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	<title>Ingeborg-Psalter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T07:56:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ingeborg-Psalter&amp;diff=368860&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Daronedur: /* Spätere Geschichte des Kodex */ Rechtschreibung korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-14T20:14:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Spätere Geschichte des Kodex: &lt;/span&gt; Rechtschreibung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ingeborg Psalter 02f 1200.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Ausgießung des Heiligen Geistes&amp;#039;&amp;#039; aus dem Ingeborg-Psalter, Chantilly, Musée Condé, Ms. 9, fol. 32v]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ingeborg-Psalter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (französisch &amp;#039;&amp;#039;Le Psautier d’Ingeburge&amp;#039;&amp;#039;; Musée Condé Ms. 9 Olim 1695) ist ein [[Psalter (Textbuch)|Psalter]], der um das Jahr [[1200]] für [[Ingeborg von Dänemark]], die Ehefrau des französischen Königs [[Philipp II. (Frankreich)|Philipp II. Augustus]], angefertigt wurde. Bei diesem prachtvollen [[Manuskript]] handelt es sich um eines der Hauptwerke der französischen [[Buchmalerei]] der frühen [[Gotik]]. Heute befindet es sich im [[Musée Condé]] in [[Chantilly]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der [[Kodex]] besteht aus etwa 200 [[Pergament]]seiten mit den Ausmaßen 30,4 × 20,4 cm. Der Einband aus Leder wurde im 19. Jahrhundert zusätzlich von einem inzwischen stark abgewetzten Einband aus violettem Samt umgeben, in den &amp;#039;&amp;#039;Le psaultier fu Saint Loys&amp;#039;&amp;#039; eingestickt ist, eine Kopie eines handschriftlichen Eintrags auf der letzten Kalenderseite.&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Buch ist sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten fünf [[Lage (Buch)|Lagen]] enthalten einen Kalender und 27 Seiten mit Buchmalereien mit [[Goldgrund]]. Die bemalten Seiten sind auf der Rückseite jeweils leer gelassen. Erst danach beginnt der eigentliche Psalter. Jeder Psalm und jedes Gebet wird mit einer [[Initiale]] eingeleitet. Der Text der 150 [[Psalmen]] folgt der lateinischen [[Vulgata]] und umfasst 167 Seiten. Er ist in der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;littera psalteralis&amp;#039;&amp;#039;, einer um 1200 verwendeten [[Buchschrift]], geschrieben. Die Buchstaben sind so einheitlich und kalligraphisch qualitätsvoll gestaltet, dass nicht unterschieden werden kann zwischen verschiedenen Schreibern. Liturgische Gebete schließen das Buch ab. Sie waren ursprünglich mit femininen Flexionsformen formuliert, was an einigen Stellen von einem späteren männlichen Benutzer geändert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalender ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwölf Kalenderseiten enthalten jeweils einen Monat, bei dem Feier-, Heiligen- und Gedenktage eingetragen sind. Es handelt sich um einen [[Ewiger Kalender|ewigen Kalender]], bei dem anstelle der Wochentage Buchstaben von A bis F eingetragen sind. Als Überschrift für jeden Monat dient ein [[Hexameter]], der die Zahl der Tage nennt. Das [[Kalendarium]] folgt dem damals üblichen Schema der [[Heiligenkalender]]. Für die Schrift wurden vier Farben, neben schwarzer Tinte Blau, Rot und Gold, verwendet, wobei die mit D[ies] eg = &amp;#039;&amp;#039;dies Ægyptiaci&amp;#039;&amp;#039; (= ägyptische Tage) bezeichneten Unglückstage rot markiert sind. Die mit Gold notierten Heiligenfeste sind von dem Maler der Medaillons in das bereits angelegte Schema nachgetragen. Einige wenige [[Nekrolog (Totenverzeichnis)|nekrologische]] Einträge (s.&amp;amp;nbsp;u.) wurden später von Ingeborg oder ihrem Schreiber eingefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf jeder Seite befinden sich zwei Miniaturen in einem runden Rahmen auf Goldgrund, das [[Tierkreis]]zeichen, das jeweils neben dem Tag eingefügt ist, an dem die Sonne in das entsprechende Sternbild eintritt, und eine zum Monat passende Alltagsszene, beispielsweise die Schafschur im Juni und das Keltern des Weines im September.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Miniaturen ===&lt;br /&gt;
Die insgesamt 51 halb- und ganzseitige Miniaturen im frühgotischen Stil stehen weder inhaltlich noch formal im Zusammenhang mit den Texten, sondern bilden eine für sich abgeschlossene Bilderbibel, die neben Szenen aus dem Leben Jesu auch vier alttestamentliche Szenen und einen Zyklus mit sechs Bildern, die sich auf die Verehrung der [[Maria (Mutter Jesu)|Gottesmutter Maria]] beziehen, enthält. Jede Bildseite ist von einem Rahmen umgeben, der dort, wo zwei oder drei Bilder auf einer Seite stehen, diese voneinander trennt. Der Goldgrund ist in einigen Bilder durch [[Punze (Werkzeug)|Punzenmuster]] verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie zeigen:&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 3f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Folium|fol.]] 10&amp;lt;sup&amp;gt;[[Verso|v]]&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben und unten: [[Abraham]] und die drei Männer/Engel, im Hintergrund jeweils [[Sara (Erzmutter)|Sara]].&lt;br /&gt;
* fol. 11&amp;lt;sup&amp;gt;[[Recto|r]]&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Abraham und [[Isaak]] auf dem Weg zur Opferung; unten: [[Bindung Isaaks]].&lt;br /&gt;
* fol. 12&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Mose]] vor dem [[Brennender Dornbusch|brennenden Dornbusch]]; unten: Mose auf dem [[Berg Sinai]].&lt;br /&gt;
* fol. 13&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Anbetung des [[Goldenes Kalb|Goldenen Kalbs]]; unten: Mose zerschmettert die Gesetzestafeln.&lt;br /&gt;
* fol. 14&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: ganzseitig: [[Wurzel Jesse]].&lt;br /&gt;
* fol. 15&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben links: [[Verkündigung des Herrn]]; oben recht: [[Mariä Heimsuchung|Maria bei Elisabeth]]; unten: Christi Geburt.&lt;br /&gt;
* fol. 16&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Verkündigung an die Hirten; unten: [[Darstellung des Herrn|Darstellung Jesu im Tempel]].&lt;br /&gt;
* fol. 17&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Die [[Heilige drei Könige|Heiligen drei Könige]] bei Herodes; unten: Anbetung der Heiligen drei Könige.&lt;br /&gt;
* fol. 18&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Kindermord in Bethlehem]]; unten: [[Flucht nach Ägypten]] – eine möglicherweise nach dem Vorbild des Psalters gestaltete Darstellung dieser Szene, bei der nicht Maria, sondern Joseph das Jesuskind trägt, findet sich auf dem rechten Fenster im Chor der [[Kathedrale von Laon]].&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fol. 19&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Taufe Jesu]], bei der die Taube ein Salbgefäß im Schnabel hält; unten: [[Versuchung Jesu]].&lt;br /&gt;
* fol. 20&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: ganzsseitig: [[Verklärung des Herrn]].&lt;br /&gt;
* fol. 21&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben und unten: [[Jesus und die Ehebrecherin]].&lt;br /&gt;
* fol. 22&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Lazarus#Rezeption der Auferstehung des Lazarus|Auferweckung des Lazarus]]; unten: [[Einzug in Jerusalem]].&lt;br /&gt;
* fol. 23&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Abendmahl Jesu]] – [[Judas Iskariot|Judas]] hockt unter dem Tisch, greift in die Schüssel und führt gleichzeitig eine Hostie zum Mund, während Jesus den übrigen, am Tisch aufgereihten Jüngern Hostie und Kelch reicht; unten: [[Fußwaschung]].&lt;br /&gt;
* fol. 24&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben und unten: Jesus im Garten Getsemane.&lt;br /&gt;
* fol. 25&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Judaskuss]]; unten: Jesus vor [[Pontius Pilatus]].&lt;br /&gt;
* fol. 26&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Geißelung; unten: [[Kreuztragung Christi|Kreuztragung]].&lt;br /&gt;
* fol. 27&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Passion Jesu|Kreuzigung]] – rechts und links von der [[Kreuzigungsgruppe]] [[Ecclesia und Synagoge]]; unten: Kreuzabnahme.&lt;br /&gt;
* fol. 28&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Waschung und Salbung des Leichnams; unten: Die Frauen am leeren Grab.&lt;br /&gt;
* fol. 29&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Christus in der [[Vorhölle]], wo er [[Adam und Eva]] und die Heiligen drei Könige erlöst; unten: Jesus erscheint [[Maria Magdalena]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Noli me tangere]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* fol. 30&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Emmaus]]; unten: Maria Magdalena berichtet den Jüngern von der [[Auferstehung Christi]].&lt;br /&gt;
* fol. 31&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Der ungläubige [[Thomas (Apostel)|Thomas]]; unten: [[Himmelfahrt Christi]].&lt;br /&gt;
* fol. 32&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: ganzseitig: [[Pfingsten]]&lt;br /&gt;
* fol. 33&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: ganzseitig: [[Jüngstes Gericht]]&lt;br /&gt;
* fol. 34&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: [[Marienkrönung]]; unten: [[Dormitio (Kunst)|Marientod]].&lt;br /&gt;
* fol. 35&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Theophilus schließt einen [[Teufelspakt|Pakt]] mit dem Teufel; unten: Maria erscheint dem reuigen Theophilus vor einem Altar.&lt;br /&gt;
* fol. 36&amp;lt;sup&amp;gt;r&amp;lt;/sup&amp;gt;: oben: Maria entreißt dem Teufel den Vertrag; unten: Maria gibt Theophilus den Vertrag zurück.&lt;br /&gt;
Während die in einigen Bildern wiedergegebenen Zitate lateinisch sind, sind die nachträglich in Goldschrift über bzw. unter dem Rahmen der einzelnen Bilder angebrachten Kommentare französisch. Sie werden demselben Schreiber zugeschrieben, der auch die Heiligentage im Kalender in Goldschrift einfügte.&lt;br /&gt;
==== Wurzel Jesse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wurzel Jesse]], eine Darstellung des [[Vorfahren Jesu|Stammbaums Jesu]] als Lebensbaum, ist auf die Hauptfiguren verkürzt: Über dem auf einem Bett liegenden [[Isai]] sind im Mittelstamm König [[David]] mit einer [[Fidel]] und sein Sohn König [[Salomo]] als Dichter des [[Hohelied|Hohenlieds]] mit einer Harfe abgebildet. Danach folgen gleich Maria und als Oberster in einer von den Ästen gebildeten [[Mandorla]] der thronende Jesus in der [[Majestas Domini]], umgeben von sieben Tauben, die die aus der [[Vulgata]]fassung von {{B|Jes|11|2–3}} abgeleiteten sieben [[Gaben des Heiligen Geistes]] symbolisieren, und zwei Engeln. Gerahmt wird der Lebensbaum von vier Propheten, auf der linken Seite [[Amos]], [[Daniel]] und [[Maleachi]], jeweils mit Spruchbändern, die einen auf [[Jesus Christus]] bezogenen Vers enthalten; auf der rechten Seite befinden sich außer dem Propheten [[Ezechiel]] eine [[Sibylle (Prophetin)|Sibylle]], beide mit Spruchband, sowie ein am [[Choschen]] als [[Kohanim|Hohepriester]] zu erkennender Mann&amp;lt;ref&amp;gt;Deuchler deutet diesen Mann als [[Josef von Nazaret]], der Vergleich mit der Darstellung des [[Aaron (biblische Person)|Aaron]] auf der Sinai-Szene lässt aber nur die Deutung als [[Hohepriester]] zu.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Lilienzweig. Neben jedem Kopf dieser sechs Personen ist eine Taube als Symbol des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] abgebildet. Anders als bei den biblischen Propheten und dem Priester ist der Kopf der Sibylle aber nicht von einem [[Heiligenschein]] umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 32f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theophilus-Legende ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theophilus-Legende, die auf den letzten vier, deutlich schlichter gehaltenen Bildern im Zusammenhang mit dem Marienzyklus wiedergegeben ist, erzählt von dem [[Archidiakon]] [[Theophilus von Adana]], der 537 aus Bescheidenheit die Wahl zum Bischof ausschlägt. Dann aber setzt der stattdessen gewählte Bischof Theophilus ab, worauf dieser einen [[Teufelspakt]] schließt, um nun doch Bischof zu werden. Kaum ist er Bischof, wird er von Reue ergriffen. Nach vierzigtägigem Fasten erscheint ihm die Gottesmutter am Altar. Durch ihre Fürbitte bei Gott erhält er [[Absolution]]. Die Geschichte ist in dem Legendenbuch von [[Hrotsvit von Gandersheim]] aus dem 10. Jahrhundert enthalten und war das gesamte Mittelalter hindurch beliebt, wie auch das niederdeutsche [[Theophilus-Spiel]] aus dem 15. Jahrhundert zeigt. Besonders in Frankreich im 13. Jahrhundert wurde die Legende häufig in Kirchen abgebildet,&amp;lt;ref&amp;gt;Emile Mâle: &amp;#039;&amp;#039;Religious Art in France: The Thirteenth Century&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press 1984, S. 262 und 266.&amp;lt;/ref&amp;gt; beispielsweise in dem auf 1215 datierten linken Fenster der Ostwand der [[Kathedrale von Laon]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Watt Cothren: [https://works.swarthmore.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1016&amp;amp;context=fac-art &amp;#039;&amp;#039;The Iconography Of Theophilus Windows In The First Half Of The Thirteenth Century Thirteenth Century&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Speculum&amp;#039;&amp;#039;. Volume 59, Issue 2. S. 308–341; S. 335f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Psalter beginnt mit einer ganzseitigen B-Initiale für &amp;#039;&amp;#039;Beatus vir&amp;#039;&amp;#039;, den Beginn des [[Psalm 1|1. Psalms]]. Sie zeigt die Salbung Davids durch den Propheten [[Samuel (Prophet)|Samuel]]. Auch einige weitere Initialen der Psalmen zeigen Szenen aus dem Leben der Königs und Psalmdichters David,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ziereis-faksimiles.de/faksimiles/ingeborg-psalter Ingeborg-Psalter].&amp;lt;/ref&amp;gt; sind jedoch deutlich kleiner. Die übrigen Initialen sind rein ornamental. Zudem wird jeder einzelne Vers durch einen abwechselnd blau und golden geschriebenen Buchstaben eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Der Name des Malers der Miniaturen im Psalter ist nicht bekannt, daher wird er in Fachkreisen mit dem [[Notname]]n &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meister des Ingeborg-Psalters&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Seine dreidimensionale Darstellung der Figuren und deren ausdrucksvolle Gestik heben sein Werk aus der Epoche hervor und weisen bereits auf Stil-Elemente, die dann die [[Gotik|Frühgotik]] prägen werden.&amp;lt;ref&amp;gt; [[J. Paul Getty Museum]]: &amp;#039;&amp;#039;Master of the Ingeborg Psalter.&amp;#039;&amp;#039; 2009 (englisch) [http://www.getty.edu/art/collection/artists/11379/master-of-the-ingeborg-psalter-french-active-about-1195-about-1210/ Online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Florian Deuchler nimmt an, dass zwei Maler an der Herstellung der Miniaturen beteiligt waren, von denen der ältere sich noch mehr an der [[Byzantinische Kunst|byzantinischen Kunst]] orientierte, während erst der jüngere, dem er das u.&amp;amp;nbsp;a. Pfingstbild zuschreibt, sich über den strengen [[Romanik|romanischen]] Stil hinausentwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 118–121; ders.: &amp;#039;&amp;#039;The artists of the Ingeborg Psalter.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Kalender aufgeführten Heiligen und in der [[Litanei]] im Gebetsteil sind teilweise im nordfranzösischen oder [[Flandern|flandrischen]] Raum, besonders in [[Vermandois]] und [[Noyon]], zu verorten, etwa [[Amand von Maastricht]] oder die heilige [[Genoveva von Paris]]. Auffällig ist auch die herausragende Rolle der Maria Magdalena in den Miniaturen, die auf den Magdalenenkult in [[Soissons]] hinweisen könnte. Eine Herkunft aus dem nordöstlichen Frankreich scheint dabei wahrscheinlich, auch wenn sich aus der Auswahl der Heiligen keine eindeutige „kirchengeographische Einordnung“ ergibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 97f und 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ingeborg of denmark.jpg|mini|hochkant|Grabplatte der Ingeborg von Dänemark in  Saint-Jean-sur-l’Isle bei [[Corbeil-Essonnes|Corbeil]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ingeborg war die Tochter des dänischen Königs [[Waldemar I. (Dänemark)|Waldemar I.]] Es wird angenommen, dass Waldemar I. bereits um 1170 für seinen Sohn [[Knut VI.]] ein ähnliches Andachtsbuch, den [[Kopenhagener Psalter]], in Nordengland anfertigen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Stirnemann: &amp;#039;&amp;#039;The Copenhagen Psalter reconsidered as a coronation present for Canute VI.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Illuminated Psalter: Studies in the Content, Purpose and Placement of its Images&amp;#039;&amp;#039;, Turnhout, Brepols 2004, S. 323–328.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zuordnung des Psalters an Ingeborg wird belegt durch vier spätere Eintragungen im Kalender: die Sterbedaten von Ingeborgs Eltern Waldemar I. (12. Mai 1182) und [[Sophia von Minsk]] (5. Mai 1198) und von Ingeborgs Hofdame [[Eleonore von Vermandois]] (13. Juni 1213) sowie der Tag der für Philipp siegreichen [[Schlacht bei Bouvines]] am 27. Juli 1214.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FD6&amp;quot;&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ingeborg wurde am 15. August 1193 nach nur kurzen Verhandlungen mit Philipp II. Augustus verheiratet, der ein politisches Bündnis mit ihrem Bruder Knut VI. wünschte, Ingeborg aber aus unbekannten Gründen schon nach der Hochzeitsnacht verstieß. Erst nach Scheitern des Scheidungsverfahrens holte er sie 1213 wieder an den Hof. Florian Deuchler hält es daher für unwahrscheinlich, dass der Psalter im Auftrag des Königs als Hochzeitsgeschenk geschaffen wurde. Stattdessen vermutet er Ingeborg selbst oder ihre Freundin Eleonore von Vermandois, die selbst ein heute als &amp;#039;&amp;#039;Morgan-Psalter&amp;#039;&amp;#039; bekanntes, um 1194 geschaffenes Andachtsbuch besaß, das große stilistische Ähnlichkeiten mit dem etwas jüngeren Ingeborg-Psalter aufweist, als Auftragsgeberin. Möglich wäre auch, dass Bischof [[Stephan von Tournai]], der Lehrer der dänischen Theologen Peter und [[Anders Sunesen]], die die Hochzeit der dänischen Prinzessin mit dem französischen König aushandelten, im Auftrag des dänischen Königs die Herstellung der Handschrift beaufsichtigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 114f und 147f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Geschichte des Kodex ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ingeborgs Tod befand sich das Buch zunächst im Besitz der Könige. 1418 wird es im Inventar des [[Schloss Vincennes|Château de Vincennes]] aufgeführt, 1420 aber als vermisst angegeben. Erst im 17. Jahrhundert tauchte der Kodex wieder in England auf und gelangte 1649 an die Familie Mesmer. Eine im selben Jahr auf der ersten Seite niedergeschriebene Geschichte, die den Verbleib des Kodex während dieser drei Jahrhunderte erklären soll, gilt als Fälschung.&amp;lt;ref&amp;gt;Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter,&amp;#039;&amp;#039; S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psautier d’Ingeburge de Danemark&amp;#039;&amp;#039;. ADEVA, Graz 1985, ISBN 3-201-01274-2 (2 Bde.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Reiner Haussherr]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter. Bemerkungen zu Datierungs- und Stilfragen.&amp;#039;&amp;#039; In: François Avril (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Year 1200. A Symposium&amp;#039;&amp;#039;. Metropolitan Museum of Art,  New York 1975, ISBN 0-87099-092-6, S. 231–250.&lt;br /&gt;
* Mojmír S. Frinta: &amp;#039;&amp;#039;Punchmarks in the Ingeborg Psalter.&amp;#039;&amp;#039; In: François Avril (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The year 1200. A symposium.&amp;#039;&amp;#039; Metropolitan Museum of Art, New York 1975, ISBN 0-87099-092-6, S. 251–260.&lt;br /&gt;
* [[Florens Deuchler]]: &amp;#039;&amp;#039;The artists of the Ingeborg Psalter.&amp;#039;&amp;#039; In: International Center of Medieval Art (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gesta&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 9 (1970), Heft 2, S. 57–58, {{ISSN|0016-920X}}.&lt;br /&gt;
* Florens Deuchler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ingeborgpsalter.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1967.&lt;br /&gt;
* Allison A. Merrill: &amp;#039;&amp;#039;A study of the Ingeborg Psalter Atelier.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Columbia University 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.graz-seckau.at/sonntagsblatt/artikel.php?we_objectID=16352 Alte Wurzeln – neue Blüten.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sonntagsblatt für Steiermark&amp;#039;&amp;#039;, Festbeilage Weihnachten 2006 – IV&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ingeborg Psalter|Abbildungen aus dem Ingeborg-Psalter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://bvmm.irht.cnrs.fr/mirador/index.php?manifest=https://bvmm.irht.cnrs.fr/iiif/182/manifest Digitalisat]&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4395959-3|LCCN=n/85/049458|VIAF=178244730}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift des Musée Condé (Chantilly)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulgatahandschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilderhandschrift (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Buchmalerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstwerk der Gotik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Daronedur</name></author>
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