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	<title>Innichen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Innichen&amp;diff=165487&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mai-Sachme am 18. April 2026 um 13:53 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-18T13:53:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die italienische Gemeinde. Für den gleichnamigen Ort in Tschechien siehe [[Mchov]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Südtirol&lt;br /&gt;
| Name= Innichen&lt;br /&gt;
| AndereNamen= ital.: &amp;#039;&amp;#039;San Candido&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| BZG= Pustertal (Bezirksgemeinschaft){{!}}Pustertal&lt;br /&gt;
| EinwohnerVZ= 3206&lt;br /&gt;
| VZJahr= 2011&lt;br /&gt;
| ProzDeutsch= 82,39&lt;br /&gt;
| ProzItal= 17,21&lt;br /&gt;
| ProzLad= {{0}}0,40&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 46/44//N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 12/16//E&lt;br /&gt;
| Höhe1 = 1.113&lt;br /&gt;
| Höhe2 = 3145&lt;br /&gt;
| HöheZ = 1175&lt;br /&gt;
| Fläche= 80,10&lt;br /&gt;
| Dauersiedlungsraum= 9,6&lt;br /&gt;
| Fraktionen= [[Innichberg]], Obervierschach, Untervierschach, [[Winnebach]]&lt;br /&gt;
| Nachbargemeinden= [[Innervillgraten]] (AT), [[Sexten]], [[Sillian]] (AT), [[Toblach]]&lt;br /&gt;
| Partnergemeinde= [[Freising]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl= 39038&lt;br /&gt;
| Vorwahl= 0474&lt;br /&gt;
| ISTAT= 021077&lt;br /&gt;
| Steuernummer= 81006750210&lt;br /&gt;
| JahrBürgermeister= 2025&lt;br /&gt;
| Bürgermeister= Klaus Rainer&lt;br /&gt;
| Karte= Innichen in Südtirol - Positionskarte.svg&lt;br /&gt;
| Wappen= CoA civ ITA Innichen-SanCandido.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Innichen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈɪnɪçn̩}}]; [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;San Candido&amp;#039;&amp;#039;, [[Ladinische Sprache|ladinisch]] &amp;#039;&amp;#039;Sanciana&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Marktgemeinde]] mit {{EWZ|IT|021077}} Einwohnern (Stand {{EWD|IT|021077}}) im [[Südtirol]]er [[Pustertal]] in [[Italien]]. Die Gemeinde grenzt im Osten und Norden an [[Österreich]]. Als Standort des einzigen Krankenhauses im [[Hochpustertal]] kommt dem Ort übergemeindliche Bedeutung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Innichen befindet sich im von West nach Ost verlaufenden [[Pustertal]], genauer im [[Hochpustertal]] im äußersten Osten Südtirols. Das Gemeindegebiet, insgesamt 80,10&amp;amp;nbsp;km² groß, umfasst neben dem Pusterer Talboden auch Gebiete in den südlich angrenzenden [[Dolomiten]] und in den nördlich liegenden [[Villgratner Berge]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Fürstengang Freising - Innichen.jpg|500|Innichen 1699 auf einem Gemälde im [[Fürstengang]] [[Freising]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dörflichen Siedlungen der Gemeinde liegen allesamt im Pustertal. Der Hauptort Innichen (1160–{{Höhe|1200|IT|link=1}}) befindet sich am Talausgang des von Südosten einmündenden [[Sextental]]s, wo [[Sextner Bach]] und [[Drau]] aufeinandertreffen, in der Nähe des Drau-Ursprungs am [[Toblacher Feld]] und der Grenze zur westlichen Nachbargemeinde [[Toblach]]. Östlich davon – noch im Talboden – folgen die [[Fraktion und Circoscrizione|Fraktionen]] [[Vierschach (Innichen)|Vierschach]], bestehend aus Ober- (1130–{{Höhe|1150}}) und Untervierschach (1130–{{Höhe|1180}}), sowie [[Winnebach]] (1120–{{Höhe|1180}}), nahe der hier vom [[Kolberbach (Drau)|Kolberbach]] markierten [[Grenze zwischen Italien und Österreich|italienisch-österreichischen Staatsgrenze]] zum Bundesland [[Tirol (Bundesland)|Tirol]] bzw. in Nachbarschaft zur [[Osttirol]]er Gemeinde [[Sillian]] gelegen. Am nördlichen Talhang über dem Hauptort Innichen, wo ein bewaldeter Rücken das Pustertal vom zu Toblach gehörenden [[Silvestertal]] trennt, liegt die [[Streusiedlung]] [[Innichberg]]. Nördlich hinter Vierschach und Winnebach steigt der Innichner Anteil der Villgratner Berge auf über {{Höhe|2500}} an. Der jenseitig ins [[Villgratental]] abfallende Kamm zwischen [[Markinkele]] ({{Höhe|2545}}) und [[Hochrast]] ({{Höhe|2436}}) trägt die Gemeindegrenze von Innichen zu [[Innervillgraten]] und somit gleichzeitig die Staatsgrenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Pusterer Talbodens ragt das Gemeindegebiet weit in die [[Sextner Dolomiten]] und den [[Naturpark Drei Zinnen]] hinein. Diese Gegend umfasst das vom unteren Sextental nach Süden abzweigende [[Innerfeldtal]] sowie die umliegenden Berge. Auf der Westseite des Innerfeldtals ragt die [[Haunoldgruppe]] mit dem [[Haunold]] ({{Höhe|2966}}) und dem [[Birkenkofel]] ({{Höhe|2922}}) auf. Der das Tal ostseitig zum [[Fischleintal]] und zur Gemeinde [[Sexten]] hin begrenzende Kamm trägt unter anderem den [[Toblinger Knoten]] ({{Höhe|2617}}) und die [[Dreischusterspitze]] ({{Höhe|3145}}). Östlich über dem Ausgang des Sextentals erreicht das Innichner Gemeindegebiet am Grenzberg [[Helm (Berg)|Helm]] ({{Höhe|2433}}) die nördlichsten Ausläufer des [[Karnischer Hauptkamm|Karnischen Hauptkamms]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im 4. Jahrhundert v. Chr. ließen sich hier [[Kelten|keltische]] Stämme nieder, betrieben neben der [[Vieh]]zucht bereits auch [[Ackerbau]] und gründeten eine kleine befestigte [[Siedlung|Ortschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15 v. Chr. eroberten die [[Römisches Reich|Römer]] die Provinzen [[Raetia|Rätien]] und [[Noricum]], also auch die Gegend von Innichen. Nachdem die Römerstraße ([[Via Julia Augusta (Provinz Noricum)|Via Julia Augusta]]), die [[Aquileia]] mit [[Augsburg]] ([[Augusta Vindelicorum]]) verband, durch diese Gegend geführt hatte, gründeten die Römer mit größter Wahrscheinlichkeit hier die Militärstation &amp;#039;&amp;#039;[[Littamum]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des 6. Jahrhunderts n. Chr. lieferten sich im [[Hochpustertal]] die aus dem Osten vorrückenden [[Slawen]] mit den aus dem Norden vorrückenden [[Bajuwaren]] erbitterte Kämpfe. Die damalige Ortschaft &amp;lt;!--(Littamum?)--&amp;gt; wurde zerstört, ob durch kriegerische Ereignisse, durch eine Überschwemmung oder durch einen Großbrand, ist nicht geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
769 übertrug der Bayernherzog [[Tassilo III.]] dem Abt [[Atto von Freising|Atto von Scharnitz]] einen Landstrich zwischen dem heutigen [[Welsberg (Welsberg-Taisten)|Welsberg]] im Westen und Abfaltersbach im Osten mit der Auflage, in &amp;#039;&amp;#039;India&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Campogelau&amp;#039;&amp;#039; (= eisiges Land) genannt, ein [[Benediktiner]]kloster zur Missionierung zu gründen;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Martin Bitschnau]], [[Hannes Obermair]] |Titel=Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Bis zum Jahr 1140&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Universitätsverlag Wagner |Ort=Innsbruck |Datum=2009 |ISBN=978-3-7030-0469-8 |Seiten=30–31 |Fundstelle=Nr. 50}}&amp;lt;/ref&amp;gt; daraus entstand das heutige Innichen. Innichen ist somit das älteste [[Stift Innichen|Stift]] und eine der ältesten bajuwarischen Siedlungen [[Tirol]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
783 wurde Abt Atto [[Erzbistum München und Freising|Bischof von Freising]]. Seitdem gehörte Innichen mit einer kurzen Unterbrechung bis zur [[Säkularisation]] im Jahre 1803 als freisingische [[Hofmark]] dem [[Hochstift Freising]] und bis 1919 zur [[Gefürstete Grafschaft Tirol|Gefürsteten Grafschaft Tirol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1140 wurde das Benediktinerstift in ein weltliches [[Kollegiatstift]] umgewandelt, an die Stelle der Benediktinermönche traten „weltliche“ Geistliche, die [[Kanoniker]]. Seit dem [[Hochmittelalter]] entrissen die Vögte ([[Görz und Gradisca|Grafen von Görz]], dann Grafen von Tirol), die eigentlich zum Schutz der freisingischen Herrschaft bestimmt waren, dieser fast sämtliche Ländereien, so dass am Ende (1803) davon nur ein Teil der Ortschaft Innichen übrig geblieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Innichen [[Garnison]] der [[Streitkräfte von Österreich-Ungarn|k.u.k. Österreich-Ungarischen Armee]]. 1914 waren hier der Stab und das IV. Bataillon des [[K.k. Landesschützen-Regiment „Innichen“ Nr. III|Landesschützen-Regiments Nr. III]] stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg errichteten die [[Italienischer Faschismus|italienischen Faschisten]] als Denkmal ein [[Beinhaus]]. Das Denkmal ist bis heute umstritten, weil die bestatteten Soldaten von weit entfernten [[Soldatenfriedhof|Kriegerfriedhöfen]] dorthin umgebettet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde die Gemeinde Innichen um die bis dato eigenständigen Gemeinden [[Vierschach (Innichen)|Vierschach]], [[Winnebach]] und [[Innichberg]] vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die ältesten Schriftzeugnisse sind 769 „India“, 822 „Intihha“ und 1070 „Intichingen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Etymologie]] und die Ausgangssprache des Namens liegen im Dunkeln. [[Egon Kühebacher]] spekulierte, Innichen könnte von einem [[Keltische Sprachen|keltischen]] &amp;#039;&amp;#039;*Indiaca&amp;#039;&amp;#039; mit der Bedeutung „Gebiet des Indius“ stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Egon Kühebacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Hofmark Innichen&amp;#039;&amp;#039; (1969), S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Problem der Namensdeutung ist der Schritt von &amp;#039;&amp;#039;India&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Intihha&amp;#039;&amp;#039;. Diether Schürr deutete &amp;#039;&amp;#039;Intihha&amp;#039;&amp;#039; als [[Diminutiv|Verkleinerungsform]] des vermutlich spätantiken Namens &amp;#039;&amp;#039;India&amp;#039;&amp;#039;, die in Abgrenzung zu dem wegen der Assoziation mit [[Indien]] als unpassend aufgefassten Gebietsnamen in Gebrauch kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Diether Schürr |Hrsg= |Titel=Lautverschiebung in Tirol: Der Fall &amp;#039;&amp;#039;Innichen&amp;#039;&amp;#039; |Sammelwerk=Österreichische Namenforschung |Band=34 |Verlag= |Ort= |Datum=2006 |Seiten=139–158 |Online=[https://www.academia.edu/14152559/Lautverschiebung_in_Tirol_Der_Fall_Innichen academia.edu]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Bürgermeister seit 1952:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gvcc.net/gemeindeamt/html/GEMEINDEN50-Jahre-dt.pdf |titel=Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952 |werk=Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindenverband 1954–2004 |hrsg=[[Südtiroler Gemeindenverband]] |seiten=139–159 |format=PDF; 15 MB |abruf=2015-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Walter Müller: 1952–1956&lt;br /&gt;
* Walter Wachtler: 1956–1974&lt;br /&gt;
* Franz Senfter: 1974–1985&lt;br /&gt;
* Josef Passler: 1985–2010&lt;br /&gt;
* Werner Tschurtschenthaler: 2010–2015&lt;br /&gt;
* Rosmarie Burgmann: 2015–2020&lt;br /&gt;
* Klaus Rainer: seit 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1303 wurde vom [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen]] König [[Albrecht I. (HRR)|Albrecht I.]] das Wappen verliehen. Es zeigt auf rotem Grund ein silberfarbenes [[Kastell (Heraldik)|Kastell]], das auf grünem Rasen steht. Über dem Tor findet sich das [[Mohr (Heraldik)#Der gekrönte Mohr von Freising (13. Jahrhundert)|Wappen des Hochstiftes Freising]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnergemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Freising]] (Deutschland) seit 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demographie ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl der Gemeinde stieg nach der Annexion durch Italien 1920 aufgrund des Zuzugs von Staatsbediensteten in die neue Grenzgemeinde deutlich an und ist seitdem weitgehend stabil.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr || Einwohnerzahl &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900 || 1017 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1921 || 2698&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1931 || 2835&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1951 || 2616&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961 || 2961&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1971 || 3022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || 2999&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991 || 3073&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2001 || 3107&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011 || 3206&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglich deutsch-tirolerischen Berggemeinde entstand durch die nach 1920 zugezogenen Staatsbediensteten aus dem übrigen italienischen Staatsgebiet eine signifikante italienischsprachige Gemeinschaft. Der Bedeutungsverlust der nahen Grenze aus militärischer und administrativer Perspektive führte später wieder merklich zu einem Wegzug italienischsprachiger Einwohner. Innichen ist gemäß den seit 1981 erhobenen [[Ethnischer Proporz (Südtirol)|Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen]] eine mehrheitlich deutschsprachige Gemeinde, wobei als Berechnungsgrundlage dieser Prozentwerte allein die gültigen Erklärungen von Personen mit italienischer Staatsbürgerschaft herangezogen wurden.&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em&amp;quot; |Verteilung nach Sprachgruppen&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Sprache !! 1900&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gemeindelexikon von Tirol und Vorarlberg&amp;#039;&amp;#039; – Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 1971&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat1981&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_action=300&amp;amp;news_image_id=899072|titel=Volkszählung 1981 – Die amtliche Bürgerzahl und die Sprachgruppen in Südtirol nach Gemeinde und Bezirk|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=1983-03|zugriff=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 1981&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat1981&amp;quot; /&amp;gt; !! 1991&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2001&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/downloads/mit17_02.pdf|titel=Volkszählung 2001 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Provinz Bozen-Südtirol|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=2002-08|zugriff=2024-12-09|archiv-datum=2021-12-29|archiv-url=https://web.archive.org/web/20211229023228/https://astat.provinz.bz.it/downloads/mit17_02.pdf|offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 2001&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2001&amp;quot; /&amp;gt; !! 2011&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2024&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_action=300&amp;amp;news_image_id=1160209|titel=Ergebnisse Sprachgruppenzählung 2024 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=2024-12|zugriff=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 2024&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Deutsch&lt;br /&gt;
| 99,59 %&lt;br /&gt;
| 76,95 %&lt;br /&gt;
| 82,21 %&lt;br /&gt;
| 83,20 %&lt;br /&gt;
| 84,84 %&lt;br /&gt;
| 85,06 %&lt;br /&gt;
| 82,39 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Italienisch&lt;br /&gt;
| 0,41 %&lt;br /&gt;
| 22,66 %&lt;br /&gt;
| 17,34 %&lt;br /&gt;
| 16,32 %&lt;br /&gt;
| 14,78 %&lt;br /&gt;
| 14,64 %&lt;br /&gt;
| 17,21 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Ladinisch&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 0,40 %&lt;br /&gt;
| 0,44 %&lt;br /&gt;
| 0,48 %&lt;br /&gt;
| 0,38 %&lt;br /&gt;
| 0,30 %&lt;br /&gt;
| 0,40 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Innichen ist Sitz eines deutschsprachigen [[Schulsprengel]]s. Dieser umfasst auf dem Gemeindegebiet die [[Grundschule (Südtirol)|Grundschulen]] in Vierschach und in Winnebach, sowie die Grund- und [[Mittelschule (Südtirol)|Mittelschule]] im Hauptort Innichen. Dem Sprengel angeschlossen ist zudem auch die Grundschule der Nachbargemeinde Sexten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.provinz.bz.it/de/institutionen/institutionen-kategorien.asp?bninf_inid=1003355 |titel=Schulsprengel Innichen |hrsg=[[Südtiroler Bürgernetz]] |abruf=2014-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die italienische Sprachgruppe besteht ebenfalls eine Grundschule, die vom Sprengel Toblach verwaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.provinz.bz.it/de/institutionen/institutionen-kategorien.asp?bninf_inid=1003170 |titel=Schulsprengel Toblach – Hochpustertal |hrsg=Südtiroler Bürgernetz |abruf=2014-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschsprachige [[Fachoberschule im wirtschaftlichen Bereich|Wirtschaftsfachoberschule]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.buergernetz.bz.it/de/institutionen/institutionen-kategorien.asp?bninf_inid=1003328 |titel=Wirtschaftsfachoberschule Innichen |hrsg=[[Südtiroler Bürgernetz]] |abruf=2017-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Innichen stellt das einzige Angebot einer [[Weiterführende Schule|weiterführenden Schule]] im Hochpustertal dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheit ==&lt;br /&gt;
Innichen ist der Standort eines Krankenhauses des [[Südtiroler Sanitätsbetrieb]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Michaelsplatz Innichen.jpg|mini|Innichen, St. Michaelsplatz]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Innichen|Liste der Naturdenkmäler in Innichen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stiftskirche Innichen-3.jpg|mini|Innichen, Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
* [[Stift Innichen]] ([[Stiftskirche Innichen|Stiftskirche]] und Museum)&lt;br /&gt;
* [[Franziskanerkloster Innichen]]&lt;br /&gt;
* Dolomythos-Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Für den [[Kraftverkehr]] ist Innichen in erster Linie durch die [[Strada Statale 49 della Pusteria|SS&amp;amp;nbsp;49]] und die [[Strada Statale 52 Carnica|SS&amp;amp;nbsp;52]] erschlossen. Zudem wird das Gemeindegebiet von der [[Pustertalbahn]]/[[Drautalbahn]], die am [[Bahnhof Innichen]] und am [[Bahnhof Vierschach-Helm]] [[Zugangsstelle]]n bietet, und der [[Radroute&amp;amp;nbsp;3 „Pustertal“]] bzw. dem „[[Drauradweg]]“ durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Innichen gilt als einer der beliebtesten Urlaubsorte im Südtiroler Hochpustertal. Im Sommer wie im Winter bietet es vielfältige Aktivitäten: im Sommer vor allem Wandern sowie Radfahren am [[Drauradweg]] und Mountainbiken. Bei Familien besonders beliebt ist der grenzüberschreitende Radweg von Innichen nach [[Lienz]] im benachbarten Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter ist der Skiberg Haunold in Betrieb, der unter anderem auch über eine Rodelbahn verfügt. Seit der Wintersaison 2011/2012 bietet man auch Nachtskilauf an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://niederw.wordpress.com/2012/12/02/nachtskifahren-haunold/ Nachtskilauf am Haunold]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Fraktion Vierschach und Sexten befinden sich Anlagen der Skigberge Helm-Rotwand. Er gehört, wie der Skiberg Haunold, zum Skigebiet 3 Zinnen, das mit 115 Pistenkilometern zu den größeren Skigebiete Südtirols gehört. Außerdem ist es Teil des weltweit größten Skikarussells [[Dolomiti Superski]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innichen ist an das Loipennetz des Hochpustertales, das über 200 präparierte Loipen umfasst, angeschlossen. Die Landschaft ist im Winter für Ausflüge mit Schneeschuhen oder für Skitouren geeignet. Außerdem verfügt Innichen über ein Hallenschwimmbad namens &amp;#039;&amp;#039;acquafun.&amp;#039;&amp;#039; Innichen hat ca. 2500 Fremdenbetten in gastgewerblichen Betrieben. Privatzimmervermieter und Landwirte (Urlaub auf dem Bauernhof) bieten zusätzlich ca. 500 Betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bartlmä Firtaler]] (1480–1535), spätmittelalterlicher Architekt und Baumeister mit charakteristischer Gewölbekunst&lt;br /&gt;
* [[Matthäus Rader]] (1561–1634), Philologe und Historiker&lt;br /&gt;
* Paul Ram(b)lmayr (von Taufers), Stiftsdekan in Innichen von 1679 bis 1689&lt;br /&gt;
* [[Alderich von Jäger]] (1746–1819), Geistlicher, Theologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* Stanislaus Kiepach (1754–1808), Franziskaner, Autor zahlreicher Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Germana Nitz, Hansjörg Plattner: &amp;#039;&amp;#039;Innichen&amp;#039;&amp;#039;. Folio, Wien-Bozen 2018, ISBN 978-3-85256-762-4, S. 145 ([https://books.google.it/books?id=igNcAAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA2-PA195&amp;amp;dq=stanislaus+kiepach Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Julius Cornet]] (1793–1860), Opernsänger (Tenor)&lt;br /&gt;
* [[Peter Paul Rainer (Dichter)|Peter Paul Rainer]] (1885–1938), Dichter und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Giovanni Kasebacher]] (1910–1987), Skilangläufer&lt;br /&gt;
* [[Leopold Ganzer]] (1929–2008), Maler&lt;br /&gt;
* [[Hans Glauber]] (1933–2008), Soziologe, Künstler, Umweltschützer, Bergsteiger&lt;br /&gt;
* [[Egon Kühebacher]] (* 1934), Historiker und Sachbuchautor&lt;br /&gt;
* [[Michael Wachtler]] (* 1959), Buchautor und Forscher&lt;br /&gt;
* [[Irmgard Trojer]] (* 1964), Hürdenläuferin&lt;br /&gt;
* [[Anna Maria Chiuri]] (* 1968), Opernsängerin (Mezzosopran)&lt;br /&gt;
* [[Helga Plankensteiner]] (* 1968), Jazzmusikerin&lt;br /&gt;
* [[Thomas Prugger]] (* 1971), Snowboarder&lt;br /&gt;
* [[Kurt Sulzenbacher]] (* 1976), Skirennläufer&lt;br /&gt;
* [[Diana Gaspari]] (* 1984), Curlerin&lt;br /&gt;
* [[Wendy Siorpaes]] (* 1985), Skirennläuferin&lt;br /&gt;
* [[Virginia De Martin Topranin]] (* 1987), Skilangläuferin&lt;br /&gt;
* [[Alba De Silvestro]] (* 1995), Skibergsteigerin&lt;br /&gt;
* [[Marion Oberhofer]] (* 2000), Rennrodlerin&lt;br /&gt;
* [[David Zingerle]] (* 2000), Biathlet&lt;br /&gt;
* [[Hannah Auchentaller]] (* 2001), Biathletin&lt;br /&gt;
* [[Jannik Sinner]] (* 2001), Tennisspieler&lt;br /&gt;
* [[Linda Zingerle]] (* 2002), Biathletin&lt;br /&gt;
* [[Sara Scattolo]] (* 2003), Biathletin&lt;br /&gt;
* [[Iris De Martin Pinter]] (* 2004), Skilangläuferin&lt;br /&gt;
* [[Ilaria Scattolo]] (* 2004), Biathletin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Innichen |Band=10 |Seite=24}}&lt;br /&gt;
* [[Egon Kühebacher]]: &amp;#039;&amp;#039;1250 Jahre Innichen – eine Festschrift zum Jubiläumsjahr 2019. Beiträge zur Geschichte Innichens von 769 n. Chr. bis ins späte 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2019, ISBN 978-3-7030-0985-3 ([https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/22625/11 digital.tessmann.it]).&lt;br /&gt;
* Egon Kühebacher: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Museum des Stiftes Innichen&amp;#039;&amp;#039;. [[Athesia]], Bozen 1993, ISBN 88-7014-721-5.&lt;br /&gt;
* [[Margareth Lanzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Das gesicherte Erbe. Heirat in lokalen und familialen Kontexten, Innichen 1700–1900.&amp;#039;&amp;#039; Wien/Köln/Weimar 2003, ISBN 3-205-99371-3.&lt;br /&gt;
* Hansjörg Plattner und Germana Nitz: &amp;#039;&amp;#039;Innichen – Ein Bildsachbuch&amp;#039;&amp;#039;. [[Folio Verlag]], Wien-Bozen 2018, ISBN 978-3-85256-762-4.&lt;br /&gt;
* Egon Kühebacher: &amp;#039;&amp;#039;Innichen, eine 1250 Jahre alte Pflegestätte von christlicher Kultur und Kunst. Ein Nachtrag zum Jubiläum „1250 Jahre Innichen“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schlern]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 94 (2020), Heft 7/8, S. 4–23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* {{Tirol Atlas|210077}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde.innichen.bz.it/ Offizielle Website der Marktgemeinde Innichen]&lt;br /&gt;
* [https://www.innichen.net/ Urlaubs-Portal der Marktgemeinde Innichen]&lt;br /&gt;
* {{Landschaftsplan Südtirol|28|Innichen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden Südtirol}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Pustertal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4072832-8|LCCN=n91008868|VIAF=168700127}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innichen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde in Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 769]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Drei Zinnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sextner Dolomiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Villgratner Berge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mai-Sachme</name></author>
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