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	<title>Instrumentalis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T11:21:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Instrumentalis&amp;diff=172257&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Julian schoe: /* Entwicklung in den germanischen Sprachen */ kein Umlaut vor h+Konsonant im Althochdeutschen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Instrumentalis&amp;diff=172257&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T19:00:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entwicklung in den germanischen Sprachen: &lt;/span&gt; kein Umlaut vor h+Konsonant im Althochdeutschen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Instrumentalis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Instrumental&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – dt. auch &amp;#039;&amp;#039;Womit-Fall&amp;#039;&amp;#039; – bezeichnet in der [[Sprachwissenschaft]] einen grammatischen Fall oder [[Kasus]], dessen Namen von seiner typischen Funktion herrührt, das Instrument oder Mittel zu einer Handlung anzugeben (eine [[Adverbiale Bestimmung]] des Instruments, siehe [[Modaladverbial #Instrumental]]). Seine Funktionen können sich aber auch auf andere Arten von adverbialen Bestimmungen erstrecken sowie auf noch weitere Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grammatik des [[Deutsche Sprache|Deutschen]] gibt es keinen Instrumentalkasus, frühere Sprachstufen des [[Urgermanische Sprache|Germanischen]] zeigten ihn aber noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des Instrumentalis wird zum Ausdruck gebracht, dass eine Handlung eines [[Agens (Linguistik)|Agens]] durch den Einsatz des so bezeichneten Gegenstands ermöglicht oder gefördert wurde. Die ursprüngliche Bedeutung des Instrumentals ist also die Bezeichnung des Mittels oder Werkzeugs, mit welchem eine Handlung ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Den Instrumentalis gibt es als [[Kasus]] in vielen Sprachen der Welt. Er war zum Beispiel einer von vermutlich acht [[Kasus|Fällen]] des [[Substantiv]]s, die das [[Indogermanische Ursprache|Urindogermanische]] kannte und einige indogermanische Sprachen noch heute kennen, etwa die baltischen und slawischen Sprachen.&lt;br /&gt;
In den meisten heutigen [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprachen]] ist der Instrumentalis durch eine [[präposition]]ale Fügung ersetzt worden (&amp;#039;&amp;#039;mit&amp;#039;&amp;#039; einem Hammer [dt.], &amp;#039;&amp;#039;avec&amp;#039;&amp;#039; un marteau [frz.]). In der [[Lateinische Sprache|lateinischen Sprache]] ist der Instrumentalis im [[Ablativ]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung in den germanischen Sprachen ===&lt;br /&gt;
Im Urgermanischen dürfte der Instrumentalis wie folgt ausgesehen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fall !! Urgermanisch !! Neuhochdeutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Instrumentalis || *&amp;#039;&amp;#039;hwehwlō&amp;#039;&amp;#039; || mit einem/dem Rad&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nominativ || *&amp;#039;&amp;#039;hwehwlą&amp;#039;&amp;#039; || ein/das Rad&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] war der Instrumentalis rudimentär noch im [[Althochdeutsche Sprache|Althochdeutschen]] vorhanden. Ein Beispiel ist &amp;#039;&amp;#039;swertu houwan&amp;#039;&amp;#039; „mit dem Schwert hauen“ im [[Hildebrandslied]]. Schon damals wurde er aber zunehmend von [[Präposition]]alkonstruktionen abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Ulrich Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Althochdeutsche Grammatik II. Grundzüge einer deskriptiven Syntax&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte.&amp;#039;&amp;#039; Hauptreihe. Band 5.2). de Gruyter, Berlin/Boston 2023, S.&amp;amp;nbsp;23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen wenigen Wörtern allerdings lebt dieser Fall in der hochdeutschen Sprache bis zum heutigen Tage fort. So stellt das Fragewort „wie“ (ahd. &amp;#039;&amp;#039;(h)wiu&amp;#039;&amp;#039;) eigentlich den Instrumental zu „was“ (ahd. &amp;#039;&amp;#039;(h)waz&amp;#039;&amp;#039;) dar. Auch in „heute“ und „heuer“ steckt ein Instrumentalis: Beide Umstandswörter, die im [[Althochdeutsch]]en &amp;#039;&amp;#039;hiutu&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;hiuru&amp;#039;&amp;#039; lauteten, sind Zusammensetzungen aus den Phrasen im Instrumental &amp;#039;&amp;#039;*hiu tagu&amp;#039;&amp;#039; „an diesem Tage“ und &amp;#039;&amp;#039;*hiu jâru&amp;#039;&amp;#039; „in diesem Jahre“. &lt;br /&gt;
In dieser Reihe steht auch ein Zeitadverb &amp;#039;&amp;#039;heunt,&amp;#039;&amp;#039; das unter anderem noch im [[Bairische Sprache|Bairisch-Österreichischen]] mundartlich als &amp;#039;&amp;#039;heint&amp;#039;&amp;#039; vorkommt, und das im [[Hochalemannisch|Hochalemannischen]] gebräuchliche &amp;#039;&amp;#039;hinech&amp;#039;&amp;#039; mit der Bedeutung „heute Abend“; auf Althochdeutsch lautete es &amp;#039;&amp;#039;hînaht&amp;#039;&amp;#039; (entstanden aus &amp;#039;&amp;#039;*hiu nahti&amp;#039;&amp;#039; „in dieser Nacht“).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Erarbeitet unter der Leitung von [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]. Berlin 1989, München 1995, Artikel &amp;#039;&amp;#039;heuer, heute, wie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Band IV, Spalte 661, Artikel &amp;#039;&amp;#039;hinacht&amp;#039;&amp;#039; ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/133766 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Altisländische Sprache|Altisländischen]] und, in stark reduzierter Verwendung, auch noch im [[Isländische Sprache|Neuisländischen]] kann der Dativ die Funktion des Instrumentalis übernehmen: &amp;#039;&amp;#039;Jón var stunginn rýtingi&amp;#039;&amp;#039; „Jón wurde mit dem Dolch erstochen“, wobei &amp;#039;&amp;#039;rýtingi&amp;#039;&amp;#039; der Dativ von &amp;#039;&amp;#039;rýtingur&amp;#039;&amp;#039; ist. Gewöhnlicher ist heute aber die Verwendung der Präposition &amp;#039;&amp;#039;með&amp;#039;&amp;#039; „mit“, die ebenfalls den Dativ nach sich zieht (&amp;#039;&amp;#039;með rýtingi&amp;#039;&amp;#039; „mit dem Dolch“). Den Dativ in der Funktion des Instrumentalis nennt man auf Isländisch &amp;#039;&amp;#039;tækisþágufall, tækisfall, verkfærisþágufall&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;verkfærisfall&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung in den slawischen Sprachen ===&lt;br /&gt;
Alle [[Slawische Sprachen|slawischen Sprachen]] außer [[Bulgarische Sprache|Bulgarisch]] und [[Mazedonische Sprache|Mazedonisch]] haben den Instrumentalis als einen eigenen [[Morphologie (Linguistik)|morphologisch markierten]] Fall erhalten, der sogar oft noch vielfältige weitere Funktionen entwickelt hat, aber in vielen Fällen gleichwohl der Ergänzung durch eine [[Präposition]] bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== ‚Eigentlicher‘ Instrumentalis ====&lt;br /&gt;
Ohne Präposition dient der Instrumentalis zur Bezeichnung eines Mittels oder Werkzeugs für eine Handlung, also zur Bildung einer [[Adverbiale Bestimmung|Adverbialphrase]]:&lt;br /&gt;
 * Bosnisch/Kroatisch/Serbisch: &amp;#039;&amp;#039;Pišem rukom.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Polnisch: &amp;#039;&amp;#039;Piszę ręką.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Russisch: &amp;#039;&amp;#039;Pišu rukoj.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Tschechisch: &amp;#039;&amp;#039;Píšu rukou.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Ukrainisch: &amp;#039;&amp;#039;Pyšu rukoju.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 „Ich schreibe von Hand/mit der Hand/händisch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Agensmarkierung ====&lt;br /&gt;
In einigen slawischen Sprachen dient der Instrumentalis außerdem in [[Diathese (Linguistik)|Passivkonstruktionen]] zur Bildung der [[Agens (Linguistik)|Agens]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;phrase, d.&amp;amp;nbsp;h., er drückt aus, durch wen eine Handlung vorgenommen wird:&lt;br /&gt;
 * Russisch: &amp;#039;&amp;#039;On byl ubit drug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;om&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Slowakisch: &amp;#039;&amp;#039;Bol zabitý kamarát&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;om&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Tschechisch: &amp;#039;&amp;#039;Byl zabit kamarád&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;em&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Ukrainisch: &amp;#039;&amp;#039;Vin buv ubytyj drug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;om&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 „Er wurde von einem Freund getötet“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Polnischen ist diese Art der Agensmarkierung nur mittels [[Präposition]] &amp;#039;&amp;#039;przez&amp;#039;&amp;#039; möglich. Diese verlangt jedoch nicht den Instrumentalis, sondern den [[Akkusativ]]:&lt;br /&gt;
 * Polnisch: &amp;#039;&amp;#039;Został zabity przez przyjaciela.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bosnisch/Kroatisch/Serbischen ist die Agensmarkierung durch den Instrumental selten und auf [[Belebtheitskategorie|Inanimata]] beschränkt:&lt;br /&gt;
 * Serbokroatisch: &amp;#039;&amp;#039;Je ubijen automobil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;om&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; (nicht: &amp;#039;&amp;#039;prijatelj&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;em&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prädikativer Instrumentalis ====&lt;br /&gt;
Für die slawischen Sprachen ist auch der prädikative Instrumental typisch, dessen Verwendung jedoch in den heutigen Idiomen schwankt.&lt;br /&gt;
 * Polnisch: &amp;#039;&amp;#039;Ja byłem studentem.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Russisch: &amp;#039;&amp;#039;Ja byl studentom.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Slowakisch: &amp;#039;&amp;#039;Bol som študentom.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Tschechisch: &amp;#039;&amp;#039;Byl jsem studentem.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Ukrainisch: &amp;#039;&amp;#039;Ja buv studentom.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 „Ich war Student.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen slawischen Sprachen ist der prädikative Instrumentalis vollständig durch den prädikativen Nominativ ersetzt worden:&lt;br /&gt;
 * Bosnisch/Kroatisch/Serbisch: &amp;#039;&amp;#039;Bio sam student.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Slowenisch: &amp;#039;&amp;#039;Sem bil študent.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lokaler Instrumentalis ====&lt;br /&gt;
In manchen slawischen Sprachen dient der Instrumentalis auch zur Bildung von Adverbialphrasen, die lokale Bedeutung haben und im Deutschen mit einer &amp;#039;&amp;#039;durch&amp;#039;&amp;#039;-[[Präpositionalphrase]] wiedergegeben werden können:&lt;br /&gt;
 * [[Tschechische Sprache|Tschechisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Jdu lesem.&amp;#039;&amp;#039; – „Ich gehe durch den Wald.“&lt;br /&gt;
 * Bosnisch/Kroatisch/Serbisch: &amp;#039;&amp;#039;Šetam gradom.&amp;#039;&amp;#039; – „Ich spaziere (kreuz und quer) durch die Stadt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Temporaler Instrumentalis ====&lt;br /&gt;
Im Bosnisch/Kroatisch/Serbischen kann der Instrumentalis auch temporale Bedeutung haben:&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;Dolazi vikendom.&amp;#039;&amp;#039; – Er/Sie kommt (regelmäßig) am Wochenende.&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;Dolazi radnim danima.&amp;#039;&amp;#039; – Er/Sie kommt an Werktagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwendung mit Präpositionen ====&lt;br /&gt;
Eine neuere Entwicklung ist die Verwendung des Instrumentalis mit Präpositionen, beispielsweise mit &amp;#039;&amp;#039;za&amp;#039;&amp;#039; ‘nach’ (z.&amp;amp;nbsp;B. nach etwas streben), &amp;#039;&amp;#039;pod&amp;#039;&amp;#039; ‘unter’, &amp;#039;&amp;#039;nad&amp;#039;&amp;#039; ‘über’, &amp;#039;&amp;#039;przed&amp;#039;&amp;#039; ‘vor’ usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Komitative Verwendung =====&lt;br /&gt;
In [[komitativ]]er Bedeutung wird der Instrumentalis von den meisten slawischen Sprachen mit der Präposition &amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; (polnisch: &amp;#039;&amp;#039;z&amp;#039;&amp;#039;) verwendet, die sich ins Deutsche als „(gemeinsam) mit“ übersetzen lässt:&lt;br /&gt;
 * Polnisch: &amp;#039;&amp;#039;Przyjechałem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;z&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; przyjaciel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;em&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Russisch: &amp;#039;&amp;#039;Ja prišël &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; drug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;om&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * [[Serbokroatisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Došao sam &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; prijatelj&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;em&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * [[Slowakische Sprache|Slowakisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Prišiel som &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kamarát&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;om&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * Slowenisch: &amp;#039;&amp;#039;Prišel sem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; prijatelj&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;em&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 * [[Tschechische Sprache|Tschechisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Přišel jsem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kamarád&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;em&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 „Ich kam mit einem Freund.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung in den baltischen Sprachen ===&lt;br /&gt;
==== Lettisch ====&lt;br /&gt;
Im [[Lettische Sprache|Lettischen]] ist der Instrumentalis als morphologisch distinkter Kasus nicht mehr vorhanden, sondern ist im Singular mit dem [[Akkusativ]] und im Plural mit dem [[Dativ]] [[Synkretismus|zusammengefallen]]. Dieser [[Synkretismus]] gilt für alle [[Lettische Sprache#Substantive|Substantivklassen des Lettischen]]. Auch in seiner Verwendung ist der Instrumentalismus auf Adverbialphrasen mit der Präposition &amp;#039;&amp;#039;ar&amp;#039;&amp;#039; beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Litauisch ====&lt;br /&gt;
Im Litauischen ist der Instrumentalis als morphologisch distinkter Kasus erhalten, wie man am Beispiel „Zahn“ sehen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:100px;&amp;quot; | Kasus&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:100px;&amp;quot; | Singular&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80px;&amp;quot; | Plural&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nominativ&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;dantis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;dantys&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Instrumental&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;dantimi&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;dantimis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In prädikativer Verwendung ist die Opposition Nominativ&amp;amp;nbsp;– Instrumental semantisch distinktiv: Inhärente Eigenschaften des Subjekts erfordern in der Regel den Nominativ, zeitweilige dagegen den Instrumental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sekundäre Bedeutung des Instrumentalis im [[Litauische Sprache|Litauischen]] (wie auch in einigen slawischen Sprachen) ist die Lokalbedeutung, z.&amp;amp;nbsp;B. litauisch &amp;#039;&amp;#039;eiti mišku&amp;#039;&amp;#039; („durch den Wald gehen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Sprachen ===&lt;br /&gt;
Auch außerhalb der indogermanischen Sprachfamilie gibt es Formen des Instrumentalis, etwa in den [[Finno-ugrische Sprachen|finno-ugrischen Sprachen]] und in den [[Turksprachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ungarische Sprache|Ungarischen]] wird nach den Regeln der [[Vokalharmonie]] das Suffix &amp;#039;&amp;#039;-val&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;-vel&amp;#039;&amp;#039; an ein Substantiv angefügt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;egy ló&amp;#039;&amp;#039; ‘ein Pferd’ – &amp;#039;&amp;#039;egy lóval&amp;#039;&amp;#039; ‘mit einem Pferd’&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;a bicikli&amp;#039;&amp;#039; ‘das Fahrrad’ – &amp;#039;&amp;#039;a biciklivel&amp;#039;&amp;#039; ‘mit dem Fahrrad’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der letzte Laut eines Substantivs ein Konsonant, wird dieser für den Instrumentalis verdoppelt und tritt an die Stelle des &amp;#039;&amp;#039;v.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 * egy vonat &amp;#039;ein Zug&amp;#039; – vonattal utazni ‘mit dem Zug verreisen’&lt;br /&gt;
 * fiútestvér &amp;#039;Bruder&amp;#039; – fiútestvérrel beszélek ‘ich spreche mit dem Bruder’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Türkische Sprache|Türkische]] kennt die Suffixe &amp;#039;&amp;#039;-in/-ın&amp;#039;&amp;#039;, welche nach den Regeln der Vokalharmonie an das Substantiv angefügt werden. Dieser Fall kommt heutzutage aber selten vor und war früher weiter verbreitet.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Türkische Sprache#Grammatik|titel1=„Grammatik“ im Artikel Türkische Sprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;gelmek&amp;#039;&amp;#039; ‘kommen’ – &amp;#039;&amp;#039;gelmeksizin&amp;#039;&amp;#039; ‘ohne zu kommen’&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;kış&amp;#039;&amp;#039; ‘Winter’ – &amp;#039;&amp;#039;kışın&amp;#039;&amp;#039; ‘im Winter’, ‘winters’&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;yapmak&amp;#039;&amp;#039; ‘machen’ – &amp;#039;&amp;#039;yapmaksızın&amp;#039;&amp;#039; ‘ohne zu machen’&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;yaz&amp;#039;&amp;#039; ‘Sommer’ – &amp;#039;&amp;#039;yazın&amp;#039;&amp;#039; ‘im Sommer’, ‘sommers’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die türkische Grammatik den Instrumentalis als Fall nicht kennt, wird er seit den 1970er Jahren vermehrt verwendet. Dazu wird durch [[Verschmelzung (Grammatik)|Verschmelzung]] das Wort &amp;#039;&amp;#039;ile&amp;#039;&amp;#039; gemäß den Regeln der [[Konsonantenharmonie|Konsonanten-]] und [[Vokalharmonie]] mit dem Suffix &amp;#039;&amp;#039;-la&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;-le&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;-yla&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-yle&amp;#039;&amp;#039; gebildet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;artış&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;la&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (= artış + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ile&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [der] Erhöhung&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;çalışma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;yla&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (= çalışma + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ile&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;durch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Arbeiten/Lernen&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;gelişme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;yle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (= gelişme + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ile&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [der] Entwicklung&lt;br /&gt;
 * &amp;#039;&amp;#039;güzellik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;le&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (= güzellik + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ile&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Grazie/Schönheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grammatischer Kasus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lettische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Litauische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türkische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungarische Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Julian schoe</name></author>
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