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	<title>Inhibitor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:20:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inhibitor&amp;diff=72600&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Enzymhemmung gekürzt, da ein umfangreicher Hauptartikel existiert.</title>
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		<updated>2025-06-25T16:55:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Enzymhemmung gekürzt, da ein umfangreicher Hauptartikel existiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inhibitor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|inhibere}} ‚unterbinden‘, ‚anhalten‘) ist ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hemmstoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, also ein Stoff, der eine oder mehrere Reaktionen – chemischer, biologischer oder physikalischer Natur – so beeinflusst, dass diese verlangsamt, gehemmt oder verhindert werden. In der Biochemie und der Pharmakologie werden Inhibitoren als [[Enzymhemmung|enzymhemmende]] Stoffe verwendet. Auch in Chemie und Technik spielen sie eine Rolle. Das Gegenteil von Inhibitoren sind [[Aktivator (Biochemie)|Aktivatoren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitoren in der Biochemie, Pharmakologie und Toxikologie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Enzymhemmung}}&lt;br /&gt;
Inhibitoren hemmen oder verzögern [[Biochemie|biochemische]] Stoffumsetzungen, also [[Enzym]]reaktionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebel&amp;quot;&amp;gt;[[Siegfried Ebel]], [[Hermann J. Roth]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme, Stuttgart u. a. 1987, ISBN 3-13-672201-9, S. 338.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitoren in der Mikrobiologie {{Anker|Hemmstoff (Mikrobiologie)}}==&lt;br /&gt;
In der [[Mikrobiologie]] wird die Bezeichnung Hemmstoff für Stoffe verwendet, die das [[Bakterielles Wachstum|bakterielle Wachstum]] hemmen oder verzögern. So können [[Nährmedium|Nährmedien]] einen Zusatz von Hemmstoffen enthalten, die das Wachstum von einer Gruppe von [[Bakterien]] unterdrücken, während andere Bakterienarten damit selektiv kultiviert werden können. Solche Nährmedien sind daher häufig [[Selektivmedium|Selektivmedien]], beispielsweise [[MacConkey-Agar]] oder [[XLD-Agar]] zur Isolierung und Differenzierung von [[Gram-Färbung|gramnegativen]] [[Enterobacteriaceae]]. Als Hemmstoffe werden entweder [[Antibiotikum|Antibiotika]] oder zur Hemmung von grampositiven Bakterien bestimmte Farbstoffe, wie [[Kristallviolett]] oder [[Brillantgrün (Farbstoff)|Brillantgrün]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bast&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Eckhard Bast | Titel= Mikrobiologische Methoden: Eine Einführung in grundlegende Arbeitstechniken | Auflage= 2. | Verlag= Spektrum Akademischer Verlag GmbH | Ort= Heidelberg/Berlin | Jahr= 2001 | ISBN= 978-3-8274-1072-6 | Seiten= 149–150 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Bereich der mikrobiologischen Untersuchung von [[Milch]], [[Milcherzeugnis|Milchprodukten]] und anderen Lebensmitteln tierischen Ursprungs werden Hemmstoffe verwendet. In der [[Milch-Güteverordnung]] ist in {{§|3|milchg_v|juris}} festgelegt, dass in der zur Verarbeitung angelieferten Milch keine nachweisbaren Hemmstoffe enthalten sein dürfen. Hierbei kann es sich unter anderem um Antibiotika, [[Reinigungsmittel|Reinigungs-]] und [[Desinfektion]]smittel und [[Konservierungsmittel]] handeln,&amp;lt;ref name=&amp;quot;pichhardt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Klaus Pichhardt | Titel= Lebensmittelmikrobiologie: Grundlagen für die Praxis | Auflage= 1. | Verlag= Springer Verlag | Ort= Heidelberg/Berlin | Jahr= 1984 | ISBN= 3-540-13522-7 | Seiten= 70–76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die die [[Milchsäurebakterien]] hemmen, so dass z.&amp;amp;nbsp;B. die Verarbeitung zu [[Joghurt]] nicht gelingt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zickrick&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Karl Zickrick u.&amp;amp;nbsp;a. | Titel= Mikrobiologie tierischer Lebensmittel. Eine Einführung | Auflage= 2. | Verlag= Verlag Harri Deutsch | Ort= Frankfurt | Jahr= 2001 | ISBN= 3-87144-633-5 | Seiten= 36–40, 96–100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem [[Mikrobielles Screening|mikrobiellen Screening]] erfolgt die Untersuchung auf Hemmstoffe in Milch oder anderen Lebensmitteln. Dies geschieht beispielsweise durch [[Mikrobielles Screening#Bakterielle Reduktionstests (BRTs)|bakterielle Reduktionstests]] (BRTs) oder mit Hilfe von Gel-Nährmedien in Plattenform, auf denen sich ein Test-Bakterium normalerweise zu einem sogenannten [[Bakterienrasen]] entwickelt. Auf diesem Nährmediumsgel werden die zu untersuchenden Proben in geeigneter Form aufgebracht. Sind Hemmstoffe in einer Probe enthalten, wird das Test-Bakterium an der Probenaufbringungsstelle und in einem [[Diffusion]]shof darum herum im Wachstum behindert (Ausbildung eines [[Hemmhoftest|Hemmhofs]]). Derartige Untersuchungen werden als Hemmstofftest oder [[Plattendiffusionstest|Agardiffusions-Verfahren]] bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pichhardt&amp;quot; /&amp;gt; Eine ähnlich verlaufende Untersuchung im medizinischen Bereich ist das [[Antibiogramm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitoren in der Medizin ==&lt;br /&gt;
Inhibitorische [[Antikörper]], die gegen den substituierten Gerinnungsfaktor VIII gebildet werden, sind eine gefürchtete Komplikation bei der [[Hämophilie]] (Bluterkrankheit); sie reduzieren die Wirksamkeit dieses Faktors, weshalb oft eine hochdosierte Substitution notwendig wird. Manchmal führen sie auch zum kompletten Wirkungsverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitoren in der Chemie ==&lt;br /&gt;
Chemische Inhibitoren (Passivatoren, Hemmstoffe, [[Verzögerer (Polymerisation)|Verzögerer]], [[Antikatalyse|Antikatalysatoren]], negative Katalysatoren) werden z.&amp;amp;nbsp;B. eingesetzt, um [[Oxidation|oxidative]] Veränderungen in [[Lebensmittel]]n zu verhindern (→ [[Antioxidantien]]) oder die Geschwindigkeit von [[Polymerisation]]en zu kontrollieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus ABC Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A – K.&amp;#039;&amp;#039; VEB F. A. Brockhaus-Verlag, Leipzig 1965, S. 579.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der makromolekularen Chemie werden Inhibitoren, wie [[Propadien]], auch dazu benutzt, eine Polymerisation zu stoppen und Aussagen zur relativen Konzentration aktiver Zentren (Stellen, an denen die Polymerisation dynamisch fortschreitet) zu treffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lechner&amp;quot;&amp;gt;Manfred Dieter Lechner, Klaus Gehrke, Eckhard H. Nordmeier: &amp;#039;&amp;#039;Makromolekulare Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel u. a. 2010, ISBN 978-3-7643-8890-4, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Katalyse|katalytischen]] Prozessen wirken Inhibitoren als [[Katalysatorgift]], beispielsweise Blei in [[Fahrzeugkatalysator]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verarbeitung von Gips oder Beton werden Inhibitoren als [[Verzögerer (Betonzusatzmittel)|Verzögerer]] zugesetzt, um das allzu schnelle Abbinden dieser Baustoffe zu verhindern. Ein [[Gips#Als Baustoff|Gips]], in dem der Verzögerer bereits enthalten ist, wird unter dem Handelsnamen Moltofill&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt; vermarktet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Petrochemie]] werden dem [[Erdöl|Rohöl]] oder [[Erdgas]] verschiedene Inhibitoren hinzugefügt, um zu verhindern, dass sich während des Transports durch [[Pipeline]]s an deren Wänden [[Gashydrat]]e absetzen, die durch den erhöhten Druckabfall zu einer geringeren Fördermenge führen und [[Ventil]]e verstopfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Brandbekämpfung]] kommen Inhibitoren bei den [[Brandklasse]]n B und C sehr häufig in Form von [[Löschpulver]] (heterogene Inhibition) und mittlerweile auch wieder vereinzelt in Form von [[Halon]]en (homogene Inhibition) zum Einsatz. Siehe auch: [[Inhibition (Feuerwehr)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitoren in der Elektrochemie ==&lt;br /&gt;
In der [[Elektrochemie]] werden Inhibitoren u.&amp;amp;nbsp;a. zum Schutz von Oberflächen vor [[Korrosion]] eingesetzt. Dabei lagern sich durch [[Adsorption]] z.&amp;amp;nbsp;B. organische Moleküle an der Oberfläche an und blockieren Reaktionen mit der Umgebung. Bei den Korrosionsinhibitoren sind die VCI-Mittel ([[Volatile Corrosion Inhibitor]]) als temporärer Schutz weit verbreitet. In geschlossenen Systemen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kühlkreislauf|Kühlkreisläufen]], können dem Medium Korrosionsinhibitoren zugesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitoren in der Technik ==&lt;br /&gt;
In der Heizungs- und Klimatechnik sowie der [[Wasserdampf]]technik werden Inhibitoren dem [[Kühlkreislauf|Kühl-]] und [[Heizkreislauf]] bzw. allgemein dem Wasserkreislauf zugesetzt. Damit werden unerwünschte Reaktionen (zum Beispiel [[Korrosion]]) verhindert. Einer der Zusatzstoffe ist [[Hydrazin]], N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;, welches den im Wasser bzw. Nassdampf vorhandenen Sauerstoff unter Freisetzung von [[Stickstoffdioxid]] bindet. Mit der Zugabe von Hydrazin entstehen stark alkalische Lösungen mit einem pH-Wert von 12 bis 13, welche die für alkalische Lösungen erforderlichen Sicherheitseinrichtungen notwendig machen.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig wird Hydrazin als Konditionierungsmittel für die Speisewasseraufbereitung in Kraftwerksanlagen verwendet. Allerdings beschränkt sich der Einsatz auf Hochdruckanlagen bzw. auf Anlagen im hyperkritischen Bereich. Bei Betriebsdrücken bis 125 bar werden heute bereits erfolgreich Ersatzstoffe verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Lebensmitteltechnik darf Hydrazin nur verwendet werden, wenn die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein vielen [[Schmierstoff|Schmierstoffen]] zugesetztes [[Additiv]] ist ein sogenannter Korrosionsinhibitor, dessen Aufgabe es ist, metallische Oberflächen z. B. in Motoren vor Korrosion zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4027007-5|LCCN=sh85022915}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemikaliengruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Enzymkinetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologisches Testverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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