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	<title>Inquit-Formel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T23:26:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inquit-Formel&amp;diff=1663362&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:8388:6B82:E600:C04A:DD2D:8EBB:AC53: /* Inquit-Formeln als Stilmittel */ schreibweise des autorennamens korrigiert</title>
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		<updated>2023-05-31T07:07:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inquit-Formeln als Stilmittel: &lt;/span&gt; schreibweise des autorennamens korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inquit-Formel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|inquit}}, „er sagt“ bzw. „er sagte“) ist eine formelhafte Redeeinleitung. Wenn ein [[Erzähler]] die Rede von Figuren berichtet, markiert er diese in vielen Fällen mit einer Inquit-Formel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inquit-Formeln bestehen im Allgemeinen aus einem [[Nomen]] oder [[Pronomen]], das den Sprecher angibt („mein Vater“, „er“), und einem [[Verb]] des Sagens &amp;#039;&amp;#039;(verbum dicendi)&amp;#039;&amp;#039;. Meist stehen sie in der dritten Person Einzahl, es gibt jedoch, etwa in der [[Erzählsituation#Ich-Erzählsituation|Ich-Erzählung]], auch andere Formen. Die Verben können variieren (beispielsweise „er sagte“, „gab er zurück“, „versetzte er“) oder formelhaft wiederholt werden. Auch die Stellung unterliegt Variationsmöglichkeiten: sie können am Anfang oder am Ende der wiedergegebenen Figurenrede stehen, aber auch in der Mitte – in diesem Fall unterbrechen sie die Figurenrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Direkte Rede|direkten Rede]] ist die Inquit-Formel üblich, aber nicht obligatorisch; dasselbe gilt für die [[Anführungszeichen]], die den Text der Figurenrede einschließen. Auch in der [[Indirekte Rede|indirekten Rede]] ist eine Inquit-Formel üblich, kann aber wegfallen, wenn die Figurenrede im [[Konjunktiv]] steht; Anführungszeichen werden hier nicht benutzt. In der [[Erlebte Rede|erlebten Rede]] und im [[Innerer Monolog|inneren Monolog]] wird auf die Redeeinleitung durchweg verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inquit-Formeln als Stilmittel ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche Beispiele starr wiederholter Inquit-Formeln finden sich in [[Peter Weiss]]’ Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ästhetik des Widerstands]]&amp;#039;&amp;#039;. Ein Beispiel: „Wir werden einmal, sagte mein Vater, entdecken, daß es seit jeher eine Kunst im Untergrund gegeben hat, die das Leben der arbeitenden Menschen schilderte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Die Ästhetik des Widerstands.&amp;#039;&amp;#039; Band I. Henschel, Berlin 1983, S.&amp;amp;nbsp;350.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die direkte Rede des Vaters durch die mittig stehende Inquit-Formel &amp;#039;&amp;#039;sagte mein Vater&amp;#039;&amp;#039; unterbrochen. Die üblichen Anführungszeichen zur Markierung der Figurenrede lässt Weiss weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso in den Romanen von [[W. G. Sebald]] finden sich wiederholte Inquit-Formeln, etwa im &amp;#039;&amp;#039;[[Austerlitz (Roman)|Austerlitz]],&amp;#039;&amp;#039; wobei die gerade sprechende Figur wiederum einen Gesprächspartner zitiert und eine Doppelung der Formel entsteht, z.&amp;amp;nbsp;B.: „… sagte mir (…), sagte Austerlitz“. Ebenso wie bei Weiss wird auf Anführungszeichen verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Bernhard]]s letzter Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Auslöschung (Thomas Bernhard)|Auslöschung]]&amp;#039;&amp;#039; besteht aus einem über 600 Seiten umfassenden [[Innerer Monolog|inneren Monolog]]. Dieser enthält wiederum eine große Zahl an Zitaten in direkter und indirekter Rede, die mit Inquit-Formeln markiert sind, etwa: „sagte ich zu Gambetti“. Sie stellen das wichtigste Stilmittel zur Gliederung des Texts dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Prinzip und Prozess Auslöschung. Intertextuelle Destruktion und Konstitution des Romans bei Thomas Bernhard.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2005, S. 50 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Stocker: &amp;#039;&amp;#039;Figurenrede.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Weimar, Harald Fricke, [[Klaus Grubmüller]], [[Jan-Dirk Müller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I. De Gruyter, Berlin und New York 1997, S. 593–594.&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Sachwörterbuch der Literatur]].&amp;#039;&amp;#039; Sonderausgabe der 8. Auflage von 2001, Kröner, Stuttgart 2013, S. 375.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
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