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	<title>Infinitesimalzahl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:46:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Infinitesimalzahl&amp;diff=93693&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AnKreh: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0 */</title>
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		<updated>2025-05-08T08:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In der [[Mathematik]] ist eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Infinitesimalzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eine unendlich kleine Größe, die größer als [[null]], aber kleiner als jede positive [[reelle Zahl]] ist. Solche Größen spielen eine zentrale Rolle in der [[Differentialrechnung]], insbesondere bei der Definition des [[Differential (Mathematik)|Differentials]] &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{d} x&amp;lt;/math&amp;gt;, das als eine infinitesimal kleine Änderung der Variablen &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; betrachtet werden kann. In der [[Nichtstandardanalysis]] werden Infinitesimalzahlen formal als [[hyperreelle Zahlen]] eingeführt, während sie in der klassischen [[Analysis]] über [[Grenzwert (Folge)|Grenzwertprozesse]] interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Offensichtlich gibt es unter den reellen Zahlen keine Infinitesimale, die dieser Forderung genügen, denn ein solches &amp;lt;math&amp;gt;x\in\mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; müsste die Bedingung&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;0&amp;lt;x&amp;lt;\tfrac{x}{2}&amp;lt;/math&amp;gt; erfüllen, da auch &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{x}{2}&amp;lt;/math&amp;gt; eine positive reelle Zahl ist. Um trotzdem solche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Infinitesimale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; definieren zu können, muss entweder die obige Forderung abgeschwächt werden, oder die reellen Zahlen müssen in einen größeren [[Geordneter Körper|geordneten Körper]] eingebettet werden, in welchem dann Platz für solche zusätzlichen Elemente ist. Letzteres ist der Weg, auf welchem algebraische Infinitesimale definiert werden (Coste, Roy, Pollack), und auch der Weg der [[Nichtstandardanalysis|Nichtstandard-Analysis]] (NSA) (Robinson, Nelson).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Infinitesimal &amp;lt;math&amp;gt;x\neq 0&amp;lt;/math&amp;gt; hat die Eigenschaft, dass jede beliebige Summe von endlich vielen (in der NSA: standard-endlich vielen) Gliedern des Betrages dieser Zahl kleiner als 1 ist:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;|x| + \dotsb + |x| &amp;lt; 1&amp;lt;/math&amp;gt; für jede endliche Anzahl von Summanden.&lt;br /&gt;
In diesem Fall ist &amp;lt;math&amp;gt;|1/x|&amp;lt;/math&amp;gt;  größer als jede beliebige positive reelle (in der NSA: standard-reelle) Zahl. Dies heißt für die algebraischen Infinitesimale, dass die zugehörige [[Körpererweiterung]] nicht-[[Archimedisches Axiom|archimedisch]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Baumann, Dr. Thomas Kirski |Titel=Infinitesimalrechnung |Auflage=2. |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin |Datum=2022-06-22 |ISBN=978-3-662-64570-3 |Seiten=295}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infinitesimalrechnung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Infinitesimalrechnung}}&lt;br /&gt;
Der erste Mathematiker, der solche Zahlen nutzte, war wohl [[Archimedes]], obwohl er nicht an ihre [[Existenz#Mathematik/Logik|Existenz]] glaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Isaac Newton|Newton]] und [[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]] nutzen die Infinitesimalzahlen, um ihr [[Kalkül]] der [[Infinitesimalrechnung]] (Differential- und [[Integralrechnung]]) zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise argumentierten sie (eigentlich nur Newton, Leibniz benutzt [[Monadologie|Monaden]], heute in etwa: abgebrochene bzw. formale [[Potenzreihe]]n) so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Ableitung &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt; der Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f\colon \mathbb{R}\ni x\mapsto x^2\in\mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; zu bestimmen, nehmen wir an, &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{d}x&amp;lt;/math&amp;gt; sei infinitesimal. Dann ist&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039;(x) = \frac{f(x+\mathrm{d}x)-f(x)}{\mathrm{d}x} = \frac{x^2+2x\cdot \mathrm{d}x+\left(\mathrm{d}x\right)^2-x^2}{\mathrm{d}x} = 2x+\mathrm{d}x = 2x,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{d}x&amp;lt;/math&amp;gt; infinitesimal klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dieses Argument intuitiv einleuchtet und richtige Ergebnisse liefert, ist es mathematisch nicht exakt:&lt;br /&gt;
Das grundlegende Problem ist, dass &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{d}x&amp;lt;/math&amp;gt; zunächst als ungleich null betrachtet wird (man teilt durch &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{d}x&amp;lt;/math&amp;gt;), im letzten Schritt hingegen als gleich null. Die Nutzung von Infinitesimalzahlen wurde von [[George Berkeley]] in seinem Werk: &amp;#039;&amp;#039;The analyst: or a discourse addressed to an infidel mathematician&amp;#039;&amp;#039; (1734) kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=George Berkeley |Titel=The Analyst |Ort=School of Mathematics / Trinity College / Dublin |Datum=2002 |Seiten=40 |Online=https://www.maths.tcd.ie/pub/HistMath/People/Berkeley/Analyst/Analyst.pdf |Originaltitel=The Analyst |Originaljahr=1734 |Originalort=London / Dublin}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Weiterentwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Frage nach den Infinitesimalen war seitdem eng verknüpft mit der Frage nach der Natur der reellen Zahlen. Erst im neunzehnten Jahrhundert verliehen [[Augustin Louis Cauchy]], [[Karl Weierstraß]], [[Richard Dedekind]] und andere der reellen Analysis eine mathematisch strenge formale Form. Sie führten [[Grenzwert (Folge)|Grenzwert]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;betrachtungen ein, die die Nutzung infinitesimaler Größen überflüssig machten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Sonar |Titel=3000 Jahre Analysis: Geschichte, Kulturen, Menschen |Verlag=Springer |Ort=Heidelberg |Datum=2011 |Reihe=Vom Zählstein zum Computer |ISBN=978-3-642-17203-8 |Seiten=508ff |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem wurde die Nutzung der Infinitesimalzahlen weiterhin als nützlich für die Vereinfachung von Darstellungen und Berechnungen betrachtet. So kann, wenn &amp;lt;math&amp;gt;x\approx 0&amp;lt;/math&amp;gt; die Eigenschaft bezeichnet, infinitesimal zu sein, und entsprechend &amp;lt;math&amp;gt;N\approx \infty&amp;lt;/math&amp;gt; die Eigenschaft,&lt;br /&gt;
infinit zu sein, definiert werden:&lt;br /&gt;
* Eine (Standard-)Folge &amp;lt;math&amp;gt;(a_n)&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine [[Nullfolge]], wenn für alle &amp;lt;math&amp;gt;N\approx \infty&amp;lt;/math&amp;gt; gilt: &amp;lt;math&amp;gt;a_N\approx 0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Eine (Standard-)Funktion &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; auf einem beschränkten Intervall &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; ist [[gleichmäßig stetig]] genau dann, wenn für alle &amp;lt;math&amp;gt;x,y\in I&amp;lt;/math&amp;gt; gilt, dass aus &amp;lt;math&amp;gt;x-y\approx 0&amp;lt;/math&amp;gt; folgt: &amp;lt;math&amp;gt;f(x)-f(y)\approx 0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jh. wurden [[Zahlbereichserweiterung]]en der reellen Zahlen gefunden, die infinitesimale Zahlen in formal korrekter Form enthalten. Die bekanntesten sind die [[Hyperreelle Zahl|hyperreellen Zahlen]] und die [[Surreale Zahl|surrealen Zahlen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Nichtstandardanalysis]] von [[Abraham Robinson]] (1961), welche die hyperreellen Zahlen als Spezialfall enthält, sind Infinitesimalzahlen legitime Größen. In dieser Analysis kann die oben erwähnte Ableitung von &amp;lt;math&amp;gt;f\colon \mathbb{R}\ni x\mapsto x^2\in\mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; durch eine geringfügige Modifikation gerechtfertigt werden: Wir sprechen über den &amp;#039;&amp;#039;Standardteil&amp;#039;&amp;#039; des Differentialquotienten und der Standardteil von &amp;lt;math&amp;gt;2x + \mathrm{d}x&amp;lt;/math&amp;gt; ist &amp;lt;math&amp;gt;2x&amp;lt;/math&amp;gt; sofern &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; eine Standardzahl ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Sonar |Titel=3000 Jahre Analysis: Geschichte, Kulturen, Menschen |Verlag=Springer |Ort=Heidelberg |Datum=2011 |Reihe=Vom Zählstein zum Computer |ISBN=978-3-642-17203-8 |Seiten=626f |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Analysis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AnKreh</name></author>
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