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	<title>Inkarrí - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T21:06:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inkarr%C3%AD&amp;diff=649556&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PhJ: Óscar Núñez del Prado Castro</title>
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		<updated>2021-11-16T21:30:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=%C3%93scar_N%C3%BA%C3%B1ez_del_Prado_Castro&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Óscar Núñez del Prado Castro (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Óscar Núñez del Prado Castro&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der [[Mythos]] von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inkarri&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Inkarrí&amp;#039;&amp;#039;, mit Endbetonung) ist in verschiedenen Versionen bei der [[Quechua (Volk)|quechuasprachigen Bevölkerung]] im südlichen [[Anden]]hochland von [[Peru]] verbreitet. Der Name hat sich durch Umformung der spanischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Inca Rey&amp;#039;&amp;#039; („Inka-König“) durch Anpassung an die [[Quechua (Sprache)|Quechua]]-Aussprache entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GuamanPomadeAyala-MuertedeAtagualpaInca.jpg|mini|Enthauptung des Inkas [[Atahualpa]], gezeichnet von [[Waman Puma de Ayala]]. In Wirklichkeit soll Atahualpa erdrosselt worden sein.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mythos geht wahrscheinlich auf die traumatische Erfahrung der ehemaligen [[Inka]]-Untertanen infolge der mehrfachen [[Hinrichtung]] eines Inka durch die spanischen [[Konquistador]]en zurück: 1533 wurde Inka [[Atahualpa|Atawallpa]] auf Befehl von [[Francisco Pizarro]] in [[Cajamarca]] durch die [[Garrotte]] getötet, nachdem er bei der sogenannten [[Schlacht von Cajamarca]] in Gefangenschaft geraten und mehrere Monate lang als Geisel der Spanier verbracht hatte. Der von Pizarro eingesetzte Nachfolger [[Túpac Huallpa]] kam nach wenigen Monaten unter ungeklärten Umständen auf dem Marsch nach [[Cusco]] zu Tode. Auch der letzte Inka [[Túpac Amaru (Inka)|Túpac Amaru]] starb 1572 in Cusco auf Befehl von [[Francisco de Toledo]] durch [[Enthauptung|Enthaupten]]. Nach einem gescheiterten Aufstand wurde 1781 auch der indigene Rebellenführer [[José Gabriel Condorcanqui]] (auch bekannt als Túpac Amaru II.) in Cusco [[Vierteilung|gevierteilt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kern des Mythos beinhaltet eine [[Prophezeiung]] des Inka vor seiner Ermordung durch die Spanier, wonach er wiederkehren und die Ordnung des Inka-Reiches wiederherstellen werde. Generell wird der Tod des Inka in dem Mythos stets als Enthauptung dargestellt, so wie es auch [[Waman Puma de Ayala]] zeichnerisch wiedergegeben hat. Die Körperteile des Inka sollen an verschiedenen Orten begraben sein, wobei sich die Ortsangaben unterscheiden. Meist heißt es, der Kopf sei in [[Lima]] oder [[Spanien]], der Rumpf in Cusco begraben. Die [[Q&amp;#039;ero]]-Indianer erzählen dagegen, Inkarrí sei an den sagenhaften Ort [[Paytiti]] [[Entrückung|entrückt]] worden. Die Körperteile, so heißt es, würden wieder zusammenwachsen und der Inka [[Auferstehung|wiederauferstehen]]. Es handelt sich somit um einen [[Messianische Bewegungen|messianischen]] Mythos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist erscheint Inkarri als Gründer der Inka-Hauptstadt Cusco, oft im Rahmen eines Wettstreits mit einem Gegenspieler. So treffen sich in der Version von [[Q&amp;#039;ero]] Inkarri und Qollarri auf dem Pass Raya zwischen den Gebieten von Cusco und [[Puno]]. Inkarri wirft einen goldenen Stab dorthin, wo er danach die Stadt Cusco gründet. Qollarri wirft seinen Stab in die andere Richtung, an den [[Titicaca-See]], wo er die Stadt Puno gründet. Der goldene Stab taucht in vielen Versionen des Inkarri-Mythos auf und stammt bereits aus der Zeit vor der Conquista: So kommt er schon in den [[Ursprungsmythos|Ursprungsmythen]] der Inkas (z.&amp;amp;nbsp;B. bei den Ayar-Brüdern, siehe auch [[Manco Cápac]]) sowie im [[Huarochirí-Manuskript]] aus dem Ende des 16. Jahrhunderts vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indigene Inkarri-Mythos war den Europäern und ihren Nachfahren jahrhundertelang nicht bekannt. Erst im Jahre 1955 veröffentlichte [[Óscar Núñez del Prado Castro]] von der [[Universidad Nacional de San Antonio Abad del Cusco|Universität Cusco]] die Überlieferung, die er in der Quechua-Dorfgemeinschaft [[Q&amp;#039;ero]] ([[Provinz Paucartambo]], [[Region Cusco|Departement Cusco]], Peru) im Rahmen einer ethnologischen Expedition aufgezeichnet hatte. Eine andere Version, veröffentlicht 1956, stammt aus [[Puquio]] ([[Provinz Lucanas]], [[Region Ayacucho|Departement Ayacucho]], Peru) und wurde von dem Schriftsteller und Sozialwissenschaftler [[José María Arguedas]] aufgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cristian Alvarado Leyton: &amp;#039;&amp;#039;Antonyme Herrschaftsallegorien: Inkarri und Jesus. Zur postkolonialen Mythengeschichte der Patenschaftspatronage im südperuanischen Hochland.&amp;#039;&amp;#039; In: Historische Anthropologie 16, 2008, S. 167–186.&lt;br /&gt;
* Juliane Bambula Díaz und Mario Razzeto: &amp;#039;&amp;#039;Ketschua-Lyrik.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig 1976.&lt;br /&gt;
* Thomas Müller und Helga Müller-Herbon: &amp;#039;&amp;#039;Die Kinder der Mitte. Die Q&amp;#039;ero-Indianer.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl., Lamuv Verlag, Göttingen 1993. ISBN 3889770495&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.runasimi.de/inkarri.htm Inkarrí (Quechua-Texte)]&lt;br /&gt;
* [http://web.archive.org/web/20131008164828/http://www.radialistas.net/clip.php?id=1100120 Radialistas: Inkarri 1 (auf Spanisch)]&lt;br /&gt;
* [http://web.archive.org/web/20131008172652/http://www.radialistas.net/clip.php?id=1100121 Radialistas: Inkarri 2 (auf Spanisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Inkarri}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andine Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Peru)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inka-Reich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PhJ</name></author>
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