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	<title>Innozenz X. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Innozenz_X.&amp;diff=45435&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wischmat am 13. Mai 2025 um 13:49 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Diego Velázquez - Portrait of Innocent X - WGA24443.jpg|mini|Innozenz X., Porträt von [[Diego Velázquez]], 1649/1650]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimbach-Bildnis von Papst Innozenz X-WUS03182.jpg|mini|Porträt von [[Wolfgang Heimbach]], 1646]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Innozenz X.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bürgerlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giovanni Battista Pamphilj&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[6. Mai]] [[1574]] in [[Rom]]; † [[7. Januar]] [[1655]] ebenda) war von 1644 bis 1655 [[Papst]] der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Giovanni Battista [[Pamphilj (Adelsgeschlecht)|Pamphilj]] wurde 1604 [[Auditor der Römischen Rota]]. Ab 1625 war er [[päpstlicher Legat]] in Frankreich und 1626 in Spanien. Im selben Jahr wurde er auch [[Lateinisches Patriarchat von Antiochien|lateinischer Patriarch]] von [[Antiochien]]. Papst [[Urban VIII.]] nahm ihn im [[Konsistorium]] vom 30.&amp;amp;nbsp;August 1627 als [[Kardinalsklasse#Kardinalpriester|Kardinalpriester]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Sant’Eusebio (Rom)|San Eusebio]]&amp;#039;&amp;#039; ins [[Kardinalskollegium]] auf. 1639 wurde er Präfekt der [[Dikasterium für den Klerus|Konzilskongregation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15.&amp;amp;nbsp;September 1644 wurde der bereits 70 Jahre alte Kardinal Pamphilj durch das [[Konklave 1644|Konklave]] zum Papst gewählt und nahm den Namen Innozenz X. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pontifikat ==&lt;br /&gt;
[[Datei:C o a Inocentius X.svg|mini|hochkant|Papstwappen Innozenz’ X.]]&lt;br /&gt;
Innozenz X. zog die [[Nepotismus|Nepoten]] seines Vorgängers [[Urban VIII.]] aus der Familie [[Barberini]] zur Rechenschaft, doch diese flohen nach Frankreich zu Kardinal [[Jules Mazarin|Mazarin]]. Auf dessen Einwirken hin wurde der Prozess 1646 niedergeschlagen. Indem er mit Kardinal [[Giovanni Giacomo Panciroli|Panciroli]] zuerst einen [[Kardinalstaatssekretär]] ernannte, der kein Verwandter war, und ihm dann einen weniger einflussreichen 22-jährigen Kardinalnepoten, [[Camillo Francesco Maria Pamphilj|Camillo Pamphilj]], zur Seite stellte, brach Innozenz mit der Tradition, einen Neffen (Nepoten) als wichtigsten Berater zu haben. Vielleicht sollte der [[Papstname]] &amp;#039;&amp;#039;Innozenz&amp;#039;&amp;#039; („der Unschuldige“) den Bruch mit dem [[Nepotismus am Heiligen Stuhl]] ankündigen oder wenigstens auf das mittelalterliche Vorbild des Römers [[Innozenz III.]] zurückverweisen. Er machte Camillo auch zum General der päpstlichen Armee und beauftragte ihn damit, der Nepotenfamilie [[Farnese]] in Parma das [[Castro (Viterbo)#Das Ende Castros|Herzogtum Castro]] zugunsten des [[Kirchenstaat]]s wieder zu entreißen. Camillo legte den Kardinalshut aber schon drei Jahre später wieder ab, um zu heiraten – sehr zum Ärger seiner Mutter [[Olimpia Maidalchini]], der einflussreichen Schwägerin des Papstes, die ihren Sohn schon auf dem Weg zum Heiligen Stuhl gesehen hatte. Innozenz war über die mangelnde Ernsthaftigkeit, die sein Neffe der Kardinalswürde entgegenbrachte, wenig erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Pontifikats Innozenz’ X. wurde 1648 der [[Westfälischer Friede|Westfälische Friede]] geschlossen, der den Herrschafts- und Einflussbereich der Protestanten festschrieb. Das war eine empfindliche Niederlage für die katholische Kirche, die stets die kaiserlichen Maximalforderungen (wie etwa 1629 das [[Restitutionsedikt]]) unterstützt und mit weitergehenden Forderungen noch übertroffen hatte. Der außerordentliche Gesandte des Papstes, sein künftiger Kardinalstaatssekretär (und schließlich Nachfolger) [[Alexander VII.|Fabio Chigi]], nahm von 1644 bis 1649 in [[Münster]] an den Verhandlungen teil; dabei versuchte er, als [[Mediation|Mediator]] vermittelnd zwischen den beiden Hauptparteien, Habsburg-Spanien und Frankreich-Schweden, zu wirken&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Dethlefs: &amp;#039;&amp;#039;Friedensappelle und Friedensecho. Kunst und Literatur während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden.&amp;#039;&amp;#039; Diss., Universität Münster 1998, S.&amp;amp;nbsp;151.&amp;lt;/ref&amp;gt;, scheiterte jedoch an der unnachgiebigen Haltung des Papstes, der – fern des Kriegsgeschehens und der Verwüstungen – jegliche Kompromisse zum Nachteil der katholischen Kirche ablehnte. Daher musste Chigi am Ende gegen die unterzeichnete Ausführung des Friedensvertrags protestieren und ihr seine Unterschrift verweigern, worauf auch der Papst diesen Vertrag in dem [[Breve (Schriftstück)|Breve]] &amp;#039;&amp;#039;[[Zelo domus Dei]]&amp;#039;&amp;#039; vom 26.&amp;amp;nbsp;November&amp;amp;nbsp;1648 verurteilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krieg gegen den [[Ranuccio II. Farnese|Herzog von Parma]] eroberten seine Truppen 1649 die Stadt [[Castro (Viterbo)|Castro]] und machten sie nach der [[Kapitulation]] dem Erdboden gleich. Ihr Gebiet wurde dem [[Kirchenstaat]] eingegliedert; an Stelle der Stadt errichtete man eine Säule mit der Aufschrift „Qui fu Castro“ („Hier stand Castro“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Breve vom 17.&amp;amp;nbsp;Dezember 1649 ordnete Papst Innozenz X. eine breitangelegte Umfrage unter allen Ordensleuten Italiens an, in der Angaben über die finanzielle und personelle Situation aller Konvente gesammelt werden sollten. Das Ergebnis dieser Datenerhebung stellt heute eine Fundgrube für die Geschichtswissenschaft dar. Marcella Campanelli hat 1987 die für diese Umfrage verfassten Berichte und Statistiken bezüglich der [[Theatiner]] ediert und ausgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heutigen Kriterien „[[ex cathedra]]“ verurteilte er mit der [[Päpstliche Bulle|Päpstlichen Bulle]] [[Cum occasione]] 1653 fünf Lehrsätze des [[Jansenismus]] als [[Häresie]]. Dies blieb ohne großen Erfolg, da die Jansenisten die Verurteilung zwar anerkannten, aber behaupteten, die Sätze stammten nicht von [[Cornelius Jansen|Jansenius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Papst Innozenz X (1).jpg|mini|hochkant|Detail des Grabmals für Innozenz X. in der Kirche [[Sant’Agnese in Agone|Sant&amp;#039; Agnese]] in Rom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innozenz X. wurde während seines Pontifikats sehr von seiner Schwägerin [[Olimpia Maidalchini]] beeinflusst, die sich dadurch bereichern konnte. Der Papst ließ die Familienhäuser an der [[Piazza Navona]] u.&amp;amp;nbsp;a. durch [[Francesco Borromini|Borromini]] zu einem barocken Palast, dem [[Palazzo Pamphilj]], umbauen, den er seiner Schwägerin schenkte. Neben dem Palast ließ er anstelle der mittelalterlichen Kirche [[Sant’Agnese in Agone]] einen Neubau im Barockstil errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Sterben lag, ließ Kardinalstaatssekretär Chigi die zur Fürstin erhobene Olimpia nicht mehr an sein Sterbebett vor. Doch soll sie noch in seiner Sterbestunde die päpstlichen Gemächer geplündert und sich geweigert haben, eine standesgemäße Beisetzung in einer Familiengrablege zu finanzieren, da sie eine arme Witwe sei. Es soll sich drei Tage niemand um den Toten gekümmert haben, bevor Chigi ihn schließlich nahezu ohne Zeremonie im Petersdom bestatten ließ. Die sterblichen Überreste wurden 1677 nach Sant’Agnese in Agone überführt, der von Innozenz X. in Auftrag gegebenen Kirche an der Piazza Navona. Erst 1729 schuf Giovanni Battista Maini das marmorne Grabdenkmal über dem dortigen Hauptportal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innozenz X. ist Gegenstand eines Gemäldes des spanischen Malers [[Diego Velázquez]]. Dieser wird dafür gerühmt, in genialer Weise die Gratwanderung zwischen Schmeichelei und Realismus zu meistern; so lässt er den Pamphilj-Papst in lockerem Selbstbewusstsein thronen und zugleich den Betrachter eiskalt anblicken. Der Papst soll das Bild mit den Worten &amp;#039;&amp;#039;„troppo vero“&amp;#039;&amp;#039; („allzu wahr“) kommentiert haben. Es ist im [[Palazzo Doria-Pamphilj]] in Rom zu besichtigen, welcher mitsamt der bedeutendsten privaten Gemäldesammlung Italiens bis heute den Nachfahren von Camillo Pamphilj gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kardinalskreierungen Innozenz’ X.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Guido Braun]]: &amp;#039;&amp;#039;Innozenz X. Der Papst als ‚padre comune‘.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Matheus]] / [[Lutz Klinkhammer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eigenbild im Konflikt. Krisensituationen des Papsttums zwischen Gregor VII. und Benedikt XV.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2009, S. 119ff., ISBN 978-3-534-20936-1.&lt;br /&gt;
* [[Hubert Jedin]]: &amp;#039;&amp;#039;Urban VIII., Innozenz X. und der Stillstand der Gegenreformation&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Erwin Iserloh]], [[Josef Glazik]], Hubert Jedin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reformation, katholische Reform und Gegenreformation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Kirchengeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; Band IV). Herder, Freiburg im Breisgau 1967, Sonderausgabe 1999, ISBN 3-451-27100-1, S. 661–669. bes. 665–669 [Innozenz X.].&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629234454/http://www.bautz.de/bbkl/i/Innozenz_X.shtml |band=2|spalten=1295-1298|autor=[[Michael Tilly]]|artikel=Innozenz X}}&lt;br /&gt;
* {{CE|http://www.newadvent.org/cathen/08020b.htm|Pope Innocent X.|Autor=Michael Ott|Band=8|SeiteVon=&amp;lt;!--Anfangsseite_des_Artikels_(optional)--&amp;gt;|SeiteBis=&amp;lt;!--Endseite_des_Artikels_(optional)--&amp;gt;|Kommentar=&amp;lt;!--(optional)--&amp;gt;|kurz=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Innocentius X|Innozenz X.}}&lt;br /&gt;
* {{Miranda|ID=bios1627.htm#Pamphili|Artikel=Innozenz X.|Abruf=2013-10-05}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004296885}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118710788}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT        = [[Datei:C o a Innocenzo X.svg|25px]][[Liste der Päpste|Papst]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER  = [[Urban VIII.]]&lt;br /&gt;
|ZEIT       = 1644–1655&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER = [[Alexander VII.]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118710788|LCCN=n85084632|VIAF=89748824}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Innozenz 10}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinischer Patriarch von Antiochia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auditor der Römischen Rota]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Dreißigjährigen Krieg (Kirchenstaat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1574]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1655]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präfekt des Dikasteriums für den Klerus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Innozenz X.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pamphilj, Giovanni Battista (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Papst (1644–1655)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Mai 1574&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Januar 1655&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wischmat</name></author>
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