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	<title>Ingermanland - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T17:26:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ingermanland&amp;diff=105097&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-02-25T02:50:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ingria in Saint Petersburg and its surrounding region.svg|mini|{{Farbe|HEX=#FFCC00|width=10px}} Ingermanland in St. Petersburg und dem umliegenden Leningrader Gebiet&amp;lt;br&amp;gt;{{Farbe|HEX=#FE0000|width=08px|Kreis=1}} [[Gattschina]] (Verwaltungszentrum Leningrader Gebiets)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ingermanland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Schwedische Sprache|schwedisch]] und [[Deutsche Sprache|deutsch]], [[Finnische Sprache|finnisch]] &amp;#039;&amp;#039;Inkeri&amp;#039;&amp;#039;, [[Russische Sprache|russisch]] {{lang|ru|Ингерманландия|Ingermanlandija}} oder {{lang|ru|Ингрия|Ingrija}}, [[Estnische Sprache|estnisch]] &amp;#039;&amp;#039;Ingeri&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ingerimaa&amp;#039;&amp;#039;, [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;Ingria&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Landskap (Schweden)|historische Provinz]] im nordwestlichen [[Russland]] rund um das heutige [[Sankt Petersburg]]. Sie wird im Westen vom Fluss [[Narva (Fluss)|Narva]], im Südwesten vom [[Peipussee]] begrenzt. Die historische Grenze zu [[Karelien]] bildete die [[Sestra (Finnischer Meerbusen)|Sestra]] ({{fiS|Siestarjoki}}, „Johannisbeerefluss“ (obsolet &amp;#039;&amp;#039;Rajajoki&amp;#039;&amp;#039;, „Grenzfluss“); {{svS|Systerbäck}}, „Schwesterbach“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die [[Lutheraner|lutherischen]] [[Finnen]] im Ingermanland werden als „Ingermanländer“ oder „Ingermanlandfinnen“ bezeichnet. Da sie manchmal auch „Ingrier“ genannt werden, kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit den ebenfalls in der Region lebenden [[Ischoren]], deren Alternativbezeichnung ebenfalls „Ingrier“ ist. Im Finnischen werden die Ischoren &amp;#039;&amp;#039;inkerikot&amp;#039;&amp;#039; genannt, die Ingermanlandfinnen &amp;#039;&amp;#039;inkeriläiset&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;inkerinsuomalaiset&amp;#039;&amp;#039;. Zwei weitere [[Finno-ugrische Völker|finno-ugrische Volksgruppen]] in der Region sind die [[Woten]] und [[Wepsen]]. Ischoren, Woten und Wepsen sind mehrheitlich orthodoxen Glaubens. Die [[Ischorische Sprache|Ischorische]] und die [[Wotische Sprache]] sind vom Aussterben bedroht. Die [[Wepsische Sprache]] wird immerhin noch von etwa 1600 Personen gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bevölkerung Ingermanlands sind die Woten und die im 10. Jahrhundert aus Karelien eingewanderten Ischoren. Im 17. Jahrhundert siedelten sich zudem Schweden und Finnen an. Die ingermanländischen Finnen bildeten in vielen Gebieten Ingermanlands bis in die 1930er Jahre die Mehrheit der Bevölkerung. 1917 waren es noch etwa 140.000.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kurs&amp;quot;&amp;gt;Ott Kurs: &amp;#039;&amp;#039;Ingria. The broken landbridge between Estonia and Finland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GeoJournal.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 33, Nr. 1, 1994, {{ISSN|0343-2521}}, S. 107–113, {{DOI|10.1007/BF00810142}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon bald nach der Gründung Sankt Petersburgs stellten die [[Russen]] in diesem sumpfigen und vorher dünn besiedelten Gebiet allerdings die Bevölkerungsmehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Land war die [[Mitgift]] der schwedischen Königstochter [[Ingegerd|Ingegärd]], die 1019 [[Jaroslaw der Weise|Jaroslaw den Weisen]] heiratete, den Herrscher von [[Weliki Nowgorod|Nowgorod]]. Die Legende besagt sogar, das Land sei nach ihr benannt. Es stellte seither einen Teil Nowgorods und später Russlands dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge des [[Ingermanländischer Krieg|Ingermanländischen Krieges]] gehörte es als Provinz [[Schwedisch-Ingermanland]] seit 1617 zu Schweden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] brachte der russische Zar [[Peter der Große]] Ingermanland wieder unter seine Kontrolle und ließ 1703 im sumpfigen Delta der [[Newa]], flussabwärts der alten schwedischen Befestigung [[Nyenschanz]], mit dem Bau der [[Peter-und-Paul-Festung]] beginnen. Aus ihr entwickelte sich [[Sankt Petersburg]], die neue [[Hauptstadt]] des [[Russisches Kaiserreich|Zarenreiches]]. In der Zeit davor waren die wichtigsten Burgen (und damit auch Ansiedlungen) die [[Festung Schlüsselburg|Festungen Schlüsselburg]] (schwedisch &amp;#039;&amp;#039;Nöteborg&amp;#039;&amp;#039; am Ausgang des [[Ladogasee]]s) und [[Koporje]]. Mit dem [[Frieden von Nystad]] 1721 fiel Ingermanland auch offiziell wieder an [[Russisches Kaiserreich|Russland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Oktoberrevolution]] 1917 gab es eine kurzlebige Unabhängigkeitsbewegung, die von [[Finnland]] aus operierte und 1919–1920 sogar einen Teil [[Nordingermanland]]s erobern konnte. Die provisorische Regierung ließ eigene [[Briefmarke]]n drucken, die heute unter Sammlern sehr begehrt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Frieden von Dorpat]] fiel das Gebiet 1920 an [[Sowjetrussland]] und die spätere [[Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] flohen die meisten Ischoren, Woten und Finnen nach Finnland, mussten aber auf Geheiß [[Josef Stalin|Stalins]] zurückkehren. Sie wurden daraufhin nach [[Sibirien]] [[Deportation|deportiert]]. Die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Führung plante, das Ingermanland zu kolonisieren. Gemäß der nationalsozialistischen Germanisierungspolitik sah der [[Generalplan Ost]] vor, im Ingermanland Deutsche in sogenannten „Reichsmarken“ (zu 50 % kolonisiert) und „Siedlungsstützpunkten“ (zu 25 % kolonisiert) anzusiedeln. Große Teile der Einwohner sollten ausgesiedelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Michalka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zweite Weltkrieg. Analysen, Grundzüge, Forschungsbilanz.&amp;#039;&amp;#039; Im Auftrag des [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamtes]] herausgegeben. Lizenzausgabe. Seehamer, Weyarn 1997, ISBN 3-932131-38-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute stehen Kultur und Sprache der Woten und Ischoren vor dem Aussterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2498. St. Petersburg. Finnish Church of St. Maria.jpg|mini|Marienkirche in St. Petersburg]]&lt;br /&gt;
Die ingermanländischen Finnen waren bzw. sind zumeist [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;Olga Kurilo: &amp;#039;&amp;#039;Identitätswandel des Luthertums in Russland im Spannungsfeld von Kultur und Nationalität&amp;#039;&amp;#039;. In: Peter Maser, Christian-Erdmann Schott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur ostdeutschen Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8: &amp;#039;&amp;#039;Berlin – Riga – Vilnius – Breslau: Beiträge aus vier internationalen Konferenzen&amp;#039;&amp;#039;. Verein für ostdeutsche Kirchengeschichte, Münster 2007, ISBN 978-3-9808538-3-5, S. 69–86, hier S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ingermanländisch-lutherische Kirche war Teil der &amp;#039;&amp;#039;[[Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien#Geschichte|Evangelisch-Lutherischen Kirche]] im Russischen Reich&amp;#039;&amp;#039; (ELK). Bis ins späte 19. Jahrhundert war Deutsch die Sprache der Leitung der Ingermanländisch-lutherischen Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;René Wyberg: &amp;#039;&amp;#039;Luther, der wichtigste Finne&amp;#039;&amp;#039;. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 9. Oktober 2017, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bischofssitz war an der Marienkirche in [[Sankt Petersburg]]. 1937 ließ [[Stalin]] die evangelischen Kirchen in Ingermanland schließen. Heute ist die [[Evangelisch-Lutherische Kirche des Ingermanlandes in Russland]] nach der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien]] (ELKRAS) die zweite größere [[Evangelisch-Lutherische Kirchen|lutherische]] Kirchenorganisation in [[Russland]]. Sie hat ihren Sitz in Sankt Petersburg. Die russischsprachigen Einwohner gehören zumeist zur [[Russisch-Orthodoxe Kirche|Russisch-Orthodoxen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. Soom: &amp;#039;&amp;#039;Den Ingermanländska städerna och freden i Stolbova 1617.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Svio-Estonica.&amp;#039;&amp;#039; Årsbok utgiven av Svensk-Estniska Samfundet vid Tartu Universitet. Akadeemilise Rootsi-Eesti Seltsi aastaraamat. Tartu 1936, S.&amp;amp;nbsp;34–45.&lt;br /&gt;
* A. Soom: &amp;#039;&amp;#039;Ivangorod als selbständige Stadt 1617–1649.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Gelehrten Estnischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Õpetatud Eesti Seltsi aastaraamat), 1935. Tartu 1937, S.&amp;amp;nbsp;215–315.&lt;br /&gt;
* Antti Karppinen: &amp;#039;&amp;#039;Ingermanland – eine historische Region am Schnittpunkt von Westen und Orthodoxie&amp;#039;&amp;#039;. In: Florian Anton, Leonid Luks (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutschland, Russland und das Baltikum: Beiträge zu einer Geschichte wechselvoller Beziehungen. Festschrift zum 85. Geburtstag von Peter Krupnikow&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Zentralinstituts für Mittel- und Osteuropastudien&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;7). Böhlau Verlag, Köln/Weimar 2005, ISBN 3-412126055, S.&amp;amp;nbsp;55–66.&lt;br /&gt;
* Eino Karhu: &amp;#039;&amp;#039;Nation building in Finnland und Ingermanland. Essay und Autobiographie&amp;#039;&amp;#039; (= Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas&amp;amp;nbsp;5). Schäfer, Herne 2007, ISBN 978-3-933337-49-8.&lt;br /&gt;
* А. Л. Рогачевский: &amp;#039;&amp;#039;Юридические памятники Ингерманландии XVII – начала XVIII в. в Историческом архиве Эстонии в Тарту&amp;#039;&amp;#039; [Ingermanlands Rechtsdenkmäler des 17. bis Anfang des 18. Jhs. im Historischen Archiv Estlands in Dorpat]. In: &amp;#039;&amp;#039;Правовая система общества: проблемы теории и практики: Труды международной научно-практической конференции.&amp;#039;&amp;#039; [Санкт-Петербург, 12 ноября 2010 г.] / Сост. С. В.Волкова, Н. И.Малышева. СПб.: Издат. Дом С.-Петерб. гос. ун-та, 2011, ISBN 978-5-288-05252-1, S.&amp;amp;nbsp;438–447.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heimat in der Fremde. Ingrier in Finnland.&amp;#039;&amp;#039; Regie: Ritva Leino. [[Europäische Rundfunkunion]] 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://gauss.suub.uni-bremen.de/suub/hist/index.jsp?id=V.2.a.235-327 Karte von Ingermanland ca. 1734]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=59/34/0/N|EW=30/8/0/E|type=adm1st|region=RU-SPE|dim=240000}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4026988-7|VIAF=236344155}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Schwedens in der Frühen Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2001:999:71C:AE:D147:26E6:526A:B54F</name></author>
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