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	<title>Insel Neuenhagen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;0000ff: /* Natur und Naturschutz */ +ref, wl</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Natur und Naturschutz: &lt;/span&gt; +ref, wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME=&lt;br /&gt;
|BILD1=18-06-12-Hohenwutzen-Osinów Dolny RRK4501.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT=Blick von der Oder zur Neuenhagener Insel&lt;br /&gt;
|BILD2=Neuenhagenerinsel2.gif&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT=Die Neuenhagener Insel („Neuenhagener Oderinsel“) im nördlichen [[Oderbruch]] (ca. 1940).&lt;br /&gt;
|GEWAESSER=[[Oder]], [[Alte Oder]]&lt;br /&gt;
|GRUPPE=&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=52/49//N&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD=14/1//E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=DE-BB&lt;br /&gt;
|KARTE=&lt;br /&gt;
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|BREITE=6.4&lt;br /&gt;
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|ERHEBUNG=&lt;br /&gt;
|HOEHE=90.9&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|HAUPTORT=[[Neuenhagen (Bad Freienwalde)|Neuenhagen]]&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-PREFIX=&lt;br /&gt;
|EINWOHNER=&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-ART=&lt;br /&gt;
|ZENSUS=&lt;br /&gt;
|ZENSUS-REFERENZ=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Oder-Havel-Kanal vom Schiffshebewerk.jpg|mini|Oder-Havel-Kanal, Oderbruch und Neuenhagener Insel&amp;lt;br /&amp;gt;Blick vom [[Schiffshebewerk Niederfinow]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insel Neuenhagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Neuenhagener Oderinsel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Neuenhagener Insel&amp;#039;&amp;#039;  oder nur &amp;#039;&amp;#039;Oderinsel&amp;#039;&amp;#039;  genannt, ist ein [[Hochland (Landschaft)|Hochland]] im nördlichen [[Oderbruch]]. Sie erhebt sich bis etwa 90&amp;amp;nbsp;m über das Oderbruch und ist etwa 25&amp;amp;nbsp;km² groß. Im Westen wird sie von [[Alte Oder|alten Oderarmen]] und im Osten vom Durchstich der Oder (zwischen Güstebiese/[[Gozdowice]] und [[Hohensaaten]]) umflossen. Die mit dem Durchbruch entstandene Neue Oder ist [[Staatsgrenze]] zu [[Polen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oderinsel liegt im Nordosten des [[Brandenburg|brandenburgischen]] [[Landkreis]]es [[Landkreis Märkisch-Oderland|Märkisch-Oderland]] zwischen den Städten [[Oderberg]] und [[Bad Freienwalde (Oder)|Bad Freienwalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;„Insel Neuenhagen“&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet vom Hauptort im Zentrum der Landschaft, ist jüngeren Datums. Wahrscheinlich verging noch lange Zeit seit dem Erlangen des „Inselstatus“ 1753, bis aus dem &amp;#039;&amp;#039;„Amt Neuenhagen“&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;„Insel Neuenhagen“&amp;#039;&amp;#039; wurde. Erst 1972 schlossen sich die fünf Dörfer zu dem gleichnamigen Gemeindeverband zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Insel Neuenhagen war ursprünglich eine [[Halbinsel]], ein [[Geländesporn|Sporn]], der sich von Hohenwutzen ausgehend über 6&amp;amp;nbsp;km nach Westen erstreckte. Der heutige Verlauf der Oder macht eine Insel daraus, die nach Osten von der Oder am polnischen Steilufer begrenzt wird. Die Neuenhagener Insel ist heute vollständig von Flussläufen umspült und war dies auch in der letzten Eiszeit. Ursprünglich floss die Oder mäanderförmig um die Halbinsel herum, so dass sich zwei Schlingen des Flusses (heute Stille Oder und [[Alte Oder]]) bis auf nur 4,5&amp;amp;nbsp;km annäherten. An dieser Stelle wurde 1747 bis 1753 der Oderkanal gebaut, der den Flussverlauf um 25&amp;amp;nbsp;km verkürzte und die Halbinsel zur Insel machte. Die Insel Neuenhagen ist im Norden flach und steigt nach Süden an. Dort befinden sich nördlich von [[Schiffmühle (Bad Freienwalde)|Schiffmühle]] mit 90,9&amp;amp;nbsp;m und nordöstlich von Neutornow mit dem Granitberg von 75,1&amp;amp;nbsp;m die höchsten Punkte der Insel. Die Oder fließt dagegen fast auf Meeresspiegelniveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Insel liegt heute auf dem Gebiet der Stadt [[Bad Freienwalde (Oder)]] mit den Orten [[Neuenhagen (Bad Freienwalde)|Neuenhagen]], [[Schiffmühle (Bad Freienwalde)|Schiffmühle]], [[Bralitz]], [[Hohenwutzen]] und [[Altglietzen]]. Außerdem gehört auch der südlichste, rechts der [[Alte Oder|Alten Oder]] gelegene Teil der Stadt [[Oderberg]] zur Insel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neuenhagener Insel ist besonders auf den armen Böden im Westen und Süden von Kiefernwald bedeckt, während der zentrale Teil landwirtschaftlich genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuenhagenerinsel-16.jpg|mini|links|hochkant=0.95|Die [[Steilhang|Steilhänge]] im Süden der Neuenhagener Insel]]&lt;br /&gt;
Die Insel Neuenhagen ist das Produkt aller drei bekannten [[Kaltzeit]]en des letzten [[Eiszeitalter]]s. Die ausgedehnten Tonvorkommen sind auf einen [[Eisstausee]] am Ende der [[Saalekaltzeit]] zurückzuführen. Der bergige Teil im Süden der Insel ist Teil einer [[Endmoräne]], die im Zuge des [[Weichseleiszeit|Pommerschen Eisvorstoßes]] vor etwa 15.000&amp;amp;nbsp;Jahren entstand und quer durch Nordostbrandenburg nachweisbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damals auf Grund des [[Gletscher]]eises in ihrem voreiszeitlichen Lauf blockierte Oder knickte an der Neuenhagener Insel nach Westen ab und floss als Teil des Urstromes durch das [[Eberswalder Urstromtal]] in die [[Elbe]]. Die durch das strömende Wasser [[Erosion (Geologie)|erodierten]] Hänge sind noch heute gut zu erkennen. Als sich die Oder 2000&amp;amp;nbsp;Jahre später schließlich nach Norden wenden konnte, wurden die heutigen Sand- und Kieslager im Nordwesten der Insel abgelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Funde belegen, dass die Gegend um das heutige Oderberg schon in der [[Mittelsteinzeit]] (vor 8000 Jahren) besiedelt war. Für die [[Jungsteinzeit]] (vor 5500 bis 3700 Jahren) konnten Ackerbau und Viehzucht nachgewiesen werden. Besonders dichte Besiedlung gab es in der [[Bronzezeit|Bronze-]] und vorrömischen [[Eisenzeit]], während in der [[Völkerwanderung]]szeit nur eine schwächere [[Germanen|germanische]], vermutlich [[Burgunden|burgundische]] Besiedlung feststellbar war. Die Insel war ab 600 n. Chr. [[Slawen|slawisch]] besiedelt. Im Rahmen der deutschen [[Deutsche Ostsiedlung|Ostexpansion]] entstand um 1200 die [[Askanier|askanische]] [[Burg]]anlage von [[Oderberg]] sowie die [[Hohenfinow#Burg Finow|Burg Finow]]. Oderberg soll der Nachfolger des noch älteren slawischen Barsdyn sein. Es ist aber auch möglich, dass mit Barsdyn das in der Nähe liegende [[Parstein]] gemeint ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuenhagen-25.jpg|miniatur|Die 1902 eingeweihte Kirche von [[Neuenhagen (Bad Freienwalde)|Neuenhagen]]]]&lt;br /&gt;
1337 wird im Landbuch der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] ein Nicolaus Witte&amp;lt;ref&amp;gt;Bei den Rittern &amp;#039;&amp;#039;Witte&amp;#039;&amp;#039; besteht möglicherweise eine Stammesverwandtschaft mit dem lauenburgischen Edelfreiengeschlecht [[Wackerbarth (Adelsgeschlecht)|Wackerbarth]].&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Burgmannengeschlecht von [[Cedynia|Zehden]] (heute Cedynia) erwähnt, der auf der Neuenhagener Insel die vier slawischen Dörfer Glizen, Gralitzen, Grabow und Botzow (Glietzen, [[Bralitz]], [[Gabow]] und [[Hohenwutzen]]) und den [[Fähre|Fährkrug]] (nach Oderberg) besitzt. Da die damalige Halbinsel bereits zur Neumark (offiziell „Neumark“ seit 1397) zählte, ist die Bedeutung des Fährübergangs als sehr hoch einzuschätzen. Zum Schutze der hier die Oder kreuzenden Straße ließ [[Markgraf]] Ludwig der Römer 1353–1355 gegenüber von Oderberg eine weitere [[Festung]] (die heutige [[Burg]]ruine Bärenkasten) bauen. In der zweiten Hälfte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entstand mit Nienhof (Neuenhof, das spätere [[Neuenhagen (Bad Freienwalde)|Neuenhagen]]) schließlich ein deutscher Herrenhof.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eiszeitstr&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=Neuenhagen |url=http://www.eiszeitstrasse.de/Seiten/reiseroute/indexalleorte.htm |wayback=20080214112626 }} auf der Webseite der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Märkischen Eiszeitstraße e. V.&amp;#039;&amp;#039; (vlg. [[Märkische Eiszeitstraße]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur wenig später wird auch mit der [[Schiffmühle (Technik)|Schiffmühle]] zu rechnen sein, die dem späteren Dorf den Namen gab; das Dorf selbst wurde aber erst 1753 erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Schiffmühle |url=http://www.eiszeitstrasse.de/Seiten/reiseroute/indexalleorte.htm |wayback=20080214112626 }} auf der Webseite der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Märkischen Eiszeitstraße e. V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Besitzer der Dörfer auf der Insel waren die [[Brederlow (Adelsgeschlecht)|Brederlows]] und 1350 die [[Mörner (Adelsgeschlecht)|von Mörner]] zu [[Moryń|Mohrin]], die vermutlich das Lehen für einen noch unmündigen Uchtenhagen verwalteten. Das ehemals aus der [[Altmark]] stammende [[Uchtenhagen (Adelsgeschlecht)|Geschlecht derer von Uchtenhagen]] hatte vorher schon Besitzungen in [[Biesenthal]], bis es 1480 mit Caspar von Uchtenhagen und seinem Neffen in Neuenhagen nachweisbar wurde. Um 1575 wurde der Neuenhagener Herrensitz zu einem „Festen Haus“, also burgähnlich umgebaut (das Hauptgebäude beherbergt heute einen [[Kindergarten]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;eiszeitstr&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1604 wurde die Herrschaft Neuenhagen für 25.000&amp;amp;nbsp;Taler an den Kurfürsten verkauft. [[Neuenhagen (Bad Freienwalde)|Neuenhagen]] wurde kurfürstliches Amt. Im Jahre 1613 schenkte der [[Johann Sigismund (Brandenburg)|Kurfürst]] das Amt mit allen Leibeigenen seiner [[Anna von Preußen (1576–1625)|Gemahlin]]. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] verwüsteten die [[Schweden]] das Land. Die Bevölkerung wurde 1630/31 durch die [[Pest]] und 1639 durch eine große [[Hungersnot]] dezimiert. Noch 1659 war die Hälfte aller Fischer- und Bauernwirtschaften unbesetzt oder wüst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neutornow-57.jpg|miniatur|Das Dorf [[Schiffmühle (Bad Freienwalde)|Schiffmühle]] an der Alten Oder]]&lt;br /&gt;
1747 begann der Bau des neuen Oderkanals am sogenannten Krummen Ort nahe dem späteren Neuglietzen durch die engste Stelle des Neuenhagener Sporns. Oderaufwärts bis [[Gozdowice|Güstebiese]] und oderabwärts bis [[Hohensaaten]] wurde der Fluss begradigt. Die Arbeiten erfolgten parallel zur Trockenlegung des Oderbruchs und bedingten sich gegenseitig. 1753 wurde bei Güstebiese der Fangdamm durchstochen, die Oder strömte in ihr neues Bett, und die Neuenhagener Halbinsel wurde zur Insel. Am Rande des nun nutzbaren Oderbruchs entstanden neue Kolonistendörfer wie [[Neutornow (Bad Freienwalde (Oder))|Neutornow]], [[Neuglietzen]] und [[Altglietzen]]. Der neue Kanal führte zur Verlegung des Ortes Hohenwutzen. 1755 entstand direkt am Kanal das neue Dorf, in der Nähe Richtung Neuglietzen entstand als &amp;#039;&amp;#039;Schiffersiedlung&amp;#039;&amp;#039; 1789 Hohenwutzener Sand; 1945 wurde noch Neuglietzen eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fielen eine Reihe von Häusern und der Kirchturm von Altglietzen zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Grenzziehungen nach dem Krieg kam die Insel Neuenhagen, die bis 1945 noch Teil des neumärkischen Kreises [[Chojna|Königsberg/Nm.]] war, an den [[Mittelmark|mittelmärkischen]] [[Landkreis Oberbarnim]]. Mit der DDR-Kreisreform 1952 kam die Insel dann an den neugebildeten [[Kreis Bad Freienwalde|Kreis Bad Freienwalde (Oder)]]. Am 5. Dezember 1993 ging der Landkreis Bad Freienwalde (Oder) in dem Großkreis Märkisch-Oderland auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Industrie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Altglietzen-ziegelei.jpg|mini|Die Ziegelei in Altglietzen]]&lt;br /&gt;
Die erste [[Ziegelei]] auf der Neuenhagener Insel soll bereits zur Zeit der Befreiungskriege (1812–1815) existiert haben. Reiche Vorkommen an [[Bänderton|Bänderschluff]] wurden in der zweiten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entdeckt. Die Ziegelproduktion entstand eher zufällig für den privaten Bedarf und weitete sich dann immer mehr aus. 1881 arbeitete der erste [[Hoffmannscher Ringofen|Ringofen]] auf der Insel. Der größte Ziegeleiunternehmer, Dornbusch aus Bralitz, konnte nach und nach mehrere kleine Ziegeleien aufkaufen. In der Hochphase der Ziegelproduktion gab es 10 Ziegeleien auf der Insel. Wie bei den meisten brandenburgischen Ziegeleien begann kurz vor Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] der Niedergang der Industrie. Bis heute überlebt hat nur die ehemalige Dampfziegelei Hietzig in Altglietzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zeugnisse für den damaligen Rohstoffabbau existieren einige frühere [[Tonminerale|Tongruben]], wie etwa eine größere Grube mit steil abfallenden Hängen in der Nähe der höchsten Erhebung, dem Granitberg, die die volkstümliche Bezeichnung „Teufelsauge“ trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alltrails.com/de/explore/recording/inselwanderung-insel-neuenhagen &amp;#039;&amp;#039;Inselwanderung Insel Neuenhagen&amp;#039;&amp;#039;] bei AllTrails, 4. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1950er Jahre wurde im nördlichen Bereich um die Straße Oderberg – Neuenhagen begonnen, großflächig Sand und [[Kies]] abzubauen. Zwischen Bralitz und Neuenhagen sowie nördlich der Oder in Hohensaaten entstanden zahlreiche Kiesgruben. Viele Menschen aus den Inseldörfern fanden hier Arbeit und Brot. Nachdem das Neuenhagener Kieslager weitgehend abgebaut war, entstanden zu Beginn der 1970er Jahre unmittelbar am Dorf Bralitz neue Gruben. 1993 wurde die Förderung in Bralitz eingestellt. Restseen wurden teilweise [[Renaturierung|renaturiert]], auf einigen Flächen wurden Kieferschonungen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Ein stabileres wirtschaftliches Standbein war die [[Landwirtschaft]]. Besondere Bedeutung hatte der [[Zuckerrübe|Rübenanbau]]. 1948 gründete sich in Neuenhagen zur Unterstützung der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe eine [[Maschinen-Ausleih-Station]] (MAS), die sich 1950 in eine [[Maschinen-Traktoren-Station]], 1960 in eine Reparaturtechnische Station (RTS) umwandelte und sich schließlich 1964 zum [[Kreisbetrieb für Landtechnik]] (KfL) zusammenschloss. 1955 wurde in Neuenhagen eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]] (LPG) gegründet, die sich 1960 mit der von Bralitz zusammenschloss. Nach dem Beitritt der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde der KfL aufgelöst. Heute befindet sich auf dem Gelände ein [[Gewerbepark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung der Neuenhagener Oderinsel lag im relativ einfachen Flussübergang von Oderberg aus, um die neuerworbenen neumärkischen Gebiete zu erreichen. An der unteren Oder gibt es nur ganz wenige Stellen, wo sich zwei hochwassersichere Ufer bis auf weniger als 2&amp;amp;nbsp;km nahekommen. Die Straße Oderberg-(Alt-)Glietzen-[[Cedynia|Zehden]] dürfte damit schon vor 1200 von überregionaler Bedeutung gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Oderberg Bralitz 18.04.2011 AP-03.jpg|mini|Stillgelegter Bahnhof in Bralitz&amp;lt;br /&amp;gt;(in [[Privatbesitz]])]]&lt;br /&gt;
Die erste Oderbrücke entstand bereits mit Fertigstellung des Kanals in Hohenwutzen. Doch diese und die meisten Folgebauten wurden immer wieder durch [[Eisgang]] und [[Hochwasser]] zerstört. Bis zum Bau der Saldernbrücke (1903, 1945 zerstört) wurde der Fluss meist mit einer Fähre überquert. Die noch heute benutzte Brücke wurde zwischen 1954 und 1958 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neuenhagener Insel war durch die [[Bahnstrecke Angermünde–Bad Freienwalde]] an das [[Eisenbahn]]netz angeschlossen. Die Strecke wurde 1997 stillgelegt und 2009 abgebaut. Der [[Bahnhof]] Oderberg-Bralitz befindet sich in [[Privatbesitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Eisenbahnlinie durchquerte die [[Kleinbahn Freienwalde–Zehden]] den Südteil der Insel. Nach der Zerstörung der Eisenbahnbrücke über die Oder 1945 verkehrte die Bahn, zuletzt nur noch im [[Güterverkehr]], bis 1966 zum Endbahnhof Hohenwutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortschaften und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bralitz von Westen.jpg|mini|[[Bralitz]], Blick von Westen]]&lt;br /&gt;
Seit der Gebietsreform von 2003 gehören alle Dörfer der Neuenhagener Oderinseln – mit Ausnahme des südlich der Alten Oder gelegenen Teils der Stadt Oderberg – als Ortsteile zur Stadt [[Bad Freienwalde (Oder)]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altglietzen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Letzte in Betrieb befindliche Ziegelei der Insel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bralitz:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Seit der Stilllegung der Eisenbahn und Einstellung des Kiesabbaus liegt Bralitz sozusagen auf der „Schattenseite“ der Insel. Es ist ein ruhiger Wohnort zwischen Wald und Niederoderbruch und wird vom [[Durchgangsverkehr]] weitgehend verschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohenwutzen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die Straßenbrücke über die Oder wurde erst 1993 für den öffentlichen Grenzverkehr freigegeben. Heute herrscht reger Verkehr in Hohenwutzen, denn besonders Anwohner aus dem Berliner Raum nutzen den [[Grenzübergang]], um auf den [[Markt|Märkten]] in [[Osinów Dolny]] (früher Niederwutzen) einzukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuenhagen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Zentrum der Neuenhagener Insel. Standort von Schule, Kindergarten, Schloss (Herrenhaus) und einer im neuromanischen Stil erbauten Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Neutornow (Bad Freienwalde (Oder))|Neutornow]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
In den Jahren 1755–1760 entstand der Ortsteil [[Neutornow (Bad Freienwalde (Oder))|Neutornow]], gekennzeichnet durch den weithin sichtbaren Schornstein des 1895 in Betrieb genommenen [[Schöpfwerk]]es. Auf dem Friedhof neben der Kirche befindet sich das Grab von [[Louis Henry Fontane]], dem Vater von Theodor Fontane. Oberhalb von Neutornow, am sogenannten Holländer, befand sich ein urgeschichtliches Gräberfeld, von dem die bronzezeitlichen Fundstücke im Oderlandmuseum in Freienwalde zu sehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffmühle:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Am Ortsausgang von Schiffmühle befindet sich das renovierte Wohnhaus von [[Louis Henry Fontane]], der hier seine letzten Lebensjahre verbrachte. Es ist heute Museum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Naturschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Salbei-69.jpg|mini|[[Wiesensalbei]] auf den trockenen (Süd-)Hängen]]&lt;br /&gt;
Die nach Süden geneigten steilen Hänge der Neuenhagener Insel werden wegen ihrer Kargheit kaum genutzt und sind Standort einer wärmeliebenden [[Trockenrasen]]vegetation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tongruben Neuenhagen]] sind als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] gesichert und die Gabower Hangkante als [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH]]-Gebiete gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bfn.de/natura-2000-gebiet/gabower-hangkante Natura 2000 Gebiete: &amp;#039;&amp;#039;Gabower Hangkante.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundesamt für Naturschutz]], abgerufen am 5. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Großteil der Fläche gehört außerdem zum [[Vogelschutzgebiet]] Schorfheide Chorin sowie zum [[Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin|gleichnamigen Biosphärenreservat]]. Wertvolle Lebensräume, vor allem als Brutgebiet für den [[Wiedehopf]], bilden die Übergänge von [[Feuchtgebiet]]en der Oderaue zu den Talsandterrassen und Trockenhängen der Oderinsel. Insgesamt sind etwa drei Viertel der Neuenhagener Oderinsel als [[Vogelschutzrichtlinie#Lebensräume|Besonderes Schutzgebiet (SPA)]] gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kleinbahn Freienwalde–Zehden]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Angermünde–Bad Freienwalde]]&lt;br /&gt;
* [[Märkische Eiszeitstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bfn.de/landschaften/steckbriefe/landschaft/show/80300.html &amp;#039;&amp;#039;Landschaftssteckbrief 80300 Neuenhagener Oderinsel.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundesamt für Naturschutz]]&lt;br /&gt;
* [https://bad-freienwalde.de/wp-content/uploads/2018/08/FNP-Teil-2-Insel-Neuenhagen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Flächennutzungsplan 2014–2025, Teil 2: Insel Neuenhagen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 8,6&amp;amp;nbsp;MB). Stadt Bad Freienwalde&lt;br /&gt;
* [https://www.researchgate.net/figure/Demonstration-section-Neuenhagen-area-terminal-moraine-Liepe-Oderberg-Neuenhagen_fig4_237881347 3D-Visualisierung der Neuenhagener Insel,] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Erde]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 143, 2012 &amp;lt;!-- In: Dalchow, Claus und Joachim Kiesel, Gerd Lutze: Visualisation and Interpretation of Moraine Landscapes in North-East Germany - the Ideal View on Landscape. In: Die Erde. Bd. 143, 2012, S. 1–21.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://neuenhagen-insel.eu/Geschichte.html &amp;#039;&amp;#039;Geschichte.&amp;#039;&amp;#039;] Verein Schloss-Neuenhagen-Insel&lt;br /&gt;
* Eike Gringmuth-Dallmer: [https://idw-online.de/de/news14555 &amp;#039;&amp;#039;Mensch und Umwelt im Odergebiet.&amp;#039;&amp;#039;] Projekt der [[VolkswagenStiftung]], 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neuenhagen, Insel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstliche Insel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flussinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandenburgische Landschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Freienwalde (Oder))]]&lt;/div&gt;</summary>
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