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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Infrarotproblem</id>
	<title>Infrarotproblem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T21:39:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Infrarotproblem&amp;diff=1405815&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wassermaus: Linkfix</title>
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		<updated>2025-08-10T14:49:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Infrarotproblem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein scheinbares Problem in [[Quantenfeldtheorie]]n mit masselosen Teilchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beiträge von masselosen Teilchen wie [[Photon]]en oder [[Gluon]]en mit sehr niedriger Energie führen zu [[Grenzwert (Folge)|divergenten]] Anteilen der [[Streuamplitude]]n in Quantenfeldtheorien. Ursache des Problems ist, dass die Teilchen aufgrund ihrer verschwindenden Masse beliebig niedrige Energien annehmen können, bzw. –&amp;amp;nbsp;äquivalent dazu&amp;amp;nbsp;– dass die [[elektromagnetische Wechselwirkung]] langreichweitig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Problems rührt daher, dass Photonen mit niedriger Energie eine dazu proportional niedrige [[Frequenz]] haben. [[Elektromagnetische Wellen]] niedriger Frequenz, also langer [[Wellenlänge]], werden als [[Infrarotstrahlung]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei verschiedene Effekte tragen zum Infrarotproblem bei: Zum einen führt die Abstrahlung oder Absorption solcher niederenergetischer Teilchen zu Singularitäten, zum anderen treten diese auch als [[Virtuelles Teilchen|virtuelle Teilchen]] mit beliebig kleiner Energie in Quantenkorrekturen auf. In der [[Quantenchromodynamik]] tritt ferner der Fall auf, dass die Gluonen [[Selbstwechselwirkung]] zeigen, also masselose Teilchen ihrerseits masselose Teilchen abstrahlen können. In allen Fällen können die Singularitäten umgangen werden, indem eine kleine Masse des Photons oder Gluons zur [[Regularisierung (Quantenfeldtheorie)|Regularisierung]] der Theorie eingeführt wird ([[Pauli-Villars-Regularisierung]]), sodass die kleinstmögliche Energie des Teilchens dieser Masse entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Addition dieser verschiedenen Beiträge zeigt sich, dass das Infrarotproblem nur ein Scheinproblem ist; alle divergenten Beiträge heben sich exakt auf. In der [[Quantenelektrodynamik]] ist dies als [[Bloch-Nordsieck-Theorem]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor= Felix Bloch und Arold Nordsieck|Titel= Note on the Radiation Field of the Electron|Sammelwerk= Physical Review|Band= 52|Nummer= 2|Seiten= 54–59|Datum= 1937|DOI= 10.1103/PhysRev.52.54|Sprache= en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im allgemeinen Fall, der die Quantenchromodynamik und die Quantenelektrodynamik mit einschließt, als [[Kinoshita-Lee-Nauenberg-Theorem]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor= Toichiro Kinoshita|Titel= Mass Singularities of Feynman Amplitudes|Sammelwerk= Journal of Mathematical Physics|Band= 3|Nummer= 4|Seiten= 650 – 677|Jahr= 1962|Sprache=en|DOI= 10.1063/1.1724268}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor = Tsung-Dao Lee und Michael Nauenberg|Titel= Degenerate Systems and Mass Singularities|Sammelwerk= Physical Review D|Band= 133|Nummer= 6B|Seiten= B1549 – B1562|Jahr= 1964|Sprache=en|DOI= 10.1103/PhysRev.133.B1549}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Axiomatische Quantenfeldtheorie|axiomatischen Quantenfeldtheorie]] ist das Infrarotproblem ein bis heute (2008) untersuchtes Problem, für das es im axiomatischen Rahmen noch keine allgemein anerkannte Lösung gibt.&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Annihilation]] eines Elektron-Positron-Paares und darauffolgender Erzeugung eines Myon-Antimyon-Paares &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm e^+ \mathrm e^- \to \mu^+ \mu^-&amp;lt;/math&amp;gt; lautet der [[Renormierung|renormierte]] Streuquerschnitt durch virtuelle Korrekturen&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\sigma_V = \frac{\alpha}{2\pi} \sigma_0 \left[-\ln^2 \frac{m_\gamma^2}{Q^2} - 3 \ln \frac{m_\gamma^2}{Q^2} - \frac 72 + \frac{\pi^2}{3}\right]&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der durch die Abstrahlung eines zusätzlichen Photons&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\sigma_R = \frac{\alpha}{2\pi} \sigma_0 \left[\ln^2 \frac{m_\gamma^2}{Q^2} + 3 \ln \frac{m_\gamma^2}{Q^2} + 5 - \frac{\pi^2}{3}\right]&amp;lt;/math&amp;gt;, &lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Feinstrukturkonstante]], &amp;lt;math&amp;gt;\sigma_0&amp;lt;/math&amp;gt; der Streuquerschnitt in führender Ordnung und &amp;lt;math&amp;gt;Q^2&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Schwerpunktsenergie]] sind. Der Parameter &amp;lt;math&amp;gt;m_\gamma&amp;lt;/math&amp;gt; ist der als Photonenmasse eingeführte Regularisierungsparameter. Beide dieser Terme sind für sich genommen divergent, doch in ihrer Summe heben sich die Beiträge exakt weg.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\sigma_V + \sigma_R = \frac{3\alpha}{4\pi} \sigma_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor= Matthew D. Schwartz|Titel= Quantum Field Theory and the Standard Model|Verlag= Cambridge University Press|Ort= Cambridge|Datum= 2014|ISBN=978-1-107-03473-0|Sprache= en|Seiten= 355–380}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenfeldtheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wassermaus</name></author>
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