorangehenden Jahrhunderten als auch die bedeutsamen instrumentalpädagogischen Entwicklungen der jüngeren Geschichte.}}&lt;br /&gt;
Weite Verbreitung fand der Instrumentalunterricht mit der Entstehung der [[Bürgerliche Gesellschaft|bürgerlichen Gesellschaft]]. Wie insbesondere die [[Sozialgeschichte des Klaviers]] zeigt, sind Klavier und Bürgertum eng miteinander verknüpft. Der [[Klavierunterricht]] und das häusliche Klavierspiel wurde ein definierender Teil des bildungsorientierten bürgerlichen Lebensstils, der vor allem von Frauen und Mädchen ausgefüllt wurde, da Privat- und Erwerbssphäre scharf voneinander getrennt waren. Ein Symbol des bürgerlichen Selbstverständnisses ist die Wertschätzung des Klaviers und der [[Klassische Musik|klassischen Musik]] bis heute geblieben, wobei sich die Implikationen des Instrumentalunterrichts im Laufe der Zeit jedoch gewandelt haben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!--DATEN NICHT MEHR AKTUELL!--== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die [[Gesellschaft für Konsumforschung]] gab 2008 eine Studie über den Besitz von Musikinstrumenten und über das Musizieren in Auftrag, für die 11.900 Haushalte in Deutschland befragt wurden. Die Studie zeigte, dass in 34,1 % aller Haushalte mindestens ein Musikinstrument vorhanden war. Mehr als die Hälfte davon (54,7 %) waren Haushalte mit Kindern unter 15 Jahren. 49,9 % waren Beamtenhaushalte. In 25,6 % der Haushalte, die ein Instrument besaßen, wurde tatsächlich auch Musik gemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gfk&amp;quot;&amp;gt;[http://www.mds-partner.com/extranet/php/Proxy.php?purl=/mdsintern/mdspartnerjournal/archiv/jahr2009/show,18530.html&amp;amp;ex_sid=3def3fd7c59da1ba0ee8f78cc44d7617 And the winner is… music!] music distribution services.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Befragten, die ein Instrument spielten, gaben 62 % an, dass sie den Unterricht im Alter zwischen 5 und 11 Jahren begonnen haben; nur 8,8 % hatten mit 19 Jahren oder später begonnen. 51 % gaben an, dass ihre Eltern sie ermutigt haben, ein Instrument zu erlernen; 46 % erklärten, dass sie sich selbst dafür interessiert hatten. 61,2 % haben ihr Instrument im Privatunterricht, 16,5 % in der Schule und 14,5 % [[autodidakt]]isch erlernt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gfk&amp;quot; /&amp;gt;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Instrumentalunterricht und Persönlichkeitsentwicklung ==&lt;br /&gt;
Unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Musik(erziehung) und ihre Wirkung&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte der Musikpädagoge [[Hans Günther Bastian]] im Jahre 2000 die Ergebnisse einer Langzeitstudie, die er von 1992 bis 1998 an einer Reihe von Grundschulen in Berlin durchgeführt hatte. Seine Beobachtungen hatten Bastian u.&amp;amp;nbsp;a. davon überzeugt, dass eine erweiterte schulische Musikerziehung, die das Erlernen eines Instruments einschließt, bei Kindern zu einer Steigerung der [[Intelligenz]] –&amp;amp;nbsp;besonders des räumlichen Vorstellungsvermögens&amp;amp;nbsp;–, der geistigen Aufnahmefähigkeit, der Friedfertigkeit und des Selbstwertgefühls führe, und zwar unabhängig vom Bildungsniveau des Elternhauses. Die Intelligenzsteigerung erklärte er als [[Lerntransfer|Transfereffekt]], d.&amp;amp;nbsp;h., er nahm an, dass bei der intensiven Beschäftigung mit dem komplexen Medium Musik kognitive Funktionen trainiert werden, die [[Intelligenzquotient|IQ]]-relevant seien. Die erhöhte soziale Kompetenz der musizierenden Kinder führte er auf Trainingseffekte des gemeinsamen Musikspiels zurück. Im Rahmen seiner [[Theorie der multiplen Intelligenzen]] hatte [[Howard Gardner]] in den 1980er Jahren ähnliche Thesen formuliert, und in der Schweiz hatte [[Maria Spychiger]] ähnliche Schulversuche wie Bastian bereits in den 1970er Jahren durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Spychiger: [https://web.archive.org/web/20160416225050/http://www.nzz.ch/das-ist-eine-art-heilserwartung-an-die-musik-maria-spychiger-1.1933307 &amp;#039;&amp;#039;Das ist eine Art Heilserwartung an die Musik&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]] am Sonntag&amp;#039;&amp;#039;, 8. Februar 2009; {{Webarchiv |url=http://www.ewaweber.ch/musik_macht_schule.htm |wayback=20120906041147 |text=Musik macht Schule }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund des Diskurses um die hohe Ausfallquote im schulischen Musikunterricht und der Streichung von Subventionen für gemeinnützige Musikschulen griffen bildungsorientierte deutsche Zeitungen wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; Bastians Befunde und Thesen so begierig auf,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1996/14/Musik_Macht_total_Spass_ &amp;#039;&amp;#039;Musik? Macht total Spaß!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 14/1996. [https://www.zeit.de/2000/15/200015.musikunterricht_.xml &amp;#039;&amp;#039;Musik macht klug&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 15/2000. [https://www.zeit.de/2002/29/Schueler_aus_dem_Rhythmus &amp;#039;&amp;#039;Schüler aus dem Rhythmus&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 29/2002. [https://www.zeit.de/2005/17/Kunst_Wissensch_ &amp;#039;&amp;#039;Geschwollene Hirnbalken&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 17/2005. [https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/bildung-konzert-im-klassenzimmer-1384576.html &amp;#039;&amp;#039;Konzert im Klassenzimmer&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Oktober 2006. [https://www.zeit.de/2006/49/Musik-Recherche &amp;#039;&amp;#039;Macht Musik!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 49/2006&amp;lt;/ref&amp;gt; dass der sich bald genötigt sah, die Bedeutung der Transfereffekte zu relativieren,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Günther Bastian: {{Toter Link |datum=2025-07 |url=http://www.musikpaedagogik-online.de/de_DE/material/sekundarstufe/nsp/reflexion/bastian/show,17651.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Nach langem Schweigen: Zur Kritik an der Langzeitstudie „Musikerziehung und ihre Wirkung“&amp;#039;&amp;#039;. |archivebot=2025-07-20 23:19:11 InternetArchiveBot}} Schott Musikpädagogik, 2000&amp;lt;/ref&amp;gt; zumal ihn die Anfälligkeit der Studie für Presseübertreibungen auch bei Wissenschaftlerkollegen unter Kritik gebracht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. Heiner Gembris, [[Rudolf-Dieter Kraemer]], Georg Maas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Macht Musik wirklich klüger? Musikalisches Lernen und Transfereffekte&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Wißner, Augsburg 2006, ISBN 3-89639-373-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbieter ==&lt;br /&gt;
Anbieter von Instrumentalunterricht sind Privatlehrer, [[Musikschule]]n, allgemeinbildende Schulen und [[Volkshochschule]]n, gelegentlich wird Unterricht auch vom Instrumentaleinzelhandel angeboten. Diese Angebote stehen zumeist allen Interessierten ohne Zugangsbeschränkungen offen, während der Instrumentalunterricht an einer Musikfachschule ([[Berufsfachschule für Musik]]) und [[Musikhochschule]] der beruflichen Qualifizierung dient und in der Regel eine Zulassungsprüfung voraussetzt. Für besonders begabte Schüler, die kostenpflichtigen Unterricht erhalten, stehen in vielen Ländern [[Stipendium|Stipendien]] zur Verfügung, die von unterschiedlichsten Institutionen zur Verfügung gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatlehrer ===&lt;br /&gt;
Da die [[Berufsbezeichnung]]en der Musik- oder Instrumentallehrer (wie Klavier- oder Gitarrenlehrer) ohne Zusatz eines anerkannten Ausbildungsabschlusses (wie beispielsweise ein Hochschuldiplom) nicht [[Berufsbezeichnung#Beispiele nicht geschützter Berufsbezeichnungen|geschützt]] sind, gibt es bei privaten Instrumentallehrern, die ihre Gebühren direkt mit dem Schüler abrechnen, oftmals deutliche Kompetenzunterschiede, die erhebliche Auswirkungen auf den Unterrichtserfolg haben können. Neben Privatlehrern mit einem instrumentalpädagogischen Studienabschluss&amp;lt;ref&amp;gt;Im deutschsprachigen Raum wird dieser Fachbereich an [[Musikhochschule]]n und anderen universitären Einrichtungen wie beispielsweise der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Uni Halle]], der [[Folkwang Universität der Künste|Folkwang Universität]] und am Salzburger [[Mozarteum]] angeboten.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Musikstudenten und ausgebildeten [[Musiker|Berufsmusikern]], die ihre Lehrtätigkeit oftmals ohne pädagogische Zusatzqualifikation nebenberuflich, zuweilen jedoch aus wirtschaftlichen Zwängen auch hauptberuflich ausüben, gibt es insbesondere bei Unterrichtsangeboten für Instrumente, die auch oder vorrangig in Genres der [[Populäre Musik|populären Musik]] Verwendung finden (wie [[Gitarre]] und [[Keyboard]] in der [[Popmusik]]), zahlreiche musikalische Laien, die trotz geringer oder fehlender eigener Unterrichtserfahrung als [[Autodidakt]]en Unterricht anbieten, und die teilweise durch [[Dumping]]preise die insbesondere in Ballungsgebieten oftmals [[Prekariat|prekäre]] Einkommenssituation hochqualifizierter Instrumentallehrer zusätzlich verschärfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche hierzu: Gabriele Schulz, Olaf Zimmermann, Rainer Hufnagel: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsmarkt Kultur. Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Kulturberufen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kulturrat e.&amp;amp;nbsp;V., Berlin 2013, ISBN 978-3-934868-30-4. [https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2016/04/studie-arbeitsmarkt-kultur-2013.pdf Deutscher Kulturrat] PDF (1,78 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musikschulen ===&lt;br /&gt;
Die Angebote öffentlicher und privater Musikschulen sind als Ergänzung zum schulischen Musikunterricht konzipiert und vermitteln über dessen Inhalte hinausgehende musikalische Kompetenzen. Neben dem Instrumental- und [[Gesangsunterricht]] bieten sie oft auch Programme zur [[Musikalische Früherziehung|musikalischen Früherziehung]] und im Rahmen der [[Erwachsenenbildung]] an. Die rund 950 öffentlichen Musikschulen, die in Deutschland im [[Verband deutscher Musikschulen]] organisiert sind, beschäftigen bevorzugt Instrumentallehrer, die über einen anerkannten Fachabschluss verfügen, auch wenn bei einem hohen Personalbedarf in Ballungsräumen oder einem geringen Angebot an Fachkräften in ländlichen Gebieten dieser Anspruch nicht immer realisiert werden kann. Daneben existieren viele private Musikschulen&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele sind das [[Franchising|Franchise]]-Unternehmen [[Musikschule Fröhlich]] und die zum [[Yamaha Corporation|gleichnamigen Instrumentenhersteller]] gehörigen Yamaha-Schulen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, bei denen die Auswahl der Lehrkräfte oftmals mehr nach pragmatischen Kriterien erfolgt, so dass die Unterrichtsqualität in einigen Fächern ähnliche Qualitätsschwankungen wie im Privatunterricht aufweist. Um den Lernenden günstige Tarife anbieten zu können, wird an Musikschulen vielfach [[Gruppenunterricht]] erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeinbildende Schulen ===&lt;br /&gt;
Obwohl z.&amp;amp;nbsp;B. [[Leo Kestenberg]] sich in Preußen bereits in den 1920er Jahren dafür eingesetzt hatte, jedes Kind an der Schule ein Instrument erlernen zu lassen, wird Instrumentalunterricht an deutschsprachigen Schulen bis heute nur vereinzelt und meist auch nur an [[Gymnasium|Gymnasien]] angeboten. Als Gründe dafür gelten ein fehlender gesellschaftlicher und bildungspolitischer Wille, den Musikunterricht gegenüber den als nützlicher empfundenen Haupt- und Kernfächern (v.&amp;amp;nbsp;a. Deutsch, Mathematik) aufzuwerten, und eine ungeeignete Ausbildung der Lehrer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/2006/49/Musik-Recherche &amp;#039;&amp;#039;Macht Musik!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 49/2006&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Pionierrolle bei der Einführung eines flächendeckenden schulischen Instrumentalunterrichts nahm die im Schuljahr 2007/2008 gestartete Bildungsinitiative „[[Jedem Kind ein Instrument]]“ ein, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, jedem Grundschulkind des Ruhrgebiets die Möglichkeit zu bieten, ein Musikinstrument eigener Wahl zu erlernen. Initiativen zur musikalischen Förderung im Grundschulbereich waren auch außerhalb [[Nordrhein-Westfalen]]s entstanden, etwa an der Schloßparkschule in [[Völklingen|Völklingen-Geislautern]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.streicherprojekt.de/projekt/projektbeschreibung/&amp;lt;/ref&amp;gt; Regelmäßig wird Instrumentalunterricht an [[Musisches Gymnasium|musischen Gymnasien]] und Musikinternaten angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele: [https://www.zeit.de/2008/08/C-Privatschulen-Musikinternat &amp;#039;&amp;#039;Schloss Belvedere&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 8/2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in Deutschland im schulischen [[Musikunterricht]] seit dem 20. Jahrhundert verbreitete Klassenmusizieren mit [[Blockflöte]]n oder [[Orff-Schulwerk|Orff-Instrumenten]] zielt auf die Gehörbildung und die Erfahrung gemeinsamen Musizierens, aber nicht auf ein technisch anspruchsvolles Spiel und kann darum zwar als Instrumentalpropädeutik, aber nicht als Instrumentalunterricht im engeren Sinne eingestuft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anbieter spezieller Unternehmens- und Unterrichtskonzepte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Children Playing Violin Suzuki Institute 2011.JPG|mini|Das Spielen in der Gruppe ist ein Kernelement der Suzuki-Methode.]]&lt;br /&gt;
Bei überregional vertretenen kommerziellen Musikschulen, wie beispielsweise der [[Modern Music School]] oder [[Yamaha Corporation|Yamaha Music School]], handelt es sich meist um [[Franchising|Franchising-Konzepte]], die in den örtlichen Filialen durch die räumliche Ausstattung, Vorgaben für die Lehrpläne, normierte Unterrichtsmaterialien und Fortbildungsmaßnahmen für die Lehrkräfte einheitliche Qualitätsstandards im Sinne der jeweiligen Unternehmensphilosophie anstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Unterrichtsanbietern mit Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Suzuki-Methode#Die Suzuki-Lehrer|Suzuki-Lehrer]], Suzuki-Musikschule, Suzuki-Verein&amp;#039;&amp;#039; geht es darüber hinaus auch um die Umsetzung eines weltanschaulichen Gesamtkonzepts, das als [[Suzuki-Methode]] internationale Verbreitung gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musikfachschulen und Musikhochschulen ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der durch Unterrichtsstruktur und Zielsetzung bedingten Zulassungsbeschränkungen sind die der Ausbildung künftiger Berufsmusiker und Instrumentalpädagogen dienenden [[Berufsfachschule für Musik|Musikfachschulen]] und [[Musikhochschule]]n nicht mit anderen Anbietern von Instrumentalunterricht vergleichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musikfachschulen oder Berufsfachschulen setzen mindestens einen Hauptschulabschluss voraus, die Angebote von [[Konservatorium|Konservatorien]] und Musikhochschulen richten sich dagegen im Regelfall an Bewerber, die eine [[Abitur|allgemeine Hochschulzugangsberechtigung]] haben. Die Aufnahme des Studiums in einem Instrumentalfach setzt in der Regel einen vorherigen Instrumentalunterricht mit mehrjährigem und intensivem Übungspensum voraus, da der Zugang zum Studium zumeist vom Bestehen einer [[Aufnahmeprüfung]] zum Nachweis der künstlerischen Befähigung abhängig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Angebot an Instrumentalunterricht beinhaltet zumeist die klassischen Solo-, Ensemble- und Orchesterinstrumente, kann aber auch von stilistischen Schwerpunkten bestimmt sein (Historische Instrumente, volkstümliche Instrumente, Instrumente der Popmusik) und daher je nach Ausbildungsinstitut auch Unterschiede aufweisen. Der Instrumentalunterricht besteht im Regelfall aus dem von den Studierenden gewählten Hauptfach und dem Erlernen eines je nach Studienrichtung als Pflichtfach vorgeschriebenen zweiten Instruments. Obwohl der Instrumentalunterricht nur einen Teilaspekt der inhaltlich breit gefächerten Ausbildung darstellt, können mangelhafte Leistungen im Hauptfach in der Abschlussprüfung nicht durch andere Fächer kompensiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ferienkurse und Musikworkshops ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ASCAP and Manhattan School of Music summer campers.jpg|mini|Teilnehmer eines Ferienkurses bei der täglichen Orchesterarbeit (ASCAP and Manhattan School of Music Summer Camp, 2007).]]&lt;br /&gt;
Eine Ergänzung des üblichen Unterrichtsangebots sind von unterschiedlichsten institutionellen oder privaten Anbietern ausgerichtete [[Workshop|Musikworkshops]], die als Wochenendveranstaltungen oder Ferienkurse von zumeist ein- bis zweiwöchiger Dauer stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Angebotspalette reicht vom privat organisierten und für jeden Interessierten offenen „Schnupperkurs“ eines nur lokal tätigen Musiklehrers bis zu Veranstaltungen für besonders qualifizierte Teilnehmer im Rahmen internationaler Musikfestivals. Neben Kursen zur Förderung musikalischer Spitzenleistungen gibt es eine Vielzahl niederschwelliger Angebote im Bereich des Laienmusizierens, deren Bandbreite von Bandworkshops für Jugendliche bis zu Seminaren für Liebhaber regionaler Volksmusik&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.volksmusikakademie.de/programm/seminarprogramm|titel=Seminare für Volksmusik|hrsg=Volksmusikakademie in Bayern |datum=2023 |abruf=2023-07-07 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faktoren des Lernerfolgs ==&lt;br /&gt;
=== Die Eltern ===&lt;br /&gt;
Eltern setzen unter dem Eindruck des aktuellen Erziehungsdiskurses heute bewusst auch auf die Transfereffekte des Instrumentalunterrichts, d.&amp;amp;nbsp;h. auf die darin angelegte Möglichkeit, moderne pädagogische Desiderate wie Motivation, Konzentration, Fleiß und Selbstdisziplin einzuüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass die musikalische Entwicklung des Kindes eng mit dem Engagement korreliert ist, das die Eltern hinsichtlich des Instrumentalunterrichts ihres Kindes erkennen lassen. Kinder, die in der Frühphase ihres Unterrichts von den Eltern ermutigt und emotional stark unterstützt werden, brechen ihre Ausbildung weniger häufig ab als Kinder, die im Elternhaus nur geringe Unterstützung finden und deren Eltern an Musik weder besonderes Interesse haben noch ein musikalisches Interesse im Verlaufe der Zeit –&amp;amp;nbsp;während ihr Kind ein Musikinstrument studiert&amp;amp;nbsp;– entdecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Jane W. Davidson, John A. Sloboda, M. J. A. Howe: &amp;#039;&amp;#039;The Role of Parents and Teachers in the Success and Failure of Instrumental Learners&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the Council for Research in Music Education&amp;#039;&amp;#039;, Band 127, Winter 1995/1996, S.&amp;amp;nbsp;40–44; Jane W. Davidson, J. A. Michael, Derek G. Moore, John A. Sloboda: &amp;#039;&amp;#039;The role of parental influences in the development of musical performance&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;British Journal of Developmental Psychology&amp;#039;&amp;#039;, Band 14, Heft 4, November 1996, S.&amp;amp;nbsp;399–412&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Üben ===&lt;br /&gt;
Dass die Effizienz des Instrumentalunterrichts in hohem Maße von der Sorgfalt, Menge und Regelmäßigkeit des [[Übung|Übens]] abhängt, ist unter Musikpädagogen weitgehend unbestritten. Das Erlernen der meisten Instrumente erzeugt eine Fülle ungewohnter und progressiv schwieriger motorischer Aufgaben, die noch dazu im koordinierten [[Multitasking (Psychologie)|Multitasking]] ausgeführt werden müssen. Ein zügiger und als befriedigend empfundener Lernfortschritt ist nur zu erzielen, wenn diese Aufgaben durch kontinuierliches [[Training]] verinnerlicht und automatisiert werden. Qualitativ besonders herausragende Musiker haben beim Erreichen des 20. Lebensjahres oftmals bereits mehr als 10.000 Stunden mit dem Üben ihres Instrumentes verbracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Spitzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik im Kopf: Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. Schattauer, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-7945-2427-3, S. 316 ({{Google Buch|BuchID=tnGsexlOjrcC|Seite=316|Linktext=eingeschränkte Online-Version|Land=US}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Lehrer ===&lt;br /&gt;
Wie u.&amp;amp;nbsp;a. Manfred Spitzer festgestellt hat, sind zumindest im Anfängerunterricht die Ausbildung des Lehrers und die Lehrmethode, die er verwendet, noch keine starken Determinanten für den Lernerfolg des Kindes. Viel ausschlaggebender ist es, ob der erste Lehrer, mit dem das Kind arbeitet, ein Gefühl von persönlicher Wärme bietet, und ob Schüler und Lehrer sich gegenseitig mögen und respektieren. Wenn es zu einem vertrauensvollen Bündnis zwischen beiden kommt, macht das Kind auch mit dem Instrument mit hoher Wahrscheinlichkeit bald gute Fortschritte. Erst im weiteren Unterricht hängt der Lernerfolg dann auch von der Fähigkeit des Schülers ab, zwischen den persönlichen und den professionellen Qualitäten des Lehrers zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Musik im Kopf&amp;#039;&amp;#039;, S. 328 ({{Google Buch|BuchID=tnGsexlOjrcC|Seite=328|Linktext=eingeschränkte Online-Version|Land=US}}). Jane W. Davidson, John A. Sloboda, M. J. A. Howe: &amp;#039;&amp;#039;The Role of Parents and Teachers in the Success and Failure of Instrumental Learners&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the Council for Research in Music Education&amp;#039;&amp;#039;, Band 127, Winter 1995/1996, S.&amp;amp;nbsp;40–44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrwerke ===&lt;br /&gt;
In welchem Maß ein Lehrwerk Auswirkungen auf den Lernerfolg hat, hängt von vielen Faktoren ab, zumal im Bereich der [[Lehrmethode]]n in der Instrumentalpädagogik das Prinzip der Methodenvielfalt überwiegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den als „Methoden“ und „[[Schule (Musikpädagogik)|Schulen]]“ publizierten instrumentalpädagogischen Werken handelt es sich zumeist um [[Lehrbuch|Lehrbücher]] für ein bestimmtes Instrument, die mehr oder weniger die Unterrichtskonzepte ihrer Autoren abbilden. Eine systematische Auflistung der zu erwerbenden Fertigkeiten und des im Unterricht zu erarbeitenden Repertoires wird als [[Syllabus]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anselm Ernst: &amp;#039;&amp;#039;Lehren und Lernen im Instrumentalunterricht: Ein pädagogisches Handbuch für die Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Schott, 1999, ISBN 3-7957-8718-1&lt;br /&gt;
* Elke Gallenmüller: &amp;#039;&amp;#039;Praktisch didaktisch: Was einen guten Instrumentalunterricht ausmacht&amp;#039;&amp;#039;. Holzschuh, 2006, ISBN 3-920470-88-5&lt;br /&gt;
* Nicolai Petrat: &amp;#039;&amp;#039;Motivieren zur Musik: Grundlagen und Praxistipps für den erfolgreichen Instrumentalunterricht&amp;#039;&amp;#039;. Gustav Bosse Verlag, 2007, ISBN 3-7649-2683-X&lt;br /&gt;
* Nicolai Petrat: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie des Instrumentalunterrichts&amp;#039;&amp;#039;. Gustav Bosse Verlag, 2000, ISBN 3-7649-2680-5&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2010/12/Musik-Klavier-Familie &amp;#039;&amp;#039;Ein Klavier, ein Klavier!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 2010/12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.musikschulen.de/ Verband deutscher Musikschulen e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4027218-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Instrumentalunterricht| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EugenioNoel</name></author>
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