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	<title>Institutionensystem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:01:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Institutionensystem&amp;diff=533988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: Untergegangene Kleinigkeiten wieder hervorgehoben</title>
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		<updated>2025-05-12T21:47:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Untergegangene Kleinigkeiten wieder hervorgehoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Institutionensystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein aus der [[Klassik (Jurisprudenz)|römischen Rechtsantike]] stammendes wissenschaftsorientiertes Gliederungssystem des allgemeinen [[Privatrecht]]s. Privatrecht wird in zwei Kategorien eingeteilt: „Personenrecht“ &amp;#039;&amp;#039;(personae)&amp;#039;&amp;#039; und „Sachenrecht“ &amp;#039;&amp;#039;(res)&amp;#039;&amp;#039;. Bei differenzierter Betrachtung bedeutete „Personenrecht“ in der Antike die Zusammenfassung von Personen-/Status- und [[Familienrecht]] im heutigen Sinne. „Sachenrecht“ hingegen hatte eine umfassende vermögensrechtliche Bedeutung, denn dazu gehörten das [[Sachenrecht|Sachen-]], [[Erbrecht|Erb-]] und [[Vertragsrecht|Schuldrecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Hans Hermann Seiler]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Gegenwart im Zivilrecht. Grundzüge des Sachenrechts&amp;#039;&amp;#039;, Heymanns, Köln 2005, ISBN 978-3-452-25387-3, S. 229–295 (230).&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonderheit und Vorteil des Institutionensystems ist der weite Sachbegriff.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Vorteilen des Institutionensystems siehe etwa [[Theo Mayer-Maly]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lebenskraft des ABGB.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Notariats-Zeitung. (NZ).&amp;#039;&amp;#039; 1986, S. 265 ff (267 f).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;res&amp;#039;&amp;#039; umfassen im gaianischen Verständnis körperliche wie unkörperliche Sachen, also Rechtsobjekte. Aus diesem Grund gehören auch Vermögensrechte wie Sachgesamtheiten, die [[Erbschaft]], der [[Nießbrauch]] und die Obligationen dazu.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Hans Josef Wieling]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachenrecht&amp;#039;&amp;#039;, 5. Auflage, Berlin 2007, I § 1 I 1,2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System geht ursprünglich auf den [[Klassik (Jurisprudenz)|Hochklassiker]] [[Gaius (Jurist)|Gaius]] zurück, ein bedeutender Jurist und Rechtslehrer des [[2. Jahrhundert]]s. Er ist Urheber der &amp;#039;&amp;#039;[[Institutiones Gai]]&amp;#039;&amp;#039;, die er für einen gegliederten Lehrunterricht und als Ordnungssystem entwickelte, um dem Rechtsstoff Struktur zu verleihen. Die Stoffeinteilung nach sachlogischen Prinzipien brachte ihm große Anerkennung ein, die bis in die [[Spätantike]] anhielt, denn Kaiser [[Justinian I.]] übernahm die Ordnung in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Institutiones Iustiniani|Institutionen]]&amp;#039;&amp;#039;, diese eingegangen in den später so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Corpus Iuris Civilis]]&amp;#039;&amp;#039;. Dem Entwurf folgten auch die literarischen Darstellungen des [[Römisches Recht|römischen Rechts]] im [[Mittelalter]] und in der [[Neuzeit]], etwa die [[Kodifikation]]en des französischen [[Code civil]] von 1804 und des österreichischen [[Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch|Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches]] von 1811. Im 19. Jahrhundert wurde es vom fünfteiligen [[Pandektenwissenschaft|Pandektensystem]] abgelöst, auf dem etwa das deutsche [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] beruht und das heute in der Lehre allgemein angewendet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker wenden ein, dass die Bezeichnung „System“ irreführend sei, denn die gaianischen noch die justinianischen Institutionen hätten bestenfalls ansatzweise Systematik aufgewiesen. Ins Feld wird geführt, dass [[römisches Recht]] seinem Grundtypus nach immer [[Kasuistik|Fallrecht]] gewesen sei und dies bis zum Ausgang der Spätantike auch blieb. Erst bei der Pandektenwissenschaft, die auf Grundlage der &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039; entwickelt worden sei, könnte von einer systematischen Stoffaufteilung gesprochen werden. Veränderte Bedürfnisse der Gesellschaft hätten eine Anpassung des [[Rezeption des römischen Rechts|rezipierten]] Rechts erforderlich gemacht. [[Max Kaser]] sieht für die gegenwärtige Forschung weiterhin erheblichen Korrekturbedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Kaser]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Rechtsquellen und angewandte Juristenmethode.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zum Römischen Recht.&amp;#039;&amp;#039; Band 36. Verlag Böhlau, Wien, Köln, Graz, 1986. ISBN 3-205-05001-0. S. 155 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrecht (Deutschland)| Privatrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrecht (Österreich)| Privatrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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